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Full text of "Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.)"

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Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 
Von 


Dr. phil. Jan Obenberger, 
Prag- Bubene& 250. 


Mit 3 Texttafeln. 


Im Folgenden lege ich eine Serie von neuen Arten mit ver- 
schiedenen systematischen und synonymischen Notizen vor. 

Die Systematik der Buprestiden wurde im ganzen stark ver- 
nachlässigt und seit Lacordaire’s, Deyrolle’s und Castelnau 
und Gory’s Zeit sind nur wenige Fortschritte gemacht. Es wurde 
meist nur eine Unzahl von neuen Arten, meist von Kerremans 
beschrieben und das schon Vorhandene und Bekannte wurde oft 
kritiklos weiter benutzt, ohne neue Gesichtspunktie zu suchen. Manche 
vorzügliche Arbeiten wurden eben von Kerremans zu wenig berück- 
sichtigt und das neue oder eben das weıtvollste, was sie geliefert 
haben, wurde außer acht gelassen. 

So erwähne ich hier die musterhafte und heutzutage noch un- 
genügend geschätzte, schöne Bearbeitung der mittelamerikanischen 
Prachtkäfer von Charles O. Waterhouse in der Biologia Centrali- 
americana 1882, Vol. III part. 1. In diesem Meisterwerke wurden 
beschrieben oder wenigstens erwähnt und meist auch abgebildet so 
prachtvollz2 anatomische Details, daß man staunen muß, daß eben 
Kerremans in seinen erschienenen Arbeiten beim Beschreiben seiner 
vielen Arten, besonders der Kleinbuprestiden, diese schöne Merkmale, 
wie Form der Unterseite kei den Agrilinen, Analplatte der Pachyschelen 
usw. gar nicht benützt hat. Da die von Waterhouse zuerst benützten 
Merkmale oft das allein brauchbare in der schweren Systematik der 
kleinen Buprestiden bedeuten, wurde natürlich die größte Anzahl 
der von Kerremans beschriebenen Arten unvollständig diagnostizieit, 
so daß man gezwungen ist, sehr oft guf seine Typen zurückzugreifen. 

Das ist äber recht schwer, da Kerremans oft mehrere Exemplare 
und nicht zu derselben Zeit als Typen einer Aıt bezeichnet hat; 
mehrere Exemplare, die in der Tat meist auch mehreren Aıten an- 
gehören, denn für das Bestimmen und Studieren der kleiren und 
kleinsten Arten und besonders zum richtigen .‚Fasser‘‘ ciner Art 
und zum Auffinden von wirklich bedeutenden Meıkmalen ließen 
Kerremans’ Bzobachtungsfähigkeiten zu viel zu wünschen übrig. 

Und eben weil man meist auf seine Arten beim Studieren der 
Buprestiden stoßt, so muß man sich natürlich erst durch eine Unzahl 
von kleineren oder größeren, von Kerremans begangenen Fehlern, 
falschen Bestimmungen usw. durchbeißen, bevor man vorwärts kommt. 
Zur Charakteristik dieses Monographen-Dilettanten sei bemerkt, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 65 


daß ich, obwohl ich z. B. von der Firma Dr. Staudinger & Bang- 
Haas und von mehreren anderen Herren und Instituten eine Menge 
von ihm bestimmten palaearktischen und exotischen Kleinbuprestiden 
zur Revision erhielt (z. T. auch die sogenannte Meyer-Dacis’sche 
Sammlung), bisher noch keine einzige palaearktische Agrilusart von 
ihm richtig bestimmt gesehen habe! 


Weil er aber sehr viel bestimmt hat und weil seine „Monographen- 
Bestimmungen“ oft zu zoogeographischen usw. Schlüssen Anlaß 
gaben, ist heutzutage die riehtige Systematik der Buprestiden in 
mehr trostlosem Zustande als die der meisten anderen Käfergruppen. 
Dazu kommt noch der Umstand, daß die Prachtkäfer überhaupt, be- 
sonders in den Tropen, wegen ihrer relativen Seltenheit noch un- 
genügend bekannt sind, so daß noch sehr viele neue Aiten der Be- 
schreibung harren. Hat z. B. mein Freund Jaro Mráz m Sao Paulo 
in "Brasilien iübər sechzig Arten Agrilus gefunden, so waren davon 
nur 3--5 Arten bekannt --- alle anderen sind. neu — und so ist es 
überall. Wir kennen heutzutage nur geringe Bruchteile der tatsächlich 
existierenden Arten. 


In dieser kleinen Abhandlung habc ich einen kleinen Teil meiner 
neuen Arten veröffentlicht. Die Typen, wo es nicht besonders vor- 
bemerkt ist, befinden sich meist in meiner Sammlung, die ich dem 
Cechoslowakischen Nationalmuseum gewidmet habe. 


An dieser Stelle soll allen denjenigen vom Herzen gedankt werden, 
die mich in meinen Studien so liebenswürdig unterstützten. Es sei 
hier besonders Herr G. S. Arrow, Direktor der entomologischen 
Abteilung des British Museum in London erwähnt, der mir sein reiches 
Material zugänglich gemacht hat und mein Freund Herr Embrik 
Strand, der mir das Veröffentlichen dieser ziemlich umfangreichen 
Arbeit ermöglicht hat, was unter den jetzigen Presseverhältnissen 
ganz besonders zu schätzen ist. 


Prag,April 1922. 


1. Cyphogastra prasinicollis m. n. sp. 
Hab.: Key Island. Long.: 34—36 mm. 


Eine intermediäre Art zwischen javanıca Saund. und calepyga 
Thomson. Die Gestalt und die schlankere Form wie bei javanica, 
die Flügeldecken sind ähnlich gefärbt, das ist: vorne entlang der Naht 
mit einer blauschwarzen Makel, Spitze schwarzblau, seitlich mit einer 
purpurvioletten Längsmakel, zwischen der Nahtmakel und dem 
purpurnen Längsstrich goldgrün. Halsschild ist grün, wie bei calepyga, 
die Halsschildskulptur wie bei calepyga, viel heller als bei javanica, 
mit gleichgefärbten Füßen. Der Höcker des ersten Abdominalsegmentes 
ist stärker als bei javanica entwickelt. 

Zwei Typen in meiner Sammlung. Eine auffallende „pisciforme“ 
Art. 

Archiv fir Nbtprgeschichta, 5 Rn 


66 Dr. Jan Obenberger: 


2. Gyphogastra levorensis m. n. Sp. 

Hab.: Insel Tevor. Long.: 26 mm. 

Kopf und Halsschild ist grün, mit goldigem Glanze, die Flügel- 
decken sind grün, die Naht ist dunkelblau, vorne ist diese blaue Färbung 
ebwas verbreitert, die Spitze ist klauschwarz. Entlang der apikalen 
Außenseite mit einem purpurrotem Längsstrich, ähnlieh wie bei 
javanica Xd, Unterseite ist goldig, in der Mitte mehr kupfrig, die 
Füße sind goldgrün. Halsschild ist ziemlich schwach breit, seitlieh 
stark punktiert, sonst dem der javanica Ähnlich. Die Flügeldeeken 
sind vorne verhältnismäßig stark, reihig punkticıt, diese Punktur 
wird gegen die Spitze feiner, sie ist jedoch auch hinten deutlieh. Die 
Flügeldeeken sind zum Ende ausgeschwaift, jedoch mäßig verengt; 
Neitenrand der Flügeldeeken ist von oben von den Sehultern bis zur 
Spitze sichtbar. Abdomen ist fein spärlieh punkticıt, die Abdominal- 
segmente seitlich mit zwei fein ehagrinicrten Depressioren, die «in 
glattsres, wenig auffälliges flaches Seitenreliefehen einsehließen. Dic 
Fläche des Höckers des ersten Ventralsegmentes ist purpurot. 


3. Cyphogastra Strandi n. 1n. sp. 


Hab.: Insel Tam. Long.: 28 mm, 

Lackglänzend, dunkelblau, unten grünblau, metallisch; Hals- 
schild ist ein wenig grünlieher; ebenso die umgesehlagenen Halsschild- 
seiten sind grünlich. Di» Gestalt ist stark gewölbt, mit heraus- 
ragendem Abdominalhöcker, die Flügeldeeken sind von der Mitte 
zur Spitze sehr stark ‚‚piseiform“, ausgeschweift, verengt. Das Flügel- 
deekenende ist etwas angedunkelt. Halssehild ist vorne stark winkelig, 
seitlich grob punktiert, die Eindrücke sind einfach, Vordcreindruek 
ist seitlich nicht leistchenförmig begienzt. Die Flügeldeeken sird 
vorne spärlich, ziemlieh stark punktiert, diese Skulptur wird nur 
etwa bis zum vorderen Drittel deutlich. dann ist sie undeutlich, die 
apikale Flügeldeekenhälfte ist glatt. Die Seiten des Mesosternum 
und die des Abdomens sind sehr dieht ockergelb behaart und mit 
einer ebensolchen Efflorescenz, die vollständig den Grund verbirgt, 
bedeekt, sodaß nur cin schmaler Längsstreifen in der Mitte des 
Abdomens metallisch bleibt. Die Füße sind stark, glänzend, blaugrün. 

Ein 3 in meiner Sammlung. 

Ich benenne diese merkwürdige und prachtvolle Art zu Ehren 
meines geehrten Freundes, Herrn Embrik Strand, in Anerkennung 
aller Liebenswürdigkeiten, mit welchen er meinen Bestrebungen 
entgegenkonmmt. 


+. Cyphogastra Ludekingi m. n. Sp. 


Hab.: Groß Ceram. Long.: 29 mm (Ludeking). 

Lackglänzend, oben dunkelblau, unten smaragdgrün. die untere 
Seiten des Halsschildes sind goldgrün. Gestalt ist lang, ziemlich 
gleichbreit, die Flügeldecken sind zur Spitze im flachen Bogen einfach, 
nicht ausgeschweift verengt (also nicht „piseifoım“). Halsschild ist 
seitlich mit zwei ziemlich kleinen und tiefen, unregelmäßigen Eindrücken 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 67 


versehen, ebenda mit stärkerer Punktur, der vordere Eindruck ist 
seitlich durch eine schmale kielförmige Längswulst begrenzt (ähnlich 
wie bei javanica, calepyga und tevorensis). Die Flügeldecken nur an 
der Basis mit stärkerer Punktur und einigen deutlicheren Pünktchen, 
vom ersten Drittel sind die Flügeldecken ganz glatt und unpunktiert. 
Flügeldecken sind dunkelblau, die Spitze ist schwach, ein sehr schmaler 
und kurzer, nach innen grün gesäumter apikaler Seitenstreifen ist 
purpurrot. Abdomen in der Mitte glatt, sehr spärlich punktieit und 
metallisch, smaragdgrün; dieser Längssaum ist nur schmal; seitlich 
ist das Abdomen chagriniert, mehr goldig und fein behaart, in dieser 
Partie seitlich am 2., 3. und 4. Segment mit eingeschlossenen relief- 
artigen, glatten Meakln. 

Eine sehr charakteristische und leicht kenntliche Art. Seitenrand- 
linie der Flügeldecken ist von oben nicht sichtbar. 


5. Cyphogastra Ludekingi ssp. Halmaheirae m, n. sp. 

Hab.: Halmaheira. Long.: 25—26 mm. 

Kleiner und schlanker als die vorige, die Gestalt ist schmäler, 
die Flügeldecken sind im vorderen Teile deutlicher punktulicıt, Unter- 
seite ist smaragdgrün, Oberseite ist blauschwarz, am Flügeldecken- 
ende ähnlich gefärbt wie die Stammart. 

6. Cyphogastra aurifossa m. n. sp. 

Hab.: N. Guinea: Mafar (Beecari 1875). Long.: 27—29 mm. 

Gehört zu den Arten mit den zur Spitze einfach, nicht ausgeschweift 
verengten Flügeldecken. Die Oberseite ist prachtvoll smaragderün, 
die Unterseite ist goldgrün, nur die Schenkel sind blaugiün. Der 
„e“-förmige, laterale Seiteneindruck des Halsschilds ist prachtvoll 
goldig; ebenso ein apikaler, schmaler Seitenstreifen der Flügeldecken 
ist goldig. Halsschild ist seitlich grob punktiert, der Seiteneindiuck 
des Halsschildes ist seitlich durch ein kurzes schmales längliches, 
scharfes Seitenwülstchen begrenzt. Die Seitenrandlinie der Flüg- 
decken ist von den Schultern bis vor die Spitze von oben sichtbar. 
Die Skulptur der Flügeldecken ist grob, besonders in der vorderen 
Hälfte, dann wird sie kleiner und feiner, jedoch die Punktulicrung 
ist bis zur Spitze deutlich; die Punkte sind dicht angereiht. Das 
Flügeldeckenende ist nicht deutlich geschwärzt. Abdomen ist glatt 
und glänzend, die Segmente seitlich in einer bestimmten Entfernung 
von den Seiten mit ciner schwachen, chagrinieıten Depression, 
zwischen welcher und den Sciten der Segmente aber keine deutlich 
begrenzten Reliefchen entwickelt sind. 

Wegen der verhältnismäßig kleinen Seiteneindrücke des Hals- 
schildes, wegen der Färbung und Skulptur leicht kenntlich, 


a 


7. Cyphogastra chalcea m. n, sp. 
Hab.: Neuguinea: Finschhafen. Long.: 26—35 mm. l 
Die Oberseite ist einfarbig kupferig, Halsschild ist bisweilen ein 
wenig goldiger, Unterseite ist kupferig, mit goldigem oder goldig- 
grünem Glanze. Halsschild ist breit, der seitliche Längseindruck ist 


DF 12, Heft 


68 Dr. Tan Obenberger: 


sehr groß, so breit, wie der mittlere, glatte Teil mit der Mittelde pics sion 
er nimmt fast die ganze Fläche der Seiten ein, sodaß nur vorne cinige 
Stellen beim Vorderrande und ein viereckiges Häckerchen in den 
Basalecken grob punktuliert und erhöht bleiben; im vorderen Teile 
ist diese im Grunde höchst fein punktierte und -behaarte Seiten- 
depression durch ein scharfes, schmales, längliches Seitenleistchen 
begrenzt. Die Flügeldecken sind breit, zur Spitze leicht ausgeschweift 
verengt, dicht und grob reihig punktuliert; diesc Skulptur wird an 
der Apikalhälfte feiner: die Spitzen sind schwärzlich. Die Abdominal- 
skulptur wie bei der vorigen Aıt. Seitenrand der Flügeldecken ist von 
oben nicht bis zur Spitze sichtbar. 


8. Cyphogastra papnigena m. n. sp. 


Hab.: Neuguinea. Long.: 27 mm. 

Kopf und Halsschild ist schwach, die Flügeldecken sind goldig, 
die Naht ist schwarzblau, die Flügeldeckenspitze ist schwarz, eine 
apikale, längliche Makel in der Mitte der Flügeldeckenlänge ist blau, 
die Flügeldecken sind an den Seiten puıpurgoldig gefärbt. Unterseite 
ist seidenschimmernd und grauolivengrün gefärbt. Die seitlichen 
Halsschildeindrücke sind groß und grünlich; vorne seitlich ist dieser 
Eindruck beiderseits durch ein scharfes feines Längsleistehen begrenzt. 
Die Flügeldecken sind zur Spitze leicht ausgeschweilt verengt, mäßig 
„pisciform“, mit einer seitlichen praeapikalen Längsdepıession. 
Humeraleindruck fehlt. Eine schmale Praesuturaldepression verläuft 
von der Mitte bis zur Spitze jeder Flügeldecke entlang der Naht. 
Abdomen ist sehr fein punktuliert, seidenglänzend, fein anliegend 
silberweiß behaart, nur die Mittellinie des Abdomens, dann ein 
grünliches Reliefehen am zweiten, dritten und vierten Segmente knapp 
bei den Seiten ist am Abdomen kahl und glänzender. 


9. Cyphogastra biimpressa m. n. Sp. 


Hab.: Neuguinea. Long.: 30 mm. 

Gehört in dieselbe Gruppe wie die vorhergehende Art; oben 
smaragdgrün, unten noch heller gefärbt. Das Flügeldeckenende ist 
dunkelblau. Halsschild mit etwas nach vorne konvergierenden Seiten, 
der Seiteneindruck ist eckig, groß, tief vertieft, ziemlich unregelmäßig, 
im vorderen Teile seitlich durch ein scharfes Seitenwülstehen begrenzt. 
Die Flügeldecken sind ziemlich breit, zur Spitze mäßig staık aus- 
geschweift verengt, die Flügeldecken sind vorne grob unregelmäßig 
punktiert, diese Punktur ist schon aber vom vorderen Drittel der 
Länge viel feiner, in der apikalen Hälfte sind die Flügeldeeken glatt 
und unpunktiert. Am Außenrande mit einer (im Grunde fein punktieiten, 
goldigen) rundlichen Humeraldepression und einer länglichen Prac- 
apikaldepression, die von der Mitte bis zum apikalen Viertel der Länge 
reicht. Unterseite, besonders die Abdominalskulptur ist ähnlich wie 
bei papuigena skulptiert, jedoch sang seidengläneznd und weniger 
deutlich. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 69 


10. Cyphogastra Browni Carter 

Von dieser unlängst beschriebenen, an vulnerata Théry erinnernden 
Art besitze ich mehrere Exemplare aus Nordqueensland. Die Spitze 
der Flügeldecken ist bei allen Stücken rötlieh durchscheinend. Nach 
der Kerremans’schen Tabelle in der „Monographie des Buprestides“ 
wäre diese Art unter die „pisciforme“ Arten zu stellen. Sie ist aber 
sehr nahe den pistor C. G. und vulnerata Théry verwandt, die beide 
zu den Arten mit allmählich und einfach zur Spitze verengten Flügel- 
decken gehören. 

Ein neuer Beweis, mit wie wenig systematischen Kenntnissen 
die erwähnten Tabellen verfaßt wurden. 


11. Scaptelytra aequalipennis m. n. sp. 


Hab.: Ostafrika: Ukerewe; Delagoa-Bay: Sikuniba; Ungur. 
Long.: 21,5—28 mm. 

Ebenso gefärbt und von ähnlicher Körperform wie oculicollis 
Kerr., oben schwarzbräunlich, unten hell messingfarben; Kopf ist 
ziemlich groß, die Fühler sind lang und schlank; Halsschild ist etwas 
breiter als bei oculicollis oder sulphureovittata CG., die Mittelrinne ist 
bisweilen wenig deutlich, die Punktierung wird gegen die Seiten 
- verworrener und dichter. Keine Reliefe sind ausgebildet. Flügeldecken 
sind lang, ziemlich flach gewölbt, bis hinter die Mitte parallelseitig, 
dann zur Spitze fast geradlinig und stark verengt, jede Flügeldecke 
am Ende scharf, ziemlich lang zugespitzt; die Fläche ist in wenig 
deutlichen Reihen gerunzelt mit schwach angedeuteten und wenig 
vortretenden Intervallen; cin ziemlich breiter Seitensaum ist schwach 
eingedrückt, im Grunde sehr fein punktuliert und im frischem Zustande 
mit einer ockergelben Effloreszenz dicht bedeckt. Oben wenig glänzend, 
etwa wie bei oculicollis, unten glänzend; die Füße sind ziemlich lang. 
Das letzte Ventralsegment des @ ist am Ende schmal zugespitzt ab- 
gerundet, das des § ist breit abgestutzt abgerundet. Prosternum ist 
flach gewölbt, ungerinnt. 


12. Seaptelytra aequalipennis ssp. Strandi m. 1. Sp. 

Hab.: Ostafrika: Kidugala. 

Mit der vorhergehenden Art übereinstimmend, in folgenden 
Punkten abweichend: der flach eingedrückte Halsschild ist schmäler; 
die Flügeldecken sind am Ende schwächer zugespitzt, der flach cin- 
gedrückte Seitensaum der Flügeldecken ist undeutlich, Unterseite ist 
grünlich bronzefarben, Pıosternum in der Mitte mit einer feinen’ 
Längsrinne, das Analsegment des & ist am Ende flach, jedoch sehr 
dentlich, breit ausgerandet. 

Vielleicht eine besondere Art. Meinem Freunde Herrn E. Strand 
zu Ehren benannt. . 

Die mir bekannten Arten könnten wie folgt auseinandergesetzt 
werden: 

1“ Halsschild seitlich bei den Vordereeken mit cinem rundlichen, 
sehr deutlichen knopfförmigen Reliefe, Sehwärzlich bronzefarben, 


12. Heft 


70 Dr. Jan Obenberger: 


Halsschild auf den Seiten oft mit violcttem Glanz, die Flügel- 
decken mit Marginalsaum und einer purpurvioletten. im Grunde 
sehr fein punktierten Längsdepression in der Mitte. Prosternum 
mit ciner Längsrinne. Mozambique, Ostafrika. 

oculicollis Kerr. 

1‘ Halsschild einfach, ohne Reliefe, 

2“ Tlügeldecken in der Mitte mit einer breiten, im Grunde sehr fein 
punktulicrten Längsdepresison. Auf den Flügeldeeken deutliche 
längliche, runzelige Rippenskulptur. Schwarzviolett, Prosternum 
länglich gerinnt, die Flügeldeeken ohne Marginalsaum. Caffraria. 

sulphu eovittata Cast.G. 
2° Flügeldceken in der Mitte ohne fein punktisıte Eindrücke. 

3" Flügeldecken am Ende stärker zugespitzt. Unterscite hell bronze- 
farben. Prosternum flach gewölbt, ungerinnt. Flügeldecken 
mit deutlichem, gelb bestaubtem Marginalsaum. Analscgment 
des $ am Ende breit abgerundet. Ostafrika. 

aequalipennis m. n. sp. 

3’ Flügeldecken am Ende schwach zugespitzt. Unterseite grünlich 
bronzefarben, Prosternum mit einer Mittelrinne. Flügeldeeken 
ohne Marginalsaum. Analsegment des § am Ende breit, flach 
ausgerandet. Ostafrika. aequalipennis ssp. Strandi m. n. sp. 


13. Chalcoplia plicata Wiedemann 


Diese kleine seltene Art wird von den anderen Aiten durch die 
Form des Halsschildes, wo sechs Längsrelicfe ausgebildet sind, durch 
Abdomen, wo alle Segmente seitlich cin Reliefcehen tragen und welches 
dicht weich behaart ist und durch deutlich länglich gerinnte Prosternum 
verschieden. 

Die Form des Prosternums ist in dieser Gattung besonders 
erwähnenswert und es ist ein Fehler. daß darauf bei den Diagnosen 
vergessen wird; die meisten Arten sind einander sehr ähnlich und 
werden dadurch schr leicht ausemander gesctzt. 

Das Studium meines Materials hat folgende neue Arten ergeben: 


14. Chalcoplia Braunsi m. n, sp. 


Hab.: Kapland, Willowmore (Dr. H. Brauns). Long.: 13—16 mm. 

Dunkelbronzefarben, mit ziemlich schwache m Glanz. Kopf ist 
ziemlich klein. die Fühler sind schwarz. Halsschild ist mit eincr Längs- 
vinne in der Mitte, stark spärlich verworren punktiert. an den Sciten 
schwächer (3) oder stärker (2) gerundet. Prosternum ist glatt. glänzend. 
gewölbt, unpunktiert, ohne Rinne. Flügcldecken sind lang, flach 
gewölbt, mit nur schr schwach angedeuteten Längsrippen. davon 
die zweite verbindet sich mit der ersten vor der Spitze. die dritte ist 
ziemlich und die vierte stark undeutlich. Der Raum zwischen den 
Rippen ist stark, dicht punktuliert. Abdomen ohne Reltefe, cbenso 
wie die ganze Unterseite dicht weißgrau behaart: Unterseite und die 
grau Pehamien une sind bronzefarben, etwas glänzender als die Ober- 
seite, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 71 


Dem Herrn Dr. H. Brauns, der mir diese Art gewidmet hat, zu 
Ehren benannt. 


15. Chaleoplia auripilis m. n. sp. 


Hab.: Kapland: Willowmore (Dr. H. Brauns). Long.: 10—14 mm. 

Oben schwärzlich bronzefarben, die Zwischenräume der Flügel- 
decken sind mehr violettkupferig gefärbt.; die reliefatigen Teile sind 
dunkler, die eingestochenen Punkte heller gefärbt. Unterseite ist mehr 
kupferig und glänzender. 

Im allgemeinen der plicata Wied. sehr ähnlich und von mir ur- 
sprünglich für diese Art gehalten. Von dieser Aıt folgendermaßen 
verschieden: 

Die sechs thorakalen Längsreliefe sind (besonders die seitlichen) 
viel undeutlicher, da die Punktierung deren Zwischenräume viel stärker, 
gröber, unregelmäßiger und verworrener ist. Prosternum ist deutlich 
länglich gerinnt, wie bei plicata. Mittelrinne des Halsschildes ist viel 
stärker als bei plicata und breiter. Die Flügeldeckenrippen sind viel 
niedriger, schwächer, die erste und zweite Rippe verbinden sich vor 
der Spitze wie bei plicata, nicht aber die viel undeutlichere dritte 
Rippe. Die Zwischenräume sind viel spärlicher punktiert und viel 
weniger vertieft. Unterseite ist in der Mitte viel verworrener punktiert 
und gerunzelt, weißgelb behaart (bei plicata weißgrau), ein Seiten- 
saum des Abdomens ebenso wie die Seiten des Prosternums, sind 
sehr dicht ockergelb behaart, aus dieser Behaarung ragen 
auf den Abdominalseiten einzelner Segmente deutliche Reliefe heraus. 


16. Chalcoplia transvalensis m. n. sp. 


Hab.: Transvaal. Long.: 16 mm. 

Ebenfalls der plicata ähnlich. Ziemlich robust gebaut, gewölbt. 
Halsschild ist auf den Seiten gerundet, im Basaldrittel am breitesten, 
mit einer Mittelrinne und beiderseits an der Basis mit einer sehr tiefen 
Längsdepression, ohne Reliefe, überall sehr grob, verworren, un- 
regelmäßig und dicht punktiert. Flügeldecken sind unter der Mitte 
etwas verbreitert, mit hoch vortretenden Rippen, davon die erste 
vor der Spitze abgekürzt und der zweiten stark genähert, die zweite 
ist vollständig. die dritte ist der zweiten im vorderen ?/, der Länge 
angenähert, weiter undeutlich. die vierte ist nur im apikalen Teile 
deutlieh, scharf vortretend. Die Zwischenräume sind schr dieht und 
grob punktuliert, konkav. Prosternum ist gewölbt, ohne Mittelrinne, 
sehr grob und stark punkticrt. Abdomen ist sehr gewölbt, ohne Spuren 
von Reliefen, überall kurz weich behaart und dicht und fein punktiert. 


ty. Chaleoplia Wiedemanni m. n. Sp. 


Hab.: Kapland. Long.: 17 mm. : 

Der vorhergehenden Art beim oberflächlichen Anblick täuschend 
ähnlich, von ihr folgendermaßen verschieden: 

Gewälbter, robuster, am Ende schwächer zugespitzt. Halsschild 
mit dewlicher Mittelrinne, und sechs flachen Längsreliefen. davo 


12. Ieft 


72 Dr. Jan Obenberger: 


die seitlichen nur in Rudimenten vorhanden. Die Punktierung des 
Halsschildss ist ziemlich fein und mossingfarben. Prosternum ist 
fein punktuliert, in der Mitte tief länglich gerinnt. Die Flügeldecken- 
rippen sind breiter und niedriger, die dritte Rippe reicht bis hinter 
die Mitte, Zwischenräume sind viel feiner und spärlicher punktiert. 
Abdomen ist wie die ganze Unterseite kupferig, nur stellenweise 
weiß behaart, dazwischen mit kahlen und unpunktierten unregel- 
mäßigen Stellen, seitlich in einer gewissen Entfernung vom Rande 
mit einer Reihe von sehr deutlichen Reliefen. Mit Benützung der 
Kerreman’schen Tabelle könnten diese Arten folgendermaßen aus- 
einandergelegt werden: 

1” Die Flügeldecken ohne deutliche Längsrippen. Prosternum mit 
einer Jängsrinne. Oben schwärzlich, unten kupferig, die Fühler 
sind blau. Die Mitte des Halsschildes mit einer Längsrinne, 
beiderseits von dieser Rinne mit zwei Längsreliefen, seitlich 
mit undeutlichen Reliefen. 18mm. Transvaal. nigritula Kerr. 

1’ Deutliche Flügeldeckenrippen vorhanden. 

2” Die Flügeldeckenrippen sind vollständig ausgebildet, mehr oder 

' weniger stark hervortretend. 

3“ Halsschild ist sehr groß, viel breiter als die Flügeldecken, die 
Basalwinkel sind schräg abgestutzt. Prosternum mit deutlicher 
Mittelrinne; Halsschild mit einer Mittelrinne, die Halsschild- 
fläche ist grob und unregelmäßig pnuktieit, ohne Reliefe. Ab- 
domen seitlich mit Reliefen. 14mm. Damara. damarana Kerr, 

3° Halsschild von normaler Größe, nicht oder wenig breiter als die 

! Flügeldecken. 

Oberseite ist hell grünlich kupferig, unten mit violettem Glanze. 
Halsschild in der Mitte mit einer Längsrinne und beiderseits 
mit einer kürzeren Längsdepresion. 15 mm. Kapland. 

metallica Cast. G. 

4 Oberseite schwärzlich bronzefarben bis schwarz, mit hellerer 
Punktur. 

5“ Abdomen ohne Spur von Seitenreliefen. 

6” Aalsschildfläche mit drei unregelmäßigen Längsrinnen und vier 
Längsreliefen, wovon die mittleren die am besten entwickelten 
sind, dazwischen 22 mm. Kapland. serripennis Cast. G. 

6° Halsschild ohne Längsreliefe. Prosternum ohne Längsrinne. 

7° Prosternum unpunktiert, glatt, Halsschild mit sehr feinen 
Mittelrinne, die Flügeldeckenrippen sind schr schwach entwickelt. 
13---16 mm. Kapland. Braunsi m. n. sp. 

T’ Prosternum ist sehr grob punktiert, Halsschild mit grober 
Skulptur, einer Mittelrinne und beiderseits ciner verkürzten 
Rinne an der Basis. Die Flügeldeckenrippen sind sehr stark, 
hoch und wohlentwickelt. 16mm. Transvaal. 

transvalensis m. n. Sp. 
5° Abdomen mit seitlich wohl entwickelten Reliefen. 

6” Die Seiten des Abdomens mit einem Längssaum von gelber, 
dichter Behaarung. Flügeldeckenrippen sind schwach. 10—14 mm 
Kapland. auripilis m. n. sp. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.) 13 


6° Abdomen weißlich behaart, die Behaarung ist seitlich nicht 
verdichtet. 

8% Größer. Die Unterseite ist kupferig. Halsschildxelicfe sind 
niedrig, schlecht begrenzt, die Punktierung zwischen ihnen ist 
grob und verworren, spärlich. Die Flügeldeckenrippen sind 
nicht zusammen verbunden. 17 mm. Kapland. 

Wiedemanni m.n. sp. 

8° Kleiner. Die Unterseite ist bronzefarben. Halsschildrelisfe sind 
hoch, stark entwickelt, deutlich begrenzt, die Zwischenräume 
zwischen ihnen sind fein, dicht, regelmäßig punktiert. Die 
Flügeldeckenrippen sind im apikalen Ende zusammen verbunden. 
13—15 mm. Kapland. plicata Wiedemann 

2“ Die Flügeldeekenrippen sind einreihig punktiert, kupferig bronze- 
. farben, Unterseite ist grünlieh, Abdomen seitlich mit Reliefen. 
18mm. Kapland. subcostata C. G. 

2! Die Flügeldeckenrippen sind unterbrochen, in eine Reihe von 
Reliefen zerlegt. Oberseite ist schwärzlich, unten glänzend 
bronzefarben. Die Zwischenräume sind fein punktiert. Unterseite 
ist runzelig. 22mm. Kapland thoracica Kerr. 

Es fehlt hier die auch mir unbekannt gebliebene Ch. lateralis Olivier. 

Nach der Mitteilung des Herrn Dr. H. Brauns leben diese seltenen 
Tiere, ähnlich wie Sphenopteren und Oedisternen in den Wurzeln von 
verschiedenen xerophilen Pflanzen in der sogenannten Caroo-Formation 
und werden zur kalten Zeit mit den Pflanzen aus der Erde heraus- 
gerissen. Auf diese Art und Weise gewinnt man eine Anzahl von bisher 
äußerst seltenen Buprestiden, namentlich von den genannten Gattungen. 
Es leben aber auch andere. zum Teil sehr große und farbenprächtige 
Arten auf dieselbe Art und Weise. So z. B. die wunderschöne Julodis 
ornatipennis Cast. G., eine ganze Anzahl von Neojulodis usw. 


18. Chrysodema eoelestina m. n. sp. 

Hab.: Key Islands. Long.: 22 mm. 

Die Oberseite und die obere Fläche der Schenkel ist dunkelgrün, 
die Unterseite und die Füße sind glänzend messinggrün. Kopf ist 
ziemlich klein, in der Mitte ausgehöhlt, Halsschild ist etwa 11/,mal 
so breit als lang, von der Basis nach vorne fast geradlinig verengt, 
ziemlieh stark konisch; die Seiteneindrücke sind rund, klein, nach 
außen scharf rippen- oder kantenförmig abgegrenzt. Flügeldecken 
sind schlank, mit feiner, längsreihig geordneten, gegen die Spitzen 
und gegen die Seiten stärker werdender Pınktierung glatt, am Ende, 
außen gezähnelt; sonst ist die Fläche absolut flach gewölbt, ohne 
erhabene Rippen oder vertiefte Zwischenräume und das Tier macht 
dadurch Eindruck einer Oyphogastra. Abdomen ist fein punktiert, 
glänzend, Prosternum ist in der Mitte tief breit länglich gerinnt, 
ebenso wie die Mitte des ersten Abdominalsegmentes. 

Eine wegen der Skulptur und Färbung recht auffällige Art. 


19. Chrysodema Strandi m. n. sp. 
Hab.: Philippinen. Long.: 25 mm. 


12. Heft 


74 Dr, Jan Obenberger: 


Kopf ist rotkupferig, die Oberseite ist smaragdgrün, Halsschild 
ist mehr goldig, Unterseite ist goldig grün, die Füße sind rotkupferig. 
Halsschild ist etwa 1!/;mal so breit als lang, unregelmäßig, gegen 
die Seiten stärker und dichter punktiert. Die Seiteneindrücke sind 
flach rundlich. nach außen durch keine Leistehen begrenzt, allmählich 
in die übrige Fläche übergehend. Sehildehen ist klein. kupferig. Die 
Flügeldecken sind bis hinter die Mitte parallelseitig. dann zur Spitze 
fein gerundet verengt und gezähnelt. Die Skulptur besteht aus drei 
schmalen und schwach erhöhten Längsrippen. die Zwischenräume 
sind gerunzelt und ungleichmäßig. ziemlich dicht punktuliert; die 
dritte Rippe ist hinter der Mitte der Flügeldeckenlänge dureh eine 
goldsrüne, im Grunde sehr fein punktierte, runde Depression unter- 
brochen. Die Abdominalsegmente sind seitlich äußerst dieht und 
sehr fein punktiert. 

Eine ziemlich robuste, gewölbtere Art. Meinem Freunde, Herrn 
Embrik Strand zu Ehren benannt. 


20. Chrysodema Lottini ssp. Vräzi m. n, sp. 


Hab.: Insel Hattam (E. St. Vráz lgt.). 
Von der Stammform durch etwas breitere Gestalt und gold- 
kupferige Färbung der Oberseite verschieden. 


21. Chrysodema fossulipennis n. n. Sp. 


Hab.: Philippinen. Long.: 28 mm. 

Smaragdgrün, mit mehreren Eindrücken auf den Flügeldecken, 
deren Grund goldiger gefärbt ist. Der Lottini C. G. sehr ähnlich und 
von ihr in diesen Punkten verschieden: 

Robuster, größer, mehr gewölbt. Die Halsschildeindrücke wie 
bei Lottini. Die Flüge Ideeken sind viel breiter als der Halsschild, 
viel breiter als bei Zottini. Halsschild ist mehr parallelseitig, mit viel 
schwächer zugespitztan Basalecken. Die Eindrücke der Flügeldeeken 
=. rundlich, viel kleiner. Es sind auf jeder Flügeldecke: 

. drei kleine Basaleindrücke. 2. Drei ebenso große Eindrücke, quer- 
Di im ersten Fünftel der Länge. 3. eine ovale Makel im ersten 
Drittel der Flügeldeckenlänge, in “der Mitte, etwas schief gestellt. 
4. Eine rundliche Makcl, kleiner als die vorhergehende bei den Seiten, 
in der Mitte der Flügeldeckenlänge. 5. Eine ganz kleine Makel ebenda 
bei der Naht. 6. Bine größere runde seitlich gestellte Makel im basalen 
Drittel der Länge. Eine ähnliche Makel knapp hinter ihr bei der 
Naht. 8. Eine ie kleine Makel am Außenrande im apikalen 
Fünftel der Länge. 9. Suturale, längliche Apikalmakel. Es sind auf 
jeder Decke also 13 Makeln. Unterseite ist smar agdgrün. Die Schenkel 
sind etwas stärker verdreht als bei Zottini. 


22, Chrysodemt splendidieeps m. n, Sp. 


Hab.: Philippinen. Long.: 19 mm. 
Längliche, kleine, schmale Art. Kopf ist prachtvoll karninrot, 
dio Flügeldeeken und Halsschld sind grünblau. gogon die Spitze 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 75 


immer mehr blau werdend. Unterseite ist goldig rosafarben, Füße 
sind karminrot. 

Kopf sehr glänzend, dicht punktiert. Die zwei ersten Fühler- 
glieder sind karminrot, die übrigen sind schwarz. Halsschild ist etwa 
1!/; mal so breit als lang, vorne schwach ausgerandet, auf den Seiten 
geradlinig und nach vorne nur sehr schwach verengt. Die Seiten- 
eindrücke sind überhaupt wenig deutlich, nach außen ebenso wie gegen 
die Fläch: ohne B>grenzung; sie gehen allmählig in die andere Fläche 
über. Die Flügəldecken mit dichter, längsrippenförmiger, gleich- 
mäßiger Skulptur; die alternierenden (= primären) Rippen sind 
vollständiger ausgebildet und etwas schärfer, jedoch nicht höher oder 
breiter als die übrigen Rippen. Die Rippen 2 und 4 (= primären) 
fließen vor der Spitze zusammen. Rippe 1 (= sekundäre) ist gegen 
die Spitze zu undentlich. Die Punktierung (einreihige) der Zwischen- 
räume ist ziemlich grob und besonders in der Umgebung der Schulter 
unregelmäßig und gröber. Abdomen ist sehr dieht und fein, gleich- 
mäßig punktuliert, nur ein winziges Reliefehen in der Mitte des 
Analsegmentes, ein längliches Reliefchen in der Mitte des zweiten 
und dritten Abdominalsegmentes und eine größere Fläche in der Mitte 
des ersten Ventralsegmentes sind glänzend, glatt und spärlich, stark, 
unregelmäßig punktiert. 


23. Halecia episcopalis m. 1n. Sp. 


Hab.: Venezuela. Long.: 20 mm. 

Oberseite prachtvoll karminviolett, dunkel, die Flügeldecken- 
eindrücke sind grün; Interseite ist prachtvoll smaragdgrün, die 
Schenkel sind blaugrün. Kopf ist klein, die Stirn ist schmal, grob 
punktiert, nach oben verschmälert, violett, eine eingedrückte schmale 
Mittellinie und innere Aug.nränder sind smaragdsrün. Fühler sind 
schwach. Halsschild ist etwa 11/,mal so breit als “lang, an der Basis 
am breitesten, mit scharfen, etwas herausragenden Basalecken, nach 
vorne durchgebogen verengt, mit cincr sehr tiefen Mittelrinne, die 
im Grunde grob punktiert “st. Sonst ist der Halsschild entlang der 
Mittelrinne fein, gegen die Seiten zu viel stärker, gröber punktiert. 
Die Punktur ist ziemlich spärlich, besonders in der Mitte, und unregel- 
mäßig. Der basale Teil des Seitenrandes und der laterale Teil des Vorder- 
randes sind sehr schmal smaragdsrün gesäumt. Flügeldecken sind 
lang. etwa 21/,mal so lang als zusammen breit, bis hinter die Mitte 
parallelseitig, dan» zur Spitze fein, lang, fast geradlinig versngt, ge- 
zähnelt. am Ende kurz zugespitzt. Die Skulptur besteht aus Streifen, 
deren Intervalle schwächer oder (die alternieranden) stärker, ziemlich 
ungleichmäßig scwölbt sind und die durch beiderseits viele tiefe 
smaragderüne Eindrücke unterbrochen werden. Diese liegen wie folgt: 
1. Ein schräger, schmaler, parallelseitiger Eindruck verläuft in der 
Mitte jeder Flügeldecke etwa von der Schulter nach innen und reicht 
etwa zum basalen Viertel der Länge. 2. Ein kleiner runder Eindruck in 
vorderen zwei Fünfteln der Länge, mehr zum Seitenrande gerückt. 
3. Ein ganz ähnlicher Eindruck vor apikalem Drittel der Länge; liegt 

12. 1lefı 


76 Dr. Jan Obenberger: 


hinter dem vorigen, näher dem Seitenrande als der Naht, +. Ein 
etwas kleiner Eindruck knapp hinter ihm, zwischen ihm und der 
Naht. Prosternum ist scitlich sehr fein gerandet, glatt, sehr spärlich 
ein punktuliert. 


Die Flügeldecken sind ziemlich uneben. Die Art weicht von 
allen mir bekannten Arten bedeutend ab und ist leicht zu bestimmen. 


24. Malecia trisulcata C. G. var. brasiliana m. n. var. 
Hab.: Brasilien. 


Die Oberseite ist dunkel violett mit karminrotem Glanze (bei 
Trieulcata Grun), die Stirn ist karminrot, die Seitenränder der Stirn 
sind vorne smaragdgrün gesäumt. 


25. Halecia Linnei m, n. sp. 
Hab.: Brasilien: Rio de Janeiro. Long.: 15 mm. 


Unterseite ist smaragdgrün, Oberseite ist kupferig bronzefarben, 
Kopf, die Seiten und eine Mittellinie des Halsschildes, dann Seiten- 
rand des Halsschildes, ein kurzer, schmaler, suturaler Suturalstreifen, 
eine rundliche kleine Makel im basalen Drittel der Flügeldecken- 
länge, eine größere quere Makel vor dem apikalen Dritte] und eine 
kleinere Makel im apikalen Fünftel der Länge sind smaragdgrün. 
Kopf ist vorne goldiggrün, ziemlich stark und dicht punktiert. Hals- 
schild ist flach gewölbt, in der Mitte eben, ohne Längsrinne, glatt, kahl, 
in der Mitte sehr fein, gegen die Seiten zu stärker “und etwas dichter, 
sonst sehr spärlich und unregelmäßig punktiert. Vor dem Schildehen 
und beiderseits bei den Hinterecken, an der Basis mit einer tiefen 
Depression; die mittlere ist punktförmig, die seitlichen sind länglich. 
Flügeldecken sind fein punktiert gestreift, mit sehr wenig erhöhten 
alternierenden Zwischenräumen, nur der neunte Zwischenraum ist 
in der Mitte, bei dem Seitenrande etwas kielförmig erhöht. Die Flügel- 
decken sind bis zur Mitte parallelseitig, dann zur Spitze lang gerundet 
verengt und gezähnelt. Prosternum ist gewölbt, seitlich sehr fein 
gerandet, ungerinnt und fein, spärlich punktieıt. Die Füße sind 
schlank und kurz. 


26. Halecia texana Kerr. 


Diese Art wurde von Kerremans aus Nordamerika beschrieben 
und in seiner Monographie auch abgebildet. Nun ich besitze ein 
Exemplar dieser Gattung, welches auf diese Art haargenau paßt, 
bis auf die Lokalitätsangabe: mein Stück stammt aus Brasilien. Ich 
habe Grund zur Behauptung, daß diese Angabe richtig ist; es wäre 
also interessant nachzuprüfen, ob die Kerreman’sche Ty pe wirklich 
aus Texas stammt und nicht wohl auch aus Südamerika. Übrigens 
scheint mir diese Verbreitung nach Norden einer sonst an nasses 
Urwaldklima gewöhnten Gattung etwas bedenklich zu sein. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). TI 


2%. Halecia tristicula u. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Minas. Long.: 19 mm. 

Oben schwärzlich messingfarben mit leichtem violettem oder 
grünem Glanze, unten violett mit grünblauem und kaminrotem Glanze, 
vie] heller gefärbt, Prosternum ist gewölbt, seitlich schr fein gerandet 
und fast unpunktiert, karminrot. Die Stirn mit einer feinen Mittel- 
rinne, grob punktiett, mit nach oben konvergierenden Seiten. Hals- 
schild ist etwa 1!/,mal so breit als lang, mit einer schmaler 
und zwei kürzeren Längseindiücken beiderseits an der Basis, im 
basalen Drittel am breitesten und ebenda winkelig, von da zur Basis 
schwach, nach vorne viel stärker geradlinig verengt. Die Hinterecken 
sind scharf rechtwinkelig; Seitenrand ist schmal aufgebogen und 
abgeglättet, vom basalen Achtel bis nach vorne zum vorderen Vicrtel 
der Länge von oben sehr deutlich sichtbar. Die Fläche ist fein und 
spärlich, die Seiten grob und verworıen, dicht punktieıt. Flügel- 
decken sind gestieift, mit schmalen Zwischenräumen, wovon die 
alternierendenein wenig erhöht sind; sie sind infolge einiger Depressionen 
stark uneben; solche Eindrücke sind ebenso gefärbt wie die übrige 
Oberseite, fein gerunzelt und liegen wie folgt: 1. Ein länglicher Ein- 
druck verläuft von den Schultern entlang der Streifen (m der Mitte 
der Fläche, mehr zum Seitenrand gerückt) bis er vor der Mitte in eine 
rundliche Depression mündet. 2. Hinter der Mitte, vor dem apikalen 
Drittel liegt cine ähnliche runde Depression, stark dem Seitenrande 
genähert. 3. Knapp hinter ihr, mehr der Naht genäheit, liegt cine 
ähnliche, kleinere Vertiefung. Die alternierenden Zwischenräume 
treten am Flügeldeckenende etwas kielförmig vor. Die Flügeldecken 
sind hinter der Mitte etwas verbreitet, dann zur Spitze gerade verengt, 
am Ende scharf zugespitzt, einzähnig, sonst an den apikalen Außen- 
seiten gezähnelt. Füße sind schlank, ziemlich kurz, violett glänzend. 


28. Halecia Apolinari m. n. sp. 

Hab.: Columbia: Bogota. Von Herın P. Apolinar Maria gesammelt 
und mir gütigst gewidmet. Long.: 18—20 mm. 

Okerseite ist dunkel grünlich messingfaı ben. Unterseite ist goldgrün, 
die Vordeitibien sind smaragdgrün. 

Kopf ist ziemlich schmal, flach eingedrückt, mittels: ark verworren 
punktiert, dunkel; die untere Partien. dann vorne die Seiten der 
Augen und die Maxillen sind smaragdgrün. Halsschild ist dunkel, 
etwa 11/,mal so breit als lang, mit einer feinen schmalen Mittelrinne 
und einem punktförmigen Eindruck vor dem Schildehen, mit beiderseits 
einer kleinen, an der Basis liegenden Depression; die Punkticrung 
ist in der Mitte fein und spärlich, gegen die Seiten gröber und (besonders 
bei den Vordcerecken) dichter. Halsschild ist in der Mitte am breitesten 
ebenda leicht winklig und dortselbst mit kurzem aufgebogenem 
Seitenrande, gegen die Basis fast parallelseitig. nach vorne stärker, 
im stumpfen Bogen und geradlinig verengt. Seitenrand und laterale 
Partien des Vorderrandes des Halsschildes sind schmal goldgrün 
gesäumt. Schildchen ist goldgrün. Die Fiügeldecken sind ziemlich 


12. Heft 


78 Dr. Jan Obenberger: 


so breit, bis hinter die Mitte parallelseitig, dann zur Spitze fast gerad- 
linig verengt und gesägt, mit sehr scharf einzeln zugespitzten, ein- 
zähnigen Enden. Jedz Flügeldecke mit fünf selır kleinen, runden, 
goldigen Eindrücken, clie sind wie folgt gestellt: 1. Ein im basalen 
Viertel in der Mitte der Flügeldecke. 2. Der zweite hinter dem basalen 
Drittel, näher dem Seitenrande als der Naht. 3. Eine kleineres in der 
Mitte, näher zur Naht als zum Scitenrande. +. Ein größerer vor dem 
Apikaldrittel, näher dem Seitenrende als der Naht. 5. Ein ebenso 
großer, vor dem Apikalviertel, näher der Naht als dem Seitenrande. 
Die Eindrücke 1, 3 und 5 liegen ungefähr hintereinander in einer 
Linie, ebenso wie die Eindrücke 2 und +. 


Die hübsche Art wurde von H.P. Apolinar Maria in wenigen 
Stücken gefunden. Ihm zu Ehren benannt. 


29. Häalecia Aphrodyte m. n. sp. 
Hab.: Columbien. Long.: 19 mm. 


Unterseite und Füße sind goldgrün, Kopf ist schwarz, auf den 
Seiten smaragdgrün gesäumt, mit einer schmalen goldigen Mittel- 
linie, ziemlich dicht und mittelstark punkti ıt, fast ohn= Längseindruck 
in der Mitte. Halsschild ist breit, im basalen Drittel am breitesten, 
von ebenda zur Basis schw;ch und ausgeschweift, nach vorne stark, 
leicht gerundet verengt, schwarz, mit drei schmalen goldig-grünen 
Längslinien; ebenso der Seitenrand ist schmal eoldgrün gesäumt. 
Mittelrinne, nur mit drei basalen punktformign Eindrücken, cinem 
dem Sehildehen und einem beiderseits bei den Basalceken. Der auf- 
gebogene Seitenrand ist nur kurz. in der Mitte von oben sichtbar. 
Die Punk tierung ist in der Mitte schr fein, gegen die Sciten zu stärker 
und dichter. Schildehen ist goldig. Die Flügeldecken sind breit, 
robust, wie abgeglätiet. nur bei der Naht mit deutlicheren, nicht 
vertieften und aus sehr feinen Punkten zummengestellten Streifen: 
diese wesden gegen dic Seiten zu undeutlich, die Zwischenräume 
treten nur vor der Spitze deutlicher hervor; nur der neunte Zwischen- 
raum ist breit und kielförmig, von den Schultern bis zur Spitze deutlich. 
Bis zur Mitte sind die Flügeldecken parallelseitig, dann zur Spitze 
gerundet verengt und gesägt. Die Farbe der Flügeldecken ist prachtvoll 
dunkelviolett. stark glänzend; an der Fläche mit beiderseits sechs 
sroßen, im Grunde fein gerunzelten und prächtig goldigen. flachen 
Vertiefungen. Diese liegen wie folgt: Eine quere an der Basis bei 
den Schultern. Die zweite längliche unterhalb der Schulter am Seiten- 
rande. Die dritte runde, große im ersten Viertel der Länge, näher 
der Naht als dem Seitenrande. Die vierte größte, runde, etwas quere 
Vertiefung in der Mitte der Länge und der Decke. Die fünfte große 
im apikalen Drittel, an der kielförmigen neunten Zwischenraume 
angelehnt. Die sechste fast an der gleichen Höhe mit ihr, zwischen 
ihr und der Naht. 


Eine der prächtigsten Arten, die ich kenne. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 79 


30. Haplotrinchus Strandi m. n. sp. 

Hab.: Sumatra. Long.: 20 mm. 

Smaragdgrün, oben mehr goldig gefärbt. Die Stirn in der Mitte 
mit einer Längstinne und einer goldkupferigen Makel, schr dicht 
und ziemlich grob punktieıt. Halsschild ist konisch, etwa 1Y/ymal 
so breit als lang, von der Basis nheh vorne geradlinig verengt, ın der 
Mitte glatt, fast unpunktiert, auf den Seiten mit starker, ungleich- 
mäßigen und verworrener Punktur. In der Mitte mit einer sehr feinen, 
scharfen, vorne abgekürzten Mittelrinne. Schildehen ist klein und quer. 
Flügeldecken sind lang, regelmäßig punktiert gestreift, mit flachen 
Zwischenräumen, an den Sciten ohne Zähnelung, hinter der Mitte 
etwas verbreitet, dann gegen das Ende fast geradlinig, leicht aus- 
geschweift verengt, am Ende stark einfach zugespitzt, einzähnig; 
der Endzahn liegt in der Verlängerung des dritten Zwischenraumes, 
der gegen die Spitze kielförmig erhöht ist. Auch der vierte Zwischen- 
raum ist hinten etwas erhöht. Prosternum ist blank glatt, nur seitlich 
fein gerandet. 

Es ist nur mit Vorbehalt, daß ich diese Art zu dieser Gattung 
stelle. Sie macht einen Eindruck einer Haleeia. Die Färbung ist wie 
bei inaequalis Deyr. aber die Gestalt ist viel schlanker. Man möchte 
sagen: eine Halecia mit stark zugespitzten, am epikalen Außenrande 
ungezühnten Flügeldecken. Auch der gesamte Habitus ist ganz anders 
als bei Halecia. 

Auch einige Arten dieser Gattung aus Oceanien haben einen 
besonderen Habitus. Ich glaube, daß er wohl berechtigt wird, darin 
Vertreter einer besonderen Gattung zu sehen, die näher zu Halecia 
als zu Dicescomorpha zu stellen wäre. Die endliche Entscheidung 
werde ich mir aber für die Zeit, wo ich mit reicherem Materiale 
disponieren werde, vorhalten. 


31. Eetinogonia Weiseri m. n, Sp. 

Hab.: Argentinien: Santiggo del Estero, La Baude. Ing. Weiser 
lgt. Long.: 13-16 mm. 

Bronzefarben; Kopf ist klein, die Stirn ist ziemlich kurz und 
breit, nach oben konvergierend. unregelmäßig punktulieıt. Die Fühler 
sind kurz und schwärzlich, das dritte Glied ist so lang wie das vierte. 
Halsschild ist sehr breit, im vorderen Drittel am breitesten, zur Basis 
ausgeschweift verengt, mit breiten praeskutellarer Depression und 
beiderseits einer länglichen Vertiefung. Diese ist durch gelbes Toment 
vollständig bedeekt. Der mitelere Teil ist glänzend, kahl und reliefartig, 
flach, bisweilen bläulich gefäsbt, spärlich, ziemlich fein nnd nnregel- 
mäßig punkticrt. Die Punktierung beim Seitenrande ist sehr grob, 
verworren und dicht, Prosternum ist grob punktiert und ungcrandet. 
Die laterale Partien des Prosternums sind sehr dicht anlicgend ocker- 
gelb behaart.: Flügcldecken sind regelmäßig. ziemlich grob gestreift 
punktiert, bis über die Mitte parallelseitig, robust und ziemlich flach, 
dann zur Spitze gerundet verenst, seitlich ungezähnt, am Ende scharf 
zusammen zugespitzt. Diese Skulptur ist seitlich im breiten Saume 


12. Heft 


80 Dr. Jan Obenberger: 


durch eine anliegende oekergelbe Behaarung fast vollständig bedeckt. 
Abdomen ist vollständig, sehr dicht ockergelb behaart, nur die Mitte 
des Pro-, Meso- und Metasternums ebenso wie die Mitte der ersten 
Abdominalsegmente ist unbehaart, glänzend und grob, verworren, 
undicht punktiert. 


3%. Lampra subornata m. n, Sp. 


Hab.: Borneo. Long.: 14 mm. 

Schlank, länglich; oben dunkelkupferig, seidenglänzend, die 
Flügeldecken sind durch zahlreiche, unregelmäßige, mesit kleine 
schwarze Makelchen besprenkelt. Kopf ist goldgrün. Unterseite ist 
heller kupferig, nur die Mitte des Pro-, Meso- und Metastermums ist 
ebenso wie die Füße goldgrün. 

Kopf ist ziemlich klein, die inneren Augenränder konvergieren 
leicht nach oben; die Länge der inneren Augenränder ist etwa so groß, 
wie die Breite der Stirn bei dem untersten Punkie der Augen. Die 
Fühlergruben sind nach innen hoch und kantenförmig begrenzt; 
Kopf in der Mitte nur flach eingedrückt. Halsschild ist hinter der Mitte 
am breitesten, von ebenda zur Basis schwach, nach vorne stärker 
gerundet verengt, seitlich bis zum vorderen Dritto] gerandet, grob 
punktiert, mit unpunktiertem mittleren, schmalen und länglichem 
Reliefchen, ebenso wie imit einigen kleinen und undeutlicheren Re- 
liefehen an der Fläche. Diese alle Reliefe sind fein ehagriniert und 
kupfrig, nicht gedunkelt. Posternum ist sehr breit, ungerandet und 
grob punktiert, kahl, glänzend. Flügeldecken sind länglich, mit feinen 
Streifen und flachen Zwischenräumen, seitlich fein spärlich gekörnelt, 
im Grunde überall mikroskopisch ehagriniert, bis hinter die Mitte 
parallelscitig, von ebenda zur Spitze sehr fein, lang gerundet verengt 
und gezähnelt, am Ende mit etwas gröberen drei Zähnchen, bei der 
Naht glänzender als auf den Seiten. 


33. Lampra enprosa m. n. sp. 


Hab.: Ostindien: Calcutta. Long.: 11 mm. 

Kupferig, wenig glänzend, die Flügeldecken am Ende mit schwachem 
grünen Anfluge. Kopf ist goldgrün, die Mandibeln sind smaragdgrün. 
Halsschild ist in der Mitte am breitesten, zur Basis sehr schwach, 
leicht ausgeschweift verengt, nach vorne stärker gerundet, grob punktiert 
an der Fläche mit zwei kleineren Mittelreliefen (einem hinter der 
Vorderrande, einem vor dem Schildehen), beiderseits einem großen, 
in de Mitte und einem kleineren, mehr zu den Vorderecken vorgesch- 
geschobenen Reliefen. Alle Reliefe sind schwarz. Flügeldecken sind 
länglich, bis zu zwei Dritteln der Länge parallelseitig, dann zur Spitze 
lang gerundet verengt und seitlich gezühnelt, kahl, mittelstark 
punktiert gestreift mit flachen oder sehr schwach gewölbten Zwischen- 
räumen, beiderseits mit sieben schwarzen größeren und rundlichen 
schwarzen Makeln, die folgendermaßen gestellt sind: 1. eine kleine 
Makel oberhalb der Schulter. 2. eine noch kleinere innerhalb der 
Schulter am Seitenrande. 3. runde Makel im ersten Dritte] der Länge, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 81 


näher zur Naht als zum Rande gestellt. 4. Eine ebenso große Makel 
in der Mitte, am Seitenrande. 5. Eine ebenso große vor dem apikalen 
Drittel nahe der Naht. 6. Eine pracapikale ähnliche Makel am Seiten- 
rande. 7. Eine Makel an der Flügeldeckenspitze. Prosternum ist sehr 
breit, kahl, punktiert, ungerinnt, ungerandet, glänzend. 


34. Lampra auripilis m. n. sp. 

Hab.: Borneo. Long.: 11 mm. 

Prachtvoll goldgrün, Halsschild mit zwei schwarzen Reliefen, 
Flügeldecken mit beiderseits fünf runden, kleinen, samtartigen, rein- 
schwarzen Reliefen, mit deren Ausnahme die ganze Deckenfläche 
lang anliegend und dicht goldig behaart ist. 

Kopf ist smaragdgrün, die inneren Augenränder konvergieren 
schwach nach oben. Die Fühler sind prächtig smaragdgrün, vom 
vierten Gliede an verbreitet, die sieben Apikalglieder sind kurz und 
stark quer. Halsschild ist etwas vor der Mitte am breitesten, von 
ebenda nach vorne im Winkel und fast geradlinig verengt, zur Basis 
fast parallelseitig, überall dicht, grubig, auf den Seiten grob punktiert. 
Nur die zwei kleine, schwarze Reliefe beiderseits der Mitte sind un- 
punktiert. Die Decken sind lang, schmal, bis über die Mitte parallel- 
seitig, dann zur Spitze in langer Kurve verengt, am Ende schmal und 
kurz dreispitzig, fein punktiert gestreift, mit flachen Zwischenräumen; 
die Makeln liegen wie folgt: 1. Eine kleine oberhalb der Schulter, 
oft wenig deutlich. 2. Die zweite im ersten Drittel der Länge in der 
Mitte der Decke. 3. Die dritte in der Mitte und nahe bei dem Seiten- 
rande. .4. Die vierte knapp hinter ihr, aber mehr zur Naht gestellt. 
5. Die fünfte im apikalen Viertel und näher zum Seitenrande als der 
Naht. Prosternum ist breit, querrunzelig punktiert, glänzend, spärlich 
weiß-grau behaart. Unterseite ist smaragdgrün und spärlich weiß-grau 
behaart. 

Eine der schönsten Arten. Wegen der eigenartigen Behaarung 
der Flügeldecken leicht kenntlich. 


35. Bubastes simillimus m. n. sp. . 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 15—17 mm. 

Dunkel violett fbronzearben, schwach glänzend, unten dunkel 
bronzefarben gefärbt, glänzender. Kopf (von oben gesehen) ist klein, 
die Stirn ist flach, ungerinnt, etwa 1Y/,mal so breit als der Stirnrand 
eines Auges ist, dicht punktiert. Halsschild ist etwa 11/,mal so breit 
als lang, an den Seiten gerundet, also auch zur Basis verengt, nach 
vorne breiter gerundet mit abgerundeten Vorderrande, gewölbt, 
gegen die Halsschildbasis etwas abfallend, gedrängt punktiert. 
Prosternum ist ziemlich schmal, ungerandet, sehr grob und dicht 
punktiert. Seitenrandleistchen des Halsschildes ist rudimentär. 
Die Flügeldecken sind eylindrisch, etwa 21/,mal so lang als Halsschild 
mit dem Kopfe zusammen, schmäler als Halsschild, gedrängt punktiert, 
mit angedeuteter Streifenskulptur, am Ende mit einem wenig hervor- 
tretenden scharfen Suturalwinkel, auf den Seiten vor der Spitze nur 
fein krenuliert. Unterseite ist spärlich und kurz weiß behaart. 

Archiv für Naturgeschichte 
1922. A,12, 6 12. Heñ 


82 Dr, Jan Obenberger: 


Habituell, erinnert sehr stark an globicollis Thoms., von welchem 
er durch (von oben gesehen!) abgerundete Kopflinie und nicht seitlich 
vortretende Augen, breitere Stirn, längere Flügelreihen, weniger 
dieht behaarte Unterseite usw. spezifisch verschieden ist. 


36. Bubastes cylindrica ssp. euryspiloides m. n. sp. 


Hab.: Australien: Wolfram Camp. Long.: 10,5 mm. 

Von der Stammform durch längere und schmälere Gestalt, haupt- 
sächlich durch viel schmäleren Halsschild, deutlicher zweizähnige 
Spitze der Flügeldecken und feinere und dichtere Punktierung der 
Oberseite verschieden. 

37. Bnbastes niveiventris m. n. sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 13,5 mm. 

Oben violettkupferig, seidenschimmernd, unten glänzend violett, 
aber unten zum größten Teile durch silberweiße, sehuppige, anliegende 
und besonders in den Sternalpartien sehr dichte Behaarung fast 
vollständig bedeckt. Nur Partien von Abdominalsesmenten bleiben 
haarfrei. Kopf ist (von oben gesehen) groß und wenig gewölbt, mit 
abgeflachter, ebenen Stirn; die Augen treten seitlich hervor. Die 
Stirn ist schmal, zwischen den Augen etwa l!/,mal so lang als breit. 
Die Halsschild- u. Flügeldeckenränder liegen ın einer Linie. Hals- 
schild ist grob und dicht punktiert, etwa 1!/,mal so breit als lang, 
mit nach hinten vorgezogenen, scharfen Basalecken, bis zum vorderen 
Fünftel der Länge parallelseitig, dann nach vorne gerundet verengt. 
Prosternum ist behaart, ziemlich dicht, aber sehr fein punktiert. 
Die Flügeldecken sind zylindrisch, gedrängt punktuliert am Ende 
scharf zweizähnig, mit angedeuteter reihiger Skulptur. Seitenrand- 
kante des Halsschildes ist kurz und gebogen, etwa zur Mitte deutlich. 

Erinnert an cylindricus Mac Leay, aber von ihm schon durch 
die Skulptur des Prosternums und durch die Bildung der Stirn gründlich 
verschieden. 

38. Bubastes Australasiae m. n. sp. 

Hab.: New South Wales. Long.: 19—22 mm. 

Oben schwärzlich bronzefarben mit grünlichem oder kupferigem 
Glanze, die Flügeldecken mit mehr weniger deutlichem rötlieherem 
oder violettem Saume. Unterseite ist schwarz; der ganze Körper 
ist matt seidenschimmernd. Kopf ist (von oben gesehen) gewölbt, 
klein, die innere Augenränder sind parallelseitig, der von den Augen 
beiderseits eingeschlossene Teil der Stirn ist so lang als breit. Hals- 
sehild ist bis fast zur Mitte parallelseitig, dann nach vorne allmählich 
breit gerundet verengt, gewölbt, ohne Eindrücke, grob, regelmäßig. 
gedrängt und etwas runzelig punktiert. Prosternum ist stark, dicht 
punktiert. Die Flügeldecken sind zylindrisch, lang, robust, mit deutlichen 
schmalen neun niedrigen und unpunktierten, gegen die Seiten zu 
undeutlicher werdenden Längsrippen, sonst. fein und gedrängt 
punkiuliert; am Ende scharfwinkelig. Unterseite ist sehr fein, regel- 
mäßig, wenig auffällig grau behaart. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 83 


39. Bubastes viridieupreus m. n. sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 17—23 mm. 

Groß, robust, zylindrisch, grün, matt, vordere Teile der Stirn 
und die Seiten des Halsschildes und der Flügeldecken sind rotkupferig 
gesäumt. Kopf ist (von oben gesehen) gewölbt, abgerundet, ohne 
deutliche Mitteldepression, jedoch mit einer scharfen, kurzen Scheitel- 
inie. Der von den Augen beiderseits eingeschlossene Teil der Stirn 
ist etwa 11/;mal breiter als lang. Halsschild ist gewölbt, sehr dicht 
lpunktuliert, etwa 11/,ma] so breit als lang, bis vor die Mitte pgrallel- 
seitig, dann nach vorne breit abgerundet. Oft mit einer, nur in der 
Basalhälfte deutlichen, eingerissenen Mittellinie. Prosternum ist 
gedrängt und stark punktuliert. Die Flügeldecken sind robust, am 
Ende ziemlich kurz abgerundet, mit kurzem, scharfen Nahtwinkel, 
gedrängt punktuliert, mit Spuren von längsrippenförmiger Skulptur. 
Unterseite ist dunkel und unauffällig weißgrau, fein und spärlich 
punktuliert. 

40. Bubastes aeneus m. n. sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 18 mm. 

Oben glänzend, kahl, zylindrisch, nach hinten ziemlich lang zu- 
gespitzt, bronzefarben. Unterseite ist ein wenig rötlicher, mit einer 
feinen, langen, anliegenden und silberweißen Behaarung zum größten 
Teile bedeckt. Kopf ist (von oben gesehen) gewölbt und ziemlich groß, 
ohne Mitteldepression. Die Augen sind klein, der zwischen ihnen 
liegende Teil der Stirn ist breit, etwa I!/,mal so breit als lang. Hals- 
schild ist gewölbt, zylindrisch, bis zum vorderen Viertel parallelseitig, 
dann nach vorne gerundet verengt, vorne breit abgesundet, etwa, 
1!/,mal so breit als lang, dicht und stark punktuliert, mit einer schmalen, 
glatten, unpunktierten Mittellinie. Seitenrandkante des Halsschildes 
ist bis zum vorderen Drittel dautlieh. Prosternum ist sehr fein und 
ziemlich spärlich punktiert, behaart. Die Flügeldecken sind zylindrisch, 
glänzend, gedrängt punktuliert, mit angedenteter Rippenskulptur, 
schon fast vor der Mitte zur Spitze in langer Kurve verengt, am Ende 
zweizähnig, mit längerem Suturalzähnchen. 

Eine sehr auffällige und leicht kenntiiche Art. 

41. Bubastes obscurus m. n, sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 16—18 mm. 

Länglich, zylindrisch, gewölbt, matt seidenschimmernd, oben 
dunkel schwarzkupferig, unten schwärzlich, unauffällig weich behaart. 
Der Kopf ist (von oben gesehen) leicht (obwohl nur schwach!) konkav, 
die Stirn ist schmal und lang, der zwischen den Augen liegende Teil 
der Stirn ist etwa 11/,mal länger als breit. Halsschild ist fast bis zum 
vorderen Vierte] der Länge parallelseitig, dann nach vorne abgerundet, 
gedrängt punktuliert, mit einer nur angedeuteten abgekürzten Mittel- 
linie vor dem Schildehen. Seitensandlinie des Halsschildes ist etwa 
bis zum vorderen Viertel der Länge deutlich. Die Flügeldecken sind 
lang, vom apikalen Drittel lang gerundet verengt zur Spitze, welche 
scharfwinkelig ist; auf der Fläche mit angedeuteter reihiger Skulptur. 


6% 12. Tleft 


84 


Dr. Jan Obenberger: 


Ich gab eine Revision der Gattung Bubastes in „Annales de la 


Soc. 


Ent. de France“, (LXXXIX), 1920, pg. 89. Durch Zuwachs 


von den hier beschriebenen Formen ist der Bestimmungsschlüssel, 
den ich damals gcgeben habe, veraltet; auch fehlen dort zwei kurz 
vorher von Carter beschriebene Arten. Heute könnte ich die mir 
bekannten Arten folgendermaßen auseinanderhalten: 


JES 


Die Fühler sind sehr kurz. Schildehen ist sehr klein. Das erste 
Ventralsegment ist der Länge nach gerinnt 
Subg. Bubastodes Blackb. 
Dunkel bronzefarben; die Flügeldceken sind grün mit leichtem 
Bronzeglanz, der Kopf ist länglieh gerinnt, spärlich und stark 
punktiert. Die Seiten des Halsschildes sind abgerundet. 7W/, lin. 
suleicollis Blackb. 
Die Fühler sind länger, das erste Ventralsegment ist ungerinnt 
Subg. Bubastes s. str. 
Die Seitenrandlinie des Halsschildes ist vollständig oder fast 
vollständig, sehr scharf ausgeprägt. 
Größer (12 mm). Bronzefarben, Halsschild und Kopf sind grün 
mit goldigem Glanze, die Flügeldecken sind lebhaft grün, an der 
Basis und an den Seiten prachtvoll goldig gesäumt. Kopf ist 
gewölbt, Halsschild ist breit und seitlich gerundet, vor der Mitte 
am breitesten. Australien. aureoeincta Blackb. 
Kleiner (9 mm). Die Unterseite, die Füße, Kopf und Halsschild 
sind lebhaft blau gefärbt; die Mitte des Halsschildes ist an- 
gedunkelt. Das Schildehen ist mehr abgeplattet. Vielleicht 
eine besondere Art. Australien. aureocincta var. scutalis Blackb. 
Die Seitenrandlinie des Halsschildes ist weniger scharf aus- 
gebildet, meist vorne stark abgekürzt, undeutlich oder rudimentär, 
Halsschild ist seitlich gerundet, meist breiter als die Flügel- 
deckenbasis, und gegen die Basis deutlich gerundet verengt; 
also vor der Basis am breitesten. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 11/,mal 
so breit als lang, die Augen (von oben gesehen) ragen seitlich 
nicht heraus. 
Sehr groß, schwärzlich olivengrün. Die größte Breite des Hals- 
schildes ist vor der Basis. Prosternum ist vorne gerandet. Kopf 
mit einer oberflächlichen Mittellinie, klein und gewölbt. 23 mm. 
Westaustralien. laticollis Blackb. 
Kleiner und schwärzlich, mit leichtem kupferigem Glanze. Die 
größte Breite des Halsschildes ist in der Mitte. Kopf ist, von 
oben gesehen, abgeflacht. Die Stirn ist breiter, die Augen sind 
kleiner. Prosternum vorne ungerandet. 15—17mm. Nord- 
queensland. simillimus m. n. sp. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist unbedeutend 
breiter als lang. Der Kopf ist (von oben gesehen) sehr breit 
und die Augen ragen seitlich etwas heraus. Prosternum vorne 
ungerandet. Queensland. 15 mm globicollis Thoms. 
Halsschild ist meist an der Basis am breitesten, von ebenda 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 85 


nach vorne parallelseitig oder fast parallelseitig, und dann 

gerundet verengb oder mit abgerundeten Vorderscken, zylindrisch, 

seitlich nie stärker, nahe hinten gerundet, höchstens sehr schwach 
verengt. 

Kopf ist (von oben gesehen) gewölbt oder höchstens ge- 

geflacht, nie konkav oder mit breitsrer Mitteldepression. 

8“ Kopf ist (von oben gesehen) abgeflacht, die Augen liegen 
mit der Seitenkurve des Halsschildes nieht in derselben Linie, 
sondern sie ragen seitlich mehr oder weniger stark heraus. 

9“ Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist sehr breit, 
viel breiter als lang. Länglich zylindrisch gedrängt punktiert, 

die Unterseite ist violett mit blauem Glanze. Halsschild ist 
so lang oder fast so lang als breit. Prosternum vorne sehr fein 


me 


gerandet. 
10“ Plumper, robuster, Halsschild ist kürzer; stärker und weniger 
dicht punktuliert. Australien. cylindricus MacLeay 


10° Schlanker, länger, mit viel längerem Halsschilde, die Punktierung 
der Oberseite ist feiner und gedrängter. Australien. 
cylindricus ssp. euryspiloides m. n. 
9 Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist schmal, 
länger als breit. 

11” Violettkupferig ‚unten dicht silberweiß behaart. Prosternum 
ist schr fein, ziemlich dicht punktiert. Der zwischen den Augen 
liegende Teil der Augen ist breiter, etwa 11/,mal so lang als breit. 
Nordqueensland, 13,5 mm. niveiventris m. n. Sp. 

11° Prachtvoll blau, unten fast kahl. Prosternum ist stärker (jedoch, 
nicht grob) punktiert. Die Stirn ist sehr schmal; der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist fast 1?/,mal so lang als 
breit. Westaustralien. 14,5 mın. sphenoideus Cast. G. 

8 Die Stirn ist (von oben gesehen) gewölbt und mit der Seiten- 
randlinie des Halsschildes in einer gemeinsamen gewölbten 
Kurve abgerundet. Ohne Spur von Mittelrinnen oder von 
Mitteleindrücken. 

12“ Die inneren Augenränder konvergieren deutlich nach oben, 
gegen den Scheitel. Dunkel olivengrün. Vorderrand aes 
Prosternums ungerandet. Halsschild breiter als lang.!) Seiten- 
randlinie des Halsschildes ist schwach ausgebildet; West- 
australien: Perth. Nordqueensland. 13—16 mm. olivinus Obenb. 

12“ Die inneren Augenränder sind vertikal, der zwischen ihnen 
liegende Teil der Stirn ist parallelseitig. Prosternum ist vorne 

- serandet. 

13° Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist schmäler, 
etwa so breit als lang. 

14“ Die Flügeldecken sind seitlich schwarz gesöumt. Halsschild 
ist mehr parallelseitig. Die Fühler sind mit Ausnahme des 


*) Bei dieser Stelle ist in meiner Tabelle (Ann. Soc. Ent France 1920 p.95) 
ein Druckfehler, der hiermit korrigiert wird. 
12, Hett 


86 


14 


162 


17” 


18% 


m 
(ea) 


ige 
19% 


192 


Dr. Jan Obenberger: 


Basalgliedes ockergelb oder rötlich, ebenso wie die Tarsen und 
der apikale Teil der Tibien. 17,5 mm. Australien, Nordqueens- 
land. Prosternum schmäler, gröber punktiert (= inconstans 
Blackb.) imeosistans Thoms. 
Die Flügeldecken sind olivengrün oder kupfrig, rötlich gesäumt. 
Halsschild ist seitlich mehr "gerundet. Die Fühler und Füße 
sind dunkel. Prosternum ist breiter, feiner punktiert. 19—22 mm. 
New South Wales. Australasiae m.n. sp. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist breiter, 
deutlich breiter als lang. 
Probaster, weniger zugespitzt, zweifarbig: grün mit rötlichem 
Leistensaum. Halsschild ist breiter. Unterseite ist nur un- 
auffällig, sehr fein, spärlich behaart, Prosternum ist kahl und 
grob punktiert. Nordqueensland. 17—23 mm. 
viridieupreus m. n. sp. 
Schlanker, zum Ende vicl stärker zugespitzt, cinfarbig messing- 
farben, metallisch, glänzender. Unterseite ist mit dichter an- 
liegenden, silberweißen Behaarung bekleidet. Prosternum ist 
sehr fein punktiert, behaart. Nordqueensland. 18 mm 
aeneus mM. n. Ss. 
Kopf (von oben gesehen) mit deutlicher Mitteldepression in der 
Mitte, oft mit tieferer Mittelrinne, weniger gewölbt. 
Prosternum ist sehr grob und dicht punktiert, daher matter 
und runzeliger. 
Dunkel gefärbt, wenig glänzend, dunkelkupfreig, einfarbig, 
höchstens mit dunklerem "schwärzlichen oder violetten Seiten- 
saum. Prosternum vorne gerandet. 
Kleiner. Halsschild ist weniger parallelseitig, nach vorne stärker 
gerundet, schmäler. Die Augen sind viel größer und ragen seitlich 
Viel stärker heraus. Der zwischen den Augen liegende Teil der 
Stirn ist schmäler, fast zweimal so lang als breit. Unterseite 
ist violettblau, deutlicher behaart. New ‘South Wales. 15,5 mm. 
Achardi Obenb. 
Großer. Halsschild ist mehr parallelseitig. nach vorne in mehr 
gewulstetem Bogen abgerundet, breiter. Die Augen sind viel 
kleiner und weniger hervortretend; der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist breites, etwa 12/ „mal so lang als breit, 
Unterseite ist schwärzlich bronzefarben, weniger deutlich 
behaart. Nordqueensland. 16—18 mm obscurus m. n. Sp. 
Heller gefärbt, goldig oder blau, mit anders gefärbtem Seitensaum. 
Kahl. "Kopf, Halsschild und Flügeldecken sind prächtig blau; 
der vordese Teil des Kopfes, Fühles, die Seiten des Halsschildes 
und der Flügeldecken sind bronzefarben, die Flügeldecken sind 
zur Spitze etwas rötlicher gesäumt. Cue: Wi est-Australien. 
16—18 mm. formosa Carter 
Die Unterseite ist deutlich kurz weißlich behaart. Sehr glänzend, 
Kopf ist grün oder kupferig, Halsschild ist in der Mitte bronze- 
farben, seitlich grün gesäumt, die Flügeldecken sind goldig oder 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 87 


kupferig, auf den Seiten grün, der Nahtzwischenraum ist blau 
oder violett, Basalrand der Flügeldecken ist blau oder grün, 
Unterseite und die Füße sind grün, Fühler und Tarsen rotkupferig, 
Schildehen blau. Drysdale River, Cue (Westaustralien). 
12—17 mm. suturalis Carter 

16° Prosternum ist sehr fein und spärlich punktiert, abgeglättet 
und stark glänzend. 

20° Halsschild ist gedrängt, regelmäßig punktiert.; einzelne Punkte 

stoßen fast anfeinander. Kleiner. Seitenstücke des Pro-, Meso- 

_ und Metasternums sind kahl oder fast kahl. 

21“ Halsschild ist goldig. Die Flügeldeeken sind hellblau, seitlich 
breit goldig gesäumt;. Die Augen sind kleiner, der zwischen 
ihnen liegende Teil der Stirn ist breiter. Halsschild ist zur 
Basis sehr schwach, aber deoh deutlich verengt. Australien: 
Croydon. 12mm Strandi Obenb. 

21’ Einfarbig smaragdgrün mit blauem Anfluge auf den Flügeldecken. 
Die Augen sind größer., der zwischen ihnen liegende Teil der 
Stirn ist schmäler. Halsschild in seiner Basalhälfte absolut 
parallelseitig. Südaustralien: Tannant’s Creek. 

splendens Black. 
20° Halsschild ist im Grunde sehr stark glänzend, die Halsschild- 
punktur ist viel spärlicher als bei allen anderen Arten, einzelne 

Punkte schließen nicht aneinander und sind einfach ein- 

gestochen; auf den Seiten sehr grob punktiert. Smaragdgrün, 
unten goldig. Südaustralien: Tannant’s Creek. 18,5 mm. 
persplendens Obenb. 

In dieser Tabelle fehlen die mir unbekannten und nicht genau 
beschriebenen Arten: occidentalis Blackb. und vagans Blackb. 

Die Arten dieser Gattnng, die noch bestimmt sehr viele neue 
Spezies liefern wird, sind sehr schwierig und einander sehr ähnlieh. 
Sie liefern einen Sehulbeweis dafür, wie wichtig die Form der Stirn 
bei den Buprestiden ist und wie vorteilhaft es ist, dieselbe zur Trennung 
von ähnlichen Arten anzuwenden. Bei einigen Gattungen (Agrilus 
usw.) treten in der Stirnform zwar oft Sexualanomalien auf, bei einer 
ganzen Reihe von Gattungen ist sie aber in beiden Geschlechtern 
gleich gebildet und liefert wichtige systematische Unterschiede. So 
z. B. bei schweren Arten der Gattung Lampra (z. B. bei mirifica 
Muls. usw.). Individuelle Variationen in der ganzen Familie treten 
nie hervor und wäre es daher empfehlenswert, diese Merkmale (Form 
der Stirn, Bildung des Teiles der Stirn zwischen den Augen, Verhältnisse 
der Länge der Augen zur Breite der Stirn beim obersten oder tiefsten 
Punkte der Augen usw.) bei den schwierigen, oft monotonen und schwer 
determinierbaren Gattungen, besonders aus Australien (Anzllare, 
Melobasis, Stigmodera), einzuführen. Die so oft angewendete Färbungs- 
differenzen sind allgemein genommen, in der ganzen Familie von 
wenig Wichtigkeit, sie versagen oft und einigen Arten sind auch dort, 
wo andere Arten schwächer variieren (Stigmodera) äußerst variabel, 
was die Färbung anbelangt (z. B. Stigmodera variabilis L.). Auch die 


12. Heft 


88 Dr. Jan Obenberger: 


Skulptur variiert oft bedeutend. Die Charaktere am Kopfe versagen nie. 
Es blieben noch die Merkmale amOedeagus und an sonstigen Geschlechts- 
apparaten; aber teils wurden solche Merkmale bei den Buprestiden 
eingehender studiert, teils wären diese Unterschiede, wie ich öfters, 
besonders bei den Agrilinen konstatieren konnte, weniger auffällig, 
Penis ist überhaupt ziemlich einfach und einförmig (mit wenigen 
Ausnahmen) geformt und es treten auch am (reschlechtsapparate 
mehrere accessorische und variable Charaktere hervor, die das 
Anwenden von diesem sonst systematisch so wichtigem Merkmale 
wesentlich erschweren. 


42, Gattung Buprestis L. 


Gattung Buprestis (Ancylocheira) ist am reichsten in der palac- 
arktischen und in der nearktischen Region vertreten. Die Arten 
dieser Gattung sind meist sehr schwer zu unterscheiden, besonders 
die palacarktischen und es gehört ein etwa geübtes Auge dazu, einige 
Arten der haemorrhoidali-Gruppe schnell bestimmen zu können. 

Es fehlt bisher eine eingehendere Studie über die palaearktischen 
Arten. In Nordamerika hat sich mit dieser Gruppe Herr Thomas 
L. Casey beschäftigt und hat im Jahre 1909 in den „Proceedings 
of the Washington Academy of Sciences“ eine Studie darüber, betitelt 
„Studies in the American Buprestidae“ veröffentlicht. Diese sonst 
sehr mühevolle und mit vielen richtigen Wahrnehmungen erfüllte 
Arbeit ist aus manchen Gründen sehr bemerkenswert und interessant. 
Zuerst, wie es schon die Tribus- und Gattungseinteilung ganz klar 
zeigt, hat Herr Autor die ganze bisher in Europa erschienene Litteratur 
darüber unberücksichtigt gelassen, einige neue Gattungen aufgestellt 
die (Spinthoptera) kaum eine Artengruppe innerhalb der alten Gattung 
Psiloptera zu bilden verdienen, dann aber meistens deswegen, daß er 
die Artenzahl der Arten außerordentlich vermehit hat. Es wurde 
eine riesige Serie von Buprestis beschrieben, allcs aus Nordamerika. 
Alles wurde in Form von einer schwerfälligen, wenig brauchbaren 
Tabelle beschrieben, wo man meist das wichtigere mühevoll heraus- 
suchen muß und wo einer ganzen Menge von nicht einmal individuellen 
Charakteren gar zu große Wichtigkeit gewidmet wurde. Nun habe 
ich diese Tabelle auf meinem, nicht gar zu großem Materiale überprüft 
und bin zur Überzeugung gekommen, daß wohl cine ganze Reihe von 
„Arten“ bei Casey synonym sind, eine ganze Reihe von anderen 
Arten sind Varietäten oder Rassen, aber doch manche Arten wirklich 
auch als Arten bestehen müssen. Manche Behauptungen Casey’s 
besonders dort, wo er behauptet, die Buprestis seien zu einer groß- 
zügigen geographischen Rassenbildung geeignet usw., kann ich nach 
meinen Erfahrungen nieht zustimmen. Die Buprestis als gute Flieger, 
die meist an überall in Nordamerika verbreiteten Bäumen leben, 
wären in dieser Hinsieht überschätzt. 

Etwas gutes habe ich aber dort konstatieren müssen: Casey 
hat genauer als es bisher üblich war, den Kopf der Tiere, von denen 
dasselbe gilt, was ich eben von den Bubastes gesagt habe, angeschaut 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 89 


und seine Bemerkungen über die Form und Bildung der Augen usw. 
sind von großer systematischer Bedeutung. Auch seine Einteilung 
der Gattung auf drei Subgencra muß jedenfalls beibehalten werden. 
Nebenbei gesagt, unsere europäische splendida F. gehört in seine 
Untergattung Uypriacis. 

Nun habe ich sofort gesehen, daß es Jemand kommen muß, der 
alle diese Fehler und diese Tendenz alles zu beschreiben, korrigieren 
wird. Es kann in dieser Hinsicht die Arbeit Casey’s als ein Extrem 
bezeichnet werden. . 

Die Kritik kam nicht, erst unlängst, im Jahre 1918 haben die 
Herren Alan 8. Nicolay und Harry B. Weiß in Journal of the 
NewYork Entomological Society Vol. XXVI, No.2, June 

1918 pg.75 im Artikel, betitelt „A review of the genus Buprestis 
in North America“ Stellung dazu eingenommen. 

Die Arbeit ist sonst durch viele biologische Daten sehr bedeutend, 
aber in der Systematik bedeutet sie das entgegengestellte Extrem, 
eine Art vom systematischen Primitivismus. Ohne die Typen 
zu sehen und ohne die von Casey angegebene Merkmale. nach- 
zuprüfen, resp. ohne diese durch Erfinden von neuen bisher nicht 
angewendeten Merkmalen zu verstärken, — ich verweise hier 
eben auf die Wichtigkeit vom Oedeagus und Geschlechtsapparate 
— haben die Herren Autoren sämtliche oder fast sämtliche 
Arten von Casey unterdrückt, ihnen nicht einmal den Wert 
einer Varietät gelassen und alle für Synonyme von im ganzen achtzehn 
Arten erklärt. Also -- von einem Extrem sind sie eben in das andere 
gefallen. 

Mir ist es persönlich nicht gut möglich, alle diese Irrtümer und 
Mißgriffe zu korrigieren; es fehlt mir ein großes Material aus allen 
Teilen von Nordamerika, welches dazu nötig wäre; aber schon nach 
Studium von meinen Tieren kam ich zur Überze ugung, daß der richtige 
Weg ist, wie immer derMittelweg und daß so, wie es die amerikanischen 
Herren Kollegen gezeigt haben, macht man die Systematik nicht. 

Als Hauptmerkmal in der Tabelle paradiert wieder die Färbung, 
die eben hier so verräterisch ist; alle Wege zur Erfindung von guten 
Merkmalen am Kopfe, wohl auch in der Länge der Fühler- und 
Tarsalglieder, Beschaffenheit der Seitenstücke des Metasternums usw. 
die wohl gefunden werden konnten, wurden außer acht gelassen. 
Wenn die Autoren (pg. 76) sagen: „on the other hand, we feel 
that there (im Werke von Thos. ©. Casey-B. d. V.) is no good 
foundation for the many new species and subspecies 
described and have taken the liberty of placing his forms 
in synonymy when no good character could be found to 
warrant the erection of a species or interpolation of a 
new name“, dann wäre es nur zu begrüßen, aber man müßte vorher 
auf Grund der Typen beweisen, daß solche Unterschiede nicht 
existieren, Und das ist meist nicht geschehen. Bei einer Kritik von 
beschriebenen Spezies soll man noch sorgfältiger und peimlicher sein 
als wenn man selbst neue Species aufstellt, weil — und davon bin ich 


12. Butt 


90 Dr. Jan Obenberger: 


überzeugt — durch falsches Zusammenziehen von guten Arten der 
Wissenschaft mehr Schaden geschicht als Gewinn. 

Auf detaillierte Kritik beider Arbeiten kann ich leider nicht 
eingehen, um meine Ansicht zu begründen, müßte ich eigentlich 
selbst daß Werk verfassen und dazu fehlt mir die dazu nötige Menge 
der Arten und Individuen. Die Arbeit von Nicolay und Weiss 
hat im Bulletin de la Soc. Ent. de France 1922 pg.9 in ver- 
schlechterter Ausgabe Herr R. Tompkins de Garnett (mit einer 
neuen Varietät) reproduziert, bei welchem die Tabelle schon mit der 
Färbung beginnt, was (weil sich bei den Anfangsgegensätzen stets 
um Zerteilung der Gattung auf einfachere Teile handelt) auch an 
und für sich spricht. 

Im Folgenden werde ich meine Meinuug über einige Zusammen- 
ziehungen der Herren Nicolay u. Weiß bringen. 

1. Buprestis aurulenta Linné. Bei Nicolay als Synonyme dazu: 
lauta Le C., radians Le C., villosa Le C., fabulosa Casey, aemula Casey, 
Tacomae Casey, nupta Casey, venusta Casey, prospera Casey, affinis 
Casey, adulans Casey. Ich besitze ctwa zwanzig solche Tiere und bin 
überzeugt, daß wenigstens villosa eine gute Varietät ist, Tacomae 
und venusta gute Arten. Bei einigen Tieren ist doch die Unterseite 
kahl — bei anderen behaart, bei anderen sind die Augenseiten auf 
der Stirn parallel, bei einigen nach oben konvergierend. Ich spreche 
nicht von der Skulptur und vom Penis. 

Es kann die Färbung nicht irren. Die meisten Trechus sind 
doch auch einfarbig braun. 

Die drei letzten, prospera, affinis und adulans scheinen mir auch 
„verdächtig“ zu sein und eine nähere Erklärung, welche die Gründe 
waren, daß diese Arten zur aurulenta zusammengezogen wurden, 
wären empfehlenswert. 

Unsere europäische Art, splendida F. erinnert stark an aurulenta, 
durch welche sie in den Sammlungen häufig gefälscht wird. 

2. Buprestis adjecta Le Conte. Zu dieser Art wurden als Syno- 
nyme: brevis Casey und intricata Casey gestellt. Ich besitze alle drei 
Formen. Es sind alle gute Arten. 

Adjeeta ist viel kräftiger gestreift, viel konischer zur Spitze 
verengt, mit viel mehr konischem Halsschilde, dessen Seitenrand 
von oben fast vollständig zu sehen ist, indem bei brevis Casey die 
Gestalt viel mehr oval, feiner gestreift und Seitenrand des Halsschildes 
von oben nicht zu sehen ist. Humeralkurve des Seitenrandes der 
Flügeldecken der adjecta ist viel kräftiger; das Tier schaut äußerlich 
ganz anders aus als brevis. Intricata ist wieder etwas anderes: eine 
längere Art, wo der lange Durchmesser der Augen etwas kürzer ist 
als die Breite der Stirn oben zwischen den Augen, wo die Flügeldecken 
viel länger und besonders skulptiert sind usw. Meine brevis ist aus 
Californien (Trunckee), intricata vom Sumit Placer Co, 

Nicolay und Weiß sagt darüber: „Tha two forms (intricata 
und brevis) described by (Casey have no good constant 
caracters and should be placed in synonymy.“ 


Beiträge zur Kenutnis der Buprestiden (Col.). 91 


Aber „good and constant caracters“ gibt es m der Natur 
wohl überhaupt nur sehr wenig. Penis der Arten haben die Autoren 
nicht untersucht und neue Merkmale heben sie nicht gesucht. Ich 
möchte den Herren nur das Studium der paläarktischen Buprestis 
empfehlen — da möchten sie sehen, wie noch diese ‚nicht konstante“ 
Merkmale in Verhältnis zu den dort vorkommenden brauchbar wären! 

3. Buprestis sulcicollis Le Conte ist mit lateralis Casey identisch. 

4. Buprestis striata F. Zu ihr wurde obscura Casey als Synonym 
gestellt. 

5. Buprestis striata var. impedita Say (= canadensis Casey?). 
Ich bin nicht imstande, die Berechtigung dieser Annahme bestätigen 
oder bekämpfen zu könnnen. 

6. Buprestis apricans Herbst. Als Synonyme angeführt: nigri- 
cornis Sturm, bosci Cast. Gory, und nigripennis Casey. Die letztere 
ist wohl eine Varietät. 

Es ist interessant, daß mir ein Exemplar dieser Art aus Spanien 
(Catalonien: Montgat — vom Herrn Más de Xaxars), wohin sie wohl 
eingeschleppt wurde, zur Bestimmung gesandt wurde. 

7. Buprestis decora F. Auch durch diese Art wird oft die splendida 
F. in europäischen Sammlungen gefälscht. 

8. Buprestis salisburyensis Hbst. Syonnym — ultramarina Say. 
Die Unterschiede zwischen beiden letzten Arten sind geringer als 
zwischen adjecta, brevis und intricata. Diese Arten hat Herr Nicolay 
u. Weiß als solche erkannt. Logisch wäre es auch bei den erstgenannten. 

9. Buprestis maculiventris Say. Als Synonyme dazu gestellt: 
sexnotata Cast. G., maculiventris G. u. Harold und Zeconter Saunders. 

10. Buprestis maculiventris var. rusticorum Kby. Eine ganz 
bestimmt besondere Art! Bei maculativentris, die ich vom Herrn 
Nicolay erhielt, ist doch die Entfernung der Augen oben kleiner als 
der lange Durchmesser der Augen — bei der viel größeren rusticorum 
ist sie viel breiter! Penis ist ganz anders geformt! 

Zu den letzteren (rusticorum) wurden als Synonyme gestellt: 
paganorum Casey, acomana Casey, morosa Casey, fusca Casey, sub- 
livida Casey, caliginosa Casey, nigricans Casey, lyrata Casey und 
adducta Casey. Ob mit Recht, kann ich nicht entscheiden. 

li. Buprestis maculiventris var. subornata Le Conte. Als Nyno- 
nyme dazu: rubronotans Casey; adonea Casey, histrio Casey, puncti- 
ventris Casey, violescens Casey. 

Nicolay sagt davon „The species described by Casey 
are undoubtedly individual variations.“ Wenn man nicht 
dazufügt warum es so ist, dann entbehrt es natürlich der echten 
Beweiskraft. 

Meine Materiale sind zu gering um es zu entscheiden. 

12. Buprestis maculipennis Gory. Als Synonyme sollen dazu 
kommen: inconstans Melsh., deficiens Casey, fusiformis Casey, scripta 
Casey, reducta Casey, und leporina Casey. 

Zwei davon (deficiens und inconstans) sind bestimmt Synonyme, 


12. Heft 


92 Dr. Jan Obenberger: 


die übrigen bleiben fraglich. Wie gesagt - - nur die Typen werden 
hier entscheiden. 

13. Buprestis bineata Fab. und var. Davisi Nicolay u. Weiß und 

l4. Buprestis nutalli Kirby-sind ohne Synonyme. 

15. Buprestis nutalli var. alternans Le Conte. Wohleine berechtigte 
Art. Als Synonyme wurden dazu: conzeicauda Casey, diruptans Casey, 
contoita Casey, gravidula Casey, torva Casey und boulderensis Casey 
gestellt. Nähere, genauere Berechtigung dieser Zusammenziehung 
wurde nicht angegeben. Es wäre nötig, jede einzelne Art an einer 
Reihe von Exemplaren auch nach Geschlechtsmerkmalen nachzuprüfen. 

16. Buprestis nutalli var. consularis Gory. Flavopieta Casey 
soll Synonym dazu sein. Wahrscheinlich eine besondere Art. 

16. Buprestis laeviventris Le Conte. Dazu soll pugetana Casey 
synonym sein. 

17. Buprestis confluenta Say. Synonym dazu ist confluens Le Conte. 
Ob auch die angegebene tesselata Casey bleibt fraglich. Ich besitze 
sie aus Nevada. 

18. Buprestis rufipes Oliv. Die angegebene Synonymie (virens 
Casey und elongata Casey) scheint richtig zu sein. 

19. Buprestis viridisuturalis Nicolay u. Weiß. Eine sehr merk- 
würdige neue Spzies. Ich besitze davon und zwar aus Texas ein 59, 
von Kerremans seinerzeit als B. paralella bestimmt. 

20. Buprestis @ibbsi LeConte. Ohne Synonyme. Eine sehr 
charakteristische Art, die ich von Texas besitze. 

21. Buprestis connexa Horn. Ohne Synonyme. 

29, Buprestis fasciata Fabr. Die Synonymie dieser Art, über 
welche ich mit Herrn E. C. Van Dyke korrespondiert habe, scheint 
sehr kompliziert zu scin und bildet eine systematische Frage für sich. 

Als Synonyme wurden dazu angegeben: sermaculata Herbst, 
Cherminieri Chevr., sexplagiata Le Conte, fulgens Casey, fortunata 
Casey, suturata Casey. 

33. Buprestis fasciata var. Langi Mann. Ebenso mysteriöse Form, 
wohlgeographischeRassederersteren. Als[Synonyme wurdenangegeben: 
ornata Walker, bistrinotata Casey, angusta Casey, calida Casey, fastidiosa 
Casey, mediocris Casey, crenata Casey g, seditiosa Casey. levieeps Casey, 
depressa Casey, viridimicans Casey, incolumis Casey, oregona Casey, 
obliqua Casey, patruelis Casey, graminea Casey, was mir wirklich als 
des Guten zu viel vorkommt. 

Hier wäre es am wichtigsten die Geschlechtsorgane zu untersuchen 
und entscheiden, ob hier wohl eine Bastardation und Hybridenbildung 
mit anderen Arten nicht stattfinden könnte. 

Die sonst so sorgfältig geschriebene Arbeit der fleißigen Autoren 
hat deswegen die Verwirrung noch vermehrt und so wird wohl die 
Buprestidenfauna Nordamerikas noch immer einen Erlöser erwarten, 
der sie aus diesem systematischen Chaos herausbringen wird. Sonst 
wäre es schwieriger, eine nordamerikanische Buprestidenart zu be- 
stimmen, als eine vom Kongo oder Madagaskar. Es wäre wünschens- 
wet, daß die fleißigen und tüchtigen Autoren der Arbit diese Gattung 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 93 


noch einmal einer kritischen auf Grund der Typen basierenden Studie 
unterziehen möchten. 

43. Diceropygus quadritinctus m. n. sp. 

Hab.: Queensland; Coen District, Cape York. Long.: 14,5 mm. 

Dunkel olivengraugrün, oben stark glänzend, kahl, unten weniger 
glänzend, fein weich behaart. Kopf ist breit, die Augen ragen seitlich 
etwas hervor; Kopf ist ebenda breiter als der Vorderrand des Hals- 
schildes. Die Stirn ist gedrängt, fein punktiert, weißlich dünn behaart. 
Die Fühler sind schlank und lang, das erste Fühlerglied ist länger 
als die zwei nächstfolgenden Glieder. Halsschild ist etwa 11/,mal 
so breit als lang, konisch, an der Basis am breitesten, nach vorne 
geradlinig und ziemlich stark verengt, glänzend, gleichmäßig gewölbt, 
zerstreut, spärlich und fein punktiert. Schildchen ist groß, halboval. 
Die Flügeldecken sind glänzend, sehr spärlich gereiht punktiert, mit 
flachen Zwischenräumen; nur der zweite Zwischenraum ist ein wenig 
erhöht. Auf jeder Flügeldecke zwei fett violette Makeln: eine im 
basalen Viertel in der Mitte, die andere in der Mitte der Länge und mehr 
quergestellt. Die Flügeldecken sind bis zur Mitte parallelseitig, dann 
zur Spitze lang verengt, seitlich mit schr großen und starken Zähnen, 
am Ende einzeln abgerundet. Prosternum ist sehr fein punktiert, 
glänzend und kahl, das letzte Ventralsegment ist am Ende tief halbkreis- 
förmig ausgerandet und zweispitzig. Die Füße sind kurz, glänzend. 

Die Art wird wegen der Färbung leicht kenntlich. 


44. Briseis smaragdifrens m. n. Sp. 


Hab.: Queensland; Coen Distrikt, Cape York. Long.: 13,5 mm. 

Der vorhergehenden Art in der Färbung und im Glanze ähnlich. 
Schmal, schlank, glänzend messing-olivengrün, ungefleckt, die Flügel- 
decken sind am Ende blau. Kopf ist ziemlich breit, etwas breiter 
als Vorderrand des Halsschildes, die Stirn ist smaragdgrün, dicht 
punktiert, seitlich nach oben verschmälert, der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist etwa 11/,mal so lang als vorne breit. Epistom 
ist stumpfwinkelig, ziemlich tief ausgerandet. Halsschild ist konisch, 
mit gerade nach vor verengten Seiten, glänzend, ziemlich stark 
aber spärlich punktiert, etwa 11/,;mal so breit als lang. Prosternum 
ist in der Mitte blau, fein punktiert, vorne gerandet, glänzend. Schildehen 
ist sehr klein, schr schmal triangelförmig. Die Flügeldecken sind etwa 
23/ mal so lang als breit, glänzend, fein punktiert gestreift, alle Zwischen- 
räume, auch die äußeren sind glänzend und glatt. Die Flügeldecken 
sind bis zur Mitte parallelseitig, dann zur Spitze lang verengt und 
seitlich mit wenigen großen Zähnchen versehen. Unterseite ist messing 
farben, sehr fein, dünn behaart, die Tarsen sind bläulich. 

45. Briseis prolongata m. n. Sp. 

Hab.: Queensland: Dulong, Dezember. Long.: 17,5 mm. 

In der Färbung mit der vorigen Art vollständig übereinstimmend, 
nur die Stirn ist ebenso gefärbt, wie die übrige Oberseite. Hauptsächlich 
durch folgende Merkmale verschieden: 

12 Teft 


94 Dr. Jan Obenberger: 


Viel länger, Kopf ist etwas schmäler, seitlich nicht breiter als 
der Vorderrand des Halsschildes. Epistom ist tiefer, scharf recht- 
eckig ausgerandet; Prosternum ist noch feiner punktiert, glänzend 
und kaul. Halsschild ist feiner punktiert. Die Flügeldecken sind 
stärker gestreift, die Punkte in den seitlich gelegenen Streifen sind 
groß und die Zwischenräume daselbst etwas runzelig. Alle Zwischen- 
räume sind leicht gewölbt und der zweite tritt hinten leicht kielförmig 
hervor. Analsegment ist viel schmäler, aber auch viel stärker und 
tiefer ausgerandet. Die Flügeldecken sind auf der apikalen Außenseite 
feiner gezähnt. Fast ebenso glänzend wie smaragdıfrons m. 


46. Briseis buprestoides m. n. sp. 


Hab.: Australien. Long.: 18 mm. 

Größer, robuster, weniger glänzend als beide vorhergehende 
Arten. Kopf ist klein, die Stirn ist dicht punktiert, ebenso wie der 
ganze Körper dunkel messinggrün. Epistom ist im ganz flachem 
rundem Bogen sehr schwach ausgerandet. Halsschild ist konisch, 
auf den Seiten nicht ganz geradlinig nach vorne verengt, etwg 1!/,mal 
so breit als lang, in der Mitte fein, auf den Seiten grob punktiert. 
Schildchen ist sehr klein, länglich., Die Flügeldecken sind ziemlich 
robust, lünglich, bis über die Mitte parallelteilig, dann zur Spitze 
ziemlich kurz verengst, seitlich mit ziemlich kleinen Zähnchen besetzt. 
Auf der Fläche viel weniger glänzend als beide vorhergehende Arten, 
gestreift punktiert, mit ziemlich gewölbten Zwischenräumen, aber 
nur die fünf praesuturalen Streifen sind regelmäßig, die seitlichen 
sind ebenso wie die Zwischenräume dazwischen grob verworren 
punktiert und auf den Seiten runzelig. Analsegment ist am Ende 
nur schmal und schwach ausgerandet. Tarsen sind grünlich. 


47. Chaleogenia Argodi m. n. sp. (Kerremans in litt.). 

Hab.: Berbera (Somalis) M. Argod-Vallon. Long.: 14,5 mm. 

Der Contempta Klug. nahestehend. Oben schwärzlich bronzefarben, 
unten feurig kupferig, gegen die Seiten dunkler gefärbt. Kopf ist 
ähnlich gebildet wie bei contempta, Epistom ist schwächer ausgerandet. 
Halsschild ist breiter, seitlich mehr gerundet. die Flügeldecken sind 
breiter, am Ende stärker zugespitzt, mit deutlicher angedeuteten 
Längsrippen als bei contempta. Die Gestalt ist robuster, die Mittel- 
rinne am ersten Abdominalsegment ist breiter. 


48. Chalcogenia abessynica m. n. Sp. 


Hab.: Abessynien. Long.: & mm. 

Erinnert in der Körperform ziemlich stark an appendiculata Th.. 
in der Färbung vollständig verschieden. Kopf ist klein, die Stirn 
ist kurz und breit, spärlich weiß behaart, violettblau. Halsschild ist 
in der Mitte goldgigrün, auf den Seiten breit violettblau gesäumt, 
vorne stark zweibuchtig, in der Mitte abgeglättet und sehr fein 
punktuliert, auf den Seiten mit runzeliger Skulptur, an der Basis 
am breitesten, von ebenda nach vorne gerundet verengt. Die Flügel- 
decken sind auf den Seiten runzelig punktiert, blauviolett, bei der 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 95 


Naht ist ein breiter Nahtsaum goldiggrün, sehr fein punktieit, ab- 
geglättet, glänzend, in der Vorderhälfte unpunktiert und nur in der 
Apikalhältfe punktiert und zwar mit ziemlich rauher Punktur, ähnlieh 
der des Seitenrandes. Unterseite ist prachtvoll smaragdgrün, die 
Beine sind blau. 


49. Melanophila Mräzi m. n. sp. 

Hab.: Saö Paulo, Brasilien. Bei Piasaguera vom H. Jaro Mráz 
gefunden. Long.: 12 mm. 

Dunkel bronzegrün, glatt, glänzend, kahl, die Unterseite fein, 
dünn weißlich behaart. Die Flügeldecken von den Schultern bis zur 
Spitze mit schmalem, regelmäßigem, praehtvoll karminrotem Saum. 

Kopf ist ziemlieh groß, die Augen konvergieren sehr stark nach 
oben auf der Stirn. Epistom ist ın schmalem Bogen ausgerandet. 
Die Fühler sind schwärzlich, das dritte Glied ist etwas länger als 
das zweite und so lang als das vierte Glied. Halsschild ist vor der Mitte 
am breitesten, zur Basis sehr gering, nach vorne stärker, im Bogen 
verengt, beiderseits bei den Seiten mit einer länglichen Depression, 
etwa 1?/,‚mal so breit als lang, seitlich dicht, in der Mitte spärlicher 
und etwas feiner punktiert. Prosternum ist vorne und beiderseits 
fein gerandet, ungerinnt, fein, ziemlieh dicht punktiert und fein 
spärlich behaart. Flügeldecken sind viel breiter als der Halsschild, 
auf der Fläche mit 2—3 undeutlichen Eindrücken, sonst eben, fein 
punktiert, bis über die Mitte parallelseitig, dann zur Spitze flach 
gerundet verengt und gesägt. 

Gehört in die Nähe der guyanensis Chevrolat. 

Ein einziges Exemplar wurde von meinem lieben Freunde Jaro 
Mräz in Säo Paulo gesammelt. Dem unermüdliehen Sammler, der dem 
eechoslovakisehen Nationalmuseum in Prag bis zum heutigen Tage 
schon über 140000 brasilianische Insekten, namentlich Minutien 
gesendet hat und dem ich mehrere Tausende von interessantesten 
Prachtkäfern verdanke, zu Ehren benannt. 


50. Melanophila Helferi m. n. sp. 

Hab.: Birma. Long.: 7*/, mm. 

Der palaearktischen Art, Melanophila aequalis (cuspidata Klug) 
ungemein ähnlich, schwarz, fein skulptiert, schwach seidenglänzend, 
von ihr folgendermaßen verschieden: Die Stirn in der Mitte mit 
zwei glatten, kleinen Reliefen, Halsschild ist vorne schwächer aus- 
gerandet, schmäler, im ersten Drittel am breitesten, auf den Seiten 
stärker verengt, in der Mitte feiner und spärlicher punktiert, ohne 
raspelartige Körnehen, auf den Seiten fein länglich runzelig. Die 
Form des Epistom ist dieselbe. Flügeldecken sind schmäler, dichter 
punktiert, am Ende viel kürzer und stumpfer zugespitzi. 

Dem Andenken Helfers gewidinct. Helfer hat zuerst Birma und 
Tennasserim entomologisch durehforscht; seine über 100.000 Exem- 
plare große Ausbeute vom Jahre 1840, die sich im Prager National- 
museum befindet und die fast ausschließlich Minutien enthält, harıt 
noch einer wissenschaftlichen Bearbeitung. 


12. Heft 


96 Dr. Jan Obenberger: 


51. Anthaxia Radja m. n. sp. 

Hab.: Ostindien-Nordprovinzen. Long.: 4,2 mın. 

Messingfarben, vorne an der Naht grünlicher, Halsschild in der 
Mitte mit zwei schwarzen Flecken. Breitere Art, äußerlich etwas 
an grammica Ü. G. erinncrnd. 

Kopf ist smaragdgrün, ungerinnt, überall dicht, fein mit eckigen 
Zellen, in deren Grunde ein kleines Pünktchen liegt, besctzt. Die Stirn 
ist parallelseitig, ctwa 1!/ mal so lang als breit, kahl; Halsschild ist 
in der Mitte am breitesten, seitlich fein gerundet, überall mit Zellen- 
skulptur, welche in der Mitte verworrencr und runzeliger, feiner wird. 
Flügeldecken sind fein skulptiert, flach, decken seitlich vollständig 
Abdomen, sind parallelseitig und am Ende breit einzeln abgerundet. 
Unterseite und Füße sind grün, die Fühler sind rötlich. 


52. Anthaxia violaceiceps m. n. Sp. 


Hab.: Ostindien: Calcutta. Long.: 4,5 mm. 

Schlankere, ziemlich zylindrische Art. Abdomen wird von den 
Flügeldecken seitlich unvollständig bedeckt. Der Anth. inculta Ob. 
ähnlich, aber kleiner, feiner skulptieıt. 

Kopf ist ziemlich breit, die Augen ragen jedoch seitlich nicht 
heraus. Die Stirn ist fein skulptiert, fein, dünn, spärlich silberweiß 
behaart, prachtvoll violettblau. Halsschild ise messingfarben mit 
leichtem grünen Glanze, überall gleichmäßig, fein „ocellieıt“, bis zum 
vorderen Drittel parallelseitig, dann nach vorne schwach abgerundet. 
Flügeldecken sind lang, schmal, fein skulptiert, nach hinten lang 
verschmälcıt und cinzeln schmal abgerund«t, am Ende mit einigen 
Seitenzähnchen, sehr fein runzelig und kahl, messing kupferig. Unter- 
seite und Füße sind grünlich. 


53. Anthaxia combusta m. n, Sp. 


Hab.: Westbengalen. Long.: 3,5 mm. 

Schwarz, stark glänzend, schmal, auf den Seiten des Halsschildes 
mit leichtem grünen Glanze. Gehört in die Verwandtschaft der Crato- 
meroiden“-Arten, obwohl Abdomen hier von den Flügeldecken voll- 
ständig bedeckt wird. 

Kopf ist ziemlich breit, fein „ocelliert“, vorne grünlich, kahl. 
Halsschild ist beiderseits vor der Naht mit leichter Depression, ctwa 
lY/,mal so breit als lang, vorne stark zweibuchtig, seitlich im vorderen 
Drittel am breitasten, von ebenda nach vorne und zur Basis ziemlich 
stark verengt, überall mit ziemlich runzeligen und ziemlich wenig 
scharfen „‚Ocellen‘“ bedeckt. Die Flügeldecken sind schmal, bis vor 
das apikale Viertel parallelseitig, dann zur Spitze kurz verengt, einzeln 
abgerundet. Auf der Fläche glänzend und querrunzelig. raspelartig 
skulptiert, spärlich und kurz, regelmäßig, sehr dünn goldig behaart. 


54. Chrysobothrys unigemmata m. n. sp. 


Hab.: Kamerun (1912, Ebolowa, v. Rothkirch lgt.). Long.: 17 mm. 
Gehört zu der Gruppe der dorsata F. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 9% 


Schwarz, unten mit grünlicherem Glanze. Die Tarsen sind grünlich. 
Flach gewölbt, oben kahl, fein skulptiert, nur mit einigen (in der Mitte 
der Flügeldecken) angedeuteten Spuren von Längsrippen. Kopf ist 
ziemlich breit, mit breiter, leicht gebogener, oben abgeflachter Quer- 
kante, ähnlich wie bei dorsata und den meisten Arten dieser Gruppe. 
Halsschild vorne gerade abgestutzt, an der Basis breit zweibuchtig 
wit breit quer abgestutztem und vorgezogenem Praeseutellarlappen, 
fein quer, gegen die Seiten stärker gerunzelt und fein dazwischen 
punktiert, an der Basis am breitesten, von ebenda nach vorne in 
flachem Winkel verengt. Flügeldecken sind sehr lang, in ?/; der Länge 
beiderseits bei den Seiten, angelehnt an Rudiment der Latevalrippe 
mit einer größeren runden vertieften knpferigen Makel. Abdominal- 
segmente seitlich breit weiß behaart. Analsegment mit einer scharfen 
Längskante, am Ende zwischen zwei größeren Zähnchen flach, gerade 
ausgerandet. Die Seiten des Analsegmentes sind gezähnelt. Prosternum 
ist breit und kahl. Epistom ist sehr flach ausgerandet. 


55. Chrysobothrys algoensis m. n. sp. 


Hab.: Kapland: Algoa-Bay, Dr. Brauns lgt. Long.: 9—10 mm. 

Gehört in die dorsata- Gruppe. 

Schwärzlich bronzefarben, glänzend, unten mit grünlichem oder 
bläulichem Glanze. Die Stirn und die Außenseite der Füße des 5 
sind prachtvoll smaragdgrün. 

Kopf ist ziemlich breit, die Querwulst ist schwächer ausgebildet 
und reicht nicht bis an die Augenränder. Halsschild ist im basalen 
Drittel am breitesten, von ebenda zur Basis stärker, nach vorne 
schwächer, fast gerade verengt, mit feiner, auf den Seiten deutlicheren 
Querrunzelung dazwischen (auf den Seiten dichter) punktiert, vorne 
leicht zweibuchtig, der basale praescutellare Mittellappen ist breit 
stumpfwinkelig. Die Flügeldecken sind glänzend, fein, ziemlich spärlich 
punktiert, mit angedeuteter Praesuturalrippe, sonst ohne Eindrücke, 
ziemlich breit und kurz, hinter der Mitte etwas verbreitet und zum 
Ende ziemlich kurz und stark gerundet verengt, seitlich gezähnelt. 
Analsegment ist seitlich glattrandig, am Ende flach und ziemlich 
schmal ausgerandet, zweispitzig, mit einer Längskante in der Mitte. 
Abdominalsegmente in den Vordexecken beiderseits mit einer kleinen 
rundlichen, weiß behaarten Vertiefung. Prosternum ist kahl und 
glänzend, spärlich, fein behaart. 


56. Chrysobothrys funeraria m. n. Sp. 


Hab.: Kamerun. Länge: 12 mm. 

Gehört in die dorsata-Gruppe und schaut der nigrita Kerr. ähnlich 
aus. 

Rein schwarz, glänzend, nur die Füße mit blaugrünem Scheine. 
Kopf ist ziemlich groß, die erhöhte postmediane Querkante auf der 
Stirn ist in der Mitte leicht ausgebuchtet. Halsschild ist vorne gerade 
abgestutzt, auf der Basis mit stumpf abgerundetem, schwach vor- 
gezogenem Mittellappen. kurz vor der Basis am breitesten, von ebenda 


Archiv für Naturgeschichte 
1922, 4.12. 7 1% lleft 


98 Dr. Jan Obenberger: 


zur Basis kurz abgerundet nnd nach vorne konisch. ziemlich stark 
geradlinig verengt, überall sehr fein, spärlich punktieıt. Die Flügd- 
decken sind sehr fein pnnktiert, glänzend, gleichmäßig gewölbt. ziemlich 
schlank, ohne Eindrücke, ohne Spur von Rippen. Analsegment (3) 
ist zwischen zwei zahnförnıgen Vorsprüngen beiderseits flach ab- 
gerundet, die Seiten des Analsegmentes, der in der Mitte mit einer 
Mittelvippe versehen ist, sind fein, scharf, schräg gezähnelt. Abdominal- 
segmente seitlich beiderseits mit einer größeren weiß behaarten 
Depression. 
In dieselbe Verwandtschaft gehört ferner auch: 


5%. Chrysobothrys Rothkirchi m. n. sp. 


Hab.: Kamerun: Kbolowa (v. Rothkirch Iet.). Long.: 14 mmm. 

Der vorhergehenden Art in der Färbung und Gestalt ähnlich, 
ebenfalls an nigrita Kerr. stark ermnernd. Glänzend schwarz, breiter, 
robuster. Kopf ist breiter, die Stirn ist (von oben geschen) in der Mitte 
viel gewölbter, die Augen sind breiter und mehr depreß. Die Quer- 
kante auf der Stirn ist einfach, in der Mitte ohne Ausrandung. Epistoni 
ist noch flacher, fast gerade. Halsschild ist vor der Basis am breitesten, 
nach vorne viel schwächer verengt, ebenso fein punktuliert. Hals- 
schild ist vorne etwas stärker zweibuchtig, hinten mit breiter und mehr 
stumpfwinkelig abgerundetem Mittellappen. Die Flügeldecken sind 
viel robuster, breiter und kürzer, ebenso fein. aber viel dichter punktiert, 
ebenfalls ohne Eindrücke und ohne Spur von Längsrippen. Anal- 
segment ist seitlich glattrandig. vor der Spitze seitlich ausgerandet 
und mit zahnför migen Vorsprung; in der Mitte mit einer Längsrippe, 
am Ende ziemlich kurz und eh tief kreisförmig ausgerandet. 

Durch die Form des Analsegmentes, Halsse hildes usw. von den 
anderen Arten recht verschieden. Es ist zu bedauern, daß Kessemans 
in seiner Tabelle der afrikanischen C'hrysobothrys-Arten, die einander 
oft sehr ähnlich sind, nicht der Form des Analsegmentes und der 
Halsschildbasis mehr Aufmerksamkeit gewidmet hat: ich fürchte 
daß in der Masse der Formen, die als Synonyme zur dorsata gezogen 
wurden. eine ganze Reihe von guten Arten. deren Trennungsmerkmale 
nicht genauer studiert waren. verborgen bleibt. 


55. Chwysobothrys carbonicoler m. n. sp. 


Hab.: Kamerun: Biafra-bay (Guinea). Long.: 13-—14 mm. 

Oben schwarz, wie die vorhergehende Arten, nur die Stirn und 
die Füße sind leicht messinggrün. Der Chr, pilifrons Uerr. ähnlich. 
aus der dorsata- Gruppe. 

Glänzend, ohne Spuren von Elytralvippen. glatt, kahl. Von 
pilifrons folgendermaßen verschieden: Kopf ist kahl. wenigstens im 
oberen Teile; oberhalb der großen Querkante ist beim Scheitel eine 
feine Querkante angedeutet. Halsschild ist vorne schwächer zwei- 
buchtig, Basalrand ist bei pilifrons der Mitte vorgezogen und quer 
gerade. schmal abgestutzt, hier ist er einfach stumpfwinkelig vorgezogen. 
überall fein nur punktiert, ohne Spur von Querrunzeln. Flügeldecken 


Beiträge zur Kenntnis der Bnprestiden (Col.). 99 


bei pilifrons zeigen am Ende die praesuturale und laterale Rippe, 
erhalten in Form einer Längsfalte -— hier ist keine Spur davon und 
die Flügeldeeken sind fein gewölbt, ohne Rippen. überall fein punktiert. 
Analsegment des & ist am Ende dreispitzig. zwischen den Spitzen 
mit zwei Ausrandungen, Seitenrand des Analsegments ist fein, sehr 
deutlich sägeförmig ee bei pilifrons ganz glattrandige. Anal- 
segment in “der Mitte gekielt. 

59. Chrysobothrys occidentis m. n. sp. 

Hab.: Kamerun 1912, Ebolowa (v. Rothkirch lgt.) Long.: 
13-—l4 mm. 

Ebenfalls in die dorsata-Gruppe gehörend. Von der Form der 
pilifrons und carbonzeolor m. 

Oben schwarz, oft mit leichtem Bronzeglanz, absolut kahl, auf den 
Flügeldecken ohne Spur von Längsrippen. Kopf wie bei pilifrons, 
jedoch die Stirn ist nach oben stärker verschmälert und daher ist 
die Querleiste schmäler; Stirn ist kahl. Halsschild ist vorne fast 
gerade. vor der Basis am breitesten, seitlich nach vorne geradlinig 
und konisch verengt, überall fein punktiert, seitlich mit mehr oder 
weniger stärker vortretenden, feinen Querrunzeln; Basalrand in der 
Mitte breit, abgerundet und vorgezogen. Flügeldecken wie bei carbo- 
nicolor geformt, feiner und etwas dichter punktiert. Analsegment 
seitlich sehr fein und deutlich sägeratig gezähnelt. in der Mitte gekiclt, 
am Ende beim $ dreizähnig, mit abgestumpftem Mittelzahn, beim $ ọ 
ebenda zwischen zwei Lateralzähnchen nur sehr schwach vorgezogen. 
fast gerade. 

Die Gestalt ist länger und schlanker als bei carbonicolor. Von dieser 
ferner durch andere Form des Halsschildes. flacheren Kopf, schmäleren 
Scheitel und längere, schmälere Flügeldeeken verschieden. 

60. Chrysobothrys Braunsi m. n. Sp. 

Hab.: Capland: Willowmore (Dr. Brauns lgt. — November 1916). 
Long.: 7.35 mm. 

Gehört in die Gruppe der dorsata F. 

Robust, schwärzlich bronzefarben, bisweilen mit violettem oder 
violettblauem Glanze. Die Stirn ist kahl, nach oben verengt, ziemlich 
breit, in der Mitte mit einer Querwulst, vor dem Scheitel mit einer 
feinen halbkreisförmigen Depression und feiner Scheitellimie, kahl: 
Halsschild ist etwa 1°/,mal so breit als lang, vorne leicht zweibuchtig, 
Basalrand ist in der Mitte stumpfwinkelig “einfach vorgezogen. Hals 
schild ist im Basaldrittel am breitesten, von ebenda nach hinten 
stark gerunzelt, mit sehr feinen Punkten dazwischen. Die Flügel- 
decken sind viel breiter als der Halsschild, ziemlich kurz, breit, auf 
den Seiten mit violettem undentlichen Saum. Die Skulptur besteht 
aus feineren, diehten Punkten in der Mitte; diese Punktur wird gegen 
die Seiten schr gedrängt und runzelig, Analsegment ist auf den Seiten 
glattrandig, in der Mitte mit stumpfer Mittelkante. Abdominalsegmente 
und Lateralende der Hinterhüften beiderseits mit einem Kleinen sehr 
dichten, silberweißen Haarfleek. 

r e i 


100 Dr. Jan Obenberger: 


Von Herrn Dr. Brauns erhalten und ihm, dem Entdecker von so 
vielen interessanten Tieren von allen Gruppen und wohlerfahrenen 
Kenner der Ökologie der Insekten zu Ehren benannt. 


61. Chrysobothrys Angolae m. n. sp. 


Hab.: Angola. Long.: 8,2 mm. 

Von der Gestalt und Körperform der vorhergehenden Aıt, in 
folgenden Punkten abweichend: dunkler, matter, weil viel gröber 
und dichter runzelig und gekerbt. Die Punkte zwischen den Halsschild- 
runzeln sind undeutlich. Kopf ist gewölbter, die Stirn ist etwas breiter. 
Halsschild ist im Basaldrittel am breitesten, von ebenda zur Basis 
noch stärker abgerund.t, nach vorne geradlinig, konisch verengt; 
Vorderrand ist nach vorn in der Mitte stärker vorgezogen. Abdomen 
und Unterseite sind vollständig schwach, ohne Spur von Toment- 
makeln, Analsegment ist scitlich oberhalb glattrandig, am Ende 
stumpfwinkelig, flach ausgerandet, mit flachem Längskiel in der Mitte, 


62. Chrysoboihrys eoelicolor m. n. sp. 


Hab. : Capland: Willowmore (Dr. Brauns Igt.). Long. : 6,5—8,5 mm, 

Gehört in die dorsata-Gruppe, Prachtvoll hellblau gefärbt, sciden- 
glänzend, mit purpurvioletten Füßen und Fühlern. Ziemlich robust 
und schmal, länglich. Kopf ist gewölbt, Scheitel ist breit, Epistom 
ist flach ausgebuchtet. Eine breite Querwulst in der Mitte. Halsschild 
ist gcwölbt, im besalen Drittel am breiicsten, von ebenda zur Basis 
abgerundet und nach vorne fast geradlinig, konisch verengt, fein 
quergerunzelt, überall dazwischen fein und dicht punktiert. Vorder- 
rand ist nach vorne in der Mitte leicht vorgezogen, Basis ist in der Mitte 
einfach abgerundet und vorgezogen. Die Flügeldecken sind wenig 
breiter als der Halsschild, bis zum apikalen Drittel parallelseitig, 
dann zur Spitze ziemlich kurz und breit abgerundet, überall sehr 
dicht, etwas runzelig, nicht allzu fein prnktiert. Analsegment ist 
seitlich glattrandig, in der Mitte mit flachem Längskicl. auf der Spitze 
schmal stumpfwinkelig ausgerandet. 

Eine der reizendsten, mir bekannten Arten. 


63. Chrysobotlrys nigroviolacea m. n. sp. 


Hab.: Congo: Bima. Long.: Il mm. 

Aus der dorsata-Gruppe. 

Oben schwärzlich violett, glänzend. Kopf ist smaragdgrün; 
die Stirn ist breit, Epistom sehr flach winkelig ausgerandet, fast gerade, 
die Querwulst liegt ein wenig oberhalb der Mitte der Stirnlänge, der 
dunkel gefärbte Scheitel ist von der Stirn durch einen angedeuteten 
Querkiel abgegrenzt. Halsschild ist vorne fast gerade, Basis ist in der 
Mitte einfach, stumpfwinkelig vorgezogen; die größte Breite ist an 
der Basis, von ebenda nur sehr schwach, fast geradlinig nach vorne 
verengt, fast parallelseitig. Vorderrand und Seitenrand des Halsschildes 
sind sehr schmal smaragdgrün, die Seiten sind etwas goldiger gefärbt. 
Die Skulptur besteht aus schr feinen, spärlichen Punkten, nur auf den 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 107 


Seiten auf dem goldigen Teile ist die Punktur grob, dieht und runzelige 
Flügeldecken sind lang, flach, glänzend, breiter als Halsschild, Jänglich, 
fein und spärlich punktiert. Unterseite und Beine sind grün. Anal- 
segment ist seitlich glattrandig, mit feiner Längskante in der Mitte. 


64. Chrysobothrys Preissi m. n. Sp. 


Hab.: Congo Belge (von H. Preiß erhalten). Long.: 15 mm. 

Ähnlich wie auricollis Kerr. gefärbt, aber zu den Arten mit länglich 
gerippten Flügeldecken gehörend. 

Kopf und Halsschild sind prachtvoll goldgrün, die Flügeldecken 
sind rein schwarz, glänzend, Unterseite ist grünlich, Abdoemn ist 
schwarz, die Füße und die Fühler sind goldgrün. 

Kopf ist breit, die Stirn ist im Grunde fein chagriniert, quer 
gerunzelt und dazwischen punktiert, nach oben sehr stark konisch 
verengt mit sehr schmalen Scheitel, eben, in der Mitte mit einer 
schmalen, tiefen Miitelfurche; Epistom ist vorne am breitesten, Basis 
ist in der Mitte zum Schildchen vorgezogen, und sehr breit geradlinig 
abgestutzt. Seitlich nach vorne zuerst allmählich, dann stärker 
gerundet verengt, beiderseits bei den Basalwinkeln leicht depreß, 
auf der Fläche äußerst fein und spärlich, auf den Seiten diehter und 
stärker punköiert. Flügeldeeken sind breit, flach. auf den Seiten 
überall, auch im Apikalteile glattrandig, auf der Spitze mit einem 
kleinen aber sehr scharfen Suturalzähnchen, äußerst fein und spärlich 
punktiert, wie abgoglättet, Die Rippen sind nur angedeutet und nur 
hinten deutlich, besonders die Praesuturalrippe und die Marginal- 
vippe. Analsegment ist seitlich glattrandig, auf dem Ende dreifach 
ausgerandet, mit runder und tiefer mittleren Ausrandung ohne Längs- 
kante. i 

Meinem geehrten Freunde, Herrn Paul Preiß zu Ehren benannt. 


65. Chrysobothrys salomonica m. n, sp. 


Hab.: Kieta; Salomon-Insel. Long.: 12 mm. 

Bronzefarben, die Flügeldecken sind schwärzlich, beiderseits mit 
acht goldigen Makeln, ohne Längsrippen. Abdomen ist auf den Seiten 
messingfarben. in der Mitte smaragdgrün, Analsegment und Tarsen 
dunkelblau. Kopf ist breit, fein weiß behaart. die Stirn ist nach oben 
schr stark konisch verengt, Scheitel ist sehr schmal. Keine Quer- 
waulsten auf der Stirn. Halsschild ist seitlich paralellscitig mit ab- 
geschrägten Vrodereeken, vorne flach ausgerandet, Basis ist in der 
Mitte einfach stumpfwinkelig vorgezogen. Skulptur besteht aus 
flacher, feinen Runzelung und sehr feiner Punktierung dazwischen. 
Flügeldecken sind breit, ziemlich kurz, am apikalen Seitenrande 
gezähnt, glänzend, mit nur mikroskopischen, sehr spärlieher Punktierung 
die Makeln liegen wie folgt: 1. eine kleine in. der Basalgrube; 2. eine 
kleine an der Schulterecke: 3. eine größere, leicht vertiefte runde 
Makel in der Mitte der Flügeldecke im ersten Drittel der Länge.; 
4. eine schr kleine <twas vor ihr, an der Naht; 5. eine sehr kleine. 
ctwas vor Makel No. 3 beim Scitenrande; 6. eine größcre Makel bei 


12. Heft 


102 Dr. Jan Obenberger: 


der Naht vor dem epikalen Drittel; 7. eine ebenso große, ebeuda 
liegende Make] bein Seitenrande. Makel No. 6 und 7 sind quergestellt ; 
n cine kleine Apikalmakel. Analsegment ist scitlich glattrandig, am 

Ende zweimal ausgebuchtet mit spitzigen Neitenzähnchen. Abdominal- 
segmente seitlich ‘mit breiter weißlichen Toment makel. 


66. N singalesa ni n. sp. 


Hab.: Ceylon. Long.: 12 mm. 

Aus der Gruppe der mit andamana Kerr, und indica C. G. ver- 
wandten Arten. 

Bronzefarben mit kupferigem Glanze. die Flügeldecken beiderseits 
mit drei kleinen. smaragdgrünen grübcehenförmigen Eindrücken. 
Kopf ist braunschwarz, weißlich behaart, Epistom ist in der Mitte 
ziemlich schmal, winkelig ausgerandet. mit abgerundeten Seiten 
des Winkels. Eine scharfe, oben abgeflachte Qucrleiste in der Mitte 
der Stirn; oberhalb ihr. nahe dem Scheitel, eine halbkıcisförmige, 
einen Querkiel bildende Liste. Scheitel ist feurig pwpunrot. Hals- 
schild ist etwa 1%/,mal so breit als lang. vorne fast gerade, Basalrand 
ist in der Mitte einfach winkelig gegen das Se hildeher n vorgezogen; 
die Skulptur besteht aus einer ziemlich starken Querrunzehung. Die 
Flügeldecken sind länglich. runzelig. die Rippen sind nur hinten 
deutlich, die Eindrücke liegen wie folgt: 1. m dem Basalgrühchen: 
2. im ersten Drittel der Länge. in der Mitte an der Mittelrippe; 3. vor 
dem Apikaldrittel, zwischen der Marginal- und Miitelrippe. Die 
Rlügeldecken sind am apikalen Seitenrande gezähnele und am Ende 
abgerundet. Unterseite ist goldig grün. Analsegment ist seitlich glatt- 
randig, in der Mitte scharf gekielt, am Ende schmal ausgerandet. 

Noch schlanker als indica. von welcher sie sehon durch die ‚ Färbung 
und Kopfbildung stark abweicht. 


6%. Chrysobotheys Gravenhorsti m. n, sp. 


Hab.: Brasilien: Parana. Long.: 10 mm. 

Oberseite ist messinggrün, die Flügeldecken sind schwarz, beider- 
seits mit sechs smaragderünen Makeln oder Binden: die liegen wie 
folgt: 1. kleine Makel in der Basalegrube: 2. kleine Makel am Huneral- 
winkel; 3. unvollständige (an der Naht unterbrochene) Querbinde 
im ersten Drittel; 4. kleine runde Makel etwas vor No. 3. bei dr 
Naht; 4. vollständige. etwas wellenförmigc Makel im Apikaldrittel; 
5. schiefe. schmale "Pracapikalmakel. Kopf ist runzclie punktiert, 
Stirn ist konisch, m der Mitte breit länglich vertieft. schwärzlich. 
Halssehild ist vorne und in der Mitte schmal smaragderün. Basalrand 
ist in der Mitte m einfachem Winkel vorgezogen: seitlich fast paarllel- 
seitig; Skulptur ist fein querrunzelig mit feinen Punkten dazwischen. 
Flügeldecken sind breit und kurz, ohne Rippen. sehr fein „punktiert. 
glänzend. am apikalen Seitenrande gezähnelt. Unterseite ist smaragd- 
grün, Abdomen ist auf den Seiten dunkel messingfarben. Analseement 
ist am Ende zwischen drei Spitzen fein zweifach ausgebuchtet. seitlich 
glattrandig. ohne Längskante, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Covl.). 105 


68. Chrysobothrys Linnei m., n. sp. 

Hab.: Brasilien. Long.: 3 mm. 

In der Färbung der vorigen Art ähnlich, in folgenden Punkten 
abweichend: 

Kopf mit einer großen, oben flachen Querwulst in der Mitte 
der Stirn. Scheitel ist sehr schmal, smaragdgrün. Halsschild ist 
schwach, vorne und in der Mitte smaragdgrün. seitlich parallelseitig, 
vom basalen Drittel nach hinten schwächer, vom apikalen Viertel 
nach vorne stärker, geradlinig abgeschrägt und verengt. Beide basale 
Flecke sind am Basalrande zusammen verbunden. Querbinde No. 3 
iso in zwei Makelehen geteilt. Pracapikale Querbinde ist halbkreis- 
förmig, weniger gewölbt. Halsschildskulptur ist viel feiner, sie besteht 
in der Mitte aus feinen Punkten und nur auf den Seiten aus einigen 
sehr feinen Querrunzeln. 


69. Chrysobothrys Bedeli m. n. sp. 


Hab‘: Amazonas. Long.: S mm. 

Den vorhergehenden zwei Arten ebenfalls ähnlich. Die Stirn 
ist schwärzlich, mit einer Querwulst wie bei Zinnei m.; Halsschild ist 
viel schlanker, seitlich parallelseitig oder fast parallelseitig. erst am 
apikal n Viertel abgeschrägt. vorne breit smaragdgrün gesäumt, 
mit ebensoleher Mittelbinde. Halsschild ist viel schmäler als bei 
Linnéi und Gravenhorsti, Flügeldecken sind schwarz, ebenso geformt, 
mit abweichend schildeten smaragdgrünen Makeln (siehe 68. Graven- 
horsti m.). Makel No. 1 und 2 sind am Rande verbunden. Makel 
No. 4 (im basalen Viertel der Länge) liegt an der Naht und ist pfeil- 
förmig, mit der Spitze gegen das Schildchen gewendet. Die Prae- 
apikalbinde ist in zwei runde, quergestellte Makeln geteilt. Apikal- 
makel ist kürzer. 

Dem Andenken meines verstorbenen Freundes Herrn Luis 
Bedel gewidmet. 


#0. Chrysobothrys Bugneti m. n. sp. 


Hab.: Brasilien: Minas. Long.: 7,5 mm. 

Kopf und Halsschild sind dunkel messingfarben. die Flügeldecken 
sind schwarz, mit smaragdgrünen Makeln. Die Stirn ist konisch. 
runzelig punktiert. ohne Querwulsten usw. Halsschild ist im vorderen 
Fünftel am breitesten. von ebenda nach vorne stark, zur Basis länger. 
lcicht gewinkelt verengt. Basale Mittellappen des Halsschildes ist 
in der Mitte abgerundet. Skulptur besteht aus sehr femen queren 
Runzeln. Die Flügeldecken sind breiter als der Halsschild. ziemlich 
länglich, bis zur Mitte parallelseitig. dann zur Spitze lang gerundet 
verengt und gesägt, auf der Fläche dicht und fein. etwas gerunzelt 
punksiert. ziemlich matt. mit beider Sn 8 Makeln. die liegen wie folgt: 
1. kleine Makel in der Basalgrube; 2. kleine Makel am Humeralwinkel, 
am Seitenrande; 3. schmale und kurze. gemeinschaftliche Postskutellar- 
makel; +. vertiefte runde Makel im ersten Drittel der Länge. in der 
Mitte; 5. eine kleine Makel auf gleicher Höhe mit der vorhergehenden, 


12. Neft 


104 Dr. Jan Obenberger: 


beim Seitenrande. 6. und 7. zwei quergestelltie Makeln im Apikal- 
drittel; 8. schiefe, schmale Apikalmakel. Abdomen ist dunkel bronze- 
farben, in der Mitte grünlich. Analsegment ist in der Mitte ohne Rippe, 
seitlich glattrandig, am Ende einfach schmal ausgerundet (9). 


41. Clirysobotlwys Achardi m. n. sp. 


Hab.: Brasilien: Minas Geraes. Long.: 6,8 mm. 

Kopf und Halsschild sind messinggrün; Kopf ist mit einer (oben 
flachen) hohen Querwulst, vor ihr weiß behaart. Halsschild ist in dem 
vorderen Drittelam breitesten, von ebenda nach hinten zuerst schwächer 
dann stärker verengt, nach vorne schräg verengt. Die Skulptur ist 
wenig deutlich, wie abgerieben, fein querrunzelig, flach. Basalıand 
des Halsschildes ist vor dem Schildchen fast gerade, nur äußerst 
schwach nach hinten vorgezogen. Flügeldecken sind viel breiter 
als das Halsschild, glänzend violett, punktiert, gegen die Seiten etwas 
runzelig, glatt, ohne Rippen, seitlich schmal grün gesäumt, mit schmalen 
gemeinschaftlichen wenig deutlichen Postskutellarmakel, beiderseits 
mit drei vertieften, goldigen. runden Makeln. Diese liegen: eine in 
dem Basalgrübehen. Die Zweite im ersten Drittel der Länge, in der 
Mitte. Die Dritte näher dem Seitenrande, im apikalen Drittel. Ein 
grüner querer Auslauf vergeht von ihr quer zur Naht, ohne diese zu 
berühren; er ist jedoch vertieft. Die Flügeldecken sind bis zu zwei 
Dritteln der Länge parallelseitig, dann zur Spitze ziemlich schmal, 
kurz verengt, seitlich gezähnelt. Abdominalsegmente- und Seiten der 
Hinterhüften seitlich mit kleinen silberweißen Haarmakel. Analsegment 
ist am Ende dreispitzig. ohne Mittelkante, seitlich glattrandig. 

Meinem lieben Freunde, Herrn Julien Achard zu Ehren benannt. 


42. Chrysobothrys Veselyi m. n, Sp. 


Hab.: Brasilien —- Minas Geraes. 11,5 mm. 

Tänglich, oben abgeflacht, mit breitem Halsschilde. Oben und 
unten dunkel grünlich bronzefarben. die Füße und die Eindrücke 
und Makel auf den Flügeldecken sind smaragdgrün. 

Kopf ist mit breiter Querwulst in der Mitte der Stirn, Scheitel 
ist sehr schmal. Epistom ist nur flach ausgerandet. Halsschild ist 
breit. nicht sehr viel schmäler als die Flügeldccken, vorne gerade, 
seitlich in der Mitte parallelseitig, vom Vorderdrittel nach vorne stark 
abgeschrägt. vom Basaldrittel zursBasis schwächer verengt. Basal- 
lappen des Halsschildss ist stark vorgezogen gegen das Schildehen, 
schmal abgerundet. Die Skulptur ist in der Mitte äußerst fein, sie 
scht seitlich in feine Querrunzeln über. Flügeldecken sind lang, schon 
von der Mitte zur Spitze lang gerundet verengt und gezähnelt, mit 
etwas angedeuteten Rippen, sonst abgeglättet, fein punktuliert und 
stark glänzend. Die Makel liegen wie folgt: 1. eine Makel (klein) im 
Basalgrübehen. 2. Eine Querbinde, die von denı Seitenrande bis zur 
Mitte des Flügeldecke vergeht, wo sie in einer Vertiefung endet. Sie 
liegt im basalen Drittel der Länge. 3. Kwz vor ihr bei der Naht ein 
ganz kleines Makelchen. 4. Eine, an der Naht unterbrochene Querbinde 


Beitiäge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 105 


im apikalen Drittel der Länge. 5. Eine lange apikale schiefe Makel. 
Analsegment ist glattrandig auf den Seiten, an der Spitze dreizähnig, 
ohne Rippen. Die Seiten des Pro-, Meso- und Metasternums ebenso 
wie ein Makelchen auf den Seiten der Abdominalsegmente sind dicht 
silberweiß behaart. 

Dem Andenken meines zu früh verstorbenen Freundes Dr. Jaroslav 
Vesely gewidmet. 

73. Chrysobothrys Mulsanti m. n. sp. 

Hab.: Cayenne. Long.: 13,5 mm. 

Unten smaragdgrün, Kopf und Halsschild sind smaragdgrün, 
dieser beiderseits etwas angedunkelt, die Flügeldccken sind schwarz, 
heiderseits mit sechs Makeln, die liegen wie folgt: 1. im Basalgrübchen; 
2. eine kleine, bein Humeralwinkel; 3. ganz kleine Makel, im basalen 
Viertel der Länge, bei der Naht; 4. schmale, vom Seitenrande bis zur 
Mitte der Flügeldecke reichende Qucrbinde im basalen Drittel der 
Länge; 5. und 6. zwei quergestellte runde Makeln im apikalen Drittel. 
Apikalmakel fehlt. 

Kopf mit scharfer Querwulst, Epistom ist sehr flach ausgerandet. 
Halsschild sedr stark glänzend, im basalen Drittel am breitesten, 
von ebenda zur Basis abgeschrägt, nach vorne fast parallelseitig, 
dann vom vorderen Drittel nach vorn wieder stark abgeschrägt. 
Vorne fast gerade, Basallappen des Halsschildes ist am Ende schmal 
abgerundet und ist ziemlich stark vorgezogen. Flügeldecken sind breit, 
etwas breiter als Halsschild, bis hinter die Mitte parallelseitig, dann 
zum Ende lang gerundet verengt und gezähnelt. Analsegment am 
Ende dreispitzig, seitlich olattrandig. 

#4. Chrysobothrys Niekerli m. n. sp. 

Hab.: Mexico (Canelas). Long.: 8 mm. 

Kopf ist goldig, Oberseite ist smaragdgrün, auf den Flügeldecken 
beiderseits mit drei breiten Quermakeln. Unterseite ist dunkler gefärbt. 
Der convesiuscula Waterh. ähnlich. 

Kopf ist ziemlich grob und unregelmäßig punktiert, ohne deutlichere 
Querwulst. Halsschild ist vorne fast gerade, seitlich parallelseitig, 
mit abgeschrögten Vorderecken, von Basaldrittel nach hinten ziemlich 
stark, im Winkel abgeschrägt, ohne Eindrücke, glatt, glänzend, sehr 
fein, spärlich punktiert. Basallappen des Halsschildes ist breit ab- 
gerundet, schwach vorgezogen. Die Flügeldecken sind breiter als das 
Halsschild, mit einem Basalgrübehen und einem Grübchen im ersten 
Dritte] der Flügeldecken in der Mitte der Breite. Die schwarzen, geraden 
Querbinden liegen wie bei converiuscula Waterh. oder bei trisignata 
Waterh.; die erste Makel ist aber gıößer. breiter und ıeicht nicht bis 
zum Seitenrande, die zweite ist breit und an der Naht schmal unter- 
brochen, ebenso wie die dritte. die ist breiter als bei Zrisignata. Anal- 
segment ist seitlich glattrandig, ohne Längskante, am Ende zwei- 
zähnig, der Teil zwischen diesen Zähnchen ist gerade. 

Dem Andenken des verstorbenen Gönners der Entomologischen 
Abteilung des Prager Nationalmuseums gewidmet. 


12, Hett 


106 Dr, Jan Obenherger: 


353. Chrysobothrys Pressli m. m. Sp. 

Hab.: Amazonas (B rasilien). Long.: 7 mm. 

Oberseite und Unterseite ist schwärzlich. die Flügeldecken sind 
fein und dicht raspelartig punktiert und daher mati glänzend: Vorder- 
rand des Halsschildes ist schmal smaragdgrün gesäumt, ferner sind 
die Basalscken des Halsschildes, Praeseutellarlappen. dann beiderseits 
vier kleine Flügeldeckenmakel smaragdgrün. Kopf ist klein, die Stirn 
ist nach oben sehr stark verschmälert mit sehr schmalem Sche itel; 
mit einer breiten Querwulst. Epistom ist in der Mitte sehr schm Ai 
aber tief halbkreisförmig ausgsrandet. Halsschild ist viel schmäler 
als die Flügeldecken, fast zweimal so breit als lang. seitlich parallel- 
seitig. vom basalan Drittel dar Länge nach hinten schr schwach verengt, 
vom vorderen Fünftel der Länge nach vorne abgesehrägt. Skulptur 
besteht aus feinen Querrunzeln auf leicht zekerbtem Boden. ohne 
Punktur dazwischen. In der Mitte dis Halsschildes mit einem bisweilen 
undeutlichen, sehr schmalen smaragdgrünen Längsstreifen. Flügel- 
decken sind etwa zweimal so breit als lang, gewölbt, robust, zum 
Ende kurz und breit abgerundet und fein grzähnelt. ohne Spur von 
Ripp>n; mit einer grünen Makel am Hıunaralwinkel und Tg grünen, 
runden Makeln. die in einer Vertiefung liegen und zwar: 1. die erste 
in der Basalgrube.; 2 die zweite, que 'rgestellt im basalen Drittel der 
Länge, in der Mitte der Flügeldeckə; 3. die dritte im Apikaldrittel 
der Länge. bei den Seiten. Analsegment ist scitlich elattrandig. 

Dem Andenken des &echischen Naturforschers und Polyhistor, des 
Jan Svatopluk Preßl, der in seinem Werke „Reliquiae Haenke- 
anac“ brasilianische Flora bearbeitet hat. zu Ehren benannt. 


36. Chrysobotlrys Strandiana m, n. sp. 


Hab.: Brasilien: Santa Catharina. Long.: 11,5 mm. 

Glatt, glänzend, Kopf und Halsschild sind dunkel messingfarben; 
Kopf ist fein smaragdgrün gesäumt, in der Mitte vorne mit schmalem 
smaragdgrünem Längsstrieh, oberhalb der Mitte der Stirn mit einer 
Quexwi ulst, vorn? weißlich behaart. Halsschild ist dunkelbronzegrün. 
mit smaragdgrünen Vorder- und Basalrands, etwa 13/;mal so breit 
als lang. vorne einfach flach ausgerandet. Basallappen ist stumpf 
abgerundet, wenig vorragend: seitlieh bis nach vorne parallelseitig. mit 
kurz abgeschr"gtien Vordereeken: im Grunde äußerst fein quer mikro- 
skopiseh chagriniert, in der Mitte fein. etwas quer punktiert, gegen 
die Seiten fein querrunzelie. Epistom ist flach. breit ausgerand:t. 
Flügeldecken sind breiter als das Halsschild. bis über die Mitte parallel- 
seitig. dann zum Ende lang. geradlinig. stark verengst. und gezähnelt. 
am Ende einzeln abgerundet. gezähnelt: die Flügeldecken sind rein 
schwarz, stark lackglänzend. ohne Rippen schr fein. spärlich punktiert. 
Basalrand und Basalgrube sind smaraederün. die Naht ist sehr schmal 
smaragderün gesäumt; dieser Saum ist vor der Mitte kurz unter- 
brochen: dan einer hinter dem Basaldrittel der Länge liegende. von 
der Seite bis zur Mitte der Flügcldeekenbreite reichende und entlang 
des Sel’enrandes kurz hinauf vorgszogene (uerbinde sind smaragd- 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestideu (Col.). 107 


grün. Unterseite ist seitlich schwärzlich bronzefarben, in der Mitte 
grün, Analsegment ist am Ende blau. Abdominalsegmente seitlich 
mit silberweißem Haarfleck. Analsegment ist am Ende zwischen 
zwei Seitenspitzen breit kreisförmig ausg randet, seitlich glattrandig, 
ungekiett. Füße sind dunkel messingfarben, Vorderschenkel sind 
mikroskopisch chagriniert, die Tarsen sind blau. 

Ich benenne diese prachtvolle, reizende Aıt zu Ehren meines 
Freundes, Herrn Embrik Strand. 


77. Chrysobothrys violacestineta m. n. Sp. 
Hab.: Brasilien: Minas Gera&s. Long.: 7,2 mm. 
Dunkel bronzefarben. ziemlich rauh runzelig und daher matt- 
glänzend. Unterseite ist dunkel messinggrün, in der Mitte bläulich- 
Epistoni ist flach, breit ausgerandet. Kopf ist ziemlich groß, mt 
stark nach oben verengter Stirn, weiß behaart, ohne Querwulst. 
Halsschild ist im vorderen Fünftel am breitesten, von ebenda zur Basis 
allmählig, im gebrochenem Bogen verengt, die Vorderecken sind 
nach vorne abgeschrägt. Skulptur ist ziemlich fein querrunzelig. 
Basallappen ist nur sehr wenig und breit abgerundet vorgezogen. 
Die Flügeldecken sind länglich. ziemlich kurz, um etwas breiter als 
der Halsschild. dureh beiderseits drei undeutliche Eindrücke etwas 
uneben, Struktur von Rippen; beiderseits ist eme tundliche Makel 
vor dem basalen Drittel (in der Mitte der Flügeldecke) und eine größere 
ähnliche hinter der Mitte fettig violett messingfarben. Auch der apikale 
Teil der Naht ist so schmal gesäumt. Diese Färbung ist jedoch nicht 
auffällig und ihre Nuance ist nur um etwas dunkler als die übrige 
Oberseite. Die Flügeldecken sind am Ende schmal abgerundet und 
vezähnelt, Analsegment ist am Ende zwischen zwei Spitzen tief, 
ziemlich schmal, rundlich ausgerandet, seitlich glattrandig. 


38. Chrysobothrys Heyrovskyi m. n. Sp. 


Hab.: Argentinien: Santiago del Estero, La Banda (Ing. Weiser 
lgt). Long.: 17,5 mm. 

Aus der Verwandtschaft der Wagneri Kerr. 

Groß. robust. breit, plump gebaut. Kopf ist breit, Epistom ist 
viel flacher als bei Wagneri. einfach stumpfwinkelig ausgerandet. Die 
Stirn mit ähnlicher halbkreisförmiger Kante wie bei Wagneri. diese 
ist aber anf den Sciten noch etwas mehr heruntergebogen. Scheitel 
ist länglich gekielt. Kopf ebenso wie die ganze Oberseite ist dunkel 
messingfarben, runzelig. mit grünem Glanze. Halsschild ist etwa 
zweimal so breit als lang. seitlich. und zwar nach vorne stärker als 
zur Basis gerundet. Basallappen ist quer gerade abgestutzt. mäßig 
vorgezogen. Die Skulptur besteht aus einer sehr groben verworrenen 
körneligen Runzelung. mit einer flachen Längsdepression in der Mitte. 
Die Flügeldeeken sind mit Ausnahme des Basalgrübehens ohne Ein- 
drücke, otwas mehr als zweimal so lang als breit. viel kürzer und robuster 
als bei Wagneri. ohne deutlichere Spuren von Längsrippen, überall 
sehr grob. flach, verworren gerunzelt und dazwischen fein punktuliert. 


12, Heft 


108 Dr. Jan Obenberger: 


Unterseite ist gerunzelt, grünlich bronzefarben, fein, spärlich weiß 
behaart, Analsegment ist seitlich glattrandig, am Ende zwischen zwei 
wenig vorspringenden Zähnchen breit nach vorne ausgerandet vor- 
gezogen. ; 

Robuste und sehr charakteristische Art. Meinem Freunde. Herrn 
Leo Heyrovský freundschaftlich gewidmet. 


9. Chrysobothrys Balzani m. n, Sp. 


Hab.: Paraguay (Asuncion). Balzan. Long.: 15,5 mm. 

Oben dunkel braun-messingfarben, Unterseite ist auf den Seiten 
mehr kupferig, ebenso wie die Füße, in der Mitte smaragdgrün. Flügel- 
decken mit leicht, runzelig angedeuteten Rippenskulptur, die jedoch 
nur hinten deutlicher wird und mit beiders-its schwach angedeuteten 
zwei, leicht kupferigen Depressionen; die Fühler und der unterhalb 
der Querkante liegende Teil der Stirn ist smaragdgrün. Die Stirn 
ist breit, Epistom ist breit, stumpfwinkelig ausgerandet, in der Mitte 
depreß, weiß behaart, mit einigen kahleren Reliefen; die Querwulst 
ist in der Mitte leichs durchgebogen, goldig; oberhalb ihr liegt eine 
zweite, feine, halbkreisförmige Querkante. Scheitel mit feiner Mittel- 
linie. Halsschild ist in der Mitte länglich, flach vertieft, Basallappen 
ist kurz und abgestutzt; seitlich ist der Halsschild in dem vorderen 
Drittel am breitesten, nach vorne abgeschrägt, zur Basis zuerst fast 
parallelseitig, dann abgeschrägt; überall stark gerunzelt, glänzend, 
dazwischen (in der Mitte feiner) spärlich punktiert. Flügeldeeken 
sind zielmlich abgeflacht, breit, zugespitzt, am Ende gemeinschaftlich 
abgerundet, seitlich gezähnelt. Analsegment ist am Ende in der Mitte 
breit halbkreisförmig ausgerandet, die Seitenspitzen sind abgestutzt, 
mit einer feinen Ausrandung an der Abstutzungsfläche. 

Erinnert äußerlich an einige nordamerikanische Arten; gehört 
jedoch in die Gruppe der Wagneri Kerr. 


80. Colobogaster Croesus m. u. Sp. 


Hab.: Chiriqui. Long.: 20 mm. 

Oben dunkel messinggrün, glänzend. auf den Flügeldecken mit 
drei smaragdgrünen Eindrücken beiderseits. Unterseite ist grün, 
die Tarsen und Apikalränder der Abdominalsegmente sind blau. 
Kopf ist ziemlich groß, die Stirn ist nach oben stark konvergierend, 
in der Mitte mit einem querwulstigen Kiel. Epistom ist sehr breit, 
gerade. Halsschild ist fast so breit als in der Mitte lang. vorne fast 
gerade, seitlich bis zum vorderen Drittel parallelseitig und nach vorne 
abgeschrägt, geradlinig verengt, mit breitem und sehr stark nach unten 
vorragenden, am Ende abgestutzt-abgsrundeten Mittellappen an 
der Basis. Auf der Fläche beiderseits der Mitte mit einer schiefen und 
tiefen Depression, eine kleinere Vertiefung liegt beim Seitenrande, 
bei dem Seitenwinkel im vorderen Drittel. Die Punktur ist sehr fein, 
spärlich, gegen die Seiten deutlicher und stärker. Schildehen ist sehr 
klein. Flügeldecken sind breit und flach, kahl, stark glänzend. äußerst 
fein und sehr spärlich punktiert; die rundlichen und ziemlich kleinen 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 109 


Eindrücke liegen: 1. in der Basalgrube; 2. im basalen ?/; der Länge, 
in der Mitte der Deckenbreite; 3. vor dem apikalen Drittel, mehr beim 
Seitenrande; es ist die größte Makel. Seitenrand der Flügeldecken 
ist am Ende gezähnelt, die Decken rund und am Ende einzähnig. 
Analsegment ist in der Mitte flach kurz länglich gekielt, seitlich am 
Ende lang spitzig, zwischen beiden Spitzen dreifach ausgerandet, 
wobei die mittlere Ausrandung die tiefste und breiteste ist und einen 
Halbkreis bildet. 
Kommt in die Nähe des Annei C. G. 


81. Actenodes Strandi m. n. sp. 


Hab.: Westafrika: Coco beach. Long.: 16,5 mm. 

Unterseite ist smaragdgrün, Oberseite ist etwas dunkler gefärbt, 
überall fein querrunzelig punktuliert und etwas seidenglänzend. Kopf 
ist ziemlich klein, die Stirn konvergiert seitlich sehr stark nach oben, 
Epistom ist breit flach ausgerandet und ist von der Stirn nicht ge- 
trennt, oberhalb der Mitte der Stirn liegen zwei glatte, rundliche, 
erhöhte Reliefes; die Stirn ist sonst dicht querrunzelig, kahl, glänzend. 
Scheitel ist schr schmal, die Wangen unter den Augen sind sehr, breit. 
Halsschild ist etwa 1°/,mal so breit als lang, mit ein wenig abgerundeten 
Basalecken, auf den Seiten nach vorne zuerst wenig, dann stärker 
verengt, überall fein querrunzelig, mit feiner Punktur zwischen den 
Runzeln. Basallappen ist breit abgerundet und kaum vorgezogen. 
Die Flügeldecken sind ohne Spuren von Rippen, gegen die Seiten 
dichter skulptiert, auf den Seiten glattrandig. am Ende leicht zugespitzt. 
Prosternum ist zwischen den Vorderhüften stark verschmälert. Anal- 
segment ist am Ende flach abgerundet, in der Mitte diescr Kurve 
leicht ausgebuchtet. 

Meinem Freunde Embrik Strand zu Ehren benannt. 

82. Actenodes africana m. n. Sp. 

Hab. : Kamerun 1912, Ebolowa (v. Rothkirch Igt.). Long.: 11,5 mm, 

Der vorhergehenden Art in der Färbung und Form stark ähnlich 
und nur, wie folgt, verschieden. Die Stirn konvergiert nach oben in 
schärferem Winkel, die Reliefes treten schwächer vor, sie sind fein 
runzelig, Halsschild ist im apikalen Drittel der Länge am breitesten, 
von ebenda nach hinten zwar sehr schwach, aber deutlich verengt, 
Gestalt ist viel kleiner und schlanker, Analsegment ist am Ende einfach, 
im breitem Bogen ausgerandet. 

83. Gattung Pseudaetenodes Kerr. 

Die Arten dieser Gattung sind, wie es scheint, viel zahlreicher 
als wie man bisher angenommen hat. Sie sind einander sehr stark 
ähnlich. besonders in Hinsicht auf Gestalt und auf die Skulptur. 
Ich habe seinerzeit eine Art beschrieben (Strandi m.), die aber nach 
meinen neuen Erfahrungen zu den echten O'hrysobothrys und, zwar 
in die Nähe der fatalis Harold zu stellen ist. Die 22 von einigen Arten 
(Marquardti m., Chrysotis Ul., Schoutedeni m.) haben auf den Vorder- 
schenkeln innen einen scharfen, kurzen Zahn. 

12. Nett 


110 Dr. Jan Obenberger: 


Die Arten dieser Gattung, soweit sie mir bekannt sind, könnten 
folgendcrmaßen übersehen werden: 

1” Die Flügeldeeken sind zweifarbig, bronzefarben, die Naht 
ist smaragdgrün, außen pracht voll feurig gesäumt; diese 
Färbung geht auf den Seiten ın eine dunkel bronzefarhene über. 

Ostafrika (= Iris Kerr.) Schmidt: Quedf, 

1‘ Die Flügeldecken sind einfarbig. 

2“ Die Flügeldecken sind grünlich bronzefarben, die Seiten des 

Halsschildes sind ebenso gefärbt wie die Flügeldecken. Schildehen 
ist lang, die Flügeldeekenrippen sind feiner und ebenso gefärbt 
wie die Flügeldecken. vittscollis Harold 

2 Die Flügeldecken sind dunkelgrün oder goldgrün, die Seiten 
des Halsschildes sind stets anders gefärbt als die Mitte des 
Halsschildes oder die Flügeldocken. 

3° Die Zwischenrippen auf den Flügeldecken sind undeutlich, 

auf den Flügeldecken sind also beiderseits nur vier Rippen 
ausgebildet. Halsschild ist grün, beiderseits der Mitte mit eınem 
cumklen Längsstreifen, die Basalecken sind karminrot, der 

-Teil davor ist grün. Abdomen ist in der Mitte breit flach länglich 

eingedrückt. Kamerun. simulans m. n. Sp. 

3° Die Rippen ebenso wie die Zwischenrippen sind deutlich, Ab- 
domen ist höchst sehr fein und wenig deutlich gerinnt. die ganzen 
Seitenränder des Halsschildes sind anders als die Mitte ge färbt, 

„en Groß. Der mittlere, grüne Teil vom Halsschilde ist sehr schmal. 
nimmt nur etwa ein Sechstel der Halsschildbreite ein; übrige Teil 
des Halsschildes ist grob und dicht punktiert, hell bronzebraun. 
Unterseite ist bronzebraun, Abdominalseginente sind am Ende 
blau gesäumt. Große Art. Congo. Schoutedens m. n. sp. 

T Der feiner punktierte Mittelteil des Halsschildes ist breiter. 

5” Der feiner punktierie Mittelteil des Halsschildes ist smaragd- 
grün und nimmt etwa ein Drittel der Halsschildbreite an. Seiten- 
ränder des Halsschildes sind bronzebraun. Unterseite ist bronze- 
grün, Abdominalsegmente sind am Ende blau gesäumt. Kamerun. 

Marquardti m, n. sp. 

5 Der feiner punktierte Mittelteil des Halsschildes ist smaragdgrün 
und nimmt etwa eine Hälfte der Halsschildbreite an, die Seiten- 
ränder sind goldig. feiner punktiert. Abdomen ist smaragdgrün, 
Abdom’nalsegmente sind blau gesäumt. Kamerun. Gold Coast. 

chrysotis Tig. 

5° Der mittlere Teil des Halsschildes ist goldgrün. viel heller gefärbt 
als die Flügeldecken, es nimmt etwa ein "Drittel der Halsschild- 
breiteein; die Halsschildseiten sind feuri igrot und gröber punktiert. 
Kamerun. camerunica m. n. Sp. 


S4. Pseudaectenodes simular 


Hab.: Kamerun: Ebolowa (v. Rothkirch). Long.: 23,5 mm. 
Eher einer Belionota oder Megactenodes ähnlich, länglich, flach. 
Kopf ist schmal, die Stirn ist in der Mitte vorne mit emer schr tiefen 


m. N. £p. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 111 


und breiten ovalen Depression. Halsschild ist grün, in der Mitte fein 
punktiert — dieser Teil nimmt etwa cine Hälfte der Halsschildbreite 
ein und ist seitlich getrüht. Die Seiten sind vorne grün, hinten 
feurig karminrot gefärbt. Das Schildchen ist ziemlich kurz. Die 
Skulptur der Flügeldecken ist wie bei Megaetenodes Westermanni C.G. 
Unterseite ist smaragdgrün, Abdomen ist in der Mitte länglich, sehr 
Hach gerinnt. 

Diese Art erinnert auffallend an Megactenodes, entfernt sich aber 
davon durch die Form des Kopfes und durch die Länge des ersten 
Tarsalgliedes der Hintertarsen. 

35. Pseudactenodes Schontedeni m. n 

Hab.: Congo belge, Congo Fr. (Kassai, Luja usw.). Long.: 31 
bis 33 mm. 

Skulptur wis bei chrysotis Il. Groß, flacher gebaut. Die Stirn 
ist nach oben etwas schmäler verengt. Halsschild ist sehr breit, kupferig 
bronzefarben, glänzend, verhältnismäßig grob punktiert, der mittlere, 
sehr fein skulptierte und dunkelgrün gc färbte Mittelteil ist sehr schmal, 
nur etwa ein Sechstel der Halsschildbreite ein. Die Flügeldecken sind 
ziemlich hell smaragdgrün, seidenglänzend. Die Zwischenrippen sind 
fast so stark wie die Haupirippen. Unterseite ist bronzebraun, die 
Abdominalsegmente sind am Ende breit blau gesäumt; Prosternnm 
ist schwärzlich. 

Die größte mir bekannte Art. 


PP. 


S6. Pseudactenodes Margnardti m. n. sp. 


Hab.: Kamerun: Ebolowa (von Rothkirch). Long.: 26--30 m. 

In der Körperform stark an Schouteden cerimnernd, etwas 
schlanker und kleiner. Tarsen sind etwas kürzer, Halsschild im Um- 
risse dieser Art oder der chrysotis ähnlich, jedoch mit viel dunkleren 
und viel breiterem. dunkelgrünem, höchst fein und spärlich punktierten 
Mittelstreifen. Die Seiten sind grob punktiert, nehmen beiderscits 
ein Drittel der gesamten Breite ein und sind dunkler braun oder oliven- 
bronzefarben gefärbt. Unterseite ist ganz verschieden, olivengrün. 
mit am Ende blau gesäumten Segmenten. i 


84. Psendactenodes eameruniea m. 1. sp. 


Hab.: Kamerun. Long.: 27 mm. 

In der Form mit chrysotis Ill. übereinstimmend. jedoch ist der 
Mittelstreifen des Halsschildes schmal, goldig, also vicl heller als die 
Flügeldecken, die Halsschildserten sind sehr breit purpurrot, fenrig 
gesäumt. Dieser Saum ist bei chrysotis viel schmäler. Die Füße sind 
etwas stärker. aber auch etwas länger als bei chrysotis. Unterseite 
ist goldig grün mit blau ges säumten Apikalrändern von Abdominal- 
segmenten. 

S8. Stigmodera (Sg. Themuoguaiha) Muizsechi ssp, anthracina 
n. Sp. 


Hab.: Nordquecnsland. 
12. Heft, 


112 Dr. Jan Obenberger: 


Von der typischen, in der Färbung ziemlich konstanten Form 
unterscheidet sie sich durch rein schwarze Oberseite, wo die rote 
Apikalquerbinde vollständig fehlt. 


89. Stigmodera (Sg. Themnognatha) queenslandica m, n, sp. 


Hab.: Nordqueensland. Long.: 36—39 mm. 

Oben rotbraun, ohne Metallglanz, unten schwarz. In der Gestalt 
einer großen Parryi Hope ähnlich. Ebenfalls an parvieollis E. X. 
erinnernd. Kopf und Halsschild ist vollständig kahl, Kopf nur hie 
und da mit einigen unauffälligen Härchen, der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist etwa 11/,mal so lang als breit, nach oben 
konvergierend. Halsschild ist viel breiter als bei beiden ver- 
glichenen Arten, mehr als zweimal so breit als lang, Skulptur ist 
runzelig und noch gröber als bei Parryi. An der Basis am breitesten, 
hier viel breiter als die Flügeldecken und von ebenda nach vorne 
in langem Bogen verengt. Die Flügeldecken sind viel breiter und 
robuster als bei Parryi oder parvieollis, Skulptur wie bei Parryi, 
jedoch mit breiteren, fescheren und feiner punktierten Zwischen- 
räumen. Unterseite ist unbehaart. Die Seiten des Abdomens sind grob, 
runzelig punktiert, die Mitte ist dagegen unpunktiert und glatt, glänzend. 

Diese Art liegt in der Mitte zwischen parvicollis und Parryi. Die 
Bildung des Kopfes und der Unterseite ist wie bei parvicollis, jedoch 
die Gestalt und Form ist eine ganz andere, viel breiter und robuster 
und erinnert wohl viel mehr an Parryi. Diese Art hat aber eine ganz 
andere Form des Halsschildes, die Augen sind bci ihr parallelseitg 
und der zwischen ihnen liegende Teil der Stirn ist etwa 2?/,mal oder 
fast 13/ mal so lang als breit, also viel länger und schmäler, behaart; 
auch die Unterseite ist bei Parryi behaart und ganz anders skulptiert. 

Besonders durch die Breite des Halsschildes auffallend. 


90. Stigmodera (Sg. Themnognatha) parvieollis E. S. 


Ich besitze eine Type der Stigmodera fusca E. S. Diese ist mit 
parvicollis E. S., wie sie vom Autor selbst bestimmt wurde, identisch, 
nicht aber mit Parryi Hope, wie Herr H. J. Carter in Trans. of the 
Royal Soc. South Austr. 1916 pg. 86 annimmt. 

Stigmodera parvicollis E. S. ist bestimmt eine selbständige 
Art, schon durch die Form der Stirn und Bildung der Unterseite, 
auch aber durch ganz andere Form des Halsschildes, viel längere 
Gestalt, Penis usw. spezifisch verschieden. 

Wie schon so oft, hat sich zur sicheren Trennung aller drei ähnlichen 
Formen, parvicollis, Parryi und queenslandica die Form der Stirn 
glänzend bewährt. 


91. Stigmodera (Sg. Themnognatha) suturalis var. tincticollis 
m. n, var, 

Hab.: Queensland. 

Diese Art gehört zu den weniger variirenden Arten. Neue Varietät 
unterscheidet sich von der typischen Form durch beiderscits blaßgelb 
gesäumten Halsschild. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). la} 


92. Stigmodera (sg. Themnognatha) Caroli spp. interrogationis 
m. n. sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 28 mm. 

Kopf, Halsschild, Schildchen, dann der vordere Teil der Unter- 
seite sind grünlich bronzefarben, die Flügeldecken sind ebenso wie 
die vier letzten und die apikale Hälfte des ersten Abdominalsegmentes 
sind blaßgelb. Die Flügeldceken sind an der Basis sehr schmal dunkel 
gesänmt wie bei der typischen Form. Von dieser ferner durch etwas 
schmäleren und seitlich schwächer serundeten Halsschild verschieden. 


93. Stigmodera (sg. Themnognatha) desperata m. n. sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 28 mm. 

In der Körperform und Gestalt, auch in der Form des Halsschildes 
stark an exeisicollis M. Leay erinnernd. Unterseite, Kopf, Halsschild 
und Schildchen sind goldgrün, die Flügcldecken sind wie bei Menalcas 
Thoms. einfarbig rotbraun, ohne Makeln. Kopf ist ziemlich groß, 
die Stirn ist in der Mitte länglich vertieft, schmäler als bei dieser Art, 
Epistom ist ein wenig tiefer eingebuchtet, die Augen sind kleiner 
als bei egcisicollis und ihr innerer (Stirn-)Rand ist kürzer. Die Form 
des Halsschildes wie bei exesicollis, auch Basalrand ist ähnlich gebildet. 
Die Flügeldecken sind von ähnlicher Form, am Ende zwischen zwei 
scharfen Spitzen ausgerandet. Diese Apikalarmatur ist schärfer als 
bei exeisicollis. Unterseite ist einfarbig glänzend, Analsegment ist 
dicht und fein punktuliert. 


94. Stigmodera (sg. Themnognatha) Niekerli m. n, sp. 

Hab.: Nordqueensland: Kuranda (Dodd). Long.: 23—27 mm 
(„amicta Kerr. var.“ in litt.). Äußere Form, besonders die Bildung 
der Basis des Halsschildes erinnert sehr an egcisicollis M. Leay. Kopf, 
Halsschild, Schildehen und der größte Teil der Unterseite sind hell 
bronzegrün, Abdominalsegmente sind in schwächerem oder stärkerem 
Ausmaße gelblich, manchmal bleibt nur der Apikalrand des Segmentes 
grün. Kopf ist ziemlich groß, die Stirn ist lang, nach oben konvergierend, 
behaart, ın der Mitte oben eingedrückt, ziemlich stark punktiert. 
Halsschild ist auf der Scheibe etwas angedunkelt, überall ziemlich 
dicht, gegen die Seiten dichter punktiert, bis zur Mitte parallelseitig, 
dann nach vorne im Winkel fast geradlinig verengt. Schildchen ist 
lang, klein. Die Flügeldecken sind regelmäßig gestreift, am Ende 
breit zusammen abgerundet mit etwas abgestumpften Nahtwinkel. 
Die Färbung der Flügeldecken ist vorne gelblich, am Apikalteile rot, 
die Naht ist vom ersten Drittel der Länge bis zur Spitze etwas unregel- 
mäßig dunkelblau gesäumt, in der Mitte mit einer breiten, etwas durch 
gebogenen Querbinde, die bei der zweiten vorhandenen Type fehlt, 
aber durch zwei lateral stehende Makel angedeutet bleibt. Die Größe 
und Form dieser Querbinde scheint daher variabel zu sein. Apex ist 
schmal, ebenso gefärbt. Prosternum ist sehr fein punktiert, seitlich 
gerandet, fein, spärlich behaart, Analsegment ist sehr fein, ziemlich 
dieht punktiert. 


Archiv für Naturgeschichte. 
1922, A. 12. 8 12. Heft 


114 Dr. Jan Obenberger: 


Dem Andenken des Gönners der Entomologie des Prager National- 
museums, des Dr. O. Niekerl gewidmet. 


95. Stigmodera (Themnognatha) Strandi m. n. sp. 


Hab.: Nordqueensland: Kuranda, Barron River (Dodd.). Long.: 
21 mm (amicta Kerr. i. litt.). 

Kopf, Halsschild, Schildchen, ein äußerst schmaler Basalraum 
der Flügeldecken und die Unterseite, mit Ausnahme der ganz gelben, 
unbefleckten Abdomimalsegmente sind grün. Die Flügcldecken sind 
gelblich, gegen das Ende rot werdend, mit unregelmäßigen, im all- 
gemeinen ganz schmalen, vom basalen Drittel deutlichen dunkel- 

‚blauen Nahtsaum. 

Ebenfalls von der Form der exeisicollis, jedoch viel kleincr; 
Basalrand des Halsschildes ist wie bei dieser Art gebildet. Kopf ist 
ziemlich klein, die Stirn ist schmäler und länglicher als bci Nickerli, 
tiefer eingedrückt, fein punktieıt. Halsschild im ganzen wie bei eg- 
eisicollis gebaut. Prosternum ist fein, spärlich abstehend behaart, 
glänzend, seitlich gerandct, spärlich und sehr fein punkticıt ; Schildehen 
ist klein und länglich. Die Flügeldecken wie bei exeisicollis gebaut, 
jedoch am Ende mit beiderseits einem scharfen und etwas vor- 
gezogenem (zusammen einen schmalen Nahtwinkel bildenden) Zahn. 


96. Stigmodera (Themnognatha) Strandi var. usticollis m. n. var. 


Hab.: Nordqueensland. 

Von der typischen Form unterscheidet sie sich durch die rein- 
schwarze, seitlich bläuliche Färbung des Kopfes und des Halsschildes. 
Die Flügeldecken sind vorne ganz blaßgelb gefärbt. 

9%. Stigmodera (Castiarina) bizonata m. n. sp. (Kerr. i. litt.). 

Hab.: Nordaustralien: Perth. Long.: 13 mm, 

Robust, ziemlich kurz gebaut, länglich: Kopf und Halsschild 
mit dem Schildehen sind goldgrün, die Flügeldecken sind bis zu basalen 
2/, blaßgelb, dann schwarz, hinter der Mitte beiderseits mit einer 
blaßgelben, an der Naht unterbrochenen Querbinde und einem kleinem 
ebensolchen Praeapikalfleck. Unterseite ist goldgrün, auf den Seiten 
gelb gefleckt, Abdomen ist gelb, die einzelnen Segmente sind am Ende 
in der Mitte smaragdgrün gesäumt, auf den Seiten beiderseits mit 
kleinem smaragdgrünem Punkte. 

Die Stirn ist schmal und lang, Epistom winkelig ausgerandet. 
Halsschild ist robust, bis zur Mitte parallelseitig, dann nach vorne 
im Winkel, leicht gerundet verengt, überall dicht und ziemlich stark 
punktiert. Prosternum ist breit, scitlich gerandet, glänzend, sehr 
fein und spärlich punktiert, lang. sehr dünn und fein, spärlich behaart. 
Die Flügeldecken sind an der Basis sehr schmal dunkel gesäunit, 
fein gestreift, am Ende zusammen, ziemlich breit abgerundet mit 
verrundetem Naht winkel. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.), 115 


98. Stigmodera (Castiarina) bifaseiatella m. n. Sp. 

Hab.: Nordqueensland. Long.: 18 mm. 

Erinnert stark an Bremei Hope. Oberseite ist rein schwarz, die 
Seiten des Halsschildes sind gelb gesäumt, auf den Flügeldecken 
sind zwei breite, an der Naht unterbrochene, ziemlich gerade Querbinden 
gelb. Unterseite ist braun, die Füße (bis auf den distalen Teil der 
Schenkel) sind blau. 

Breiter und robuster, flacher als Bremei. Stirn ist viel schmäler, 
in der Mitte länglich vertieft, Epistom ist breit, flach ausgebuchtet. 
Die Fühler sind grünlich. Halsschild ist ein wenig vor dem basalen 
Drittel am breitesten, ebenda winkelig, zur Basis fast geradlinig, 
schwach, nach vorne geradlinig, aber viel stärker verengt; der basale 
Teil des Seitenrandes ist leicht wulstig. Auf der Fläche gröber und 
spärlicher, auf den Seiten feiner und dichter punkticrt. Die Flügel- 
decken sind etwa zweimal so breit als lang, vor den Schultern zur 
Halsschildbasis etwas abgeschrägt, dann bis hinter dei Mitte parallel- 
seitig. dann zum Ende in langem Bogen gerundet verengt, am Ende 
sehr schmal, leicht zweizähnig. Prosternum ist beiderseits gerandet, 
fein punktuliert, fein, dünn spärlich behaart. 


99. Stigmodera (Castiarina) bicincta var. bina m. n, var. 

Hab.: Nordqueensland. 

Von der typischen Form durch Vorhandensein einer kleinen 
gelben Humeralmakel verschieden. Scheint ziemlich konstant zu sein. 


100. Stigmodera (Castiarina) flava var. notulata m. n. var. 

Hab.: Nordqueensland. 

Beiderseits im apikalen ?/, der Länge liegt nahe beim Seitenrande 
eine dunkelbraune, punktförmige Makel. 

101. Stigmodera (Castiarina) obliquefasciata m. n, sp. (Kerr. i. litt.). 

Hab.: Queensland. Long.: 14,5 mm. 

Länglich, glänzend, etwa 31/,mal so lang als breit, oben und unten 
kupferig bronzefarben, bisweilen sind die Flügeldecken schwärzlich. 
Auf den Flügeldecken mit einer runden Basalmakel, einer länglichen, 
k'einen Humcralmakel, einer leicht schicf hinauf gestellten Querbinde 
in der Mitte und einer etwas herunter zielenden Praeapikalbinde. 
Beide Binden sind an der Naht unterbrochen und sind ebenso wia 
die Makel gelb. Stirn ist parallelseitig, Epistom ist kurz und leicht 
vorne nicht bis an die Vorderkanten der Augen; eine längliche Ver- 
tiefung in der Mitte der Stirn. Halsschild ist gewölbt, in der Mitte 
am breitesten, von ebenda zur Basis fast parallelseitig, nach vorne 
breit abgerundet, überall grob und dicht punktiert. Die Flügeldecken 
sind lönglich, am Ende zusammen mit rundlicher Ausrandung, deren 
Außenecke ziemlich scharfzähnig ist. Zwischenräume 2 und 4 reichen 
vorne nicht bis an die Basis. Die Flügeldecken sind sonst stark gestreift, 
die Zwischenräume sind gleich und zwar ziemlich stark gewölbt, die 
Streifen sind tief. Prosternum ist schmal, beiderseits gerandct, glänzend, 
ziemlich dicht punktiert, sehr fein, dünn und spärlich behaart. 


8* 12. Heft 


116 Dr. Jan Obenberger: 


102. Stigmodera (Castiarina) tantilla m. n, sp. 

Hab.: Queensland. Long.: 11,6 mm. 

Kopf, Halsschild, die Flügeldeckenzeichnung und die Unterseite 
ist violett bronzefarben, mit leichtem bläulichen Glanz; die Tarsen 
sind blaugrün. Die Flügeldecken sind gelb. 

Kopf ist klein, die Stirn ist schmal, parallelseitig, etwa 11/,mal 
so lang als breit. Epistom ist flach ausgerandet. Halsschild ist gleich- 
mäßig gewölbt, an der Basis am breitcsten und hier viel schmäler 
als die Flügeldecken in der Höhe der Schultern, dicht und ziemlich 
grob, gegen die Seiten gedrängtir punktiert; bis zur Mitte nur sehr 
wenig, von ebenda nach vorne breit gerundet verengt. Die Flügel- 
decken sind lang, bis über die Mitte parallelseitig, dann zur Spitze 
lang gerundet verengt, am Ende breit zusammen ausgerandet mit 
scharf vorspringenden Außenzähnchen. Zwischenräume 4, 6, 8 sind 
hinten verkürzt, Zwischenraum 9 tritt etwas kielförmig hervor. Die 
Zwischenräume sind sonst schwach gewölbt, die Streifen sind schr 
fein punktiert. Die Zeichnung besteht aus einer breiten Suturalbinde, 
einer, nicht bis an den Seitenrand reichenden Basalquerbinde, einer 
bis zu ?/; der Länge reichenden, seitlich gestellten Humerallärgsbinde, 
die mit der Basalbinde verbunden ist, dann aus breiten postmedianen 
Querbinde und einer seitlich abgekürzten praeapikalen Querbinde. 
Unterseite ist dicht weiß anliegend behaart. 


103. Stigmodera (Castiarina) Wilsoni ssp. septentrionis m. n, Sp. 


Hab.: Queensland. Long.: 11 mm. 

Von Wilsoni Sd., die ich aus Tasmanien besitze, durch kürzere 
und breitere Gestalt, flachere Flügeldeeken und besonders durch viel 
breiteren, seitlich viel mehr gerundeten und zur Basis stärker aus- 
geschweiften Halsschild verschieden. Die Färbung und Skulptur 
wie bei der Stammform, jedoch die helle, bis zur Mitte reichende, 
am Ende umgebogene Längsbinde ist hier in der Mitte stark verengt 
oder sogar in zwei Makel aufgelöst. 


104. Stigmodera (Cas 


Hab.: Australien: Sydney. Long.: 12,5 mm. 

Schwärzlich blau, auf den Flügeldecken mit rotgelber Zeichnung, 
ziemlich schwach glänzend. Kopf ist klein, der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist ctwa 11/,mal so lang als breit, länglich vertieft. 
Halsschild ohn> Eindrücke, ziemlich flach, ziemlich stark und gleich- 
mäßig punktiert, in der Mitte am breitesten, von ebenda zur Basis 
fast parallelseitig, nach vorne breit, stark gerundet verengt. Die Flügel- 
decken sind ziemlich flach, breit, gleichmäßig gestreift mit nur schwach 
gewölbten, gleichen Zwischenräumen, vor der Mitte seitlich leicht 
ausgeschweift, dann zur Spitze breit gerundet verengt und zusammen 
abgerundet, dunkel, bis auf eine gelbe. längliche Makel hinter der 
Basis, in der Mitte der Flügeldeckenbreite, eine quergestellte Makel, 
(die weder zum Rande noch zur Naht reicht) knapp vor der Mitte 
und eine leicht gcbogene bis zum Seitenrande und fast zur Naht 


iarina) opaeipennis m. n. Sp. 


Beiträge zur Kenutnis der Buprestiden (Col.). T 


reichende Praeapikalbinde im apikalen Drittel der Länge. Ferner der 
Seitenrand der Flügeldecken ist schmal, gleichmäßig hell gerandet; 
dieser Saum ist nur am Ende und vor der Praeapikalbinde unter- 
brochen. Unterseite ist sehr fein, dünn grau behaart. Prosternum 
ist seitlich gerandet und ziemlich fein punktiert. 


105. Stigmodera (Castiarina) elaneula m. n. sp. = 


Hab.: Queensland. Long.: 13 mm. 

Unterseite ist bronzefarben, wenig glänzend, Kopf, Halsschild 
und die Zeichnung der Flügeldecken sind schwärzlich, die Flügel- 
decken sind ockergelb. 

` Kopf ist ziemlich klein, der zwischen den Augen liegende Teil 
der Stirn konvergiert leicht nach oben und ist etwa 11/,mal so lang 
als breit; in der Mitte länglich eingedrückt. Halsschild ist ohne Eindrücke 
ziemlich flach gewölbt, gleichmäßig, ziemlich stark, dicht punktiert, 
im basalen Drittel am breitesten, zur Basis schwach, fast geradlinig, 
nach vorne stark, in einer sehr flachen Kurve verengt; Schildehen 
ist ziemlich groß, länglich. Die Flügeldecken sind länglich, ziemlich 
breit, hinter den Schultern etwas breiter als Halsschild, seitlich ziemlich 
parallelseitig, dann zur Spitze in langer Kurve verengt und am Ende 
einzeln schmal abgerundet, fein gestreift, mit ziemlich breiten und 
flachen Zwischenräumen. Die Zeichnung besteht aus: 1. dunklen 
vollständigen Suturalbinde; 2. einer vollständigen postmedianen 
Querbinde; 3. einer länglichen, nahe dem Seitenrande verlaufenden 
und mit der postmedialen Querbinde zusammenfließenden Humeral- 
längsbinde;: 4. einer gemeinschatflichen kleinen Praeapikalmakel. 
Unterseite ist sehr fein grau behaart. 


106. Stigmodera (Castiarina) ravilla m. n, sp. 


Hab.: Australien (New Sonth Wales?). Long.: 8,5 mm. 

Kopf, Halsschild und Unterseite sind bronzefarben, Flügeldecken 
sind gelb mit schwarzer Zeichnung. Kopf ist spärlich weiß behaart, 
die Stirn ist schmal, mit einer Längsrinne in der Mitte, der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 1°/,mal so lang als breit. 
Epistom ist schwach eingebuchtet. Halsschild ist ziemlich breit, 
gleichmäßig gewölbt, ohne Eindrücke, in der Mitte am breitesten, 
gegen die Basis fast parallelseitig, nach vorne mäßig stark gerundet 
verengt, stark und dicht punktiert, kahl und glänzend. Schildehen 
ist blaugrün, länglich. Prosternum ist seitlich gerandet, spärlich 
und mittelstark punktiert, glänzend. Flügeldecken sind länglich, 
ziemlich parallelseitig, ziemlich stark abgeflacht, am Ende beiderseits 
mit abgeschnittener und leicht zweizähniger Spitze. Die Streifen 
sind scharf, die Zwischenräume sind wenig gewölbt; die inneren vier 
sind fast unpunktiert, mit nur höchst feinen Punkten, die äußeren 
sind etwas schmäler und verhältnismäßig stark punktiert; Zwischen- 
räume + und 6 sind hinten verkürzt. Die Zeichnung besteht aus: 
1. einer länglichen kurzen Humcralmakel und einer mit ihr verbundenen, 
an der Naht etwas verbreiterten Querbinde im basalen Viertel der 


12. Uett 


{18 Dr. Jan Obenberger: 


Länge; 2. einer vollständigen, etwas gewellten Querbinde in der Mitte 
der Länge; 3. einer schiefen, V förmigen, nicht bis an den Seitenrand 
reichenden Pracapikalbinde. Alle drei Binden sind durch die schmal 
geschwärzte Naht zusammen verbunden. Basis und Apex sind gelb. 
Unterscite ist lang, halbanliegend, dicht, dünn silberweiß behaart. 


10%. Stigmodera (Castiarina) Kirbyi var. Adonis m, m, var. 


Hab.: Queensland. 

Von der Stammform dadurch verschieden, daß die ganzen basalen 
zwei Fünftel der Flügeldecken, also auch Basis blau gefärbt sind. 
Nur eine kleine, lateral stehende Subhumeralmakel und zwei (eine 
mittlere, eine praeapikale), an der Naht unterbrochene Querbinden 
bleiben gelb. Die metallischen Teile sind prachtvoll blau gefärbt. 

Sonst in der Skulptur usw. mit der Stammform übereinstimmend. 
Diese Varictät scheint ziemlich konstant zu sein, da alle vier vorhandene 
Typen vollständig übereinstimmen. 


108. Stigmodera (Castiarina) Kirbyi var. peregrina m. n, var, 


Hab.: Queensland. 

In der Färbung mit der vorhergehenden übereinstimmend bis 
darauf, daß an der Basis der Flügeldecken beiderseits in der Mitte 
eine kleine gelbz Makel steht. 


109. Stigmodera (Castiarina) dorsalis m. n. sp. 


r 


Hab.: Nordqueensland. Long.: 7 mm. 

Blaugrün, Kopf und Halsschild mit smaragdgrünem Glanze. 
Kopf und die Stirn ist viel breiter als bei Kirbyi, welcher Art sie in 
der Gestalt usw. nahekommt: der zwischen den Augen liegende Teil 
der Stirn ist etwa 1Y/,mal so lang als breit, kahl, zum Scheitel leicht 
konvergierend. Epistom ist leicht eingebuchtet. Halsschild ist etwa 
in der Mitte am breitesten, gegen die Basis schwächer, nach vorne 
vie] stärker gerundet, in der Mitte feiner, gegen die Seiten viel stärker, 
dichter und verworrener punktiert. Die Flügeldecken von ähnlicher 
Form wie bei Kirbyi, aber mit mehr gewölbten Zwischensäumen, 
gegen das Ende viel kürzer abgerundet und am Ende beiderseits sohr 
schmal abgestutzt und sehr schwach zwsizähnig. Die Flügeldecken 
sind blau, nur eine kurze basale, nicht bei zur Naht reichende Quer- 
binde und ein kurzer Seitensaum unterhalb der Schulter, dann eine 
kleine seitlich gestellte Makel vor der Mitte, dann cine kurze quere 
seitlich gestellte Quermakel im apikalen Drittel und ¿in schmaler 
Seitensaum der von ihr herausgeht und vor der Spitze endet. sind gelb. 
Unterseite ist nur unauffällig grau behaart. Die seitlich gestellte 
Makeln verleihen dieser Art ein sonderbares Aussehen. 


110. Stigmodera (Castiarina) erucioides m, n. Sp. 


Hab.: Queensland. Long.: 9 mm. 
Gehört in die Gruppe der erux Kby. mit welcher sie nahe ver- 
wandt ist. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col). 119 


Viel schmäler und schlanker als alle hier in Betracht kommende 
Arten. 

Unterseite, Kopf, Halsschild, Schildchen und die Flügeldecken- 
zeichnung ist ultramarinblau. Kopt ist klein, kahl, die Stirn ist ziemlich 
schmal, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
1!/3mal so lang als breit, parallelseitig, in der Mitte länglich ein- 
gedrückt. Halsschild ist etwa 1!/,mal so breit als lang, an der Basis 
am breitesten, von ebenda nach vorne zuerst schr schwach, von der 
Mitte stärker gerundıt verengt, in der Mitte fein, auf den Seiten sehr 
stark und gedrängt punktiert. Die Flügeldecken sind länglich, am 
Ende beiderseits mit schräg abgestutztcr, leicht ausgerandeter und 
schwach zweizähniger Spitze, scharf gestreift, in den Streifen punktiert, 
die inneren Zwischenröume sind flacher und breiter, die äußeren 
schmäler und gewölbter. Die Zeichnung besteht aus: 1. einsr runden 
Humeralmakel; 2. einer vollständigen Postmedianbinde; 3. einer 
gemeinschaftlichen queren Praeapikalmakel; 4. die Naht ist von der 
Basis bis zum Praeapikalmakel schwarz gesäumt; 5. am Ende schmaler 
dunkler Saum. Unterseite ist sehr dünn, halbanliegend, fein, lang 
grau behaart. Prosternum ist seitlich gerandet, in der Mitte sehr fein, 
spärlich punktiert. Diese Art erinnert durch die Gestalt und Grund- 
färbung stark auf propinqua Carter, bei welcher jedoch die Flügel- 
deekenzeichnung abweichend ausgebildet ist. 


111. Stigmodera (Castiarina) brutella spp. victrix m. n. sp. 


Nab.: Victoria. Long.: 14mm. 

Bei dam Studium der brutella Thoms. habe ich gəfunden, daß 
hier zwəi verschiedene Formen vorkommen; die Beschreibung 
Thonson’s sowohl wie die von ihm als brufella bezeichneten Exemplare 
passen auf eine kleinere Form, die ich selbst aus New South Wales 
besitze, indem die größere Form aus Victoria eine gute Rasse der 
ersteren vorstellt. 

Sie ist im ganzen robuster und breiter gebaut als die Stammform, 
ähnlich gefärbt. mit einer viel schmäleren Stirn, breiterem Halsschilde, 
aber besonders durch die Bildung der Flügeldeckenenden weit ver- 
schieden: Die Flügeldecken sind am Ende schmal quer abgestutzt, 
mit nur schr schwach vortretenden Seitenecken; die Außenecke ist 
kurz (bei der Stammform sehr lang). 

Unterscite ist blau. Sonst vollständig wie die Stammform gefärbt. 


112. Stigmodera (Castiarina) dieax m. n. sp. (Kerr. in coll.). 


Hab.: Nordqueensland. Long.: 11 mm. 

Ebenfalls aus der Gruppe der Andersoni G. Gestalt und Form 
wie bei Andersoni, Kopf und Halsschild ist schwarz, die Unterseite 
ist blau, Flügcldecken sind lang (jedoch kürzer als bei Andersoni), 
gelb, mit geschwärzten, breiten, zweizähnigen Spitzen und einer 
schmalen queren schwarzen Binde im apikalen Drittel. 

Kopf ist klein. die Stirn ist länglich eingedrückt, kahl, der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 1?/,mal so lang als breit. 


12. Heft 


120 Dr, Jan Obenberger: 


Halsschild ist gleichmäßig gewölbt, an der Basis beiderseits vor den 
Schultern und vor dem Schildchen in der Mitte mit cinem kleinen 
eingestochenen Punkte, fein, gegen die Seiten etwas stärker punktiert, 
an der Basis am breitesten, von ebenda nach vorne zuerst schwach, 
dann stark konisch verengt. Schildehen ist schwarz, breiter als lang. 
Die Flügeldscken sind punktiert gestreift, mit schwach gewölbten 
Zwischenräumen; Zwischenraum 6 ist hinten verkürzt. Unterseite 
ist nur unauffällig, kurz, gelblich behaart. 


113. Stigmodera (Castiarina) Saundersiana m. n. sp. 


Hab.: Australien. Long.: 9,5-—11 mm. 

Unterseite ist blaugrün, die Füße sind blau, Kopf, Halsschild 
und Schildchen sind grünlich, die Flügeldecken sind gelb, mit schr 
schmaler und kurzer Suturallängsbinde hinter dem Schildchen, einer 
Querbinde in apikalen ?/; der Länge, schwarzviolett. Apex ist ebenfalls 
breit geschwärzt und mit der Querbinde durch die geschwärzte Naht 
verbunden. Kopf ist klein, kahl, Epistom ist zweibuchtig und in der 
Mitte scharf angeschnitten, der zwischen, den Augen liegende Teil 
der Stirn ist parallelseitig, schmal, etwa 12/;mal so lang als breit, 
länglich eingedrückt. Halsschild ist an der Basis am breitesten, bis 
zur Mitte fast parallelseitig, dann nach vorne lang, fast geradlinig 
verengt, ohne Eindrücke, eben, ziemlich stark und dicht punktiert. 
Flügeldecken sind lang, ziemlich flach gewölbt, regelmäßig punktiert 
gestreift, hinter den Schultern sich verbreiternd, cbenda viel breiter 
als Halsschild, dann bis hinter der Mitte parallelscitig und zur Spitze 
in langer Kurve verengt, am Ende ziemlich breit abgestutzt, beiderseits 
kurz zweizähnig. Basis ist äußerst schmal geschwärzt. Die Zwischen- 
räume sind flach gewölbt, die seitlichen sind fein querrunzelig. Zwischen- 
raum 6 ist hinten verkürzt. 

Eine sehr hübsche und auffällige At. 


114. Stigmodera (Castiarina) Diana m. n. sp. 


Hab.: Australien. Long.: 9,5 mm. 

Kopf, Halsschild, Unterseite und Füße sind blau, Halsschild ist 
auf der Fläche etwas dunkler. Flügeldceken sind blaßgclb, hinter 
der Mitte, etwa in 4/; der Länge beiderseits mit einer quergestellten, 
ovalen Makel. Schildehen ist gelb, am Vordsrrande, ebenso wie die 
Flügeldecken, schr schmal gesäumt. 

Kopf ist breit, die Augen ragen seitlich etwas heraus. Die Stirn 
ist ziemlich breit. kahl, dicht punktiert, länglich flach eingedrückt. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist fast parallelseitig 
und etwa 1!/;mal so lang als breit. Halsschild ist bis zur Mitte 
parallelseitig, dann nach vorne ziemlich stark abgerundet, ohne Ein- 
drücke, überall und ziemlich spärlich punktiert. Flügeldeeken sind 
lang, parallelseitig, am Ende sehr schmal und kurz abgestutzt und 
leicht zweiwinkelig, fein gestreift, mit flachen, nicht ganz gleich breiten 
Zwischenräumen. 


Beitiäge zur Kenntnis der Buprestiden (Cvl.). 121 


115. Stigmodera (Castiarina) guttifera m. n.sp. (Kerr. i. coll.). 

Hab.: Queensland: Kuranda. Long.: 10,5 mm. 

Glänzend dunkelblau, abgeglättct, unten blaugrün. Kopf ist 
ziemlich klein, die Augen sind ziemlich groß, der zwischen den Augen 
liegende Teil dcr Stirn ist parallelseitig, schmal, etwa 1?/;mal so lang 
als breit, länglich eingedrückt, kahl. Halsschild ist regelmäßig, aber 
fein und spärlich punktiert, daher stark glänzend, eben, an der Basis 
in der Mitte und beiderseits vor den Sehultern mit einem kleinen 
punktförmigen Eindrucke, bis zum basalen Drittel parallelseitig, 
dann nach vorne in flacher Kurve ziemlich stark verengt. Flügeldecken 
sind stark glänzend, bis übcr dic Mitte parallelseitig, dann ziemlich 
stark zugespitzt, am Ende ziemlich breit abgestutzt und scharf zwei- 
zähnig mit längerem Außenzahne, fein punktiert gestreift mit flachen 
Zwischenrtäumen. Auf jeder Decke sind drei kleine Makelchen gelb: 
cine nahe der Basis in der Mitte, das zweite auf der Seite hinter der 
Schulter und das dritte im apikalen Drittel der Länge, fast in der Mitte 
der Deckenbreite. 

Eine durch die Färbung, Skulptur des Halsschildes, Glanz usw. 
recht auffällige Art. 


116. Stigmodera (Castiarina) circumflexa m. n. sp. 


Hab.: Nordqucensland. Long.: 11,5 mm. 

Robust, kurz, Unterseite ist T Episternen und Quermakel 
hinter dem Vordcırande der Apikalsegmente und einige kleinere 
Makelchen ebenda sind blau. Kopf, die Füße, eine breite Querbinde 
hinter dem Vorderrande und eine schmälere vor dem Hinterrande 
des Halsschi'des, das Schildchen, »ine stark gezackte Basalmakel, 
eine sehr große und breite Praeapikalmakel und eine schmälere Apikal- 
makel der: Flügeldeeken sind prachtvoll hellblau; die übrige Oberseite 
ist gelb. — Kopf ist ziemlich klein, der zwischen den Augen liegen. 
Teil der Stiru ist parallelseitig, kahl, länglich eingedrückt, etwa 1?/ mal 
so lang als breit, Fühler sind grün. Halsschild ist sehr grob und spärlich, 
regelmäßig punktiert, im basalen Drittel am breitesten, zur Basis 
leicht ausgeschweift, schwach, nach vome stark, fast geradlinig ver- 
engt. Flügeldecken sind fein, scicht, punktiert, gestreift, die Zwischen- 
räume sind sehr dicht und fast ebenso stark wie die Streifen selbst, 
leicht runzelig punktuliert. die Oberseite bekommt dadurch einen 
prachtvollen Szidenglanz. Flügeldecken sind breit und kurz, am Ende 
ziemlich kurz breit zusammen abgerundet mit kurz, schief ab- 
geschrumpftenr Inncnecke. 

Eine der schönsten Arten der Gattung. 


117. Stigmodera (Castiarina) opacnla m. n. sp. (Kerr. in coll.). 


Hab.: Cape York, Queensland. Long.: 10 mm. 

Mattschwarz, schwach seidenglänzend, Unterseite ist bläulich, 
weißlich behaart, die Flügeldecken mit orangegelber Zeichnung. 

Kopf ist klein, kahl, schmal, der zwischen den Augen liegende 
Teil der Stirn ist parallelseitig, etwa 13/ mal so lang als breit, länglich 


12. Heft 


122 Dr. Jan Obenberger: 


eingedrückt. Halsschild ist äußerst dicht und ziemlich fein, gleich- 
mäßig punktuliert, ziemlich stark gewölbt, mit einer feinen Mittel- 
rinne, seitlich in der Mitte am breitesten, gegen die Basis fast paralle- 
scitig, nach vorne breit gerundet verengt, «benso wie Kopf rein 
schwarz, ohne Metallglanz. Schildchen ist ziemlich groß, schwarz. 
Die Flügelde ek:n sind robust, ziemlich kurz, am Ende schmal einzeln 
schräg abgestutzt, und leicht zweizähnig, viel breiter als Halsschild. 
Nur die drei Nahtsireifen sind deutlich, die drei Nahtintervalle sind 
glänzender, weniger dicht punktiert; der dritte Zwischenraum ist 
auf der ganzen Länge ziemlich stark kielartig erhöht; die übrigen 
Zwischenräume sind zwischen diosen erhöhten Zwischenraume und 
zwischen dem Scitenrande äußerst dieht und fein punktuliert, sammt- 
glänzend, die Streifen sind nicht einmal angedeutet. Die orangegelbe 
Zeichnung ist folgendermaßen verteilt: 1. Basis ist breit gesäumt; 
2, eine laterale Subhumeralbinde, die sich vorne mit dem Basalraum 
verbindet und dic etwa in 2/, der Länge einen kurzen Auslauf gegen 
die Naht (etwa bis zum sechsten Streifen) entsendet. 3. Eine laterale 
quere Makel; liegt im apikalen Drittel und berührt seitlich Seiten- 
rand, nach innen reicht sie bis zum erhöhten dritten Zwischenraume. 
Die Füße sind rein schwarz. 

Eine auffällige und markante Art. 

118. Stigmodera (Castiarina) modesta m, n.sp. (Kerr. in coll.). 

Hab.: Australien.(Queensland?). Long.: 9 mm. 

Kopf, Halsschild, Flügeldecken und Unterseite sind dunkel 
messingfarben mit grünem Glanze, die Füße sind blau. Flügeldecken mit 
einer kleinen, lateral stehendenSubhumeralmakel und einer rundlichen, 
etwas größeren Makel im basalen Drittel ockergelh. und mit einer 
karminroten. zur Naht schmäler werdenden und ebenda breit 
unterbrochenen Querbinde. Kopf ist kahl, glänzend, mit einer scharfen 
Mittellinie, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
1?/ımal so lang als breit, parallelssitig, Halsschild mit einer feinen, 
unten stärker vertieften Mittellinie, sonst nur mit einem tiefen prae- 
skutellaren Eindruck und an der Basis mit einer punktförmigen 

Vertiefung vor den Schultern, in der Mitte am breitesten, zur Basis 
schwach, nach vorne stark gerundet verengt. Flügeldecken sind um 
etwas breiter als Halsschild. am Ende zusammen ziemlich tief aus- 
g>randet mit scharf heraustretendem Außenzahn. fein gestreift, die 
inneren vier Streifen sind glänzender und spärlich punktiert, die 
äußeren sind matt glänzend und sehr fein punktuliert, Zwischenraum 3 
ist etwas kieligerhöht. — Der vorhergehenden Art in manchen Hinsichten 
ähnlich, aber ganz anders gezeichnet, schlanker, mit viel schärferen 
Flügeldeckenarmatur usw. 

119. Stigmodera (Castiarina) Leai Carter var. faseiosa m. n. var. 

Hab.: New South Wales: Paramatta. Long.: 9 mm. 

Smeragdgrün mit bleßgcolber Zeichnung. Mit der Stammform, 
wie ich aus der Originaldiagnose Carters ersche, übereinstimmend, 
nur anders gezeichnet: j 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 123 


Flügeldocken sind smaragdgrün, die Makel liegen wie folgt: 
1. eino ganz kleine, lateral liegende Subhumeralmakel; 2. eine vorne 
etwas gezackte, an der Naht unterbrochene Querbinde im basalen 
2/, der Länge; 3. eine quere, an der Naht schmal unterbrochene Prac- 
apikalbinde im basalen Drittel; 4. apikale Seitenrand beginnend 
von der Pracapikalbinde bis fast zur Spitze ist schmal gelb gesäumt. 


120. Stigmodera (Castiarina) Carteri m. n. Sp. 


Hab.: New South Wales. Long.: 7 mm. 

In der Form und Gestalt an sexguttata Mac Leay erinnernd. 

Unterseite, Kopf und Halsschild sind smaragdgrün, die Flügel- 
decken sind orangegelb, mit einem kurzen, sehr schmalen grünen 
Scutellarstreifen an der Naht; die Naht ist von der Mitte bis fast 
vor die Spitze auch sehr schmal grün gesäumt; mit einer queren blauen 
Praeapikalmakel. Kopf ist klein, kahl, der zwischen den Augen liegenae 
Teil der Stirn ist parallelseitig und etwa 1!/;mal so lang als breit. 
Halsschild ist etwa 11/mal so breit als lang, mit einer kaum an- 
gedeuteten Mittelrinne in der Ritte, dicht und fein, gegen die Seiten 
etwas stärker punktuliert, in der Mitte am breitssten, zur Basis fast 
parallelseitig, nach vorne ziemlich schwach geurndet verengt. Die 
Flügeldecken sind von der Form der sexguttata, jedoch mit viel schwächer 
erhöhten alternierenden Zwischenräumen, an der Spitze zusammen 
tiefer ausgerandet mit schärfer vortretender Außenecke. 

Eine hübsche kleine, von sexguttata leicht durch die viel dunklere 
Flügeldecken und abweichende Zeichnung derselben, Form des 
breiteren Halsschildes usw. leicht trennbare Art. 

Herrn H. J. Carter, B. A., F. E. S., dem tüchtigen Kenner der 
australischen Buprestiden zu Ehren benannt. 


121. Stigmodera (Castiarina) sexguttata Mac Leay var. humeri- 
gutta H. n. var. 


Hab.: Queensland. 

Von der Stammform durch Fehlen der pra:apikalen Punkte 
verschieden. Die Zeichnung auf den Flügeldeeken bestcht also nur 
aus der smaragdgrinen Naht und beiderseits eines Pünktchens auf 
den Schultern. 


122. Pllocteis Diana m. n. sp. 


Hab.: NW. Rhodesia: Mwengwa 270 40° E. 130 S.. 3... IL 1914 
(H. €, Dollmamn); Zambesi River 25. XI. 1913 (H. C. Dollmann) (Coll. 
British Musenm London). Nyassa (coll. Obenberger). Long.: 11,5 
bis 13 mm. 

Länglich, oben abgeflacht. Unterseite ist blauschwarz, Oberseite 
list schwarz, in der Mitte des Halsschildes und entlaug der Naht 
eisbt messingfarben, sammtglänzend, ungleichmäßig mit seiden- 
schimmerndem rein schwarzen Toment bekleidet, hinter der Mitte 
mit einer sehr breiten und stark gewellten, aus gelbweißen Härchen 
zusammmengestellten Querbinde. Eine schmale weiße Querbinde liegt 


12. Heft 


124 Dr. Jan Obenberger: 


knapp vor der Spitze. Einige unbestimmte, wenige weiße Makelchen 
entlang der Naht im basalen Teile der Flügeldecken, Diese sind auf 
der Vorderhälfte seitlich kahl und gerunzelt. 

Kopf ist ziemlich- klein, ziemlich uneben, mit einer Mittelrinne, 
Halsschild ist oben abgeflacht, im basalen Drittel am breitesten, von 
ebenda zur Bssis kurz, etwas ausgeschweift verengt, nach vorne 
stärker, in flacher Kurve verengt, uneben, ungleichmäßig schräg 
tomentiert, mit einigen weißen Härchen dazwischen, seitlich in der 
Mitte mit einer nicht zu hohen Seitenrippe, auf der Fläche ohne 
Höckerehen. Flügeledeeken sind an der Basis viel schmäler als Hals- 
schild, sie verbreiten sich im apikalen Drittel und sind am Ende breit 
kurz zusammen abgerundet mit etwas abgestumpfter Innenecke. 
Auf der Höhe dar breiten Pracapikalbinde wird Abdomen von den 
Flügeldecken unbedeckt und ist ebenda mit einem ähnlich gefärbten, 
seitlich gestelltem Tomentmakrlehen vırschen. Prosternum ist dicht 
runzelig punktiert. Analsegment mit raspelartigem Apikalrand. 

Eine schöne und wegen der breiten Praeapikalbinde leicht kennt- 
liche Art. i 


123. Phlocteis Holubi m. n. sp. 


Hab.: Transvaal. Long.: 14-—15 mm. 

Erinnert auf den ersten Blick an exasperata Wied., ähnlich gefärbt 
und von ihr folgendermaßen verschieden: : 

Viel größer, breiter, vielrobuster gebaut. Unterseite ist indigo- 
schwarz, ohne Tomentflecke, Kopf ist größer, die Stirn ist länger als _ 
breit (bei exasperata umgekehrt), parallelartig, die vier Höckerchen 
sind größer und bilden ein Quadrat. Halsschild ist im basalen Viertel 
am breitesten, ebenda mit stark vorspringenden, schmalen Seiten- 
winkel, stärker gewölbt, viel gröber gerunzelt, mit stärker vor- 
tretenden Höckerchen. Die Flügeldecken sind viel breiter, viel robuster, 
glänzender, aim Apiklen Drittel stärker verbreitet; Abdomen wird 
von den Schultern bis zum apikalen Viertel seitlich unbedeekt. Skulptur 
ist gröber, runzeliger, auf der Fläche außer der normalen dunklen 
Tomentierung durch zahlreiche, sehr schmale, silberweiße, gewellte 
und kurze Qusrlinien gescheckt. Prosternum ist breiter und kahl. 

Dem Andenken des berühmten Cechischen Afrikaforscher, Dr. 
Emil Holub, dər während seines vieljährigen Aufenthaltes in Afrika 
ungeheure Massen von Insekten aufgesammelt hat, gewidmet. 


124. Phlocteis exasperata spp. transvalica n. n. Ssp. 


Hab’: Transvaal. Long.: 13 mm. 

Viel breiter und robuster als die Stammform, oben deutlicher 
behaart. Flügeldecken sind im apikalen Drittel stärker verbreitet. 
Halsschild ist gewölbter. mit stärker vortretenden Höckerehen; seitlich 
im basalen Viertel am breiiesten und daselbst stärker höckerig nach 
außen vorgezogen, zur Basis stärker verengt. 

Erinnert ziemlich stark an Holubi ın., ist aber u. a. kleiner, es fehlen 
da die feine silberweiße Querwellen auf den Flügeldecken und die 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col). 125 


Unterseite ist ganz anders gefärbt und ähnlich wie bei der typischen 
exasperata behaart. 


125. Phlocteis Strandi m. n. sp. 


Hab.: Ostafrika: Usambara. Long.: 9 mm. 

Schlank und sehr lang, oben abgeflacht, ähnlich wie exasperata 
gefärbt, jedoch auf den Flügeldecken mit einigen staık gewellten 
Querbinden vor der Mitte und einer breiten, nicht ganz regelmäßigen 
und vorne gewellten Praeapikalbinde; diese Zeichnung besteht aus 
dünnen und silberweißen Härchen. 

Kopf ist ziemlich klein, die Stirn ist ziemlich schmal, gegen den 
Scheitel leicht breiter werdend, etwas uneben; Halsschild ist etwa 
zweimal so breit als lang, auf den Seiten breit gerundet und im basalen 
Drittel am breitesten, flach, beiderseits an der Basis, vor dem Schulter- 
grübehen leicht eingedrückt. mit durchgebogenen und nieht zu hoher 
Lateralrippe: Seitenrand ist gerade. Auf der Scheibe dunkel behaart, 
mit hineingemischten unregelmäßigen weißen Härchen. Flügeldecken 
sind lang, schmäler als Halsschild, mit heraustretenden Schultern, 
hinter der Mitte verbreitet, dann in langer Kurve zur Spitze gerundet 
verengt. Abdomen wird von den Flügeldecken bis auf eine sehr schmale 
Partie vor der Mitte vollständig bedeckt. Unterseite ist kahl, dunkel 
bronzefarben, Prosternum ist dicht runzelig punktiert, Abdomen 
ist glänzend, Analsegment und vordere Partien der zwei vorhergehenden 
Segmente sind blauschwarz. 

Meinem Freunde, Herrn Embrik Strand zu Ehren benannt. 


126. Phlocteis Dormitzeri m. n. Sp. 


Hab.: Portugiesisch Ostafrika. Long.: 12 mm. 

Der vorhergehenden Art ähnlich, jedoch viel länger und größer, 
Unterseite ist einfarbig indigoschwarz, Oberseite ist im Grunde bei 
der Naht kupferig messingfarben, außen schwärzlich. 

Kopf ist etwas breiter. Halsschild ist ebenso ohne Höckerchen 
wie bei Strandi, jedoch gröber skulptiert, im basaslen Drittel am 
breitesten, von ebenda zur Basis schräg, fast geradlinig verengt, mit 
stumpfen Basalwinkel (dieser ist bei Strandi breit und kurz abgerundet), 
nach vorne viel stärker, fast geradlinig verengt, Lateralrippe ist fast 
gerade. Flügeldecken sind viel länger, auf der Nahthälfte schwarz, 
sammtartig tomentieıt, im apikalen Drittel mit zwei genäheıten, 
höchst gewellten, feinen silberweißen feinen Querbinde, mit ähnlichem 
Praeapikalfleck und einigen wenigen Makelchen im basalen Drittel. 

Dem Andenken des zu früh verstorbenen Prager Entomologen 
Dormitzer gewidmet. 


12%. Phiocteis Nickerli m. n. sp. 


Hab.: Transvaal: Durban. Long.: 13 mm. 

Ziemlich gewölbt und robust gebaut. Die Grundfärbung ist Ähnlich 
wie bei Phl. exasperata, auf den Flügeldecken kommt besonders eine 
breite, an der Naht hinaufgebogene sammtsehwarze praeapikale 


12. Heft 


126 Dr. Jan Obenberger: 


Querbinde und eine helle Querbinde vor ihr, näher der Spitze zum 
Ausdruck. 

Kopf ist mit vier Höckerchen versehen; das obere Höckerchen 
trägt einen kurzen Haarpinsel. In der Mitte der Stirn mit einer tiefen 
Längsrinne. Halsschild ıst ohne Höckerchen, beiderseits an der Basies 
flach breit eingedrückt, im basalen Drittel am breitesten, von ebenda 
zur Basis kurz und breit abgerundet, nach vorne fast geradlinig viel 
stärker verengt, mit ziemlich stark nach vorne vorgezogenen Mittel- 
lappen des Vorderrandes, etwa 1}/.mal so breit als lang, auf der Fläche 
ungleichmäßig behaart, mit einigen schwarzen, einigen kahlen Flecken 
und mit einigen hineingemischten silberweißen Härchen. Flügeldecken 
sind im apikalan Drittel verbreitet; laterale Partien des ersten und 
zweiten Abdominalsegmentes sind oben unbedeckt. Unterseite ist 
schwärzlich, sehr fein weißlich, spärlich behaart, Seitenpartie der 
Abdeminalscgmente sind schmal mcssingfarben, Abdomen ist bläulich, 
die Segmente sind am Apikalrande rötlich. 

Dem Andenken des Dr. Otokar Nickerl, des Gründers der 
Entomologischen Abteilung des Prager Nationalmuseums zu Ehren 
benannt. 

128. Phlocteis Helferi m. n. sp. 

Hab.: Rhodesien (Coll. Obenberger). N. W. Rhodesia: Mwengwa 
279 40° E., 130 S., 20. II. 1914, 11. XI. 1913, 16. XII. 19135, BG 
Dollmann lgt. (Coll. British Museum-London). Long.: 7,5—8,5 mm. 

Schwärzlich bronzefarben, Seiten und Basis des Halsschildes 
sind bläuliech. Unterseite ist schwarzblau, glänzend. Kopf ist ziemlich 
breit, Scheitel ist schwarz, vordere Hälfte der Stirn ist braungelb, 
hintere weich behaart- die Härchen sind halb aufgerichtet. Die Stirn 
ist breiter als lang, nach oben breiter werdend. Halsschild ist lang. 
nur um etwas breiter als Jang, im basalen Drittel am breitesten, gegen 
der Basis schwach verengt und abgerundet, nach vorne stärker gerundet 
verengt; bei den Basalwinkeln quer breit eingedrückt; Seitenrand 
ist vor der Basis (bei Seitenansicht!) ausgeschweift, Lateralrippe 
ist bis zur Mitte des Leibs durchgebogen. Halsschild ist ziemlich 
stark gerunzelt, mit einigen kahlen und einigen schwach tomentierten 
Flecken und mit feinen weißen Hasranhäufungen dazwischen. Die 
Flügeldecken sind ziemlich lang, aber auch ziemlich zylindrisch. 
oben in geringeren: Ausmaße depreß als bei anderen Arten. Abdomen 
wird bis auf die Seitenstücke desersten und zweiten Abdominalsegmentes 
bedeckt, Flügeldeckenzeichnung besteht aus 5—6 gewellten, silber- 
weißen, spärlichen Querlinien; eine praeapikale gewellte schwarze 
Zwischenbinde ist breiter und kommt besser zum Ausdruck. 

129, Phloeteis Cordae m. n. sp. 

Hab.: Rhodesia. Long.: 6,5 mm. ` 

Der vorigen Art sehr nahestehend, von ihr durch viel kleinere, 
viel schlankere, cher an einen schmalen Meliboeus erinnernde Gestalt, 
viel gewölbtere, zylindrische, oben noch viel weniger abgeflachte 
Flügeldecken verschieden. 


Beiträge zur Keuntnis der Buprestiden (Col.). 127 


Kopt ist klein, die Stin ist breit, fast kahl, ohne anfgerichicte 
Härchen, mit einigen weißen Härchen. Halsschild ist breiter und 
kürzer, mit stärker abgerundeten Hinterecken. Flügeldeeken sind 
viel schmäler, zum Ende viel stärker verengt, die weißliche Binden- 
zeichnung ist viel breiter und stärker zusammenfließend, zwei piae- 
apikale Binden fließen zusammen. 

Dem Andenken des Prager Naturforschers Corda gewidmet. 

Diese Art entfernt sich am meisten von dem üblichen Typus 
und wenn ich nicht die Art Helfer; gefunden hätte, ich wäre leicht 
in Verlegenheit gekommen, wohin diese kleine, an Meliboeus oder 
Gassneria erinnernde Form zu stellen ist. 

Die Arten der Gaitung Phlocteis sind einander zu sehr ähnlich 
und meist sehr selten. Sie sind auch schr schwer zu bestimmen, da sie 
meist in ganz anderen Gattunden beschrieben wurden. 

Wer eine Phlocteis richtig bestimmen will, muß sämtliche Arten 
der Gattungen: Discoderes, Amorphc*ma und Paradora studieren, 
da ältere Autoren in diese Gattungen sämtliche auch annäbernd 
an eine oder andere Gattung erinne rnde Arten eingerciht haben. 

So sind diese Gattungen wohl dazu vorbestimmt, daß sie Anlaß 
zu einer durchgreifenderen Trennung gäben. 

Als Phlocteis? könnte man folgende, bisher zu Discoderes gezählte 
Arten bezeichnen: deruta Fhr., immunita Fhr., wohl auch Demostis 
jactuosula Per. Ich halte es überhaupt für ausgeschlossen, daß Demostis 
in der aethiopischen Fauna vorkommt. 

Demostis plicipennis Per. ist laut der Diagnose und Abbildung 
eine Gassneria! 

Bestimmt als Phlocteis kann man auch Discoderes egregius 
Boh. bezeichnen. 

Auch Discoderes nigricans Obenb. ist eine Phlocteis. 

Discoderes fasciatus Guer. gehört wohl dagegen einer neuen Gattung. 

So wird natürlich die Artenzalıl der bisher bekannten Discoderes 
aus der afrikanischen Fauna stark vermindert. Als „sichere“ Discoderes 
kann man nur: capensis Kerr., gabonica Kerr., Salzmannı Sol. und 
chalcodes Wied. bezeichnen. 

Als fragliche Art bleibt hier comatus Fhr. 

Zur Gattung Paradora sollen zugezählt werden: denticollis Fhr. 
und wohl auch Pavo Gestro. 

Paradora umtalina Pér., eine merkwürdige Ait, die ich in einem 
Exemplare besitze, wird wohl auch aus dieser Gattung ausgeschieden 
werden müssen und gehört vielleicht zur Gattung Suarezia. bisher 
nur aus Madagaskar bekannt. Dagegen Phlocteis “elongata Kerr. ist 
eine Paradora. Zu Paradora gehören alle Arten dieser Gruppen, die 
ein annähernd hexagonales Pronotum, mit winkeligen Seiten haben 
und bei denen das erste Abdominalsegment mit einer rostbehaarten 
Makel versehen ist. Dieses Merkmal ist zwar nicht von generischer 
Wichtigkeit. jedoch für die meisten Paradora charakteristisch. 


12. left 


128 Dr. Jan Obenberger: 


Fraglich bleiben auch noch vier von Wollengren und Water- 
house beschriebene Amorphosomen, welche wenigstens zum Teile 
aus dieser Gattung auszuscheiden und einer anderen zuzuzählen sind. 

Die größte Schwierigkeit bietet da die unzulängliche Beschreibung 
der Arten und die Seltenheit der Spezies der genannten Gattungen; 
man bekommt nur meist vereinzelte Stücke zur Ansicht und die meisten 
Typen sind unerreichbar. 

Die Vertreter der Gattung Discoderes. soweit sie mir bekannt 
sind, erinnern eher an Meliboeus oder Paracephala und werden wegen 
der einfachen, ungezähnten Klauen sofort kenntlich. Ich besitze 
zwei neue Species dieser seltenen Gattung: 


130. Discoderes aurulans m, n, Sp. 

Hab.: Capland. Long.: 4,5 mm. 

Im Grunde goldig kupferig. glänzend, aber überall mit anliegenden, 
ein wenig schuppenhaarigen, goldigen und gelbweißen Behaarung 
bekleidet. In der Form und Gestalt an einen Meliboeus erinnernd. 
Ziemlich gewölbt und ziemlich robust. Kopf ist breit und ziemlich 
gewölbi, die Augen ragen seitlich nieht hervor. Die Stirn ist behaart, 
oben mit feiner Miitelrinne, gewölbt; der zwischen den Augen liegende 
Teil dur Stirn ist etwa 1!/, mal breiter als lang, die innere Augenränder 
sind gradlinig und gegen den Scheitel divergierend. Halsschild ist 
gewölbt, etwa 1!/,mal so breit als lang, in der Mitte fast parallelseitig, 
mit nach vorne resp. nach hinten mäßig leicht abgeschrägten Ecken; 
glänzend, ziemlich weitläufig gerunzelt und ungleichmäßig behaart. 
Die Seitenrippe ist mir durch eine längliche Erhöhung andedeutet. 
Seitenrand ist (von der Seite geschen) fast geradlinig. Die Flügeldecken 
sind im Grunde fein runzelig, überall behaart, seitlich vor der Mitte 
etwas ausgeschweift, dann hinter der Mitte verbreitert mit breit 
einzeln abgerundeten Spitzen. Eine schmale Seitenpartie des ersten 
Abdominalsegmentes ist seitlich unbedeckt. Unterseite: ist goldig 
kupferig und gelblich, spärlich behaart, die Füße sind etwas dunkler. 


131. Discoleres capicola m. n. Sp. 

Hab.: Capland. Long.: 5,6 mm. 

In der Gestalt dem vorhergehenden sehr nahekommend, jedoch 
viel größer, etwas breiter, die Flügeldecken sind schwärzlich und nur 
spärlich, kurz gelb behaart, fein dicht körnelig gerunzelt. Kopf ist 
breit, noch breiter als bei aurulans, ebenso wie die Stirn. Halsschild 
ist im basalen Drittel am breitesten, von ebenda nach hinten schwächer. 
nach vorn stärker gerundet verengt, beiderseits vor der Basis mit 
einer flachen, breiten, schiefen Querdepression. Seitenrand ist (von 
der Seite gesehen) im basalen Drittel gebogen und eingebuchtet. 
Seitenrippo des Halsschildes ist nur durch eine kleine Erhöhung im 
basalen Drittel angedentet. 

132. Paradora pulchra m. n. Sp. 

Hab.: Gold Coast. Long.: 12 mm. 

Kopf und Halsschild sind prachtvoll gefärbt und goldig, an- 
liegend behaart. Unterseite, Füße und Flügeldecken sind im Grunde 


Ben 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 129 


dunkelblau, ziemlich glänzend. Das erste Abdominalsegment beider- 
seits mit einer großen goldigen Haarmakel; sonst ist die Unterseite 
bis auf ein weißes, kleines Makelchen auf den Seiten der Abdominal- 
sternite und auf ein winzig kleines weißes Makelchen im Apikalwinkel 
der seitlich nicht vollständig bedeckten Abdominaltergite kahl. Kopf 
mit einer Mittelrinne. Halsschild im basalen Drittel am breitesten, 
hier in Form eines scharfen Halmes seitlich vortretend, gegen die 
Basis stark ausgeschweift verengt, nach vorne lang gerundet verengt. 
Lateralrippe ist im vorderen Drittel und zwar sehr stark ausgebildet, 
sie überragt (bei der Ansicht von oben) stark den Seitenrand. Fläche 
des Halsschildes ist durch einen kleinen Eindruck vorne in der Mitte 
und durch beiderseits einen breiten, schrägen Praebasaleindruck 
uneben. childchen ist dreieckig, kahl, blau. Flügeldecken beiderseits 
mit einer angedeuteten, flachen, glatten, kahlen Längsrippe, sonst 
anliegend seidenschimmernd schwarz behaart, mit vier sehr gewellten 
Querbinden und einer queren, fast geraden Praeapikalbinde. Alle 
Bniden sind silberweiß, die zwei vorderen sind weniger deutlich. Am 
Ende sind die Flügeldecken ziemlich breit, etwas schief abgerundet. 
Unterseite ist glänzend, Prosternum ist matt und nicht gekörnelt. 

Meiner Paradora Satanas ähnlich, aber viel kleiner, weniger 
gestreckt, anders gefärbt, mit schmälerem Halsschilde und viel schärfer 
vortretendem Seitenzahn desselben. 


133. Paradora lacustris n. n. sp. 


Hab.: Nyassa. Long.: 12 mm. 

Der vorhergehenden Art ähnlich, aber schlanker gebaut. Kopf 
und Halsschild sind schwärzlich, mit karminrotem Glanz. Kopf und 
Halsschild sind dicht, anliegend rostbraun behaart. Flügeldecken 
sind im Grunde violett schwarz, sonst ähnlich gezeichnet wie pulchra m. 
Halsschild ist viel kürzer und breiter, seitlich in basalen ?/, der Länge 
am breitesten und hier nur einfachen sehr stumpfen Winkel bildend, 
ähnlich, aber sträker eingedrückt, daher viel mehr uneben. Unter- 
seite ist violett-schwarz, glänzend, Prosternum ist dicht runzelig und 
matt, das erste Ventralsegment seitlich mit einer großen rostfarbigen 
Haarmakel. Die Fühler und Füße sind rein schwarz. Lateralrippe 
des Halsschildes ist etwas schwächer ausgebildet als bei pulchra. 


134. Planidia elongatula m, n. sp. 


Hab.: Orange river (Südafrika). Long.: 11 mm. 

Sehr lang, in der Gestalt ziemlich an Kamosia thoracica Kerr. 
erinnernd. 

Dunkel braun bronzefarben, im Grunde runzelig, auf dem Hals- 
schilde und auf den Flügeldeeken scheckig goldgelb behaart. Kopf 
ist ziemlich gewölbt, mit einer Mittelrinne in der Mitte, die Stirn ist 
ungleich dicht hell gelb behaart. Fühlerglieder sind vom vierten 
Gliede an dreieckig, vom fünften Gliede breite, kurze Dreiecke bildend. 
Halsschild ist etwa so lang als breit, vorne breit abgerundet, seitlich 
fast parallelseitig, mit stumpf abgeschrägten Vorderwinkeln, etwas 

Archiv für Naturgesehiehte 
1022. A. 12. 9 12. Heft 


130 Dr. Jan Obenberger: 


uneben, in der Mitte mit zwei niedrigen höckerigen Erhöhungen, 
Hinterecken sind heruntergebogen und breit abgerundet. Flügel- 
decken sind sehr lang, zylindrisch, am Ende schmal einzeln abgerundet, 
bei der Naht nur mäßig abgeflacht. Unterseite ist schwärzlich, am 
Abdomen ungleichmäßig goldgelb und heller gelb behaart. 

Diese Art ist dadurch merkwürdig, daß bei ihr die Fühlerglieder 
eigentlich schon vom dritten Gliede an dreicckig werden; dieses Merkmal 
steht eiegntlich mit der Gattungsdiagnose in Widerspruch; ich habe 
aber Gründe dazu, diese Art trotzdem als eine Planidia zu deuten. 
Ich selbst besitze keino andere Art dieser Gattung, habe aber diese 
Art mit der Type der Planidia alluaudi Kerr., die sonst von ihr schon 
durch die viel breitere und flachere, kürzere Gestalt usw. abweicht, 
verglichen und obwohl beide Tiere einander ganz unähnlich, habe 
ich doch keine solche wichtigere Unterschiede gefunden, die cine 
Stellung dieser Art in eine besondere Gattung rechtfertigen könnten. 


135. Diadora undulata m. n. sp. (Kerr. i. litt.). 


Hab.: Paraguay. Long.: 6 mm. 

Schwärzlich, dicht, stark gerunzelt. Kopf und Halsschild sind 
dunkel kupferig, stark gerunzelt. Die ganze Oberseite ist ungleich 
dicht, mit einer dünnen, schmutzig delben, wie diehteren, wie fast 
fehlenden Behaarung bekleidet; diese Behaarung bildet auf den 
Flügeldecken vier ungleichmäßige zum Teile wenig deutliche Quer- 
binden; von diesen kommt nur cine gewellte postinediane und eine 
geradere Praeapikalbinde besser zum Ausdruck. 

Gestalt eines Meliboeus. Kopf ist ziemlich flach, breit, der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist ciwa 1%/;mal so breit als lang; 
in der Mitte der Stirn mit einer scharfen, aber leichten, flachen Miitel- 
linie. Halsschild ist an der Basis am breitesten, Mittellappen bei der 
Halsschildbasis ist gegen das Schildehen ziemlich stark vorgezogen; 
Halsschild ist von der Basis nach vorne in siner regelmäßigen Kurve 
gerundet verengt, hinter dem Vorderrande quer eingedrückt und mit 
gewölbter Mitte (von der Seite gesehen), Seitenrand ist gerade. Die 
Flügeldecken sind seitlich ungerandet, denen eines Meliboeus-ähnlich, 
am Ende breit abgerundet. Der seitliche Vorsprung des ersten Ab- 
dominalsegmentes bei den Flügeldeeken und am seitlichem Apikal- 
ende der Hinterhüfte ist mit emer kleinen, scharfen, jedoch sehr 
tiefen, sonst unauffälligen Vertiefung versehen. Abdomen ohne Relief, 
gleichmäßig spärlich hell behaart. 


136. Diadora pulchra m. n. sp. 


Hab.: Santiago del Estero, La Banda (Argentina). Ing. Weiser 
lgt. Long.: 7,8 mm. 

Länger, größer, glänzender und heller gefärbt als undulata, mit 
deutlicherer Haarzeichnung, die eine unregelmäßige Postskutellar- 
makel, mit einigen kleineren Flecken dabei, dann eine durchgebogene 
postmediane und eine quere praeapikale Makel bildet. 

Außerdem von undulata durch folgende Merkmale verschieden: 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 131 


Kopf in der Mitte mit einer nicht bis nach vorne reichenden, 
schmalen, aber sehr tiefen wie eingeschnittenen Längsspalte (wie 
bei Zthon). Halsschild ist bei Seitenansicht flacher, hinter dem Vorder- 
rande ohne Quereindruck, gleichmäßig gewölbt; seitlich im basalen 
Drittel am breitesten, von ebenda zur Basis stark ausgeschweift 
verengt, nach vorne sehr flach gerundet verengt, in den Hintereeken 
mit einem kurzen, glatten, seitlich gestellten, unauffälligen Längs- 
ləistchen. Abdominalsegmente seitlich mit glattem, Tundlichem 
Reliefe, neben ihnen sehr dicht weißgelb behaart. Seitenvorsprung 
des ersten Abdominalsegmentes ohne tiefe Grube. 

Gattung Bergidora Kerr., vom Autor in „Genera Insectorum“ 
auf eine hübsche südamerikanische Art aufgestellt, ist synonym mit 
Diadora. 

Ich besitze sie aus Buenos Ayres (Bergidora pieturella Kerr.) 
und kann zwischen ihr und Diadora außer der Färbung keinen wichtigen 
Unterschied finden, um so weniger, da manche, von Kerremans 
angegebene Merkmale ganz falsch beschrieben wurden. So z. B. 
meine picturella, die sonst absolut mit der Originaldiagnose in Einklang 
steht, hat keine großen Schläfen hinter den Augen, die sie sonst in die 
Verwandtschaft von Olema und Paracephala stellen könnten; dieser 
Passus in der Kerremans-Tabelle ist also falsch. Auch die Abbildung, 
was die Form anbelangt, ist nicht richtig. So z. B. hat pieturella Kerr. 
den Halsschild hinter dem Vordsrrande quer schmal eingedrückt. 
Auf der Abbildung wurde aber diese quere Vertiefung als Vorder- 
rand gezeichnet. Die tiefe längliche Grube auf dem lateralen Vor- 
sprunge des ersten Abdominalsegmentes, bei der apikalen Außenecke 
der Hinterhüfte, wie ich sie cben bei Diadora undulata beschrieb, 
befindet sich hier auch. 

Das Kerremans’sche Exemplar war, wie aus der Gattungsdiagnose 
herausgeht, defekt und wohl aueh sehmutzig oder verschimmelt, 
weil ich sonst mir nicht gut erklären kann, wie Kerremans zu den 
fraglichen „langen“ Schläfen kommen könnte. Mein Tier paßt sonst 
in der Färbung haargenau auf die Figur, bis auf den erwähnten Vorder- 
rand des Halsschildes. 


137. Strigulia paradisea m. n, sp. 


Hab.: Usambara. Long.: 8 mm. 

Schwarz, seidenglänzend. Kopf ist vorne karminrot, gerunzelt, 
oben in der Mitte länglich vertieft. Halsschild ist flach, breit, in der 
Mitte mit einer flachen länglichen Vertiefung, in der Mitte am breitesten, 
hier abgerundet stumpfwinkelig und gegen die Basis und nach vorne 
stark, fast geradlinig verengt, bei den Seiten in der vorderen Hälfte 
mib einer abgeflaehten, etwas durchgebogenen Längsrippe. Flügel- 
decken sind breit, dicht, gleichmäßig, scharf quergerunzelt, am Ende 
ziemlich breit zusammen abgerundet, im apikelen Drittel mit einem 
silberweißen, aus dünnen und feinen Härchen zusammengestellten 
Querbinde. Unterseite ist schr kurz und spärlich weiß behaart, ebenso 
wie die Füße rein schwarz. 


9* RH 


132 Dr. Jan Obenberger: 


Durch die Flügeldeckenskulptur und Zeichnung schr aus- 
gezeichnet. 


138. Strigulia camerunica m. n, sp. 


Hab.: Kamerun: Balanga. Long.: 5,5 mm. 

Dunkelblau, glänzend, kahl, oben abgcflacht; Kopf ist gerunzelt, 
purpurrot, der Scheitel ist schwarz. Halsschild ist flach, glänzend, 
fein gerunzelt, in der Mitte am breitesten, auf den Seiten sehr stark, 
gegen die Basis stärker gerundet. Flügeldecken sind flach gewölbt, 
hinter der Miite verbreitet, am Ende zusammen abgerundet, glänzend, 
kahl, etwas runzelig und mit flachen, breiten, wenig vortretenden 
Querrunzeln. Unterseite und Füße sind schwarz, die Fühler sind 
messingfarben. 

Erinnert etwas an coerulea Kerr. aus Abessynien, aber mit einer 
ganz anderen Form des Halsschildes, dunkler gefärbt und viel feiner 
skulptiert. 


139. Geralius Argentinac m. n. sp. 


Hab.: Jujuy (Argentinien). Long.: 7 mm. 

Schwarzviolett, auf den Flügeldecken mit weißen, wenig deutlichen 
Haarbinden. Kleiner und schlanker als /ureiventris Chevr. oder 
distinctus Kerr., sonst beiden diesen Arten ziemlich ähnlich und von 
ihnen durch folgende Merkmale verschieden: 

Die Flügeldecken sind am Ende zusammen abgerundet und ge- 
zähnelt, wie bei fureiventris, die ganze Oberseite ohne rotgelbe Flecke, 
auch das schwarze Grundtoment der Flügeldecken fehlt vollkommen. 
Halsschild ist hinter der Mitte am breitesten, von ebenda nach hinten 
viel stärker verengt als bei beiden anderen Arten, auch nach vorne 
seitlich stärker verengt. Flügeldecken sind flacher und viel weniger 
gewölbt, länglich; die Gestalt ist viel weniger robust und depreß. 


140. Anadora Mechovi ssp. eupriventris m. n. Sp. 


Hab.: Usambara. 

Von der Stammform durch viel məhr kupferige Oberseite, kupferig 
gefärbtes Abdomen und durch rostfarbige pracapikale Haarpinsel 
auf den Flügeldecken verschieden. Bei der Stammform sind die 
Flügeldecken und Unterseite dunkel und die Haarpinsel sind auf 
den Flügeldecken schwarz. 

Wohl eine östliche Rasse der Art. 


141. Anadora lepida m. n. sp. 


Hab.: Natal (Port Natal). Long.: 11 mm. 

Kopf ist ziemlich groß, unterhalb des Scheitels beiderseits mit 
einem sehr langen, hörnchenförmigen, rostfarbigen Haarpinsel. Hals- 
schild ist im basalen Drittel am breitesten, ebenda gerundet, nach vorne 
stärker, fast geradlinig, zur Basis schwächer verengt, mit sehr stumpf- 
winkeligen Basaleckeu, auf der Fläche ziemlich schwach gewölbt, 
ohne Erhabenheiten, aliedmäßig gewölbt, beiderseits der Mitte vor 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col. 133 


der Basis mit zwei dunklen länglichen Tomentmakeln, in der Mitte 
fast kahl, sonst ungleichmäßig braun und weiß behaart, im Grunde 
messingfarben. Die Flügeldeeken sind im Grunde messingfarben, 
aufder "Schulter mit einem kleinen Haarbüschel, mit einemrostfarbenen, 
schrägen Hasrbüschel vor der Spitze, mit einer vostfarbenen und 
schwarzen Tomentzeichnung, dazwischen mit einigen undeutlichen 
weißen Querbinden: mit ciner dunklen Haarbinde im apikalen Drittel; 
ebenda seitlich mit einem kurzen dunklen Haarbüschel. Füße sind 
schwarz. Unterseite ist schwärzlich, fein kurz braun behaart mit 
einigen weißen kleinen Makelchen auf dem Abdomen. 


142. Amorplosoma indienm m. n. sp. 


Hab.: Ostindien: Rarkul. Long.: 9 mm. 

Schwärzlich bronzefarben, dunkel gescheckt, mit unregelmäßiger 
und wenig deutlicher schwarzer und weißlicher Behaarung, ziemlich 
kurz gebaut. Unterseite ist violettschwarz, die Seiten des Mesosternums 
und der Hinterhüften sind silberweiß behaart. Kopf mit zwei zu- 
gespitzten Haarpinseln auf dem Scheitel; Halsschild ist etwas mehr 
als zweimal so breit als lang, in der Mitte am breitesten, gegen die Basis 
ausgeschweift, ‚nach vorne breit gerundet verengt, vorne seitlich 
schr grob krenuliert, im vorderen Drittel mit einer Querdepression, 
ebenso auch vor der Basis quer eingedrückt, in der Mitte mit einer 
ziemlich schmalen Längsfurche, vorne neben ihr mit zwei kleineren, 
in der Mitte mit zwei viel größeren Höckerchen. Prachumeralleistchen 
des Halsschildes ist undevtlich. Die Flügeldecken sind gewölbt und 
ziemlich robust, zum Ende verschmälert, dann am Ende leicht ver- 
breitet und an der Naht zusammen ausgeschwaift, beiderseits, in 
einer gewissen Entfernung von der Naht mit einem violetten, spitzigen 
Zahn, Die schwarzen Haarbüschelehen liegen: 1. ein kleines ein wenig 
hinter der Basis, beiderseits nahe der Naht; 2. ein großes (näher der_ 
Naht) und ein schr kleines (seitlich gestel Ites) i im Apikaldrittel; 3. ein 
großes schräges im Flügeldeckenende. 


143. Amorphosoma papuanım m. n, Sp. 


Hab.: Neuguinca. Long.: 11mm. 

Vom ähnlichen Aussehen wie die vorhergehende Art, jedoch viel 
länger, heiterer gefärbt. Bronzefarben, der Scheitel ist karminviolett, 
die Mitte des Halsschildes, die Schulter, eine unregelmäßige Querbinde 
vor dem apikalen Drittel und die Flügeldeckenspitze sind bläulich. 
Hinterhüften und Mesosternum sind sehr dicht weiß behaart, die 
übrige Unterseite ist nur sehr fein behaart, Abdomen ist glänzend 
bronzefarben, die Seiten der Analsegmente sind blänlich. 

Die Stirn mit zwei langen spitzigen Haarbüscheln, die auf zwei ge- 
wölbten Erhöhungen am Scheitel stehen. Halsschild ist in der Mitte 
gewölbt, ohne Rinne, ohne deutliche Querdepressionen, im äußeren 
Drittel der Breite vor der Mitte gehöckert; seitlich hinter der Mitte am 
breitesten. zur Basis stark ausgeschweift verengt, nach vorne hreit 
abssrundet, seitlich nur fein krenuliert, in den Hinterwinkeln mit 


12, Heft 


134 Dr. Jan Obenberger: 


einem scharfen, gebogenen, kurzen Prachumeralleistehen. Die Flügel- 
decken sind breit, ziemlich flach gewölbt, lang, vom apikalen Drittel 
nach hinten stark ausgeschweift verengt, mit breiten Enden; diese 
sind zusammen an der Naht ausgerandet, einzeln in der Mitte der 
Breite mit einem kurzenMittelzahn und außen mit einemAußenzähnchen, 
am Ende nur ziemlich spärlich abstehend schwarz behaart. Schwarze 
abstehende Haarbüschelchen liegen: 1. hinter den Schultern sind 
vier, cine Querreihe bildende kleinere Haarbüschelehen; 2. hinter 
der bläulichen Querbinde, im apikalen Drittel sind beidkrseits drei 
etwas deutlichere Haarbüschel in eine Querreihe gestellt. Sonst 
mit kleinen undeutlichen schwarzen Makelchen, und mit einigen 
weißen und angedeuteten Querbinden dazwischen. Zwei solche 
deutlichere silberweiße, stark gewellte Querbinden liegen zwischen 
den pracapikalen Haarbüscheln und zwischen der Spitze. 


144. Mundaria postiaseiata m. n. sp. 


Hab.: Ostindien: Kanara. Long.: 13 mm. 

Von der Gestalt und Form der Mundaria typica Kerr. 

Ganz zylindrisch, dunkel bronzefarben, vngleichmäßig schwarz- 
braun behaart, Kopf und Halsschild mit einer ungleichmäßigen und 
unauffälligen ockerbraunen Behasrung; Flügeldecken sind am Ende 
rostfarbig gesäumt, mit einer ebensolchen. stark wellenförmigen 
Praeapikalbinde und mit zwei oder drei viel schmäleren und schr 
wenig deutlichen, stark durchgebogenen Binden vor der Mitte. Kopf 
ist ziemlich klein, die Stirn ist flach, der zwischen den Augen liegende 
Teil der Stirn ist parallelseitig und etwa so lang als breit. Halsschild 
ist dicht fein granuliert, breit, beiderscits in den Hintereeken mit emer 
schiefen breiten und flachen Depression, seitlich bis zum vorderen 
Drittel parallelseitig, dann nach vorne im Winkel gerade verenst. 
Flügeldecken sind lang, bis zum Apikaldrittel parallelscitie. dann zur 
Spitze schwach gerundst verengt, mit breit zusammen abgerundeten 
Spitzen; der Nahtwinkel ist beiderseits kurz abgerundet; am Ende 
schr fein, dicht gezähnelt ; überall sehr fein. ziemlich dicht punktulicrt. 
seitlich mehr runzelig; auf den unbehaarten Stellen ziemlich glänzend. 
Unterseite ist, besonders hinten, stark glänzend, Hinterhüficn sind 
außen (ebenso die umgebogenen eiten des Halsschildes) rost- 
farbig behaart. Abdomen ist bronzefarben. seitlich dichter weiß und 
braun behaart. 


145. Brachyeoroebus Helferi m. n, sp. 


Hab.: Nordbirmanien. Long.: 5 mm. 

Kopf und Halsschild s'nd gold'g bronzefarben. Halsschild ist 
in der Mitte ein wenig angedunkelt; die Flügceldecken sind etwas 
dunkler, violett-bronzefarben, mit einer goldgelben, aus feinen. dünnen 
Härchen zusammengcestellten Haarzeichnung. Kurz und breit, flach 
gewölbt. Die Stirn ist ziemlich schmal, mit einer Längsrinne. Hals- 
schild ist vor der Mitte am breitesten, nach hinten nur schr schwach, 
nach vorne breit gerundet verengt. seitlich krenulieit, mit einer schiefen 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 135 


Querdepression, die von den Vorderecken schräg gegen das Schildehen 
verläuft, fein gerunzelt. überall spärlich, dünn und fein behaart, 
Schildchen ist dreisckig, breiter als lang, ziemlich klein. Flügeldeeken 
sind nun etwas mehr als zweimal so lang als breit, mit einer post- 
skutellaren Nahtbinde und etwa vier, vorne unvollständigen, ziemlich 
breiten Wellenlinien, die aus feinen goldigen Härchen zusammen- 
gestellt sind. Die Flügeldecken sind sonst kahl, mit der charakteristischen 
schuppenförmigen Runzelung seitlich bis über die Mitte parallelseitig 
und am Ende breit zusammen abgerundet. 


146. Sambus Pertoldi m. n. sp. 


Hab.: Ostindien: Ghodbandar bei Bombay, 12. II. 1922. Dr. 
Pertold lgt. Long.: 5 mm. 

Goldig, gegen das Flügcldeckenende mehr kupferig gefärbt, überall 
mit einer dichten goldgelben, feinen Behaarung bedeckt; am Flügel- 
deckenende wird diese Behaarung weniger dicht und es treten hier 
eine stark gewellie Praeapikalbinde und eine schwachgebogene Apikal- 
binde aus ebensolchen goldigen Scidenhärchen zusammengestellt, 
besser zum Ausdruck. Kopf ist breit, mit einer feinen Mittelrinne, 
Halsschild ist breit, in der Mitte am breitesten. nach vorne und nach 
hinten gerundet verengt, die Oberseite ist fein gerunzelt. überalı 
goldig behaart, dic seitliche Längsrippe ist undeutlich, nur angedeutet. 
Flügeldecken sind dicht runzelig und ziemlich gewölbt, robust, überall 
behaart, bis auf die erwähnten Partien zwischen dən beiden Quer- 
binden vor der Spitze. Unterseite ist goldig, sehr fein dicht behaart. 


147. Sambıs eamerunieus m. n. sp. 


Hab.: Kamerun (Kulu); v. Rothkirch Igt. Long.: 5,5--6,5 mm. 

Meinem Sambus Van Rooni m. sehr ähnlich, jedoch größer, robuster 
gebaut; Kopf und Halsschild sind leicht kupferig. Flügeldecken sind 
schwarz, mit weißen Wellenlinien. Kopf ist breiter und viel weniger 
gewölbt als bei Van Rooni, Halsschild ist viel breiter, seitlich viel 
stärker gcrundct, in der Mitte am breitesten, Schildchen ist viel breiter, 
die Flügeldecken sind viel robuster, länger. die weißen Wellenlinien 
sind breiter und stärker gewellt, Praehumeralrippe des Halsschildes 
ist schärfer und kräftiger ausgebildet. Der zwischen den Augen liegende 
Teil der Stirn ist bei Van Rooni nach oben leicht divergierend, hier 
parallelseitig und etwas breiter. 


148. Coroebus Linnei m. n. sp. 


Hab.: Hong-Kong. Long.: 10---11 mm. 

Kopf und Halsschild sind rosafarben, Kopf ist oft bläulich gefärbt. 
Flügeldecken sind an der Basis hellblau, dann gesehwärzt, in der 
Mitte bronzefarben, Apikalhälfte ist geschwärzt. 

Kopf in der Mitte mit einer Längsrinne, vorne behaart, die Stirn 
ist länger als breit. Halsschild ist breit, an den Seiten geschwärzt, 
mit einem tiefen queren praebasalen Eindruck beiderseits, ebenda 
leicht messingfarben; an der Basis am breitesten, von ebenda bis zur 


12. Neft 


136 Dr. Jan Obenberger: 


Mitte parallelseitig, dann nach vorne ziemlieh schwach gerundet 
varengt, fein querrissig gerunzelt, kahl, ohn> Seitenrippen, mäßig 
glänzend. Schildehen ist ziemlich klein, bläulich. Flügeldeeken sind 
länglich, oben abgeflacht, hinter der Mitte leicht verbreitet, am Ende 
breit zusammen abgerundet und fein zähn lig, fein gerunzelt punktiert, 
diese Punktur wird zur Spitze feiner. Apikale Partic der Flügeldecken 
ist etwa von apikalen ?/, der Länge dicht weißlich, anliegsnd dünn 
behaart. Diese „‚Haarzone“ zieht sich entlang der Naht bis zur Mitte 
hinauf und ist nach außen schräg, scharf abgegrenzt. In der Vorder- 
hälfte nur mit einigen undeutlichen gelben Haargruppen, Prosternum 
ist ungerandet, ziemlich breit, ziemlich stark runzelig punktiert. 
Unterseite ist schwärzlich mit blaugrünem Glanze, sehr kurz, dünn, 
regelmäßig, fein weiß behaart; nur die Seitenstücke des Mesosternums 
und der Hinterhüften sind dicht braungelb behaart. 


149. Coroebus Wallacei m. n. Sp. 


Hab.: Borneo. Long.: 12 mm. 

Oben blauschwarz mit (besonders seitlich) leichtem violett- 
blauem Glanze. Unterseite ist in der Mitte schwärzlich messinggrün, 
seitlich dunkler und matter, fein runzelig. Kopf ist ziemlieh breit, 
Stirn ist schmal, schwach, unpunktiert, in der Mitte tief ausgehöhlt, 
glänzend. Die Fühler sind blauschwarz. Halsschild ist breit, gleich- 
mäßig gewölbt, auf den Seiten unebener, hier ungleichmäßig spärlich 
weißlich behaart; mit einem sehr kurzen, gebogenen Lateralleistehen 
vor den Hintereeken, seitlich hinter der Mitte am breitesten, nach 
vorne breit gerundet verengt, gegen die Basis nur mäßig, fast gerad- 
linig verengt, in der Mitte wie abgeglättet, nur mit wenigen flachen 
rissigen Querrunzeln. Schildehen ist groß, pentagonal. Flügeldecken 
sind ziemlich gewölbt, länglich, bis über die Mitte parallelseitig, dann 
zur Spitze geradlinig verengt, am Ende breit quer zusammen ab- 
gestutzt und gezähnelt; zwischen den zwei kleinen praesuturalen 
Zähnchen und zwischen den Lateralzähnchen mit einer flachen, jedoch 
unauffälligen Ausrandung beiderseits. Auf der Fläche beiderseits 
mit einer angedeuteten Längsrippe, sonst glänzend, fein, spärlich, 
hinten etwas raspelartig skulptiert, mit einigen, wenig angedeuteten. 
meist bei der Naht besser erhaltenen silberweißen queren Wellen- 
linien. Die Spitze ist ebenfalls ähnlich gesäumt. Prosternum ist 
schmal, parallelseitig. fein, spärlich punktiert. 

Dem Andenken des großen Wallace gewidmet. 


150. Coroebus Strandi m. n. Sp. 


Hab.: Himalaya: Kurseong. Long.: 15 mm. 

Lang, ziemlich gewölbt, glänzend, unten hellblan. oben dunkel- 
blau, auf den etwas dunkleren Flügeldecken mit grünlichem Glanze. 
Kopf ist fein punktiert, ziemlich klein. die Stirn ist etwas länger als 
breit, in der Mitte tief, breit eingedrückt. Halsschild ist kahl, fein 
spärlich punktiert, glänzend, bei den Basaleeken schräg quer cing- 
gedrückt. Lateralleistehen ist undeutlich, an der Basis am breitesten. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 137 


von ebenda nach vorne zuerst schwach, dann stärker gerundet verengt. 
Flügeldecken sind lang, glänzend, sehr fein, gegen die Spitze etwas 
stärker punktiert, mit einer angedeuteten Längsrippe in der Mitte, 
bis über die Mitte parallelseitig. dann zur Spitze in langer flacher 
Kurve verengt und am Ende breit zusammen abgerundet und ge- 
zähnelt; mit einer ziemlich breiten und durchgebogenen Praeapikal- 
binde im apikalen Drittel, mit einer Apikalquerbinde und einigen 
weißgrauen Makelchen im vorderen Teile der Flügeldeeken. Unter- 
seite ist sehr dicht und fein skulptiert, glänzend, fast kahl. Prosternum 
ist zur Spitze konisch verengt, breit, sehr fein punktiert, kahl und 
glänzend. Füße sind blau. 

Der vorhergehenden Art in mancher Hinsicht nahekommend, 
jedoch viel größer, robuster, mit anderer Skulptur und Behaarung usw. 

Meinem lieben Freunde Embrik Strand gewidmet. 


151. Corocbus Andrewesi m. n. sp. 

Hab.: Nilgiri Hills (A. K. Weld Downing). Long.: 13—14 mm. 

In der Gestalt der vorhergehenden Art nahekommend, Oberseite 
ist schwarz, die Flügeldecken mit einer deutlicheren welligen Prae- 
apikalbinde und einer Apikalbinde, dann mit einigen undeutlichen 
Makeln im basalen Teile; ziemlich glänzend, lang, ohne deutlicher 
ausgeprägter Längserhöhung auf den Flügeldecken. Halsschild ist 
breit vor der Mitte am breitesten, nach hinten nur sehr wenig und 
geradlinig, nach vorne breit gerundet verengt, seitlich sehr dicht 
und breit, anliegend gelbweiß behaart, in der Mitte kahl, glänzend 
und fein vertieft-runzelig, mit einer vertieften Mittellinie. Flügeldecken 
sind lang, glänzend, am Ende breit, etwas schräg zusammen ab- 
gestutzt. Unterseite ist schwarz. Pro- und Mesosternum ist in der 
Mitte blau; Mittelpartien sind kahl und glänzend, Seitenpartien sind 
sehr dicht und f:in weißgelb behaart. Prosternum ist nach unten 
breit konisch verengt. etwas runzelig punktiert und kahl. 

Tch erhielt seinerzeit diese Art vom Herrn H. C. Andrewes, 
dem bekannten Kenner der orientalischen Carabiden unter dem 
Namen „C. nilgiranıs Kerr.“. welcher meines Wissens nie beschrieben 
wurde. Herrn H. ©. Andrewes, Esq., zu Ehren benannt. 

152. Coroebus Andrewesi ssp. Kanarae m. n. sp. 

Hab.: Ostindien: Kanaradistrikt: D. Talewadi. 

Mit der vorhergehenden Stammform übereinstimmend, nur ist 
die Oberseite glänzend, goldig messingfarben, die tomentierte Stellen 
sind noch dichter, silberweiß behaart und die Wellenlinien der Flügel- 
decken treten deutlicher hervor. 

Die Mitte der Unterseite ist grünlich und glänzend, Prosternum 
ist schwöcher und glänzender. 

153. Coroebus assamensis m. 1, SP. 

Hab.: Assam. Long.: 10,5 mm. 

Violettschwarz, die Epipleuren der Flügeldecken sind blau, Unter- 
scite ist blauschwarz. Flügeldecken mit 6-—7 zum Teile unvollständigen 

12. Heft 


138 Dr. Jan Obenberger: 


(vorne) und sehr stark gewellten silberweißen queren Haarbinden. 
Stirn ist schwarz, glänzend, spärlich und unregelmäßig punktiert, 
fein, spärlich, einzeln behaart, parallelscitig, in der Mitte Sief und breit 
länglich vertieft. Halsschild ist breit, etwa zweimal so breit als lang, 
beiderseits vor der Basis mit einer breiten tiefen Querdepression, 
glänzend, ziemlich dicht gerunzelt, in der Mitte mit einer länglichen 
schmalen Haarbinde, beiderseits mit ähnlichen, jedoch weniger 
deutlichen Binden und einigen wenig deutlichen Haarmakelchen 
dazwischen. Die Mittelbinde tritt jedoch sehr deutlich hervor; emige 
Partien des Halsschildes sind fast haarlos. Seitlich ist Halsschild bis 
zur Mitte parallelseitig, dann nach vorne gerundet und zimelich stark 
verengt. Das Seitenleistehen ist im basalen Teile als ein gewölbtes 
und gebogenes, längliches Wülsichen erhalten. Schildehen ist breit 
pentagonal. Flügeldecken sind ziemlich lang und breit, oben ab- 
geflacht, ohne Längsrippen, fein und dicht gerunzelt punktiert, bis 
zum apikalen Drittel paarliclseitig, dann zum Ende schwach verengt, 
am Ende breit quer abgestutzt; jede Flügeldeckenspitze zeigt bei der 
Naht 3-— kleine Zähnchen, dann kommt eine halbkreisförmige, nicht 
zu große, aber regelmäßige und ziemlich tiefe Ausrandung, die seitlich 
wieder von ctwa vier Zähnchen begrenzt wird; von diesen das erste 
äußere Zähnchen auf der Außenseite der Ausrandung ist etwas weiter 
vorgezogen als das erste innere Zähnchen. Prosternum ist querrußzelig. 
Abdomen ist glänzend, nur schr kurz und spärlich, sehr fein behaart; 
die Behaarung ist auf den Seiten in den Hinterecken der einzelnen 
Segmente etwas verdichtet. 
Kommt in die Nähe des dentipennis Kerr. 


154. Coroebus malabaricus m. n. sp. 


Hab.: Malabar. Long.: 7 mm. 

Lang, zylindrisch, glänzend: Unterseite ist messingferben; Ober- 
seite ist putpurrot, ziemlich glänzend, Halsschild ist mehr goldig 
gefärbt; fast kahl. Flügeldc cken i im apikalen Drittel mit ciner breiten 
queren woißlichen Haarbinde. Stirn ist fast kahl. fein regelmäßig 
punktiert, mit schwacher Mittelrinne. sehr schmal. Halsschild ist 
gleichmäßig gewölbt, ohne Eindrücke, punktiert, seitlich dazwischen 
fein querri ssig gerunzclt, im ersten Dr.itel der Länge am breitesten. 
nach vorne gerund.:t. zur Basis leicht ausgeschweift verengt, in den 
Hinterecken mit ganz kurzem Seitenleistehen. Schildehen ist groß 
und quer triangelför m'g, blänlich. Flügeldecken sind gleichmäßig 
gewölbt, hinten feiner „Punktiet, vorne gcht diese Skulptur in eine 
Querrunzehmg über; lang. hinter der.Mitte etwas verbreitet, am 
Ende einzen abgerundet und leicht zugespitzt. 


155. Coroebus fulgidus var, divus m. u. var. 


Hab.: Ostindien: Kanaradistrikt. 
Von der Stammform durch prachtvolle violettblaue Färbung 
der Oberseite verschieden. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col). 139 


156. Coroebus montivagus m. n, Sp. 

Hab.: Himalaya: Darjeeling. Long.: 9,2 mm. 

Kopf, Halsschild und vordere Hälfte der Flügeldeeken sind 
hellblau, apikale Hälfte derselben ist dunkel blauviolett, Unterseite 
ist hell messinggrün, mit blauem Glanze, fein, kurz, dünn silberweiß 
behaart. Oberseite ist glänzend, ziemlich fein, auf den Flügeldeeken 
schuppenförmig gerunzelt. Stirn ist parallelscitig, mit einer tiefen 
Mittelrinne, ziemlich schmal, glänzend. vorne behaart. Halsschild 
ist in der Mitte am breitesten, von ebenda nach vorne stark gerundet, 
nach hinten nur schwach verengt, beiderseits vor der Basis mt einer 
breiten schiefen Querdepression, sonst ohne Eindrücke, ziemlich 
dicht körnig gerunzelt, ohne Seitenleistchen. Flügeldecken sind von 
ähnlicher Form wie bei undatus F., jedoch beiderseits auf der Spitze 
in der Mitte mit einer schmalen und sehr kleinen, flachen rundlichen 
Ausrandung, kahl, mit zwei wenig auffälligen und unvollständigen, 
aus feinen grauen Härchen zusammengestellten Haarbinden auf der 
Vorderhälfte der Flügeldecken, dann mit einer breiteren und viel 
deutlicheren queren pracapikalen Haarbinde im apikalen Drittel. 
Ebenfalls die Flügeldeckenenden sind ähnlich gesäumt. Erstes Ab- 
dominalsegment mit einem tiefen Längseindruck. Unterseite ist 
seidenglänzend, fein, dünn weißlich behaart, diese Behaarung wird 
gegen die Seiten deutlicher. 

15%. Coroebus monticola m. n. sp. 

Hab.: Himalaya: Darjeeling. Long.: 8 mm. 

Ebenfalls von der Form des Coroebus undatus F., jedoch viel 
kleiner; die Flügeldecken sind jedoch ganz ähnlich gebaut, nur am 
Ende cinzeln breiter abgerundet. 

Glänzend bronzefarben, sehr fein skulptiert, die Stirn ist breit, 
glänzend, mit einer feinen Mittelrinne. Halsschild ist hinter der Mitte 
am breitesten, von ebenda nach hinten wenig. nach vorne stark gerundet 
verengt, gewölbt, glänzend, bei den Vordereeken mit einer flachen, 
schiefen, breiten Depression. ohne Spur von Längsleistchen. sehr 
fein rissig gerunzelt. Schildehen ist kurz und sehr breit. Flügeldeeken 
ohne Spur von Längsrippen. im apikalen Drittel verbreitet, und mit 
einer halbkreisförmigen und. wenig deutlichen weißen Haarbinde vor 
der Mitte, einer queren ähnlichen Wellenlinie im apikalen Drittel 
und einer queren Praeapikalbinde. Unterseite ist stark glänzend, 
nur äußerst fein und spärlich, kurz weißlich behaart. Abdomen ist 
gewölbt, ohne Eindrücke. 

158. Coroebus Ugandae m. n. sp. 

Hab.: Elgon (Uganda). Long.: 10,5 mm. 

Kopf und Halsschild sind goldgrin, sehr grob punktiert. Flügel- 
decken sind sehr fein und spärlich punktiert, schwärzlich, gegen die 
Seiten dunkler, mit einer (bci der Naht verschwindenden) schwarzen 
santartigen Grundbehaarung und weißen Wellenzeichnung, Schildehen 
und die Naht bis zum Apikaldrittel ist schmal goldgrün gefärbt. 
Unterseite ist goldiggrün, die Füße sind prachtvoll violettblau. 

12, Heft 


140 Dr. Jan Obenberger: 


Länglich, ziemlich flach gewölbt; Stirn ist schmal, nicht ganz 
parallelseitig, ohne Mittellinie. Halsschild ist hinter der Mitte am 
breitesten, gegen die Basis nur sehr schwach verengi, mit stumpfen 
Basalecken, nach vorne breit abgerundet. Scitenleistchen ist lang, 
jedoch wenig gewölbt, ziemlich niedrig und rippenförmig. Flügeldecken 
sind oben abgeflachiö, seitlich bis zum Apikaldıittel pavallelseitig, 
dann zur Spitze schwach verengt, am Ende breit quer abgestntzt, 
mit einigen schärferen Zähnchen. Vor der Mitte mit beiderseits etwa 
6-7 kleinen weißen Makelehen, die zwei undeutliche Wellenlinien 
bilden. Im Apikaldrittel beiderseits mit einer ovalen Quermakel; 
beide dieser weißen Makel sind an der Naht von einander getrennt 
und schließen eine dunkle Mittelmakel cin; eine Pracapikalmakel 
liegt knapp vor der Spitze. Unterseite ist fein skulptiert, ziemlich 
gewölbt, fein, spärlich, in den Ilintereeken der Segmente dichter 
weiß behaart, ohne Eindrücke. 

Eine prachtvolle und besonders durch die grobe und dichte, grubige 
Punktierung des Halsschildes und Kopfes ferner auch durch die 
Färbung usw. höchst ausgezeichnete Art. 


159. Ceroebus Usanıbarae m. n. sp. (Kerr. i. coll.). 


Hab.: Usambara. Long.: 6,5 mm. 

Zylindrisch, länglich, oben ziemlich flach gewölbt. Schwarz, im 
Grunde braunschwarz behaart, jedoch auf mehreren Partien kahl, 
dazwischen mit einigen, undeutlichen zwei wellenförmige Querbinden 
bildenden weißen Makelshen auf der Vorderhälfte der Flügcldecken, 
dann mit einer breiteren \Welleulinie im Apikaldrittel, die cin kleines 
dunkles Makelchen bei der Naht frei läßt und mit einer Apikal- 
querbinde knapp vor der Spitze. 

Kopf ist ziemlich gewölbt. die Stirn verschmälert sich leicht nach 
vorne; sie ist im vorderen Teile behaart, hintere Hälfte der Stirn 
ist reliefartig abgeglüttet, mit feiner Längslinie. Halsschild vor der 
Basis mit einer flachen Querdepression, mit einem scharfen und 
gebogenen Seitonleistchen, in der Mitte am breitesten, nach vorne 
gerundet und nicht zu stark, zur Basis leicht ausgeschweift verengt. 
Schildehen ist bläulich und quer triangelförmig. Flügeldecken sind 
länglich, hinter der Mitte etwas verbreitet, am Ende ziemlich breit 
einzeln abgerundet, ziemlich rauh quergerunzelt. 

Erinnert durch die Färbung auf einige C’ryptodaetylus-Arten. 


160. Melibocus Schoutedeni m. n, sp. 


Hab.: Congo belge, Eliszbethville 15. III. 1912. Dr. Bequaert lgt. 
Long.: 8,5 mm. 

Smaragdgrün, rauh körnig skulptiert, schr robust gebaut. Außen- 
seiten der Hinterhüften und Hinierende der vor ihnen liegenden 
Episternen sind rot behaart. 

Kopf ist breit, die Augen überragen seitlich cin wenig den Vorder- 
rand des Halsschildes. Die Stirn ist fast parallelseitig. der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist ciw2 so breit a's lang. vorne 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col). 141 


spärlich weiß behaart, mit einer flachen Mittelrinne. Halsschild ist 
gewölbi, bei den Vorderecken ctwas depreß, im basalen Drittel am 
breitesten, von ebenda zur Basis sehr schwach, nach vorne im Winkel, 
stark und fast geradlinig verengt, mit einer weißen Haarmakcl in den 
Vorderecken, grob und dicht punktiert und dazwischen runzelig. 
Flügledeeken sind kurz und robust, kahl, etwa 21/,mal so lang als 
zusammen breit, flach, aber grob gekörnelt und querrunzclig. Schmale 
Seitenstücke des Abdomens werden seitlich unbedeckt und sind 
weißlich, dünn, unauffällig behaart. Unterseite ist messinggrün und 
nur sehr spärlich, dünn und unauffällig behaart. 

Die einzige Type wurde mir seinerzeit als Meliboeus albopilosus 
Kerr. Type vom Musée du Congo belge (Tervueren) ausgetauscht 
und sie trägt ferner ein Zettelehen: „D. Det. P. 283". 

Dieses Tier ist aber von allen mir bekannten afrikanischen Arten 
weit verschieden und besonders auch von dem albopilosus Kerr., 
von dem ich ebenfalls eine „Type“ vom Autor selbst besitze. Diese 
Art ist viel größer als die Kerremans’sche und schon durch die rote 
Sternalmakel höchst ausgezeichnet 

Ich habe öfters schon, zuletzt an den Materialen der Sphenopteren, 
die mir vom British Museum zur Revision gesandt worden sind, 
konstatiert, daß Kerremans ofù nicht im Stande war, seine eigene 
Arten wieder zu erkennen (ein ähnlicher Fall ist mit Sphenoptera 
persiriata Kerr., die an verschiedenen Stellen verschiedenartig ge- 
deutet wurde, und von der eine Menge von Typen“ existiert, die 
meisten wohl lange nach der Beschreibung so bezeichnet, 
die der genannten Art überhaupt nicht angehören! Einen ähnlichen 
„Lapsus calami“ des genannten Autors könnte auch die vorliegende 
Art vorstellen. 

Herrn Dr. Schouteden zu Ehren benannt. 


161. Meliboeus tomenticollis m. n, sp. 
Hab.: Zentralafrika: Usaramo. Long.: 8 mm. 


Länglich, zylindrisch, parallelscitig, ziemlich robust, bläulich 
gefärbt. Die Seiten des Halsschildes sind breit und dicht weiß gesäumt; 
ebenfalls auch die Seitenstücke des Mctasternunis, Außenpartie der 
Hinterhüften, der schmale sichtbare Teil des ersten Abdominaltergits 
und dann eine Makel auf beiden Sciten vor jedem Abdominalsegment 
sind dicht gelbweiß behaart. 

Die Stirn ist nach vorne ziemlich schwach konisch verengt, der 
zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa so lang als breit, 
trapezoidal, spärlich, dünn weiß behaart. Halsschild ist etwa 13/; mal 
so breit als lang, seitlich bis vor die Mitte parallelseitig, nach vorne 
ziemlich schwach, leicht gerundet verengt, normal gewölbt. Flügel- 
decken sind ziemlich stark und dicht quergerunzelt, am Ende ziemlich 
breit einzeln abgerundet, kahl. Unterseite und Füße sind schwarz. 


12. Heft 


142 Dr. Jan Obenberger: 


162. Meliboeus Fähraei m. n, sp. 

Hab.: Natal. Long.: 7 mm. 

Bleiblau. Flügeldocken sind sehr fein, spärlich, sehr kurz und dünn, 
regelmäßig weißlich behaart. Zylindrisch, gewölbt. Kopf ist ziemlich 
gewälbt. Die Stirn ist fein, spärlich weiß behaart, mit seiehter Mittel- 
rinne, der zwischen den Augen liegende Teil di r Stirn ist lang trapezoidal, 
etwas länger als breit, Halsschild ist ctwa im basalen Fünftel am 
breitesten, zur Basis fast geradlinig, nach vorne ziemlich stark, fast 
geradlinig verengt, mit dekliven Vorderecken, mit einer leichten 
Depression cbenda; die Mitte der Scheibe ist leicht buckslig erhöht, 
dicht und ziemlich fein gerunzelt. Flügeldecken sind lang, jedoch 
ziemlich robust, am Ende ziemlich schmal einzeln abgerundet, dis 
Skulpöur besteht aus einer ziemlieh feinen raspelartigen Körnelung 
die querrunzelförmig geordnet wird. Unterscite ist spärlich weiß 
behaart, cbenso gefärbt wie die Oberseite und glänzend; die weiße 
Behaarung ist auf dem schmalen, seitlich sichtbaren ersten Abdominal- 
tergiie verdichtet. 


163. Meliboeus prasinus m. n. sp. 


Hab.: Ostafrika: Usambara (Fruhstorfer). Long.: 5 mm. 

Oberseite ist smaragdgrün, dicht gekörnelt, Unterseite ist schwarz. 
Zylindrisch. 

Kopf ist breit, mit ziemlich tiefer Mittelrinne; der zwischen den 
Augen liegende Teil der Stirn ist trapezoidal, nach vorne verengt 
und etwas breiter als lang. Halsschild seitlich mit einem Saum von 
einer weißen Behaarung, ewölbt, von der Seite geschen im basalen 
Drittel am höchsten, hier (m der Mitte der Breite) etwas buckelig 
erhöht, etwa 1!/,mal so breit als lang, bis vor die Mitte parallelscitig, 
dann nach vorne fast geradlinig und ziemlich schwach verengt, dicht 
und ziemlich rauh ger unzelt. Flügeldecken sind dicht schuppenförmig 
gekörnelt, leicht quergerunzelt, am Ende ziemlich schmal einzeln 
abgerundet. Unterseite ist fast kahl, nur Seitenstücke des Metasternums, 
laterale Partien der Hinterhüften und eine schmale, von der Seite 
sichtbare Partie des ersten Abdominaltergites ist dieht gelbweiß 
behaart. 

Dem tomentiecollis m. nicht unähnlich, jedoch viel kleiner, Hals- 
schild ist bei Seitenansicht viel mehr gewölbt und buckelig, bei tomenti- 
collis nur flach gewölbt, Gestalt ist kleiner und weniger länglich, 
Unterseite ist anders skulptiert usw. 


164. Meliboeus Strandianus m. n, Sp. 


Hab.: Abessynien. Long.: 7,5 mm. 

Oberseite ist kahl, prachtv oll goldgrün, glänzend, Kopf und Hals- 
schild sind etwas mehr goldig g gefärbt. 

Unterseite ist dunkler grün, Füße und Fühler sind messingfarben. 

Länglich, zylindrisch. Kopf ist ziemlich klein, aber gewölbt 
und mit deutlicher Mittellinne; der zwischen den Augen liegende 
Teil der Stirn ist trapezoidal und etwa so lang als breit, fein runzelig, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 143 


nur sehr fein und spärlich, dünn weißlich behaart. Halsschild ist oben 
(bei Seitenansicht) flach gewölbt, vor der Mitte am breitesten, von 
cbenda nach hinten fast parallelseitig, nach vorne mäßig, gerundet 
verengt, seitlich durch cine silberweiße, dichte Behaarung gesäumt. 
Dieser Saum ist vorne breit, hinten sehr schmal. Skulptur bestcht 
aus dichter und grober, etwas unregelmäßiger grubiger Punktierung; 
sie bildet nur auf den Seiten einige Runzeln. Flügeldecken sind lang, 
ziemlich flach gewölbt, am Ende ziemlich schmal abgerundet, raspel- 
artig, dicht und schuppenförmig, flach gerunzelt. Unterseite ist 
glänzend, fast kahl; nur Seitenstücke des Metasternums und der 
Hinterhüften, dann je eine quere Makel auf den Seiten des zweiten 
und dritten Ventralsegnients und ein kleines Makelchen am Ende 
des ersten Abdominaltergits sind dicht silberweiß behaart. 

Meinem Freunde Herrn Embrik Strand zu Ehren benannt. 


165. Meliboeus Benguelae m. n, sp. 


Hab.: Benguella. Long.: 7,2 mm. 

Violettbraun, wenig glänzend, mit kahlen Flügeldecken. Ziemlich 
robust, zylindrisch. Kopf ist weiß behaart, mit feiner Mittelrinne, 
der trapezoidal, zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist länger 
als breit. Halsschild ist bei der Seitenansicht im basalen Drittel am 
breitesten, hier ziemlich stark buckelig, nach vorne stark dekliv, etwa 
1!/,mal so breit als lang, bis zum vorderen Drittel parallelsetig. dann 
nach vorne im Winkel und fast geradlinig verengt, ziemlich kräftig 
kreisförmig, dicht gerunzelt, scitlich mit breitem weißen Haarsaum. 
Flügeldeeken sind robust, etwa 21/ mal so lang als zusammen breit, 
ziemlich fein, dicht raspelartig gekörnelt. Unterseite ist kahl; nur 
Seitenstücke des Metasternums und der Hinterhüften, dann cine 
längliche Makel am durchgebogenen und seitlich sichtbaren ersten 
Abdominaltergite und eine quere Makel auf den Seiten des zweiten 
Abdominalsegmentes sind dicht gelbweiß behaart. 


166. Meliboeus cardinalis m. n, sp. 


Hab.: Ostafrika: Usambara (Fruhstorfer). Long.: 7T mm. 

Purpurviolett, ziemlich robust, wenig glänzend, mit kablen 
Flügeldeeken. Kopf ist ziemlich gewölbt, mit feiner Mittelrmne, der 
trapezoidale Teil der Stirn zwischen den Augen ist etwa so lang als 
breit, fein weißlich behaart. Halsschild ist bei Seitenansicht im basalen 
Viertel am breitesten, nach vorne dekliv; in der Mitte im basalen 
Drittel büschelig, seitlich in der Mitte am breitesten; zur Basis zuerst 
fast parallelseitig, dann leicht gerundet verengt, nach vorne stärker 
abgerundet; dicht und fein, kreisförmig runzelig, seitlich mit ziemlich 
breitem gelb-weißem Haarsaum, Flügeldecken sind am Ende ziemlich 
schmal abgerundet, sehr fein runzelig skulptiert. Abdomen ist gewölkt, 
schwarz, fast kahl. Nur die Seitenstück> des Mctasternums und der 
Hinterhüften, dann ein schmaler, von der Seite sichtbarer Saum 
am ersten Abdominaltergite sind weiß behaart. 


12. Heft 


144 Dr. Jan Obenberger:; 


16%. Melibocas Holubi m. n. sp. 

Hab.: Zambesi. Long.: 6,2 mm. 

Stark zylindrisch, lang, zur Spitze ziemlich verengt. Glänzend 
kupferig, die ganze Oberseite ist fein, dünn, spärlich, halbanliegend 
und regelmäßig grauweiß behaart. Kopf ist wenig gewölbt, breit; 
der trapezoidale, zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist breiter 
als lang, mit Mittelrinne, glänzend, etwas runzelig punktiert. Hals- 
schild ist (bei Seitenansicht) vorne am höchsten, jedoch nur flach 
gewölbt, kurz vor der Basis am breitesten, nach vorne fast geradlinig, 
ziemlich schwach verengt, glänzend, ziemlich weitläufig gerunzelt. 
Flügeldecken sind lang, hinter der Mitte ctwas verbreitert, schmale 
Seitenpartien des Abdomens unbedeckt, gegen die Spitze ziemlich 
lang und stark verschmälert, am Ende schmal einzeln abgerundet, 
glänzend, raspelartig querrunzelig skulptiert. Unterseite ist ebenso 
wie die Oberseite gefärbö und skulptiert, ziemlich stark (besonders 
am Meso- und Metasternum) punktiert. 

Dem Andenken des großen &schischen Naturforschers und Afrika- 
reisenden Dr. Emil Holub zu Ehren benannt. 


168. Meliboeus Kristensent m. n, sp. 


Hab.: Abessynien (Kristensen). Long.: 6 mm. 

Kürzer und breiter als die vorhergehende Art. Zylindrisch, am 
Ende ziemlich stark zugespitzt. Violettkupferig (Kopf und Halsschild 
mehr goldig gefärbt), stark glänzend. Die ganze Oberseite ist spärlich, 
dünn, halbauliegend, gleichmäßig goldig behaart; Unterseite ist 
ähnlich gebildet, jedoch weiß behaart. Kopf ist ziemlich gewölbt; 
die Stirn ragt (von oben geschen) stärker nach vorne als die Augen; 
der zwischen den Augon liegende Teil der Stirn ist fast parallelseitig, 
etwa so breit als lang, oben mit einer Mittelrinne. Halsschild ist im 
basalen Viertel der Länge parallelseitig, dann noch stark konisch 
verengt, etwa 1Y/,mal breiter als lang, oben gleichmäßig, ziemlich 
flach gewölbt, stark glänzend und weitläufig, rissig gerunzelt, Flügel- 
decken sind hinter der Mitte am breitesten, dann zur Spitze stark 
und fast geradlinig verengt, mit schmal einzeln abgerundeten Enden. 


169. Meliboeus elavicornis m. n, Sp. 


Hab.: Ceylon. Long.: 3,5 mm. 

Goldig messingfarben, glänzend, ohne dentlichere Behaarung, 
zylindrisch, eng, hinten zugespitzt. Kopf ist gewölbt. Ohne deutlichere 
Mittelrinne, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist schmal, 
etwa I/,mal so lang als breit, mit leicht konkaven, ausgeschweiften 
Seiten. Die Fühler sind vom vierten Gliede an verbreitet, diese sieben 
apikalen Glieder sind kurz und sehr breit. Halsschild ist im vorderen 
Dritte! am breitesten, von ebenda nach vorne gerundet verengt, zur 
Basis leicht ausgeschweift verengt, vor den Hinterecken kurz parallel- 
seitig, bei Seitenanssicht oben flach gewölbt, mit einer flachen schiefen 
Depression bei den Vorderecken, sonst ohne Eindrücke, glänzend, 
fein, ziemlich weitläufig querrinnig gerunzelt. und dazwischen fein, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col ). 145 


strichförmig punktiert. Flügeldecken sind bis hinter der Mitte 
parallelseitig, ebenda leicht verbreitet. Fast kahl, zur Spitze ziemlich 
stark verengt, am Ende ziemlich schmal einzeln abgerundet. Die 
Skulptur besteht auf feinen querrissigen, wenig dicht stehenden, 
scharfen Querrunzeln, deren hintere ‚Seite mit spärlichen Strichelchen 
besetzt wird. 


130. Meliboeus togoensis m. n. sp. (Kerr. i. Coll.). 

Hab. :- Westafrika: Togo. Long.: 5,5—6,5 mm. 

Bronzefarben, ziemlich glänzend, zylindrisch. Kopf ist ziemlich 
groß und breit, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist 
parallelseitig, breiter als lang, in der Mitte mit einer Längsrinne, 
spärlich weiß, dünn behaart, mit ziemlich weitläufig gestellten Runzeln. 
Halsschild ist bei Seitenansicht im basalen Drittel am höchsten und 
hier leicht buckelig, nach vorne mäßig dekliv, seitlich in der Mitte 
am breitesten, nach hinten fast parallelseitig mit abgestumpften 
Hinterecken, nach vorne in einer ziemlich langen Kurve verengt. 
Auf der Fläche beiderseits der Mittelerhöhung im basalen Drittel 
mit einem länglichen, nicht zu tiefen Eindruck. Im Grunde glänzend, 
mit einer lockeren und scharfen Runzelung, dazwischen mit einigen 
unregelmäßig gestellten, im vorderen Teile der Scheibe eine undeutliche 
Längsrinne bildenden gelbweißen Härchen. Flügeldecken sind lang, 
zylindrisch, hinter der Mitte etwas verbrei;et, einen schmalen Seitenteil 
des ersten Abdominaltergiten unbedeckt lassend, zur Spitze ziemlich 
lang verenst, mit ziemlich schmal einzeln abgerundeten Enden. 
Ziemlich rauh runzelig skulptiert, mit einer geraden Querbinde in der 
Mitte, einerähnlichen Pracapikalbinde undeinigen deutlichen Makelchen 
im vorderen Teile. Diese Binden usw. sind aus undicht stehenden, 
gelbweißen Härchen zusammengestellt. Der zwischen der Mittel- 
und Prasapikalbinde liegende Teil der Flügeldecken ist etwas dunkler 
gefärbt, schwarz, unauffällig behaart und tritt als eine dunklere Quer- 
binde hervor. 


171. Meliboeus dubitatus m. n. sp. (Kerr. i. coll.). 

Hab.: N. Ost-Sumatra. Long.: 5,5 mm. 

Cylindrisch, ziemlich glänzend, blau; die dekliven Seiten des 
Halsschildes sind purpurgoldig gefärbt. 

Kopf ist bronzefarben, fast kahl, der zwischen den Augen liegende 
Teil der Stirn ist etwas breiter als lang, ohne Mittelrinne. Halsschild 
ist ebenso wie die Flügeldecken kahl, glänzend, querrissig, undicht 
gerunzelt, mit spärlichen Punkten hinter einzelnen Querrunzeln, 
die basalen Drittel am breitesten, von ebenda nach hinten geradlinig, 
mäßig stark verengt, oben flach gewölbt; Hinterecken sind stumpf- 
winkelig; nach vorne viel stärker, fast geradlinig verengt. Schildehen 
ist schwärzlich. Flügeldecken decken vollkommen Abdomen, sie sind 
kahl und ziemlich glänzend, scharf, nicht zu querrissig gerunzelt 
mit kurzen spärlichen Strichelchen hinter einzelnen Runzeln, hinter 
der Mitte ein wenig verbreitet, dann zur Spitze ziemlich stark verengt, 

Archiv für Naturgeschichte. 
1922, A. 12 10 12 Hen 


146 Dr. Jan Obenberger: 


am Ende ziemlich schmal einzeln abgerundet. Unterseite ist dunkel 
bronzefarben, Abdominalsegmente sind seitlich bläulich. 


172. Meliboeus sikkimensis m. n. Sp. 


Hab.: Sikkim. Long.: 5 mm. 

Kopf, Halsschild, Schildehen und Unterseite sind schwärzlich 
bronzefarben; die Scheibe des Halsschildes ist geschwärzt. Flügel- 
decken sind blau. Oberseite ist kahl. 

Kopf ist ziemlich klein, mit hohem Scheitel, ohne Mittelrinne. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist länger als breit. 
Halsschild ist im vorderen Drittel am breitesten, vorne abgerundet, 
nach hinten geradlinig und ziemlich schwach verengt mit recht- 
winkeligen Hinterecken; mit flacher Querdepression vor der Basis, 
seitlich bei den Vordereeken schwach depreß; bei Seitenansicht 
flach gewölbt. Überall dicht und ziemlich fein rissig gerunzelt mit 
kleinen Pünktchen bei den Runzeln. Flügeldecken sind denen der 
vorhergehenden Art ähnlich, jedoch dichter skulptiert. 


133. Meliboeus birmicola m. n. sp. 


Hab.: Birma. Long.: 4,2 mm. 

Kopf ist messinggrün, Halsschild und Flügeldecken sind blau, 
Unterseite ist schwarz, kahl. 

Kopf ist klein, gewölbt; Scheitel ist gewölbt, ohne Mittelrinne. 
Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist fast parallelseitig, 
leicht nach vorne verengt, fast kahl, fein quergerunzelt, um wenig 
breiter als lang. Halsschild ist bei Seitenansicht mäßig gewölbt, 
vor der Basis flach quer eingedrückt, kurz und breit, etwa zweimal 
so breit als lang, in der Mitte am breitesten, ebenda winkelig, zur 
Basis schwach, geradlinig, nach vorne stark, geradlinig verengt, mit 
flacher schiefer Depressoin in den Vorderwinkeln, undicht, rissig 
gerunzelt, ohne Pünktchen, glänzend. Flügeldecken sind etwa 21/, mal 
so lang als zusammen breit, oben abgeflacht, hinter der Mitte etwas 
verbreitet, dann zur Spitze verhältnismäßig stark verengt und am 
Ende einzeln, ziemlich schmal abgerundet, ähnlich wie bei Sikkimensis 
m. und ebenso dicht und stark skulptiert. 


174. Meliboeus Andrewesi m. n., sp. 


Hab.: Ostindien: Nilgiri Hills, Karkur Ghat. VII. 1911. 2000‘. 
H. L. Andrewes Igt. Long.: 4 mm. 

Cylindrisch, kahl, blau. Kopf ist goldig; der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist etwa 1!/,mal so lang als breit, parallelseitig, 
quer gerunzelt, ohne Mittelrinne. Halsschild ist seitlich violett 
glänzend, in der Mitte am breitesten, nach hinten wenig, nach vorne 
stark verengt, bei Seitenansicht flach gewölbt, mit einer flachen 
Querdepression vor der Basis, bei den Vorderecken ebenfalls schief, 
flach depreß. Überall ziemlich locker gerunzelt mit striehförmigen 
Pünktchen auf einer Seite der einzelnen Runzel. Flügeldecken sind 
länglich, hinter der Mitte verbreitet, dann zur Spitze lang verschmälert, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 147 


und am Ende schmal einzeln abgerundet, oben flach gewölbt, viel 
stärker und gröber skulptiert als bei birmicola, rissig quergerunzelt 
mit kurzen Strichelchen auf der einen Seite der scharfen Runzel. 

Diese Art wurde mir seinerzeit von Herrn H. C. Andrewes, 
London, dem bekannten Kenner der orientalischen Carabiden gewidmet 
und wird ihm zu Ehren benannt. Sie wurde ursprünglich von Kerremans 
falsch als Sambus gibbicollis determiniert. 


145. Meliboeus Nickerli m. n. sp. 


Hab.: Himalaya. Long.: 7 mm. 

Prachtvoll blau, oben unauffällig, schwer sichtbar abstehend, 
schwarz, fein und dicht behaart, die Stirn und die Seiten des Hals- 
schildes sind messinggrün. Unterseite ist ebenfalls messinggrün. 

Kopf ist überall fein punktiert, ohne Runzeln. Der zwischen 
den Augen liegend: Teil der Stirn ist nach vorne leicht verdickt, ohne 
Mittelrinne, etwa 11/4 mal so lang als breit. Scheitel ist ziemlich gewölbt, 
bläulich. Halsschild ist im basalen Drittel am breitesten, nach vorne 
und nach hinten gerundstö verengt, mit abgerundeten Basalwinkeln, 
vor der Basis leicht, flach quer eingedrückt, in den Vorderecken mit 
einer flachen schiefen Depression; die Skulptur besteht aus dichter, 
ziemlich feiner, einfacher Punkiterung, sie geht seitlich in einige 
einfache Runzeln iübər. Die Flügeldecken sind etwa 2!/,mal so lang 
als breit, oben etwas abgeflacht, am Ende ziemlich breit einzeln ab- 
gerundet. Die Skulptur besteht aus einer dichten, regelmäßigen, 
aus feinen, eingestochenen, etwas länglichen Pünktchen zusammen- 
gestellten, keine deutliche Querrunze] bildenden Punktierung. 

Dem Andenken des verstorbenen Dr. O. Nickerl zu Ehren benannt. 


#76. Meliboeus Helferi m. a. sp. 


Hab.: Darjeeling (Ostindien-Himalaya). Long.: 5,8 mm. 

Dem M. rutilicollis m. aus Japan ähnlich. 

Kopf und Halsschild sind goldig bronzefarben, die Flügeldecken 
sind blau, Unterseite ist bronzefarben, die Füße sind schwarz. Kinn- 
fortsatz das Prosternums ist ebenfalls wie bei rutilicollis tief ausgerandet, 
kahl, ziemlich glänzend. 

Kopf ist mehr parallelseitig als bei dieser Art, der Scheitel ragt 
nach vorne etwas büschelig hervor. Keine Längsrinne auf der Stirn. 
Halsschild ist im basalen Drittel am breitesten, von ebenda nach hinten 
nur schwach, nach vorne ebenfalls ziemlich schwach und leicht aus- 
geschweift verengt, mit einer flachen Querdepression vor der Basis 
und einem schiefen, flachen Eindruck beiderseits bei den Vorder- 
winkeln. Die Skulptur ist dichter und feiner als bei rutilicollis, sie 
besteht ebenfalls aus.feinen rissigen Runzeln, die auf einer Seite spärlich 
punktiert sind. Flügeldecken sind ähnlich wie bei rutilicollis, jedoch 
viel feiner und viel dichter skulptiert. Analtergit trägt einen deutlichen 
längsrippigen Fortsatz, der bei rutilicollis nur angedeutet vorkommt. 


10* 12. lett 


148 Dr. Jan Obenberger: 


13%. Deyrollius (nom, nov.) seutellatus m. n. sp. 

Hab.: Rio de Janeiro. Long.: 3,5 mm. 

Länglich, eylindrisch, kahl, glänzend, an eine schmale Callimiera 
erinnernd. 

Kopf ist ziemlich gewölbt, ziemlich breit, in der Mitte (von oben 
gesehen!) flach, jedoch deutlich eingedrückt. Der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist um etwas breiter als lang, kahl, ohne deutlichere 
Punktur. Halsschild ist etwa 12/3mal so breit als lang, im vorderen 
Viertel der Länge am breitesten, zur Basis äußerst schwach verengt, 
nach vorne fein abgerundet; kahl, vor der Basis flach quer eingedrückt. 
Bei Seitenansicht ist der Halsschild ziemlich stark gewölbt; die Lateral- 
rippe des Halsschildes ist nur sehr schwach angedeutet, fast unsichtbar 
und dem Seitenrande angelehnt; auf der Fläche kahl, glatt, nur auf 
den Seiten mit Spuren von angedeuteten, in Kreisen gestellten 
Strichelchen. Schildchen ist ziemlich groß, breit triangelförmig, 
bläulich. Flügeldecken sind länglich, am Ende einzeln ziemlich breit 
abgerundet, glatt glänzend, mit nur sehr schwach angedeuteten, wie 
abgewaschenen querrunzeligen Skulptur. Der schmal aufgebogene 
Seitenrand der Flügeldecken ist auf der ganzen Länge von oben sichtbar. 
Fühler sind rötlich, die Füße und die Unterseite sind schwarz. 

Ich stelle den Namen Deyrollius anstatt der Gattung Corydon Deyr. 
auf. Name Corydon wurde schon vor der Deyrolle’schen Original- 
beschreibung bereits in der Ornithologie vergeben. 


178. Deyrollius Mräzi m. n, sp. 


Hab.: Brasilien: São Paulo. Jaro Mráz lgt. Long.: 3—4 mm. 

Der vorhergehenden Art täuschend ähnlich, rein schwarz gefärbt, 
jedoch noch mehr eylindrisch, länger und in folgenden Punkten ver- 
schieden: 

Kopf ist etwas gewölbter, breiter, ohne Mitteldepression, gleich- 
mäßig gewölbt, die Augen ragen seitlich stärker hervor. Der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist so lang als breit, schmäler. Fühler 
sind rein schwarz, ebenso wie der ganze Körper. Halsschild ist in der 
Mitte am breitesten, nach vorne und nach hinten gerundet verengt, 
mit deutlicherer konzentrischen, weitläufigen Skulptur; Seitenleistehen 
ist deutlich, jedoch sehr fein, dem Seitenrande angelehnt, gerade 
und bis nach vorne, vor die Mitte deutlich. Schildehen ist kleiner. 
Flügeldecken sind viel länger, ihr schmal aufgebogener Seitenrand 
ist bei Ansicht von oben überhaupt nicht sichtbar; sie sind glänzender, 
vorne mit einigen groben, flachen Querrunzeln. 

Von meinem Freunde, Herrn Jaro Mräz in der Gesellschaft von 
Leiopleuren, Callimicren und Pachyschelus gefunden. Scheint sehr 
selten zu sein. Dem Entdecker zu Ehren benannt. 


179. Agriloides Mräzi m. n. sp. 


Hab.: Brasilien: São Panlo. Von Herrn Jaro Mráz gefunden. 
Long.: 11-—13 mm. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 149 


Robust, ziemlich verlängert, Abdomen überrragt in der Mitte 
der Flügeldecken weit dieselben. Kopf ist ziemlich breit, die Stirn 
mit zwei weiteren, der Scheitel mit zwei größeren, weniger weit von 
einander gestellten Höckern, dunkelbronzefarben. Fühler sind purpur- 
violett. Halsschild ist schwärzlich bronzefarben, seidenschimmernd, 
seitlich mehr kupferig, sehr fein gerunzelt, ohne Höckerchen, mit sehr 
feiner Runzelung und mit einer unregelmäßigen, sehr feinen weißen, 
spärliehen und dünnen, anliegenden Behaarung dazwischen; in der 
Mitte leicht länglich abgeflacht, seitlich mit flacher und wenig regel- 
mäßigen, breiten, schiefen Vertiefung; mit kurzem, ziemlich schwachem 
Praehumeralleistchen; seitlich vor dem Basaldrittel, fast in der Mitte 
am breitesten, nach vorne stärker, zur Basis etwas schwächer gerundet 
verengt. Flügeldecken sind lang, zur Spitze etwas ausgeschweift 
verengt, am Ende breit einzeln abgerundet und leicht verbreitet, 
gezähnelt; in der vorderen Hälfte mit einer länglichen, bis zur Mitte 
deutlichen Humeralrippe. Vordere Hälfte der Flügeldecken ist bräunlich, 
braun behaart, hinter dem Schildehen mit grauweißer feiner Behaarung; 
apikale Hälfte ist im Grunde schwärzlich, sammtartig schwarz behaart; 
apikale Seitenrand und die Flügeldeckenenden sind prachtvoll purpur- 
rot. Inder Mitte mit zwei ziemlich breiten und sehr stark gewellten 
grauweißen Querbinden; dann kommt (im apikalen Drittel) eine 
Querbinde rein schwarz, dann vor der Spitze zwei breite und quere, 
fast gerade Binden. Pro-, Meso- und Metasternum ist bronzefarben, 
höchst fein spärlich, dünn gelblich behaart. Abdomen ist violett, 
gegen die Spitze oft rötlich, einzelne Segmente seitlich mit einer weißen 
Makel. Füße sind violett, Tarsen sind goldig. 

Diese prachtvolle Art wurde von meinem Freunde Jaro Mräz in 
wenigen Exemplaren in Gesellschaft vor einer Unmenge von pracht- 
vollen, größtenteils neuen Agrilus-Arten an einer Mimosacee gefunden, 
wo sie wohl zwischen den feinen Blättchen übernachtete. Dem Ent- 
decker zu Ehren benannt. 


180. Agriloides Acqnatoris m. n. sp. 


Hab.: Ecuador: Paramba. Long.: 12 mm. 

In der Form der vorhergehenden ziemlich nahestehend, jedoch 
kürzer, etwas robuster gebaut. Schwarz, das erste Ventralsegment 
und die Füße mit bläulichen Reflekten. Am Kopfe sind nur zwei 
sehr große und längliche, glatte Scheitelhöcker deutlich; die vorderen 
sind in Form einer runzeligen Querwulst nur angedeutet. Halsschild 
vorne und vor der Basis mit einer breiten und tiefen Querdepression; 
diese in der Mitte durch eine Längsvertiefung durchquert. Halsschild 
ist im basalen Teile, beiderseits der Längsdepression, abgeglättet, 
in der Nähe mit einigen scharfen Pünktchen, sonst ziemlich scharf, 
fein gerunzelt. Praehumeralleistehen ist nicht hoch, aber deutlich, 
ziemlich lang und gebogen. Flügeldecken sind ebenso wie Halsschild 
rein schwarz, mit einer sammtschwarzen Grundbehaarung, einigen 
kahlen Stellen und einigen unregelmäßigen, meist querbindenförmigen 
gelbweißen Haarmakeln dazwischen. Die Seiten des Mesosternum 


12 Heft 


150 Dr. Jan Obenberger: 


und des zweiten, dritten und vierten Abdominalsegmentes sind dicht 
weißgelb, fein, anliegend, dünn behaart. Das erste Basalsegment 
ist kahl, sehr breit und lang, länger als die übrigen Segmente zusammen. 


181. Kamosia Arrowi m. n, sp. 

Hab.: Nord-West-Rhodesia: Mwengwa (27° 40° E, 13° 5) 10. 
—19. II. 1914, H. C. Dollmann lgt. (British Museum, London). Long.: 
9—11 mm. 

Habituell sehr ähnlich, ebenso gefärbt wie Kamosia thoracica Kerr. 
und von ihr dureh folgende Merkmale verschieden: Viel robuster, 
stärker gewölbt; Flügeldecken sind am Ende einfach abgerundet; 
viel gröber und rauher skulptiert. Fühler sind schlanker und ihre 
einzelnen Apikalglieder sind schwächer quer; die Stirn ist ebenso 
stark wie bei thoracica nach vorne verenst, jedoch die vier Höcker 
sind größer und gröber, viel gröber skulptiert und gerunzelt; Mittel- 
rinne ist viel stärker. Halsschild ist kürzer, die Füße, besonders die 
Tibien sind kräftiger, stärker. Schildehen ist breiter und länger. 

Besonders dureh die rauhe gerunzelte Oberseite und die Form 
der Flügeldecken ausgezeichnet. 

Herrn Gilbert S. Arrow. dem Direktor der Entom. Abt. des 
British Museum in London, von wo ich diese höchst interessante 
Art zur Bestimmung erhielt, zu Ehren benannt. 


182. Kamosia Rhodesieca m. n, sp. 


Hab.: Rhodesia (Coll. Meyer-Dareis). Long.: 9.5 mm. 

Ebenfalls der thoracica Kerr. sehr nahestehend und von ihr 
folgendermaßen verschieden: 

Ähnlich gefärbt und behaart. viel gröber und rauher gerunzelt; 
das Flügeldeckenende ist goldig, die Flügeldeckenenden sind ebenso 
wie bei thoracica zweispitzig. jedoch die Außenspitze ist viel schärfer 
und länger, sehr scharf. Die Stirn ist ähnlich nach vorne verengt. 
jedoch länger und sehmäler, mit einer viel tieferen, schmäleren Mittel- 
rinne. Bei Ansicht von oben ragen die zwei Scheitelhöcker viel stärker 
nach vorne heraus. Die Füße sind länger und schlanker. 


183. Kamosia affinis m. n. sp. 


Hab.: Rhodesia (coll. Meyer-Dareis). Long.: 8,5 mm. 

Ebenfalls der thoracica Kerr. sehr ähnlich. ebenso gefärbt und 
wie folgt verschieden: 

Kopf ist viel breiter, die Seiten der Stirn sind nach vorne gerundet 
verengt, die Stirn selbst ist viel kürzer, der Scheitel in der Mitte 
mit einer ziemlich kurzen Längsrinne. Die vier Stirnhöckerehen 
fehlen vollständig. Halsschild ist viel kürzer und breiter nach vorne 
nur sehr schwach vorgezogen; viel feiner skulptiert; vor den Hinter- 
ecken mit einer fein angedeutetenPrachumeralrippe: dieMitteldepression 
ist breit, viel seichter und vollständig. Halsschild ist kleiner, Flügel- 
decken sind am Ends abgerundet, dichter gerunzelt, und hinten fast 
vollständig silberweiß, ziemlich lang behaart. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 451 


Durch die breite Stirn mit fast erloschenen Höckern sehr auf- 
fallend. 


184. Kamosia buarina m. n. sp. 

Hab.: Kamerun (Buar.) 10.—29. V. 1914 (British Museum). 
Long.: 8—9 mm. 

Der vorhergehenden Art täuschend ähnlich; Kopf ist viel breiter 
und flacher ohne Höcker, die Augen überragen seitlich stärker Vorder- 
rand des Halsschildes; Mittelrinne ist viel schwächer, Halsschild ist 
jedoch viel schmäler, seitlich gegen die Basis leicht ausgeschweift 
verengt; Mitteldepression des Halsschildes ist in der Mitte unterbrochen 
und baiderssits ihr liegt in der Mitte ein kleiner rundlicher Eindruck. 
Flügeldecken sind am Ende abgerundet, die Behaarung ist wie bei 
thoracica spärlicher und fleckiger, weniger deutlich. 

Diese vier Arten sind einander sehr ähnlich und werden, wie ich 
vermute, in den Sammlungen zusammengemengt. Wohl gehört 
hierher auch noch die tuberculifrons Per. A Jinis und buarina werden 
von den anderen durch das Fehlen der Stirnhöcker und durch die am 
Endz abgerundeten Flügeldecken verschieden. Thoracica und Rho- 
desica haben hohe Stirnhöcker und die Flügeldecken sind am Ende 
zugespitzt. Arrowi ist am Ende abgerundet, mit Höckern, robuster 
und gröber skulptiert als alle anderen Arten. 


185. Rhaeboscelis purpurea var. chloris m. n. var 

Hab.: Brasilien: Petropolis. 

Von der Stammform durch schöne goldgrüne Färbung verschieden. 
Stammart ist blau oder blauviolett. 

156. Rhaeboscelis purpurea var. carminea m. n. var, 

Hab.: Brasilien: Petropolis. 

Von der typischen Form durch prachtvolle karminrote Färbung, 
fast wie bei Kuamyria chryselytria Perty verschieden. 

18%. Autarcontes brasiliensis m, n. sp. 

Hab.: Brasilien. Long.: 12 mm. 

Mit Autarcontes mucoreus Klug in der Färbung vollständig über- 
einstimmend, jedoch viel kleiner, schlanker und in mehreren Hinsichten, 
wie folgt, verschieden: 

Kopf ist kleiner, die Stirn ist schmäler. Halsschild ist kürzer 
und breiter, ebenda stark winkelig, nach vorne geradlinig, viel stärker 
als bei mucoreus, g>gen die Basis ebenfalls stärker verengt. Die Seiten 
des Halsschildes sind weniger dekliv, die Skulptur ist m allgemeinen 
ähnlich, jedoch der Seiteneindruck ist kräftiger, mehr horizontal, 
die wulstige Erhöhungen, die ihn innen und vorne begrenzen. sind 
höher; Prashumeralleistchen ist hinten nur wulstförmig angedeutet. 
Die Flügeld>cken sind in der Skulptur und Färbung ganz "ähnlich. 
jedoch viel schlanker, am Ende ganz anders geformt: am Ende sind 
sie quer, die Suturalecke ist abgerundet, außen liegt ein scharfes 
Zähnehen; bei ihm ist der Apikalrand flach, Sförmig ausgerandet. 

12. Heft 


152 Dr. Jan Obenberger: 


188. Paradomorphus Mräzi m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: São Paulo, Jaro Mráz lgt. Long.: 5,5 mm. 

Sehr schmal und lang, lang zylindrisch, schwarz, seidenglänzend. 
Kopf is; ziemlich klein, Scheitel ist länglich vertieft, die Stirn ist schmal, 
vor der Mitte am breitesten, nach vorne (stärker) und nach hinten 
ziemlich stark verengt. Die Fühler sind schwarz, vom vierten Gliede 
an verbreitet, sehr kurz. Halsschild ist im vorderen Siebentel am 
breitesten, nach vorne und nach hinten gleich stark verengt, nach 
hinten fast geradlinig verschmälert; in der Mitte mit einer flachen, 
seichten Mittelrinne, ohne Praehumeralleistchen, im Grunde mikro- 
skopisch chagriniert (gerunzelt), dazwischen mit äußerst kleinen 
vereinzelten Pünktchen und einigen feinen Querrunzeln. Vorder- 
rand des Prosternums ist vorne abgerundet. Schildchen ist klein, 
ziemlich gewölbt, mit einer Querrippe. Die Flügeldecken sind etwas 
schmäler als das Halsschild, hinter den Schultern seitlich stark ver- 
schmälert, dann gegen die Spitze fast parallelseitig, am Ende ziemlich 
breit, ın der Mitte der Enden mit einem kurzen Zahn, bei ihm außen 
gerundet, innen sehr schwach ausgerandet mit abgerundetem und 
gezähneltem Suturalwinkel, entlang der Naht länglich vertieft, die 
Naht ragt hinten etwas hervor; im apikalen Drittel bei der Naht und 
bei der Naht knapp vor der Spitze beiderseits mit einer kleinen silber- 
weißen Haarmakel, raspelartig, ziemlich fein quergerunzelt. Meso- 
sternum und eine laterale Makel am ersten und zweiten Abdominal- 
segmente sind silberweiß behaart. Analsegment ist am Ende abgerundet. 

Diese Art liegt mir in einem einzigen Exemplare vor. Sie schaut 
einer Agrilus-Art ganz ähnlich aus, entfernt sich jedoch davon durch 
die Form des ersten Gliedes der Hintertarsen, dieses ist hier ebenso 
kurz wie die nächstfolgenden Glieder. Das mir vorliegende Exemplar 
fand ich in einer Unmenge von schönen Agrilus-Arten, die von meinem 
Freunde Jaro Mräz auf einer Mimosacee systematisch gesammelt 
wurden. Diese Art scheint äußerst selten zu sein, da die Lokalität 
mehrfach gründlich durchgesucht wurde, wobei stets viele Agrilen 
gefunden wurden und doch gelang es bisher nicht weitere Parado- 
morphen dortselbst zu entdecken. 

Ich benenne diese elegante Art zu Ehren des fleißigen Entdeckers, 
der dem Prager &echoslovakischen Nationalmuseum schon über 
300 000 von brasilianischen Kleinkäfern gesammelt und gewidmet bat. 


189. Anthaxomorphus africanus m. n. sp. 

Hab.: Zanzibar. Long.: 3,2 mm. 

Rein schwarz, kahl, abgeflacht, ziemlich breit. Kopf ist breit, 
flach, in der Mitte flach länglich vertieft, die Stirn ist parallelseitig, 
länglich gerunzelt, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn 
ist etwa 1t/ mal so breit als lang. Halsschild ist etwa dreimal so breit 
als lang, hinter d r Mitte am breitesten, von ebenda nach vorne stark 
verengt, gegen die Basis nur schwach verengt, mit stumpfeckigen, 
leicht abgerundeten Hinterecken. Mittellappen der Halsschildbasis 
ist nach hinten stark, winkelig vorgezogen; Halsschild ist seitlich 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col). 153 


etwas gekörnelt, sonst mit einer querrunzeligen, flachen Skulptur. 
Schildehen fehlö vollständig. Flügeldecken sind etwa 1?/,mal so 
lang als breit, am Ende breit zusammen abgerundet, seitlich im vorderen 
` Drittel etwas ausgeschweift, dann zur Spitze lang gerundet verengt, 
mit einer ziemlich groben queren, raspelartigen Skulptur. Die Füße, 
Fühler und Unterseite sind schwarz. 

Diese Art ist umsomehr bemerkenswert, da alle bisher bekannten 
Arten der orientalischen Region angehören. Es ist die erste bekannte 
asthiopische Art. Habituell erinnert sie ziemlich stark an andere 
Arten dieser, wie es scheint seltenen Gattung. Alle bisher bekannten 
Arten sind in wenigen Exemplaren bekannt und gehören zu großen 
Seltenheiten, was wohl mit einer besonderen Lebensweise der Tiere 
im Zusammenhang ist. 


190. Leiopleura Corumbae m. n, sp. 


Hab.: Brasilien: Matto Grosso: Corumba. Long.: 3 mm, lat.: 
1,6 mm. 

Ziemlich breit oval, nach hinten etwas verengt, kahl, glänzend, 
schwarz. Kopf ist schwarzgrün, die Seiten des Halsschildes sind 
hellgrün gesäumt, Flügeldecken am Seitenrande, vor der Mitte mit 
einer ultramarinblauen Makel; Seitenrand unter den Schultern ist 
ebenfalls schmal blau gesäumt. 

Die Stirn (von oben gesehen) mit einem flachen Längseindruck; 
parallelseitig. Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
1!/,mal so lang als breit; die Stirn vorne, hinter dem Epistome mit 
drei Porenpunkten. Halsschild ist etwa 21/,mal so breit als lang, 
an der Basıs am breitesten, von ebenda nach vorne breit gerundet 
verengt. Flügeldecken sind etwa 1!/,mal so lang als zusammen breit, 
bis zur Mitte parallelseitig, von ebenda nach hinten ziemlich stark 
verengt und am Ende ziemlich schmal zusammen abgerundet; mit 
ziemlich stark abgesetztem Seitenrande. Halsschild ist sehr spärlich, 
fein, einfach punktiert, die Flügeldecken sind sehr fein, etwas runzeliger, 
noch feiner punktiert mit einer fadenförmigen Linienskulptur da- 
zwischen. 

Eine leicht kenntliche Art. 

Bei der Gattung Leiopleura und Callimiera betone ich stets die 
Anzahl resp. die Bildung der Porenpunkte auf der Stirn, da ich mich 
überzeugt habe. daß darin ein wichtiges Merkmal enthalten ist. 

Hinter dem Epistome liegen seitlich zwei tiefe, punktförmige 
Grübchen oder Eindrücke; in derselben Querlinie liegen in der 
Mitte zwei ebensolche, oft ein wenig kleinere Pünktchen. Diese stehen 
in einer spezifisch variablen Konstellation: oft sind sie deutlich, 
alle vier Punkte sind von einander gleich weit entfernt, 
oft sind die zwei mittleren Pünktchen mehr oder weniger 
stark einander genähert, oder, wie bei der eben beschriebenen 
Art, sind die zwei ursprünglichen Mittelpunkte zu einem einzigen 
Mittelpore verflossen. Ich habe mich überzeugt, daß dieses 
Merkmal absolut konstant ist; es gehört natürlich ein geübtes 


12, Neft 


154 Dr. Jan Obenberger: 


Auge dazu, die Poren immer zu entdecken --- dann müßte hier auch 
die erste Bedingung sein: die Tiere mü:sen rein sein. 

Es ist aber eine Vorbedingung bei dem Studium der kleinen 
Buprestiden überhaupt: man muß reine Tiere studieren, und wenn 
solche nicht da sind, dann muß man sie reinigen. Ich empfehle 
die Tiere nach dem Ableben in eine Mixtur: Ammon aether 
sulphur. +aether acet, „ana partes“ auf etwa 2 Minuten einzulegen. 

Dann kommen auch die Skulpturdetails besser zum Ausdruck. 
Diese Poren sind von hoher systematischer Bedeutung überhaupt, 
obwohl sie noch nirgends systematisch benützt wurden. "Eigentlich 
sind es komplizierte Organe, Seta-punkte und sind mit dem 
Nervensystem in Zusammenhang. Vermutlich sind es komplizieite 
Sinnssorgane; sie wiederholen sich bei allen Trachydinen in größerem 
oder geringerem Ausmaße, oft modifiziert, auch bei den Agrilinen 
kommen sie überall vor und werden dort durch ihre 
Bildung wohl Anlaß geben zu einer natürlicheren Gruppen- 
und Gattungssystematik. Es ist doch klar, daß die Einteilung 
der Agrilini, wie sie zuletzt in „Genera“ von Kerremans entworfen 
wurde, nur ein Provisorium bedeutet, wo die verwandten Gattungen 
weit voneinander gerissen wurden und wo natürlich manche sachliche 
und formale Korrekturen durehgeführt werden müssen. 

Ich erwähne bei den Trachydinen, beim Beschreiben der Flügel- 
deckenskulptur, oft auch die sogenannten „fadenförmige Linien“ 
zwischen den Punkten. Es sind mikroskopische, unregelmäßig und 
undicht, in verworrenen Kurven einzelne Punkte umkreisende, sehr 
feine, jedoch scharfe, wie eingerissene Linien. die für ein geübteres 
Auge schon unter einer 35facher Lupenvergrößerung deutlich sind. 
Diese Strukturbildungen sind für mehrere Genera der Trachydini 
charakteristisch, sie kommen jedoch, meines Wissens, eben 
nur bei den Trachydinen vor; ich kenne keine einzige Agrilinen- 
gattung mit einer ähnlichen Skulptur. 


191. Leiopleura ornata m. m. Sp. 


Hab.: Costa Rica. Long.: 3mm. Lat.: 1,5 mm. 

Glänzend. ziemlich robust und ziemlich gewölbt, kurz oval, 
nach hinten ziemlich kurz verschmälert. Kopf ist breit. in der Mitte 
seicht eingedrückt, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn 
isö parallelseitig, etwas breit als lang, glänzend. smaragdgrün, sehr 
fein und sehr spärlich punktiert. Die Stirn vorne mit drei Poren- 
punkten. Halsschild ist etwa 21/ mal so breit als lang. an der Basis 
am breitesten, von ebenda nach vorne in ziemlich flachen Bogen, 
stark verengt, smaragdgrün. in der Mitte mit einer breiten schwarzen 
Makel. fast glatt. Schildehen ist schwarz. Flügeldecken sind violett- 
schwarz, mit einer gemeinsamen queren hellblauen Prasapikalmakel; 
dann ist eine halbkreisfürmige Binde, die vom Schildehen herausgeht 
und ssitlich vor der Mitte am Seitenrande endet und die also die 
Schultergegend hinten umkreist, prachtvoll blaugrün. Flügeldeeken 
sind etwa 1?/ mal so lang als zusammen breit. seitlich bis zur Mitte 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col ). 155 


parallelseitig, dann zur Spitze stark und kurz gerundet verengt, am 
Ende ziemlich schmal zusammen abgerundet, ziemlich stark und dicht 
(hinten feiner) punktiert, mit fadenförmigen Runzellinien dazwischen. 


192. Leiopleura divina m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Matto Grosso (Corumba). Long.: 3,1 mm. 
Lat.: 1,8 mm. 

Etwas länger als ornata, die Flügeldecken sind. am Ende breiter 
zusammen abgerundet. Kopf ist (von oben gesehen) gewölbt, ohne 
Mittelrinne, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist parallel- 
seitig und etwa 11/, mal so lang als breit. Stirn ist blaugrün, im Grunde 
fein mikroskopisch chagriniert, vorne mit drei Porenpunkten. Hals- 
schild ist wie bzi ornata, jedoch seitlich nach vorne stärker, bis zum 
vorderen Drittel fast geradlinig verengt, dann nach vorne gerundet; 
Seitenrand ist vorne leicht, jedoch sehr deutlich verflacht. Hals. 
schild ist schwach, fein blau gesäumt. Flügeldeeken sind wie bei 
ornata, etwas flacher, schwarzviolett. auf den Seiten breit, ziemlich 
ungleichmäßig ultramarineblau gesäumt. Beide diese Nuancen gehen 
ineinander allmählig über. 


193. Leiopleura dina var. dea m. n. var. 
Hab.: Brasilien: Matto Grosso: Corumba. 


Von der vorhergehenden nur durch die Färbung verschieden: 
Flügeldecken sind prachtvoll karminrot, seitlich violett gesäumt. 


” 194. Leiopleura similis m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Corumba. Long.: 3,1 mm. Lat.: 1,7 mm. 

In der Form und Gestalt mit Corumbae übereinstimmend, jedoch 
etwas größer und länger, nach hinten länger verengt. Schwarz, Seiten 
des Halsschildes und Seitenrand der Flügeldecken unter den Schultern 
leicht blau gefärbt. 

Von Corumbae. deren sie sonst sehr ähnlich ist, in folgenden 
Punkten abweichend: 

Kopf ist (von oben geschen) gewölbt, ohne Mittelrinne; Hals- 
schild iss etwas länger, seitlich weniger stark gerundet, nach vorne 
stärker, bis zum vorderen Drittel der Länge fast geradlinig verengt, 
seitlich deutlich mikroskopisch chagriniert. Die Stirn ist ebenso breit 
wie bei Corumbae, vorne ebenfalls mit drei Porenpunkten. Flügeldecken 
sind viel länger, nach hinten in langer Kurve verengt; bis zur Mitte 
fast parallelseitig. Bei Corumbae sind sie auf dieser Stelle leicht ab- 
gerundet winkelig, hier ist es eine einfache lange gerundete Linie. 

Eine ähnliche Art ist auch L. Van Rooni m. Similis ist jedoch 
vie] länger, nach hinten viel mehr verlängert, am Ende viel schmäler 
abgerundet, Halsschild ist jedoch nach vorne schwächer verengt 
als bei Van Rooni. und die Stirn ist bsträchtlich breiter als bei dieserArt. 


195. Leiopleura Hoscheki m. m. sp. 
Hab.: Costa Rica (Turrialba). Long.: 2% mm. Lat.: 1,6 mm. 
12. Heft 


156 Dr. Jan Obenberger: 


In der Gestalt und Form an Corumbae m. erinnernd. Kopf und 
Halsschild ist prachtvoll goldgrün, Flügeldeecken sind violettblau, 
in der Mitte mit einer geraden, an der Naht breit unterbrochenen 
smaragdgrünen Querbinds; Flügeldeckenspitze ist hellblau. 

Kopf ist stark glänzend, mit einer feinen Mittelrinne, fein spärlich 
punktiert. Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
I!/,;mal so lang als breit, Die Stirn vorne mit vier Porenpunkten; 
die zwei mittleren sind jedoch sehr eng an einander angeschlossen 
und nur durch eine winzige Mittelwand getrennt. Halsschild ist gewölbt, 
stark glänzend, spärlich punktiert, nach vorne in etwas stärkerem 
Bogen als bei Corumbae verengt, seitlich leicht chagriniert. Flügel- 
decken sind stark glänzend, seitlich ebenso gebildet wie bei Corumbae, 
ähnlich skulptiert. 

Vom Herrn Baron Hoschek v. Mühlheim zur Revision gesendet 
und ihm zu Ehren benannt. Eine reizende, sehr hübsche Art aus der 
Verwandtschaft der pulchra Waterh. 

196. Leiopleura Nickerli m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Matto Grosso (Corumba) (Staudinger). Long.: 
3mm. Lat.: 1,4 mm. 

Länger und schlanker als die vorhergehenden Arten. Lang oval, 
oben flach gewölbt, schwarz; die Stirn und die Vorderecken des Hals- 
schildes sind grünlich. Flügeldecken sind schwarz mit sehr schwachem 
bläulichem Schimmer. Kopf ist (von vorne gesehen) in der Mitte 
flach depreß, die Stirn ist chagriniert, vorne mit drei Porenpunkten, 
der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 11/, mal so lang 
als breit. Halsschild ist gewölbt, vor der Basis quer, breit ziemlich tief 
eingedrückt, glänzend, etwa 2!/,mal so breit als lang, im Grunde 
höchst fein mikroskopisch chagriniert, jedoch stark glänzend, seitlich 
mit änßers5 schwach angedeutetem Praehumeralleistehen, an der Basis 
am breitesten, von ebenda bis vor die Mitte schwach, dann nach 
vorne stark gerundet verengt. Flügeldecken sind etwa 1®/,mal so 
lang als zusammen breit, bis zur Mitte parallelseitig, dann zur Spitze 
in einer langen Kurve verengt und am Ende schmal zusammen ab- 
gerundet. mit schwach vortretenden Schultern, fein skulptiert, 

Dem Andenken des Herrn Otokar Nicker] gewidmet. 

19%. Leiopleura simillima m. u. sp. 

Hab.: Brasilien: São Paulo (Jaro Mráz lgt.). Long.: 3 mm. 
Lat.: 1,5 mm. 

Rein schwarz, stark glänzend, die Stirn und ein schmaler Seiten- 
saum des Halsschildes sind ultramarineblau. Kürzer und breiter 
als Nickerli und ihr sonst täuschend ähnlich. Unterscheidet sich durch 
die Gestalt, etwas schmälerer, deutlich fein quer chagrinierte Stirn, 
die vorne sehr deutliche vier Porenpunkte (die mittleren stark genähert) 
aufweist; Halsschild ist nach vorne stärker, schon von der Basis 
gerundet verengt, er ist schmäler und kleiner. die Flügeldecken sind 
gegen die Spitz» viel kürzer und stärker verengs, am Ende breiter 
abgerundet. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 157 


198. Leiopleura Mrázi m. n, sp. 

Hab.: Brasilien: São Paulo (Jaro Mráz Igt.). Long.: 1,8 mm. 
Lat.: 1,3 mm. 

Schwarz, die Flügeldecken sind dunkel blauschwarz. Kürzer 
und etwas breiter als simillima m. Kopf ist kleiner und die Augen 
ragen seitlich viel schwächer heraus. Die Stirn ist kürzer, da die 
drei Porenpunkte weiter nach oben hinaufgeschoben sind, der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist also deutlich breiter als lang. 
Halsschild ist von der Basis bis zum basalen Drittel der Länge parallel- 
seitig, von ebenda nach vorne ziemlich stark und breit gerundet ver- 
engt, glänzend, fein skulptiert. Flügeldecken sind etwa 1?/;,mal so 
lang als zusammen breit, bis zur Mitte parallelseitig, flach gewölkt, 
nach hinten ziemlich stark gerundet verengt und am Ende schmal 
abgerundet, vorne stärker, hinten fein skulptiert. 

In der Gestalt und Form beiden vorhergehenden nahestehend. 

Meinem Freunde, Herrn Jaro Mráz in São Paulo zu Ehren 
benannt. 


199. Leiopleura Blattnyi m. n. sp. 


Hab.: Costa Rica. Long.: 2,5mm. Lat.: 1,4 mm. 

Kurz, gewölbt, robuster und kürzer als die drei vorhergehenden 
Arten, in der Gestalt der Hoscheki ähnlich. Rein schwarz. Die Stirn, 
eine große Lateralmakel und eine praeskutellare Makel an der Basis 
des Halsschildes, ferner eine, an der Naht breit unterbrochene, gerade 
Querbinde in der Mitte der Flügeldecken sind feurig karminrot; die 
Flügeldecken sind reinschwarz, bis auf beiderseits ein kleines prae- 
apikales Mak>l, welches prachtvoll blaugrün ist. 

Kopf ist in der Mitte flach depreß, die Stirn vorne mit drei Poren- 
punkten, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
so lang als breit. Halsschild ist etwa 2!/,mal so breit als lang, gewölbt 
ohne praebasale Querdepression, also wie bei Hoscheki formiert, 
an der Basis am breitesten, nahe vorne ziemlich stark gerundet ver- 
engt. Flügeldecken sind etwa 1°/,;mal so lang als zusammen breit, 
bis zur Mitte parallelseitig, zur Spitze stark verengt, am Ende ziemlich 
breit abgerundet. 

Ich benenne diese herrliche Art zu Ehren des Herrn Blattny, 
Assistenten der Böhmischen Technischen Hochschule in Prag, dem 
tüchtigen Kenner der Pselaphiden. 


200. Leiopleura mexicana m. n. sp. 


Hab.: Mexico. Long.: 3,6 mm. Lat.: 1,8 mm. 

Rein schwarz, länglich, aber robust gebaut. Kopf ist groß und 
breit, in der Mitte deutlich flach eingedrückt, vorne mit sehr deutlichen 
vier Porenpunkten, wobei die zwei mittleren viel kleiner und stark 
einander genähert sind. Der zwischen den Augen liegende Teil der 
Stirn ist so breit als lang. Halsschild ist etwa 21/,mal so breit als lang, 
ziemlich flach gewölbt, vor der Basis breit quer niedergedrückt, vor 
den Basalecken mit deutlichem, kurzen und geraden Praehumeral- 


12. Heft 


158 Dr. Jan Obenberger: 


leistehen, seitlich an der Basis am breitesten, von ebenda bis zum 
basalen Drittel parallelseitig, dann leicht winkelig und nach vorne 
in ziemlich starken Bogen verengt, im Grunde höchst fein mikro- 
skopisch chagriniert, fein spärlich punktiert. Flügeldeeken sind etwa 
1?/;mal so lang als zusammen breit, flach gewölbt, seitlich hinter 
dən Schultern eingedrückt, Seitenrand ist schmal abgesetzt und von 
oben fast vollständig sichtbar; bis zur Miste fast parallelseitig, ebenda 
leicht verbreitet, dann zur Spitze in langer Kurve ziemlich stark 
gerundet verengt, am Ende ziemlich schmal zusammen abgerundet. 


201. Leioplenra argentina m. n. sp. 


Hab.: Argentinien: Missiones. Long.: 23mm. Lat.: 1,3 mm. 

Rein schwarz, stark glänzend. In der Gestalt und Form der 
mesxicana schr ähnlich. Viel kleiner, Kopf ist in der Mitte leicht depreß; 
vorne ebenfalls mit vier Porenpunkten, die mittleren sind sehr klein, 
stark einander gənähert. Der zwischen den Augen liegende Teil der 
Stirn ist viel schmäler, länger ls breit. Halsschild ist an der Basis 
am breitesten, von ebenda nach vorno stark gerundet verengt, 
sehr deutlich mikroskopisch chagriniert, ohne deutliches Prae- 
humeralleisichen. Flügeldecken sind ähnlich gebaut, jedoch der 
abgesatzte Seivenrand ist von oben nur bis zum apikalen Drittel der 
Länge deutlich. Flügeldecken sind sonst viel stärker und runzeliger 
punktiert, nur etwa 1!/,mal so lang als zusammen breit. 


202. Leiopleura Vävrai m. n. Sp. 


Hab.: Ecuador: Coca. Long.: 35mm. Lat.: 1,7 mm. 

-Meiner Zeiopleura coerulea nahesiehend, ziemlich stark gewölbt, 
ebenfalls ohne deuslicherer Seitendepression hinter den Schultern, 
schwarz, die Flügeldecken mit leichtem schwarzblauem Glanze. 
Kopf ist smaragdgrün, Halsschild ist ebenfalls rings herum, mit der 
Ausnahme der Basis vor dem Schildehen smaragdgrün, schmal gesäumt. 
Kopf ist deutlich chagriniert und fein punktuliert, vorne ebenfalls 
wie bəi coerulea mit drei Porenpunkten; der zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist etwa 1!/,mal länger als breit. Halsschild 
isö viel schmäler als bei coerulea, nach vorne stärker verenst, deutlich 
chagriniert. Flügeldecken sind etwa zweimal so lang als zusammen 
breit, nach hinten lang, stark verengt, am Ende ziemlich schmal 
zusammen abgerundet, oben ziemlich gewölbt. 

Von coerulea auch dadurch verschieden, daß die Mitteltibien 
der Vávrai am apikalen Innenrande kurz ausgeschweift, bei coerulea 
dagegen breiter und einfach sind. 

Herrn Dr. V. Vävra, Direktor der Zoologischen Abteilung des 
@echoslowakischen Nationalmuseum in Prag zu Ehren benannt. 


203. Leiopleura cuprascens m. n. Sp. 


Hab.: Brasilien: Matto Grosso Corumba, (Staudinger). Long.: 
2 mn Lat.: i mm. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 159 


In der Gestalt der trivialis Wat. ähnlich. Stark glänzend, länglich, 
dunkel bronzekupferig. 

Kopf vorne mit drei Porenpunkten, flach gewölbt; der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist so breit als lang. Halsschild ist 
breiter als die Flügeldecken, etwa zweimal so breit als lang, groß, 
gewölbt, an der Basis am breitesten, bis zum basalen Drittel fast 
parallelseitig, dann nach vorne ziemlich schwach, erst vom vorderen 
Drittel stärker gerundet verengt, gewölbt, vor der Basis mit einer 
Querdepression; mit einer sehr feinen Praehumeralleistcheu, sehr 
fein chagriniert und fast unpunktiert. Flügeldecken sind wie bei 
trivialis, fein, ziemlich dicht punktiert, stark glänzend. 


204. Leiopleura paraguayensis ni. u. sp. 


Hab.: Paraguay. Long.: 3mm. Lat.: 1,2 mm. 

Ebenfalls der zrivialis nahe stehend. Rein schwarz, die Stirn 
und die Seiten des Halsschildes sind schmal grün gefärbt. Kopf vorne 
mit drei Porenpunkten, der zwischen den Augen liegende Teil der 
Stirn ist so lang als breit, fein chagriniert. Halsschild ist an der Basis 
am breitesten, von ebenda nach vorne ziemlich schwach gerundet 
verengt, ziemlich flach gewölbt, vor der Basis flach quer nieder- 
gedrückt, schmäler und nach vorne stärker gerundet wie bei trivialis, 
die Flügeldecken sind etwa zweimal so lang als zusammen breit, nach 
hinten viel stärker verengt als bei trivialis, gewölbter, am Ende schmäler 
zusammen abgerundet. 


205. Leiopleura Satanella m. n. sp. 


Hab.: São Paulo (Brasilien). Long. :2,7-—-2,9 mm. Lat.:1,1—1,2nı. 

Schwarz, glänzend. Der nächstfolgenden Art sehr ähnlich. 

Kopf ist ohne Mittelrinne. Stirn ist zwischen den Augen etwa 
so lang als breit, vorne mit drei Porenpunkten. Halsschild ist gewölbt, 
quer, vor der Basis nur mit unbedeutend quer niedergedrückt, also 
mit den Flügeldecken fast in einer Fläche liegend, seitlich bis zur Mitte 
nur sehr schwach verengt, dann nach vorne ziemlich breit abgerundet, 
im Grunde höchst fein chagriniert, dazwischen äußerst fein spärlich 
punktuliert, etwa zweimal so breit als lang, ohne Spur von Seiten- 
leistehen. Flügeldecken sind gewölbt, seitlich ohne Eindrücke, seitlich 
bis zur Mitte gerandet, etwa zweimal so lang als zusammen breit, 
bis zur Mitte parallelseitig, dann nach hinten lang gerundet verengt, 
am Ende ziemlich schmal abgerundet, fein, spärlich punktuliert, 
hinten fast glatt. 

Kommt in die Nähe der trivialis Wat. und wohl auch der moerens 


Kerr. 


206. Leiopleura communis m. n. Sp. 


Hab.: Säo Paulo (Brasilien), Jaro Mráz Ist. Long.: 2,2—2.3’nım. 
Lat.: 1 mm. 

Rein schwarz. Der vorhergehenden Art täuschend ähnlich und 
von ihr folgendermaßen verschieden: Kopf ist gewölbter, ebenfalls ohne 


12. Heft 


160 Dr. Jan Obenberger: 


Mittelrinne, vorne ebenfalls mit drei Porenpunkten. Halsschild ist 
deutlich kürezer, seitlich mit leicht augedeutetem Prachumeral- 
leistehen, viel flacher, vor derBasis breit und tief quer niedergedrückt, 
nach vorne viel stärker, in einer flachen Kurve gerundet verengt. 
Flügeldecken sind viel flacher, kürzer, seitlich hinter den Schultern 
leicht eingedrückt, und bis fast zum Ende gerandet, bis zur Mitte 
parallelseitig, dann zur Spitze stark, lang gerundet verengt, am Ende 
schmal zusammen abgerundet. 

Diese Art wurde überall von Kerremans unter dem Namen 
trivialis Wat. verbreitet. Auch ich habe sie so bekommen und unter 
diesem Namen versendet. Sie ist in der Tat der trivialıs Wat. sehr 
nahestehend, jedoch viel kleiner, mit viel schmälerem Kopfe und Stirn, 
Halsschild ist nach vorne schon von der Basis gerundet verengt, 
indem er bei trivialis bis zur Mitte fast parallelseitig ist, Flügeldecken 
sind breiter und nach hinten stärker zugespitzt usw. 


20%. Leiopleura communis m, var, metalliceps m. n. var. 

Hab.: São Paulo (Brasilien). Von Herrn Jaro Mráz gefangen. 

Von der typischen Form unterscheidet sich durch die messing- 
farbene, vorne oft grünliche Stirn und ebenso schmal gesäumten 
Seiten des Halsschildes. 


208. Callimiera frontalis m. n. sp. 

Hab.: Säo Paulo (Brasilien). Von Herrn Jaro Mräz gefangen. 
Long.: 3,3 mm. Lat.: 1,6 mm. 

Ziemlich dunkel messinggrün, stark glänzend, gewölbt, kahl. 
Schildehen und die Flügeldecken sind am Ende leicht geschwärzt. 
Kopf ist ziemlich breit, ohne Mittelrinne. Stirn ist smaragdgrün, sehr 
fein quer, mikroskopisch chagriniert, vorne mit vier Porenpunkten;- 
die zwei seitlichen sind sehr groß, etwa dreimal größer als die zwei 
mittleren, die durch eine schmale Wand von einander getrennt sind. 
Der zwischen den Augen liegende und vorne durch die vier Porenpunkte 
begrenzte Teil der Stirn ist deutlich, etwa 1!/,mal breiter els lang. 
Halsschild ist seitlich leicht chagriniert, schmal grün gesäumt, gewölbt, 
fein spärlich punktiert, an der Basis am breitesten, vom basalen 
Drittel nach vorne stark abgerundet, seitlich deutlich gerandet. Flügel- 
decken sind parallelseitig, am Ende breit zusammen abgerundet, 
fein spärlich punktiert, glänzend, vorne leicht querrunzelartig uneben, 
etwa zweimal so lang als zusammen breit, ziemlich flach, jedoch 
gleichmäßig gewölbt, bis hinter die Mitte parallelseitig, ohne deutlichere 
Seiteneindrücke. 

Durch die Bildung der Stirn von anderen ähnlichen Arten leicht 
erkennbar. Sehr selten. 


209. Callimiera Strandi m. n., sp. 

Hab.: São Paulo (Brasilien), Jaro Mráz lgt. Long.: 3mm. Lat.: 
1,5 mm. 

Der vorhergehenden Art stark ähnlich. Bläulich bronzefarben, 
glänzend, kahl, ziemlich stark gewölbt. Die Stirn ist blaugrün, ohne 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 161 


deutliehere Chagrinierung, deutlich länger, zwischen den Augen 
liegende Teil der Stirn ist etwa so lang als breit, ebenfalls ohne Mittel- 
rinne. Halsschild ist vor der Basis beiderseits leicht niedergedrückt, 
ähnlich skulptiert, jedoch seitlich weniger gerundet und schon von 
der Basis nach vorne stark gerundet verengt. Flügeldecken sind etwas 
kürzer und am Ende breiter abgerundet, mehr eben, ohne querrunzel- 
artigen Unebenheiten. 
Meinem Freunde, Herrn Embrik Strand zu Ehren benannt. 


210. Callimiera brasiliensis m. n. sp. 

Hab.: Brasilien (nähere Fundortangabe fehlt). Long.: 4mm. 
Lat.: 1,7 mm. 

Meiner Callimicra Van Rooni recht ähnlich. 

Länglich, goldgrün, ziemlich stark gewölbt. Kopf ist viel schmäler 
als bei Van Rooni, in der Mitte viel schwächer, flach vertieft. Die Stirn 
ist nur in unterem Teile deutlicher chagriniert, der zwischen den 
Augen liegende Teil der Stirn ist etwa so lang als breit, also deutlich 
kürzer und schmäler als bei Yan Rooni, vorne ebenfalls mit vier Poren- 
punkten. Halsschild ist nicht ganz zweimal so breit als lang, schwächer 
und länger als bei Van Rooni, nach vorne schwächer verengt, bis zum 
Basaldrittel fast parallelseitig, dann nach vorne in einer langen flachen 
Kurve gerundet verengt, mit ziemlich weit vorspringenden Vorderecken, 
mit einer tiefen, breiten Querdepression von der Basis, in den Hinter- 
winkeln beiderseits mit einem kurzen, geraden, nach vorne schräg 
konvergierenden Prachumeralleistchen. Dieses Leistchen geht 
gerade aus den Hinterecken heraus — bei Van Rooni steht es etwas 
weiter davon entfernt. Flügeldecken sind viel glänzender und viel 
länger, viel stärker punktiert, seitlich, bei der Posthumeralvertiefung 
mit deutlicherer länglicher Wulstfalte. Schildchen ist seitlich viel 
stärker abgerundet. 


211. Callimiera Bruchi m. n. sp. 


Hab.: Argentinien. Prov.: Missiones. Vom Herrn Carlos Bruch 
mitgeteilt. Long.: 3,8mm. Lat.: 1,2 mm. 

Kopf und Halsschild sind messinggrün, Halsschild in der Mitte 
ist geschwärzt, Flügeldecken sind schwärzlich, hinter den Schultern 
seitlich mit einer wenig auffälligen messingfarbenen Makel. 

Länglich, ziemlich gewölbt. Kopf ist ziemlich groß, in der Mitte 
deutlich vertieft, der zwischen den Augen liegende und vorne durch 
die vier Porenpunkte begrenzte Teil der Stirn ist deutlich etwas breiter 
als lang. Alle vier Porenpunkte sind einander fast gleich. Halsschild 
ist im Grunde mikroskopisch, jedoch sehr fein chagriniert, an der 
Basis am breitesten, von ebenda bis zum Basaldrittel fast parallelseitig, 
dann nach vorne ziemlich schwach gerundet verengt, in den Basal- 
ecken mit einem deutlichen kurzen, ähnlich wie bei der vorhergehenden 
Art gebildeten Prachumeralleistehen, vor der Basis quer breit vertieft, 
auf der Fläche spärlich und sehr fein punktuliert. Schildchen ist 
grünlich. Flügeldecken sind etwa 2!/,mal so lang als zusammen breit, 

Archiv für Naturgeschichte. 
1922 A. 12, 11 12. Heft 


162 Dr. Jan Obenberger: 


bis hinter die Mitte parallelseitig, am Ende ziemlich breit zusammen 

abgerundet, seitlich hinter den Schultern flach, wenig auffällig vertieft, 

fein spärlich, in undeutlichen Reihen punktiert. Unterseite ist schwarz. 
Herrn Carlos Bruch zu Ehren benannt. 


212. Callimiera paulensis m. n, sp. 

Hab.: São Paulo. Vom Herrn JaroMräz gefunden. Long.: 
3,8mm. Lat.: 1,4 mm. 

Blau, glänzend, unten schwarz. Kopf ist groß, in der Mitte mit 
Spur von einer Längsrinne, vorne mit vier Porenpunkten. Der zwischen 
den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 1!/,mal so lang als breit. 
Halsschild ist vor der Basis quer, breit und tief niedergedrückt, gewölbt, 
an der Basis am breitesten, bis zum basalen Drittel parallelseitig, 
von ebenda nach vorne ziemlich schwach gerundet verengt, in einer 
Entfernung von den Basalecken mit einem sehr feinen, bis fast zur 
Mitte deutlichen Praehumeralleistchen, glänzend, fein und spärlich, 
etwas rissig punktiert. Flügeldecken sind gleichmäßig gewölbt, seitlich 
hinter den Schultern etwas ausgeschweift, etwa 21/3mal so lang als 
zusammen breit, am Ende breit zusammen abgerundet, vorne durch 
einige querrunzelartige Vertiefungen etwas uneben. fein, spärlich 
punktiert und glänzend, seitlich ohne posthumerale Seiteneindrücke. 


213. Callimiera difficilis m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Goyaz. Long.: mm. Lat.: 1,5 mm. 

Der vorhergehenden Art täuschend ähnlich und ebenso gefärbt, 
nur in folgenden Punkten verschieden: 

Der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwas kürzer. 
Die Gestalt ist etwas robuster. Halsschild ist gewölbier, Seitenleistchen 
des Halsschildes geht direkt aus den Basalecken des Halsschildes 
heraus, und ist viel kürzer. Flügeldecken sind etwa breiter und robuster, 
hinter den Schultern nicht seitlich ausgeschweift, jedoch mit einem 
leichten posthumeralen Seiteneindruck, auf dessen hinterem Rande 
eine schwache, jedoch sehr deutliche wulstförmige Längsfalte zu 
sehen ist. Die Fühler sind länger. 


214. Callimiera Mräzi m. n. sp. 

Hab.: São Paulo (Brasilien). Vom Herrn Jaro Mráz gesammelt. 
Long.: 3,5 mm. Lat.: 1,6 mm. 

In der Gestalt und Form mit Strandi m. und frontalis m. überein- 
stimmend, ziemlich kurz und breit gebaut, sehr stark glänzend, 
messinggrün. x 

Kopf vorne mit vier Porenpunkten, wobei die seitlichen viel 
größer sind; der zwischen den Augen liegende und vorne durch diese 
Porenpunkte begrenzte Teil der Stirn ist so lang als breit, in der Mitte 
mit einer feinen Längslinie. Halsschild ist vor der Basis nur schwach 
quer, breit und oberflächlich niedergedrückt, an der Basis am 
breitesten, von ebenda zuerst sehr wenig, dann im gewölbtem Bogen 
nach vorne gerundet verengt, seitlich schmal angedunkelt, ohne 
Leistehen, fein spärlich punktiert; Flügeldecken sind etwa zweimal 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 163 


so lang als zusammen breit, am Ende breit zusammen abgerundet 
und bläulich angedunkelt, sehr stark glänzend und sehr fein, jedoch 
sehr deutlich punktuliert. Unterseite ist schwarz. 

Meinem unermüdlichen Freunde Jaro Mräz, dessen verdienst- 
volle Passion ist, ebensolche kleine brasilianische Käferchen in der 
Umgebung von São Paulo zu sammeln, zu Ehren benannt. 


215. Callimiera occidentalis m. 1. sp. 

Hab.: Peru: Callanga. Long.: 4mm. Lat.: 1,6 mm. 

Hellblau, Halsschild in der Mitte mit einer schwarzen Makel. 
Kopf ist hellblau, Scheitel ist schwarz. Kopf vorne mit vier Poren- 
punkten; der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 
1!/;mal so lang als breit. Halsschild ist etwa zweimal so breit als lang, 
an der Basis am breitesten (bei der ähnlichen difficilis m. vor der Basis, 
im basalen Drittel), vor der Basis quer tief niedergedrückt, nach 
vorne imregelmäßigen Bogen verengt, etwas vor den Basalwinkeln 
mit einem kurzen Praehumeralleistchen; Schildehen ist ebenso. wie 
die Unterseite schwarz, Flügeldecken sind glänzend, fein punktiest, 
seitlich ebenso gebaut und eingedrückt wie bei difficilis, mit ähnlichen 
Längsfältchen. 

Von dieser Art durch breitere Gestalt, viel breiteren, anders 
gebauten und flacheren Halsschild, heitere Färbung, schwarzes 
Schildehen (bei difficilis ist dieses blau) und breitere, am Ende breiter 
abgerundete Flügeldecken, ebenso wie durch viel längere und schmälere 
Stirn verschieden. 


216. Callimiera Hoscheki m. n. sp. 

Hab.: Costarica: Turrialba. Vom Herrn Baron Hoschek v. Mühl- 
heim gesendet. Long.: 3,5 mm. Lat.: 1,5 mm. 

Länglich, ziemlich schwach gewölbt, Kopf und Halsschild sind 
goldig, Flügeldecken sind schwarzblau, Schildchen und Unterseite 
sind schwarz. 

Kopf ist ziemlich groß, in der Mitte sehr deutlich und ziemlich 
tief länglich eingedrückt, die Stirn ist vorne mit vier Porenpunkten, 
schmal, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 1"/ mal 
so lang als breit. Halsschild ist seitlich deutlich chagrinieıt, an der 
Basis am breitesten, nach vorne in schwachem Bogen wenig stark 
grundet verengt, etwa zweimal so breit als lang, vor der Basis ziemlich 
schwach, breit, quer niedergedrückt, aus den Hinterecken geht beider- 
seits ein sehr feines, bis über die Mitte nach vorne deutliches Prae- 
humeralleistchen hervor. Auf der Fläche fein und spärlich punktiert. 
Flügeldecken sind etwa 21/5 mal so lang als zusammen breit, vorne etwas 
runzelig, ziemlich stark und ziemlich dicht, gleichmäßig, etwas uneben 
punköiert, bis über die Mitte parallelseitig, am Ende ziemlich breit 
abgerundet. 

Herrn Baron Hoschek v. Mühlheim zu Ehren benannt. Kommt, 
ebenso wie die folgend» Art in die Nähe der dimidiata Wat. und an- 
qustula Wat., ist aber von allen, hier in Betracht kommenden Arten 
stark verschieden. 


11* 12. Mett 


164 Dr. Jan Obenberger: 


217. Callimiera ehrysicollis m. n. sp. 

Hab.: Costarica (Heyne). Long.: 3,1 mm. Lat.: 1 mm. 

Der angustula Wat. am nächsten verwandt. 

Cylindrisch, stark verlängert, Kopf und Halsschild sind gold- 
grün, Schildchen und Unterseite sind schwarz. Flügeldecken sind 
dunkelblau. Kopf vorne mit vier Porenpunkten, gewölbt, ohne Mittel- 
rinne, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist so breit als 
lang. Halsschild ist etwa 1!/,mal so breit als lang, stark gewölbt, 
vor der Basis tief quer niedergedrückt, in den Hinterecken mit einem 
sehr deutlichen, bis zur Mitte reichenden, dem Rande stark an- 
genäherten Praehumeralleistehen, vor der Mitte am breitesten, zur 
Basis nur äußerst schwach verenst, nach vorne stärker gerundet 
verengt, sehr fein spärlich punktiert. Flügeldecken sind etwa 21/,mal 
so lang als zusammen breit, bis hinter die Mitte parallelseitig, dann 
zum Ende ziemlich stark gerundet verengt, am Ende ziemlich breit 
zusammen abgerundet, seitlich ohne Eindrücke, auf der Fläche, be- 
sonders vorne querrunzelig uneben und ziemlich stark einzeln, etwas 
uneben punktiert. 


218. Callimiera longa m. n. sp. 

Hab.: Brasilien: Espirito Santo. Long.: 4,5 mm. Lat.: 1,2 mm. 

Messinggrün, stark glänzend. länglich, zylindrischh Kopf ist 
groß, in der Mitte unbedeutend verflacht, vorne mit vier Porenpunkten, 
wovon die seitlichen sehr groß sind; der zwischen den Augen liegende 
und vorne von den vier Porenpunkten begrenzte Teil der Stirn ist so 
lang als breit, glänzend. Halsschild ist etwa 1Y/,mal so breit als lang, 
von der Basis quer tief niedergedrückt, bis vor die Mitte parallelseitig, 
dann nach vorne sehr schwarz gerundet verengt, in den Hinterecken 
mit einem scharfen. bis zur Mitte deutlichen Längsleistehen. Schildchen 
ist verhältnismäßig sehr klein. Flügeldecken sind etwa 21/,mal so lang 
als zusammen breit, unter den Schultern etwa ausgeschweift, bis zum 
apikalen Drittel fast parallelseitig, dann zur Spitze gerundet verengt 
und am Ende breit abgerundet, ziemlich spärlich und fein, vorne 
stark querrunzelförmig uneben, sehr glänzend. 

Durch die sehr lange Gestalt und durch die Bildung des Kopfes 
und Halsschildes leicht erkennbar. 


219. Callimiera bifasciata m. n. sp. 

Hab.: Brasilien. Long.: 3,5 mm. Lat.: 1 mm. 

Messinggrün, Scheitel, eine breite praeapikale und eine schmälere 
apikale Querbinde auf den Flügeldecken sind schwarz. Ebenfalls 
Halsschild beiderseits der schmalen grünen Mittellinie ist breit 
geschwärzt. 

Kopf ist breit und ziemlich flach, ohns deutlichere Mittellinie, 
vorne mit vier Porenpunkten. Der zwischen den Augen liegende Teil 
der Stirn ist so lang als breit. Halsschild ist etwa 1°/;mal so breit 
als lang, gewölbt, vor der Basis quer niedergedrückt, bis vor die Mitt 
fast parallelseitig, dann nach vorne ziemlich schwach gerundet verengt, 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 165 


im laterobasalen Teile mit einem Prashumeralleistchen, welches aber 
in emar gewissen Entfernung von den Basalecken steht. Flügeldecken 
sind etwa 2V/,mal so lang als zusammen breit, bis über die Mitte 
parallelseitig, dann zur Spitze gerundet verengt, am Ende ziemlich 
breit abgerundet. Unterseite ist schwarz. 

Durch die eigentümlich kolorierte Flügeldecken charakteristisch, 


220. Callimicra Melichari m. n. sp. 

Hab.: Bolivien: Curoieo. Long.: 4mm. Lat.: 2,5 mm. 

Gehört in die Gruppe der venustula G. 

Unterseite ist schwarz, Kopf, Halsschild und ein breiter Seitensaum 
auf den Flügeldecken sind sehr deutlich körnelig chagriniert und 
kupferig purpurrot, dagegen eine große und breite gemeinschaftliche, 
ovale Makel auf der Fläche der Flügeldecken und das Schildehen 
sind glänzend violettschwarz, glatt. Breit, flach, oval, oben stark 
niedergedrückt. 

Kopf ist ohne Mittelrinne, vorne mit drei Porenpunkten, der 
zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist etwa 12/;mal so lang 
als breit, schmal. Halsschild ist in der Mitte leicht angedunkelt, 
dreimal so breit als lang, an der Basis am breitesten, nach vorne stark 
gerundet verengt, ohne Spur von Seitenleistchen, spärlich mittel- 
stark punktiert. Flügeldecken sind 1V/;mal so lang als zusammen 
breit, stark abgeflacht, nur wenig gewölbt, bis über die Mitte parallel- 
seitig, dann sehr stark zusammen abgerundet, fein spärlich punktiert. 

Durch die sonderbare Färbung, und durch prachtvollen Seiden- 
glanz der chagrinierten Teile sehr ausgezeichnet. Mit der nahe ver- 
wandten venustula G. bildet wohl eine besondere Gattung. Ich könnte 
sie mit ebensoviel Berechtigung auch zu den Leiopleuren stellen. 

Das Tier wurde mir von Herrn Rat Melichar aus Brünn, dem 
bekannten Kenner der Homopteren vorgelegt und wird ihm zu Ehren 
benannt. 


221. Callimiera Melichari ssp. ornaticollis m. n. sp. 

Hab.: Costa Rica. Long.: 3,8 mm. Lat.: 2,1 mm. 

Von der typischen Form durch schmälere, hinten stärker ver- 
schmälerte Flügeldecken, schmälere glatte Mittelmakel derselben und 
auch dadurch, daß die Vorderecken des Halsschildes und die Stirn 
prachtvoll smaragdgrün gefärbt sind. verschieden 

Die chagrinierten Teile des Körpers sind hier mehr purpurrot, 
Halsschild ist in der Mitte nicht angedunkelt 


222. Galbella indica m. n. sp. 

Hab.: Ostindien: Chatrapore. Long.: 3,5 mm. Lat.: 1,8 mm. 

Lang eiförmig, in der Höhe der Schulter am breitesten. Kopf 
und Halsschild ist schwarz, ebənso wie die Unterseite, Flügeldeeken 
sind dunk>l indigoblau, stark glänzend. 

Kopf ist breit, Augen sind sehr schmal, lateral stehend; die Stirn 
ist gleichmäßig, fein punktuliert, ohne Mittellinie. Halsschild ist an 
der Basis am breitesten, die Hintereeken sind scharf und nach hinten 


12. Weit 


166 Dr. Jan Obenberger: 


vorgerückt; seitlich ist der Halsschild nach vorne in flachen Bogen 
stark verengt, ziemlich schwach, gleichnäßig gewölbt, glänzend, 
fein und flach, spärlich punkiuliert, vorne kreifsörmig ausgerandet, 
etwa 21/,mal so breit als in der Mitte lang. Schildchen ist klein, triangel- 
förmig. Flügeldecken sind etwa 1?/;mal so lang als zusammen breit, 
bis zur Mitte nur sehr schwach verengt, fast parallelseitig, von ebenda 
zur Spitza ziemlich stark in einer langen Kurve gerundet verengt 
und am Ende schmal zusammen abgerundet, dicht und fein, regel- 
mäßig gereiht punktiert, ebenso wie die ganze Oberseite stark glänzend. 


223. Galbella Strandi m. n, sp. 


Hab.: Ostindien: Ghandipore. Long.: 3,8 mm. Lat.: 1,9 mm. 

Unterseite ist schwarz, Oberseite ist dunkelblau. glänzend. 

Der vorhergehenden Art sehr ähnlich und von ihr folgendermaßen 
verschieden: robuster, etwas breiter gebaut, zum Ende viel schwächer 
verschmälert. Kopf ragt nach vorne viel stärker heraus, ist gewölbter, 
die Augen sind größer, die Stirn ist etwas länger und zum Scheitel 
stärker verschmälert. Halsschild ist breiter und enger, vorne breiter 
und flacher ausgerandet, seitlich in viel gewölbterem Bogen und schmäler 
pach vorne verengt; die Basalwinkel sind schärfer, gegen die Flügel- 
decken stärker vorgezogen. Flügeldecken sind etwa 1°/;mal so lang 
als zusammen breit, mehr oval, schon von der Basis nach hinten lang 
gerundet verengt und hinten viel breiter zusammen abgerundet; 
die Skulptur ist ähnlich, jedoch die Punktreihen sind etwas weiter 
von einander entfernt und die alternierenden Punktreihen sind sehr 
schwach streifenartig vertieft. 

MeinemFreunde, dem bekannten Araneologen und Lepidopterologen 
Herrn Embrik Strand zu Ehren benannt. 


224. Endelus collinus m. n. sp. 


Hab.: Assam. Long.: 3,8mm. Lat.: 1.7 mm. 

Kopf und Halsschild sind goldgrün, Flügeldecken, Schildchen, 
Füße und Unterseite sind schwarz. Ziemlich breit, oben ziemlich 
stark niedergedrückt. Kopf ist groß, zwischen den Augen breit konkav 
ausgehöhlt, die Stirn ist nach vorne ziemlich schwach konvergierend, 
in der Mitte mit einem scharf eingestochenen Punktgrübchen; der 
zwischen den Augen liegend Teil der Stirn ist etwa 1!/,ma] länger 
als breit. Halsschild ist in der Mitte und vor der Basis breit quer 
niedergedrückt, etwa 21/,mal so breit als in der Mitte lang, seitlich 
abgeflacht und chagriniert, im basalen Drittel am breitesten, von 
ebenda nach vorne stärker und gerundet. zur Basis schwächer, einfach 
verengt. Flügeldecken sind etwa 2!/,mal so lang als zusammen breit. 
bis vor die Mitte parallelseitig. dann zur Spitze fast geradlinig und lang 
verengt, am Ende ziemlich schmal zusammen abgerundet, oben flach 
gewölbt, hinter den Schultern seitlich mit einer Lateraldepression, 
überall fein strichförmig punktuliert und mit einigen besonders vorne 
deutlicheren querrunzelartigen Unebenheiten. 


Beiträge zur Kenntnis der Buprestiden (Col.). 167 


225. Endelus morio m. n. sp. (Kerr. in coll.). 

Hab.: Sumatra. Long.: 49mm. Lat.: 1,8 mm. 

Rein schwarz, glänzend, ziemlich flach und breit; Kopf ist in der 
Mitte tief konkav ausgehöhlt; Stirn in der Mitte der Länge mit einem 
Porenpunkte; der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist nach 
vorne verengt und etwa so lang als breit. Halsschild vor der Basis 
und hinter dem Vorderrande nur flach quer niedergedrückt, seitlich 
nur in geringem Ausmaße verflacht, im basalen Drittel am breitesten, 
von ebenda nach vorne stark gerandet verengt, zur Basis fast gerad- 
linig, aber stark verengt, etwa 2%/,mal so breit als in der Mitte lang. 
Flügeldevken sind etwa 1°/‚mal so lang als zusammen breit, vor der 
Mitte fast parallelseitig, dann zur Spitze ziemlich stark verengt, am 
Ende breit zusammen abgerundet, oben abgeflacht, hinter den Schultern 
mit einer Lateraldepression, glänzend, spärlich, etwas uneben punktuliert 
mit angedeuteter Querrunzelung. 

226. Endelus aeneolus m. n. sp. (Kerr. in coll.). 


Hab.: Sumatra. Long.: 3,2 mm. Lat.: 1,3 mm. 


Länglich, oben ziemlich stark abgeflacht, bronzefarben, bräunlich. 
Kopf ist von oben gesehen bekonvex, in der Mitte tief länglich nieder- 
gedrückt, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist parallel- 
seitig, etwa so lang als breit, in der Mitte der Länge mit einem Poren- 
punkte. Halsschild ist in der Mitte und vor der Basis ziemlich tief 
niedergedrückt, etwa 1?/, mal so breit als in der Mitte lang, im vorderen 
Viertel am breitesten, von ebenda nach vorne abgerundet, zur Basis 
ziemlich stark, geradlinig verengt. Flügeldecken sind ziemlich uneben, 
etwa 21/,ma] so lang als zusammen breit, in der Mitte am breitesten, 
seitlich leicht ausgeschweift, aber bis zur Mitte fast parallelseitig, 
dann zum Ende verengt und am Ende breit quer zusammen ab- 
gestubzt und abgerundet, vor der Spitze entlang der Naht mit einem 
kurzen flachen Eindruck, vorne einzeln, ziemlich uneben punktiert. 


22%. Endelus assamensis m. n, Sp. 


Hab.: Assam. Long.: 3mm. Lat.: 1,5 mm. : 
Kopf und Halsschild ist schwarz. Flügeldecken sind blau. Unter- 
seite und Füße sind schwarz. 

Kopf ist (von oben gesehen) bikonvex, in der Mitte tief länglich 
niedergedrückt, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist 
parallelseitig, in der Mitte der Breite und vor der Mitte der Breite 
mit einem Porenpunkte, etwa !/,mal so lang als breit, Halsschild ist 
vor der Basis quer tief niedergedrückt, im basalen Viertel am breitesten, 
nach hinten schwächer, nach vorne stark abgerundet, etwa 21/,mal 
so breit als in der Mitte lang. Schildchen ist schwarz. Flügeldeeken 
sind dicht grob punktulirt und dadurch etwas uneben, gegen die Spitze 
feiner skulptiert, etwa zweimal so lang als zusammen breit, bis zur 
Mitte parallelseitig, mit einem nur schwachen Lateraleindruck hinter 
den Schultern, dann zum Ende lang, fast geradlinig verengt und 
am Ende ziemlich schmal zusammen abgerundet. 


12. Heft 


168 Dr. Jan Obenberger, 


228. Endelus ianthinipennis m. n. Sp. 

Hab.: Assam. Long.: 2,8mm. Lat.: 1,2 mm. 

Ebenso gefärbt wie assamensis und ihm überhaupt sehr ähnlich 
und nur in folgenden Punkten abweichend: Länger und schmäler. 
Kopf ist viel größer, breiter, der zwischen den Augen liegende Teil 
der Stirn ist etwas kürzer, sonst ähnlich gebaut. Halssehild ist viel 
schmäler, in der Mitte und vor der Basis, also zweifach quer, vieldeutlicher 
niedergedrückt, im basalen Drittel am breitesten, nach vorne stärker 
fast geradlinig verengt; Flügeldecken sind etwas länger und 
schmäler, am Ende schmäler abgerundet. 

229. Brachys assimilata m. n. sp. (insignis Kerr. i. litt.). 

Hab.: Paraguay. Long.: 3 mm. Lat.: 1,5 mm. 

Kupferig, vor der Spitze der Flügeldeeken schwärzlich violett. 
Kopf ist ziemlich gewölbt, vorne mit vier Porenpunkten, vorne weißlich 
behaart, der zwischen den Augen liegende Teil der Stirn ist so lang 
als breit, mit einer feinen Mittellinie. Halsschild ist etwa dreimal so 
breit als in der Mitte lang, vor dem Schildchen beiderseits mit einem 
kleinen weißgelben Haartupfen, an der Basis am breitesten, dann zuerst 
schwach, dann sehr stark nach vorne, fast geradlinig verengt. Flügel- 
decken sind oben abgeflacht. etwa 11/,mal so lang als zusammen breit, 
mit einer vollständigen hohen Hunieralrippe, bis vor die Mitte parallel- 
seitig, dann zur Spitze lang, ziemlich stark verengt, am Ende schmal 
zusammen abgerundet und goldig, auf der ganzen Oberseite goldig, 
fein, spärlich dünn behaart, dazwischen auf den Flügeldecken mit 
einigen, undeutlichen queren Wellenlinie bildenden weißen Haar- 
makeln. Die dunkle Praeapikalmakel ist fast kahl. Unterseite ist 
schwärzlich.