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Full text of "Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae (Col. Tenebrionidae). I. Teil"

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Bestimmungstabelle 
der palaearktischen Helopinae. 
(Col. Tenebrionidae.) 
Von Edmund Reitter. 
Pien. 

Vorliegende Bestimmungstabelle wurde im letzten Kriegsjahre mit 
Hilfe des reichhaltigen Helopinen-Materials des Herrn Prof. Adrian 
Schuster in Wien zum grössten Teil zu Stande gebracht. Die 
zahlreichen noch vorhandenen Lücken fehlender Arten zwangen mich, 
diese Arbeit unabgeschlossen ruhen zu lassen, Erst nach vielen Mo- 
naten erhielt ich aus dem Deutschen Entomologischen Museum in 
Berlin-Dahlem das einschlägige Material aus den Sammlungen von 
Dr. v. Heyden, Dr. Kraatz, Letzner, Rottenberg und 
Koltze, das mir von grossem Nutzen war. 

Störend war der Umstand, dass ich die Berliner Sammlungen 
erst nach einer längeren Ruhepause und nach Bearbeitung von Prof. 
Schusters Material studieren konnte, wobei mir auch dessen Helo- 
pinen nicht ınehr zur Hand waren, da sie Prof. Schuster wegen 
seiner häufigen Determinationen nicht länger e: ıbehren konnte. Nach- 
träglich sah ich auch das Material von meinem Freunde Gebieu 
in Hamburg. 

Leider war auch der Verkehr mit Ungarn unterbrochen. In 
Budapest befindet sich meine sehr reichhaltige Sammlung, darunter 
eine grosse Anzahl Typen von mir beschriebener Helopinen, welche auf 
die neuen Merkmale nicht nachgeprüft werden und demnach im System 
keinen sicheren Platz finden konnten, was für die ordentliche Ausge- 
staltung meiner Arbeit leider ein Hindernis blieb. 

Einige neue, leichter kontollierbare Eigenschaften wurden von mir 
zur Trennung von Artengruppen (Untergattungen) herangezogen, die 
es gestatten, die zahlreichen Arten in weniger umfangreiche Kom- 
plexe zu zerlegen, wodurch die Bestimmung an Sicherheit gewann, ob- 
gleich sie in vielen Fällen noch immer nicht leicht genannt werden kann. 

Herzlichen Dank sage ich-an dieser Stelle den Herren Gebien. 
Schenkling und Schuster für die gütige Ueberlassung ihres 
Helopinen-Materiäls; auch Dr. Fleischer-Brünn für Einsendung 
dubioser Arten. 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30 März 1922, 


2 Edmund Reitter: 


Gemeinschaftliche Merkmale der Helopinae mit den 
zunächst verwandten Unterfamilien, unter Berück- 
siehtigung der von mir untersuchten exotischen Formen: 

Tarsen unten weichhaarig, nicht beborstet, beim g oft, die Vor- 
dertarsen erweitert. Schienen nicht rauh gekörnt. Eine glänzende 
Gelenkhaut zwischen den ? vorletzten Abdominalsterniten ist vor- 
handen. Mittelhüften mit deutlichem Trochantinas. Endglied der 
Maxillartaster beilförmig. 


Die hierher gehörenden Unterjamilien lassen sich 
in nachfolgender Weise begrenzen: 


1” Die Fühler sind vom 4. oder 5. Gliede an quer‘ und verdickt. 


Platydeminae. 
1” Die Fühler zur Spitze allmählich verdickt, das 3. Glied nicht 
verlängert. `  Scaphidemini.') 


1’ Fühler zur Spitze allmählich, oft kaum sichtbar verdickt, das 
3. Glied verlängert oder nierenförmig. 

2” Prosternum von den Pleuren des Halsschildes nicht geschieden. 
Augen klein, rund, Wangen davor lang, Clypeus ohne Gelenk- 
haut, Halsschild von den Flügeldecken abgerückt, nur oberer 
Teil der Mittelbrust freiliegend, alle Schenkel verdickt, ihre 
Vorderseite stark gebogen, alle Schienen gebogen. Laeninae. 

2’ Prosternum von den Pleuren geschieden. Augen quer, selten 
rund. Halsschild an die Flügeldecken innig angeschlossen. 

3° Trochanteren an den 4 hinteren Schenkeln dreieckig zugespitzt, 
dorsal gelegen, normal. 

4” Vorletztes Glied aller Tarsen einfach, klein, normal, nicht tiel 

zweilappig ausgeschnitten. 

Clypeus ohne gelbe, glänzende Gelenkhaut. 

6” Llinterbrust lang, Vorderbrust vor den Hüften ebenfalls ziem- 
lich lang, Fühler gedrungen, Endglied meist symmetrisch. 

Tenebrioninae. 
6° Hinterbrust kurz. 

Mentum flach, vorn ausgerandet und daselbst gefurcht. Augen 

durch die Wangen stark eingeengt. Coelometopinae. 

I° Mentum längs der Mitte eıhöht, Augen nicht oder schwach 
ausgerandet; Schulterwinkel abgerundet. 

Ilelopinae, Tribus Stenophanini. 


!) Hierher Scaphidema, Metaclisa und einige exotische Gattungen, die den 
Helopinen sehr nahe stehen. 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 3 


5° Glypens mit gelber, glänzender Gelenkhaut. 
Helopinae, Tribus Helopini. 
4° Vorletztes Glied aller Tarsen stark ausgerandet, zweilappig. 
Clypeus mit, selten ohne Gelenkhaut. Körper stark metallisch. 
Helopinar, Tribus Hegemonini. 
3° Trochanteren der 4 hinteren Schenkel sehr klein, oval, lateral, 


die Schenkelbasis nicht einengend. Ülypeus mit oder ohne Ge- 

lenkhaut. Fühler zur Spitze vedrängter und allmählich breiter 

gegliedert, mit symmetrischem Endgliede. Hinterbrust kurz. 
Heloyinae, Tribus Misolampidini. 


In unserer europäischen Fauna sind nur die Helopini, 2 Gattun- 
į gen der Misolampidini und in Ostsibirien auch noch die Stenopha- 
nini vertreten. 


Helopinae. 
Uebersicht der nalaearktischen Tribus.) 


1” Trochanteren der 4 Hinterschenkel rudimentär, sehr klein oval, 
an der Hinterseite der Schenkel befindlich und die Schenkel- 
basis nicht einengend. = Misolampidini.‘’) 


1’ Trochanteren der 4 hinteren Schenkel dreieckig, normal, dorsal 
gelegen und die Schenkelbasis zur Hälfte einengend. + 


2” Clypeus ohne Gelenkhaut. Hinterbrust kurz. (Schläfen lang, 
etwa so lang wie der Vorderkopf von deu Augen bis zum Cly- 
peusrande. Halsschild an den Seiten walzig verrundet, daselbst 
höchstens mit feiner Scheidungslinie, dagegen die Basis breit 
gerandet. Flügeldecken gewölbt, mit abgerundeten Schultern, 
lang oval oder eiförmig. Mittelhüften ziemlich, Hinterhüften 
weit auseinandergerückt. Körper schwarz, an Tentyria- und 
Mesostena- Arten erinnernd. — (Arten aus Ostsibirien, Japan und 

, Indien.) Stenophanini. 

2° Clypeus mit einer gelben, glänzenden Gelenkhaut am Vorder- 
rande. (Schläfen viel kürzer als der Vorderkopf von den Augen 
zum Clypeusrande, oft bis zu den Augen in dem Halsschild 
eingezogen, dieser mit gekantetem Seitenrandet), alle Hüften 

\ mässig oder stark genähert.) Helopini. 


2) Die Apocryphini werden hier ausgeschlossen. 

32) Aehnliche Trochanteren haben viele exotische Genera. Die echten 
Hisolampini sind jedoch nur durch wenige Genera vertreten. Die palaearkti- 
schen Misolampini (2 Genera) wurden bereits in der Tabelle Nr. 83 abgehandelt. 

4) Stenomacidius pilosulus Kr. bildet eine Ausnahme. 


Wiener Entomologische Zeitung, 39 Bd. Heft 1—4 (30, März 1942), 


4 Edmund Reitter: 


Stenophanini. 
Gattungen. 

1” Beine dünn und lang, die Hlinterschenkel das Abdomen etwas 
überragend und wie die mittleren dinn, von gleicher Breite, 
linear. Basis des Halsschildes in der Mitte leicht ausgebuchtet. 

Stenophanes Solsky 

1“ Schenkel an der Basis dünn, zur Spitze plötzlich stark gekeult. 
Vorderschenkel am Innenrande mit einem Zahne oder daselbsi 
lappig gewinkelt. Basis des Halsschildes gerade. 

Misolampidius Solsky 


Gattung $tenophanes Solsky. 
Ptilonya Allard (1. Hälfte). 


Schmal, langgestreckt, hochgewölbt, Kopf gross, aber schmäler 
als der Halsschild, dieser reichlich so lang wie breit, walzig, gewölbt. 
die Seiten gleichmässig leicht gerundet, an der Basis so breit wie die 
Wurzel der Flügeldecken, die gerandete Basis in der Mitte einge- 
buchtet, Flügeldecken oval, hinter der Mitte am breitesten, zur Basix 
stärker eingezogen, mit tiefen Punktlurchen und gewölbten Zwischen- 
räumen, Beine lang und dünn, Schenkel und Schienen gerade, Vor- 
dertarsen beim o’ sehr schwach erweitert; Fühler dünn, die 4 End- 
glieder rundlich geknotet, matt. — Hierher 3 Arten aus Japan, wo- 
von eine auch in Östsibirien vorkommt. 

1” Schwarz, glänzend, die gewölbten Zwischenräume der Punkt- 
furchen auf den Flügeldecken glatt, Vorderschienen des d innen 
in der Mitte mit kleinem, dreieckig-spitzigem Zahne und der 
innere Spitzenwinkel ein wenig erweitert. I. 16 mm. — Ost- 
sibirien, Korea. mesostena Solsky 

1” Dem Vorigen äusserst ähnlich, schwarz, fast matt, die Zwischen- 
räume der Punktfurchen auf den Flügeldecken strahlig gerun- 


zelt. L. 18 mm. — Japan. strigipennis Mars. 
1° Dunkelretbraun, die Flügeldecken heller, Palpen, Fühler, und 
Beine rostrot. L. 22 mm. — Japan. rubripennis Mars. 


Gattung Misolampidius Solsky. 
Ptilonye Allard (2. Teil). 


Durch die an der Basis dünnen, zur Spitze plötzlich stark gekeul- 
ten Schenkel leicht kenntlich. Von den 7 bekannten Arten gehört, 
eine: indicus Alld. (Himalaya) zu Hevarthron Fainn , von den übri- 
gen liegen mir nachfolgende vor; 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 5 


1” Braunschwarz, matt, Kopf und Halsschild sehr gedrängt, stark 


i 


3 


< 


rugulos punktiert, beide mit einer flachen Mittelfurche, mit 
strahlig gerunzelten, mässig tiefen Punktstreifen und gerunzel- 
ten Zwischenräumen. Basis der Schenkel rötlichbraun, die Vor- 
derschienen beim œ mit einem spitzigen Dornzahne, die Vor- 
derschienen leicht gebogen, einfach, Mittelschienen vor der Spitze 
ohne Zähnchen. L. 13—15 mm. — Japan. 
rugipennis Lewis 
Schwarz, glänzend, Kopf und Halsschild nıcht grob und ge- 
drängt gerunzelt. 
Plügeldecken mit groben und tiefen Punktstreifen und gewölb- 
ten Zwischenräumen. Vorderschenkel stumpf gezähnt, die Vor- 
derschienen beim g innen in der Mitte schwach erweitert, die 
Mittelschienen innen ziemlich weit vor der Spitze mit einem 
Dornzähnchen. L.13—15 mm. — Japan. — (morio Kolbe.) 
clavierus Mars. 
Flügeldecken mit feinen Punktstreifen und flachen oder hinten 


sehr flach gewölbten Zwischenräumen. Mittelschienen beim g 
innen dicht vor der Spitze mit kleinem Zähnchen.s) 
Flügeldecken etwas länger oval und etwas tiefer gestreift; Vor- 
derschenkel beim ð und Ẹ mit einem kurzen, eckigen Zahne 
und die Vorderschienen innen in der Mitte flach erweitert. IL. 
15—17 mm. — Japan, Korea. molytopsis Mars. 
Flügeldecken kurz oval, sehr fein gestreift, mit auch an der 
Spitze ganz flachen Zwischenräumen. Vorderschenkxel innen 
in der Mitte mit einer Beule, beim g schärfer gezähnt (nach 
Solsky). L.14—16 mm. — Östsibirien. — Mir liegen nur 
22 0% tentyrioides Solsky 
Helopini. 

Uebersicht der Gattungsgruppen. 
Hinterbrust kurz, selır selten etwas länger als die Hüfthöhlen 
der Mittelbeine. Flügeldecken au der Basis des 7, Zwischen- 
raumes der Punktstreifen oder Punktreihen ohne Spur einer 
Schnlterbeule. Halsschild in der Regel nicht oder wenig 
schmäler als die Flügeldecken. 


2° Vorderschenkel mit einem scharfen Zahne. Mentum beim g 


oft mit einem kleinen, warzenförmigen Bürstenfleck. Körper 
sehr kurz und breit, gewölbt; Epipleuren der Flügeldecken sehr 
breit, aber vor der Spitze verkürzt. Enoplopina. 


5) Ob auch bei Zentyrioides &* ist fraglich, da mir nur Ọ Ọ vorliegen. 


Wiener Entomolngirche Zeitung, 39. Bd.. Heft 1—4 (30. Mä’z 192), 


6 


Di 


Edmund Reitter: 


Vorderschenkel unbewehrt. & ohne Bürstenfleck auf dem Mentum. 


3” Basis der Flügeldecken allmählich abfallend, ohne senkrecht 


vertiefte Anschlagstelle für die Basis des Halsschildes, selten in 
der Mitte allein mit der Spur einer solchen, Halsschild auf der 
Basis der Flügeldecken verschiebbar, letztere ohne feine Um- 
randung der Nabt. Alle Schienen gerade, Schulterwinkel ab- 
gerundet. Hedyphanina. 
Basis der Flügeldecken mit senkrecht abfallender Anschlagstelle 
für den Halsschild, dieser deshalb über die Deckenbasis nicht 
verschiebbar. Helopina. 
Hinterbrust viel länger als die Hüfthöhlen der Mittelbeine. 
Flügeldecken an der Basis des 7. Zwischenraumes der Punkt- 
streifen oder Punktreihen mit einer kleinen Schulter- 
beule. Halssehild fast immer beträchtlich schmäler als die 
Basis der Flügeldecken. Körper gellügelt. Nephodina. 

Enoplopina. 
Hierher nur die 

Gattung Enoplopus Solier. 
Acanthopus Latr. 


1“ Halsschild fast doppelt so breit als lang, nach vorne sehr staık 


la 


verengt, schwach gewölbt. oben und auf den Pleuren mit dich- 
ten, starken Längsriefen versehen, Flügeldecken wenig länger 
als zusammen breit, mit mässig feinen Punktstreifen und dicht 
punktulierten, vorn flachen, zur Spitze gewölbten Zwischenräumen; 
Epipleuren sehr breit, dicht vor der Spitze’verkürzt, Kinn beim 
d mit einem warzenförmigen Bürstenflecken. Schwarz, glän- 
zend. L. 10—11 mm. — Mittel- und Südeuropa, — 
(curaboides Petagn., dentipes Rossi, Dendarus latissimus Stierl.) 
velikensis Piller 
Halsschildschmäler, kaum um die Hälfte breiter als lang, nach 
vorn wenig stärker als zur Basis verengt, stark gewölbt, oben 
sparsam punktiert, Pleuren mit schwachen hängsrunzeln, der 
7. und 8. Streifen der Flügeldecken vorn stark abgekürzt, das 
Kinn kegelförinig erhaben, beim c ohne Bürstenlleck. L. 8 mm. 
Morea. Reitteri Brenske 
Hedyphanin a. i 
Gattungen. 


1“ Die Augen auf der Dorsallläche des Kopfes rundlich. wenig 


oder kaun breiter als lang,s) Epipleuren der Flügeldeekon vor 


6) Ausgenommen der behaarte pilos ulus Kr. 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. | 


der Spitze schmal und die letztere nicht ganz erreichend. Vor. 
derrand des Halsschildes vorgebogen. Meist kleinere Artei 
a Catomus Alll. 
1’ Die Augen auf der Dorsalfläche des Kopfes stark quer. Epi 
pleuren der Flügeldecken in ziemlicher Breite die Spitze de 
Flügeldecken erreichend. Vorderrand des Halsschildes abge 
stutzt oder ausgebuchtet. Meist grössere Arten aus Südostruss 
land und Transkaspien. Hedyphanes Fisch. 
Gattung Catomus Allard. 
Catomidius Seidl. 


Die Unterg. Catomidius Seidl. ist mit Catomus vollständig syno 
nym. Seidlitz stellte sie als Subgenus von Hedyphanes auf, wege 
der flachen Basis der Flügeldecken, eine Eigenschaft, die allerding 
den echten Hedyphanes zukommt, die aber auch Catomus besitzt. Di 
Gattung Hedyphanes ist aber durch Kopf- und Augenform, dann di 
breit bis zur Spitze reichenden Epipleuren der Flügeldecken, (Eigen 
schaften, die allerdings vorher nicht erkannt und verwertet wurden! 
von Catomus weit verschieden und gehört zu den grossen Arten de 
Helopini bei Entomogonus, Raiboscelis etc. in die gleiche Gattung: 
gruppe, die mit Catomus geringe Aehnlichkeit und wenige Gemein 
samkeiten besitzt. i 

Die Unterschiede, welche Seidlitz in seiner Charakterisierun 
der Helopini-Gattungen den Hedyphanes zuschreibt, sind alle auc 
bei Catomus vorhanden und ich kann mich nicht genug wundern 
dass der scharfsichtige Seidlitz trotzdem Catomus in die Reihe di 
Untergattungen seiner Helops bringen konnte, wo sie auch nac 
seinen Ausführungen nicht hineinpassen. Da er unter seinen Cat 
midius auch Arten anführt, welche punktierte und auch gestrichelt 
Pleuren des Halsschildes besitzen, so wird auch das bei Catomus an 
geführte Merkmal der gestrichelten Pleuren ganz hinfällig. Die Cate 
mus-Arten, welche Seidlitz zu Catomidius stellte, bleiben demnac 
echte Catomus. l 

Einen äbnlichen Fehler, durch punktierte Pleuren dés Halsschil 
des veranlasst, machte Seidlitz bei seiner Gattung Helops, wo sein 
2. und 3. Gruppe gar nicht in diese Gattung gehören, da die 
Gruppe seiner Helops=Pelorinus Vauloger zu den mit Entomogonm 
verwandten Gattungen gehört, während die zwei anderen Gruppe 
einer davon weit entfernten Gattung zugewiesen werden müssen. 

\ Untergattungen: 
1” Halsschild ziemlich quadratisch mit eckigen’ Winkeln, schmält 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30. März 1922), 


1 


Edmund Reitter: 


als die Flügeldecken an der Basis, Schulterwinkel kurz abge- 
rundet, in der Rundung stumpf angedeutet. Körper langge- 
streckt, schwarzbraun oder braun, ohne Metallslanz, Vorder- 
tarsen des d schwach, kaum wahrnehmbar erweitert. Unter- 
seite stets behaart. Stenomacidius Seidl. 

Halsschild meist quer mit sehr stumpfen, mehr weniger verrun- 
deten Winkeln, kaum schmäler als die Basis der Flügeldecken, 
Schultern breit abgerundet; Körper meistens mit metallischem 


. Glanze, Bauch selten oder nur staubartig, die Spitze des Anal- 


sternites stets deutlich behaart. Vordertarsen des g ziemlich 
stark erweitert. Catomus s. str. 


_ Unterg. Stenomaeidius Seidlitz. 


(Kopischild dureh eine tiefe Querfurche abgesetzt: Flügeldesken hin- 
ter der Mitte am breitesten. Sehmale, langgestreekte Arten.) 


1 
Ba 


94 
zu 


DE 


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4’ 


Oberseite kabl, unbehaart. Analsternit nicht gerandet. 
Halsschildseiten ungerandet. L. 5—55 mm. — Araxestal. 
Antoniae Reitt. 
Halsschildseiten fein gerandet. 
Halsschild länger als breit mit etwas spitzwinkeligen Hinter- 
winkelu, Pleuren sparsam und schwach längsrunzelie, Hinter-: 
schienen gerade, beim œ die Vorderschienen innen körnig ge- 
zähnelt. L. 10—11 mm. — Syrien, Russisch-Armenien, 
Achalzik. — (Ex Seidlitz.) i acutangulus Seidl. 
HWalsschild nur so lang als breit, oder etwas breiter als lang, 
Hintersehienen leicht nach aussen gebogen, Vortertibien des g 
innen ungekörnt. Vorderkopf vor «den Augen auffallend kurz. 
Skulptur der Flügeldecken sehr veränderlich. 
Vorderrand des Kopfschildes breit, gerade abgeschnitten, der 
Raum zwischen den Augen fast 4 mal so breit als die Dorsal- 
fläche der Augen, Vorderkopf (von den Augen bis zum Ciy- 
peusrande) 11,,—2 mal so lang wie ein Auge, der alıgesetzte 
Ulypeus so lang wie ein Auge. Halsschild kaum breiter als 
lang, vor der Mitte am breitesten, die Seiten ziemlich gerade, 
Hinterwinkel scharfeckig, etwas stumpf oder rechteckig, die 
Pleuren an den Seiten nicht randförmig abgesetzt. Rötlich- 
braun, die Flügeldeeken meist dunkler schwarzbraun. L. 6—10 
mm. — Turkestan: (Margelan, Wernyi, Samarkand, Issyk- 
kul) — (lucidicollis Kr. Q) laevicollis Kr.’) 


‘) Diese und die folgende Art sind bisher vermengt gewesen. 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 9 


4’ Vorderrand: des Kopfschildes, von oben gesehen, flach gerundet, 
Stirne zwischen den Augen kaum 3 mal so breit wie diese, 
Vorderkopf, von den Augen zum Kopfschildrande, kaum 1'/, 
mal so lang wie die Augen und der abgesetzte Clypeus fast 
kürzer als die Augen. Halsschild etwas breiter als lang, fein 
punktiert, die Pleuren schmal aber scharf abgesetzt und ver- 
llacht; Flügeldecken mit feinen Punktstreifen und flachen, dicht 
punktierten Zwischenräumen. Braun, glänzend. L. 5—8 mm. 
Transkaspien, Turkestan: Margelan, Alai. 

provocator n. sp. 

1’ Oberseite ganz oder teilweise hehaart. Analsternit gerandet. 

5“ Nur die Flügeldecken mit wenig dichten, abstehenden Haaren 
besetzt. Halsschild fast quadratisch, Seitenrandkante scharf 
gewinkelt und fein linienförmig gerandet. Hinterschienen 
schwach nach auswärts gebogen. Braunrot, Flügeldecken oft 
dunkler bis schwarz. I. 5—11 mm. Turkestan: Marge- 
lan, Alexandergebirge, Syr-Darja. — hirtipennis Seidl. 

5° Die ganze Oberseite und zwar der Vorderkörper fein anliegend. 
die Flügeldecken lang abstehend behaart. Kopf fast von der 
Breite des Halsscluldes, dieser ziemlich quadratisch mit stumpf 
verrundeten Seitenrändern, ohne vollständige Randlinie, oben 
wenig dicht und stark punktiert; Flügeldecken sehr lang oval, 
gewölbt, nur mit Spuren von Streifen, mässig dicht, stark 
punktiert: die ganze Unterseite ziemlich dicht behaart. IL. 
6,5—14 mm. — Turkestan. — (gracilicallis Kr. g.) 


pilosulus Kr.*) 
Untergattung Catomus sens. str. 


Catomidius Seidlitz. 


Körper oder wenigstens die Flügeldecken mit Metallschein, sehr 
selten ohne Erzglanz. Fühler, Palpen und Beine stets mehr weniger 
rotgelb, selten dunkel. 

1“ Oberseite kahl oder nicht deutlich behaart. 
2“ Flügeldecken mit oft feinen, aber scharf eingeschnittenen Streifen. 
3“ Halsschild nicht oder wenig breiter als lang, von der Breite der 

Flügeldecken. vor der Mitte am breitesten, Kopf sehr wenig 

schmäler als der Halsschild.°) 


*) Diese Art stand bei Seidlitz unter Catomidius, wo sie keine ver- 
wandten Arten hatte, 

®) Die Arten haben abgerundete oder fast abgerundete Hinterwinkel des 
Halsschildes, nur bei dem mir unbekannten prolirus Sdl. aus Spanien (Albar- 
racur) sind diese rechteckig. L. 12 mm. 


Wiener Entomologisehe Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30. März 1922), 


10 


An 


6’ 


D 


E 
u 


1 


Edmund Reitter: 


Vorderrand des Kopfschildes gerade abgestutzt oder vorgebogen. 
Halsschild länger als breit, gewölbt, wenig dicht punktiert, Vor- 
derrand lach vorgebogen, Flügeldecken tief gestreift, in den 
Streifen punktiert, die Zwischenräume gewölbt und fast glatt. 
Braunrot, glänzend. L. 9 mm, — Persiorge (Ex Alld.) 


persicus Alld. 
Halsschild kaum länger als breit, Vorderrand gerade abgestutzt. 


Grössere Arten von 5—10 mm. Länge.!) 

Pleuren des Halsschildes stark punktiert, die Punkte längsrun- 
zelig verflossen. Kopf und Halsschild mit gedrängter, starker, 
einander berührender, längsstrigoser Punktur. Hinterschienen 
fast gerade. L. 5 —10 mm. — Syrien: Aleppo. — (berytensis 
Er.) . 
Pleuren «dıs Halsschildes fein längsgestrichelt, ohne deutliche 
Zwischenpunktur. Halsschild wie der Kopf mit freier, wenig ge- 
drängter, sehr schwach länglicher Punktur, Zwischenräume der 
Punkte viel grösser als letztere selbst, die Seiten des Hals- 
schildes mit vollständiger, von oben sichtbarer feiner Randlinie, 
daneben in der Mitte durch einen Längseindruck ein wenig 
verllacht Dunkel rostrot, Flügeldecken schwarz. Sonst der 
vorigen Art selır ähnlich, Hinterschienen schwach nach aussen 
gebogen. L. 8,5 mm. — Syrien: Aleppo, 1 Ẹ in Coll. Adr. 
Schuster. lepidus u. sp. 
Kleinere Arten von 3—4 mm: Flügeldecken mit feinen Streifen 
und ganz flachen-Zwischenräumen, diese sehr fein zerstreut, 
oft nicht deutlich sichtbar punktiert. Pleuren des Halsschildes 
lederartig gerunzelt. Augen fast rund. | 


hesperides Reiche!!) 


Klein, Kopf ohne quere Clypealfurche, nur mit zwei seichten 
Grübehen, Halsschild äusserst fein, zerstreut punktiert, glänzend. 
Seiten extrem fein, wenig deutlich gerandet; Zwischenräume 
der Streifen kaum erkennbar punktiert. L. 3—3,5 mm. — 
Algier, Tunis. — (Coll. -v. Heyden) politicoltis Alld. 


2 


°) Hierher wohl der mir unbekannte obsoletus Alld. aus Algier und 


Oran., — Halsschild so lang wie breit, die Winkel abgerundet, oben gewölbt 
und sehr fein und sehr wenig dicht punktiert, Pleuren gestrichelt. Rostrot, 
‚glänzend. 1.6 mm. — Picterwähnt dazu eine var. semiobscurus: rostrot, die 
Flügellecken dunkelbraun mit Metallglanz, aber nur von 3,5 mm. Linge. 
Dürfte mit obsoletus nicht zusammen gehören. 


1t) Mit dieser Art vergleicht Allard den mir unbekannten semiruber 


(Ex Alld.) 


s 
uus Nordpersien. Rostrot, Flügeldecken schwarz, kürzer gebaut. L. 5 mm. 


md 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. it 


Wenig grösser, Kopf mit tiefer, querer Clypealfurche, Hals- 
schild sehr fein punktiert, die Seiten fein, aber deutlich und 


. scharf gerandet, Flügeldecken in den Zwischenräumen der 


4’ 


8’ 


9’ 


Eu 


< 


< 


feinen Streifen sehr fein zerstreut punktiert. L., 3—4 mm, — 
Syrien. — acutipennis Bche 
Vorderrand des Kopfschildes breit und flach ausgebuchtet, in- 
dem die Augenwinkel etwas vorgezogen sind. (Hinterschienen 
leicht nach aussen gebogen.) 

Pleuren des Halsschildes längsrunzelig gestrichelt; Zwischen- 
räume der Streifen auf den Flügeldecken ohne einzelne starke 
Punktreihe. 


Kopf und Halsschild sehr fein punktiert, an den Rändern des 
letzteren feiner und spärlicher. die Seiten sehr fein gerandet, 
die Unterseite fein längsrunzelig gestrichelt; Flügeldecken ellip- 
tisch, mit feinen Punktstreifen, die Punkte in den Streifen kaum 
erkennbar, Zwischenfäume ganz flach, äusserst fein punktiert. 
Rostrot oder braun mit schwärzlichen Flügeldecken, “diese ohne 
Metallschein. L. 4,5—8 mm. 'Transkaspien (Gr. Balchan ; 
Turkestan: Margelan. i subniger Reitt. 
Kopf und Halsschild fein punktiert, die Punkte länglich, frei, 
Halsschild weit vor der Mitte am breitesten, die Seiten ge- 
kantet, aber nicht gerandet, Pleuren äusserst fein und dicht 
längsgestrichelt; Flügeldecken elliptisch, mit feinen, rissig ver- 
tieften Streifen, die Punkte in denselben wenig deutlich und 
die Streifenränder nicht übergreifend, die Zwischenräume flach, 
äusserst fein punktuliert. Erstes Glied der Hintertarsen auf- 
fallend kurz, ‚wenig länger als das zweite. Braunschwarz, mit E:z- 
sehen. L. 35-4 mm, — Damaskus, Rotes Meerge- 
biet: (Peyerimhoff; Coll. A, Schuster, Coll. Kraatz.) 

laenoides n. sp. 
Pleuren des Halsschildes punktiert; Zwischenräume der starken 
Streifen der lang elliptischen Flügeldecken mit einzelner starker 
Punktreihe. Braun mit Erzschein, Kopf und Halsschild mit 
Spuren einer feinen Behaarung und dieht punktiert; Augen 
stark vortretend, Schläfen nach. hinten stark verengt, Halsschild 
sehr wenig breiter als lang, die Seiten gekantet, aber unge- 
randet. L. 5 mm. — Dra.el Mizan. (Ancey). Coll. v. 
Heyden. Virgilius n. sp. 
Halsschild quer oval. (Kopf schmäler als der Halsschild, Kopt- 
schild nicht ausgebuchtet.) 


Wiener Entomelogisehe Zeitung, 30. Bd., Heft 1—4 (30. März 1923). 


12 


10” Schwarz, glänzend, ohne Erzschein, Kopf und Halsschild meist 


10° 


1% 


J2” 


13° 


13° 
14” 


Angora. L. 6,5 mm. Rostrot, die Flügeldecken braunschwarz. 


Edmund Reitter: 


rostrot, Fühler und Beine gelbrot. Kopf und Halsschild mässig 
fein, wenig dicht punktiert. ersterer beim 2 schmäler als der 
Halsschild, mit tiefer Querfurche zwischen den Fühlerwurzeln, 
Halsschild seitlich stark gerundet, gewölbt, beim 2 in, beim d 
vor der Mitte am breitesten, die Seiten äusserst fein linien- 
förmig gerandet, Basis ungerandet, (die Randlinie liegt 
hier in der Randkante und ist von oben nicht sichtbar), davor 
jederseits eine kurze, flache Querfurche; Flügeldecken elliptisch, 
beim 2 kürzer und breiter, mit sehr feinen Streifen, diese am 
Grunde schwer sichtbar punktiert die flachen Zwischenräume 
sehr fein punktuliert. L. 5—7 mm. — Syrien. 

fulvipes Reiche 
Schwarz oder braunschwarz mit Erzschein oder Messingglanz. 
Flügeldecken mit scharfen, oft tiefen Streifen und nahezu glat- 
ten, selten gewölbten Zwischenräumen. 
Kopfschild am Vorderrande gerade abgeschnitten, nicht gerun- 
det vorgezogen. 
Halsschild auf der Unterseite der Länge nach gestrichelt. 
Nalsschild ringsum ungerandet. L. 3,8 mm. — Türkei. — 
(Ex Seidlitz.) Frivaldszkyi Seidl.'*) 
Seiten des Halsschildes fein gerandet. | 
Kopf bis zu den Augen in den Halsschild eingezogen, Hals- 
schild .mit dichter, meist längsstrigoser Punktur, Flügeldecken 
mit etwas verdickter Basis und sehr seichter Ansehlagstelle für 
den Halsschild in der Mitte, beim g’ mit tiefen, oft auch feine- 
ren, kerbenartiz punktierten Streifen, beim Ẹ olt einfach gestreift, 
mit kleinen Punkten in den Streifen. Fühler beim g` viel 
dicker als beim 2. Alle Schienen gerade, Vordertarsen des o 
stark, des 2 aber nur ganz schwach erweitert. Skulp- 
tur sehr veränderlich. — Bei einer Rasse aus Calabrien und 
Sizilien sind die Vorder- und Mittelschienen bei d und 2 ge- 
bogen: v. curvipes nov. — L. 4--9 mm. — Frankreich, 
westliehes Mittelmeergebict. — (obtusangulus, pyg- 
maeus, siculus, rotundicollis, juncorum und tagenoides von 
Küster auf unwesentliche Abänderungen aufgestellt; agonum 
Mauls.) angustatus Lucas 


12) Ungerandete Seiten des Halsschildes hat auch dichrous Reitt. au 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 13 


12° Pleuren des Halsschildes sehr fein zerstreut punktiert. Hals- 
schild mit feiner, weitläuftger Punktur, die Seiten gerandet, 
Flügeldecken mit feinen Streifen und flachen Zwischenräumen, 
diese mit annähernd 2 ungleichreihigen höchst feinen Punkt- 
reihen. Körper schwarz oder braunschwarz, Flügeldecken mit 
Erzschein. L. 4-45 mm. — Judaea., Jericho — 
(hierichontieus J. Sahlb., gracilis Alld.) Seidlitzi Gebien 

14° Kopf mit längeren, freien Schläfen, Halsschild feiner punktiert, 
Flügeldecken an der Basis ganz verflacht, mit feinen, vertieften 
Streifen und kaum sichtbaren Punkten in denselben, Zwischen- 
räume ganz flach, Fühler länger, beim cd" kaum dicker; Pleuren 
des Halsschildes neben dem Seitenrande mit einigen feinen 
Punkten, sonst fein gestrichelt. Vordertarsen des o stark, des 
Q gar nicht erweitert. L. 5—9 mm. — Tunis. 

fallax Vauloger 

11’ Kopfschild am Vorderrande samt den Augenwinkeln schwach 
gerundet vorgebogen. 

15” Pleuren (Unterseite) des Halsschildes sehr fein der Länge nach 
gestrichelt. Braunschwarz mit Kupferglanz oder Erzschein, Kopf 
und Halsschild dicht, etwas -länglich punktiert, Flügeldecken 
mit feinen, eingerissenen Streifen, diese fein punktiert, Zwischen- 
räume flach, kaum sichtbar punktiert. L. 5-9 mm. In ganz 
Südeuropa, im östlichen häufiget, auch in Frankreich 
und Egypten. consentaneus Küst. 

15° Pleuren des Halsschildes stark punktiert. Klein, schmal, stark 
bronzefarbig oder messingglänzend, Kopf und Halsschild sehr 
dicht punktiert, Flügeldecken mit Punktstreifen und oft schwach 
gewölbten, sehr fein, spärlich punktierten Zwischenräumen. L. 
3,5—5 mm. — Algier, Oran, Tunis. 

K testaceipes Fairm.'?) 
2° Flügeldecken nur mit äusserst feinen, wenig deutlichen, nicht 
scharf eingeschnittenen Streifen oder nur mit Punktrefhen oder 
ganz irregulär punktiert. 

16“ Ganz schwarz, ohne Metallschein. Kopfschild gerade abgestutzt, 
Halsschild wenig, beim 5 kaum breiter als lang, dicht und fein, 
einfach 'punktiert, die Seiten fein gerandet; Flügeldecken lang 
elliptisch, kaum breiter als der Halsschild, mit angedeuteten 

13) Diesen ist ähnlich: rhynehophorus Sàl. aus Algier. Bei diesem ist 


der Kopfschild vor den Wangen buchtig verengt und als schmaler Fortsatz von 
der Breite der Oberlippe vorgezogen. Beine schwarz. L. 5,5 mm. — (Ex Seidlitz) 


Wiener Entomologische Zeitung, 39 Ba, Meft 1—-4 (30. März 1922). 


` 


14 


16° 


‚le 
mi? 


Edmund Reitter: 


Streifen, sonst sehr fein punktuliert, Pleureu des Halsschildes 
der Länge nach gestrichelt. Fühler und Beine dunkel. L. 4-8 
mm. — Transkaspien, Turkestan (Samarkand). 
niger Kr. 
Sehr klein, rostbráun, stark bronzeglänzend, Fühler gelb, auf- 
fallend dünn, Kopf fast so breit wie der Haldschild und wie 
dieser schr fein, weitläufig punktiert, Kopfschild gerade, mit 
vorgezogenen Aussenwinkeln, Halsschild sehr wenig breiter als 
lang, vor der Mitte am breitesten, mit abgerundeten Winkeln 
und äusserst fein, (von oben nicht sichtbar) gerandeten, sehr 
stumpfen Seitenrändern, die Pleuren fein, zerstreut, flach punk- 
tiert; Flügeldecken schmal oval, fein »unktiert, ohne deutliche 
Punktstreifen oder Punktreiien. L. 3-5 mm. — Tunis, 
Algier. amabilis Vaulog. 
Oberseite sehr deutlich behaart.'*) 
Oberseite anliegend (nicht abstehend) behaart.!>) 


18° Kopf kaum sichtbar punktiert, Halsschild fast glatt, an den 


18° 


18° 


re 
19” 


Seiten ungerandet, Flügeldecken länglich oval, sehr spärlich 
irregulär punktiert. Rotbraun mit hellen Fühlern und Beinen. 
L. 3—6 mm. — (Ex Vaulog.) Von amabilis durch die feine 
Behaarung der Oberseite verschieden. — Algier, Tunis. 
3 Sicardi Vauloger 
Kopf und Halsschild äusserst dicht, etwas länglich und fast zu- 
sammengeflossen punktiert, Flügeldecken mit starken Streifen 
und deutlich punktierten Zwischenräumen. Oberseite mit Erz- 
schein, Flügeldecken bronzeglänzend. DL. 5 mm. — Algier. 
puber Alld. 
Kopf und Halsschild dicht, aber nicht zusammenfliessend punk- 
tiert, Flügeldecken mit äusserst feinen Streifen und dicht und 
fein, punktulierten Zwischenräumen. L. 5—6 mm. (Ex Seidl.) — 
Algier. Henoni Alld. 
Oberseite abstehend behaart. Pleuren des Halsschildes punktiert. 
Die abstehende Behaarung der Oberseite, besonders der Flügel- 
decken, ist kurz, nur im Profile sichtbar. Kopf und Halsschild 


14) Cat. jlavus Allà, aus Albanien ist ebenfalls gelb behaart, aber ob 


die Behaarung abstehend oder anliegend ist, wird vom Autor nicht angegeben, 
aber sie ist „villeuse“, also zottig. Langgestreckt, fast cylindrisch, rostgelb, ge- 
wölbt, Halsschild quer mit stumpfer Hinterwinkeln. 


1») Hierher auch converifrons Fairm. aus Algier. L. 5-8 mm. Die 


Zwischenräume der Punktstreifen auf den Flügeldecken haben eine regelmässige 


Reihe 


von Punkten, die etwas klemer sind als jene der Streifen, (Ex Vauloger). 


x 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 15 


sehr dicht, stark, mehr weniger zusammenfliessend punktiert. 
Oberseite gewölbt, kupfer- oder brunzefarbig. 

20° Flügeldecken ziemlich dicht und kräftig punktiert, dazwischen 
mit Punktreihen, die Punkte dieser Reihen dicht gestellt und 
nur so gross wie die Punkte der Zwischenräume. l. 5—9 
mm. — Algier. submetallicus Vaulog. 

20° Flügeldecken irregulär, sonst wie der vorige punktiert, dazwischen 
ohne Punktreihen. L. 7—9 mm. — Algier. — Coll. Reitter. 

v. irregularis nor. 

19° Die abstehende Behaarung, besonders der Flügeldeeken, ist lang, 

sehr deutlich. t6) 


21” Flügeldecken mit anliegender und dazwischen mit abstehender 
Behaarung. Dunkel metallisch, bronzegläuzend. L. 4—7 mm. 
— Algier. (Ex Vauloger). ciliatus Vauloger 


21° Flügeldecken nur mit abstehender Behaarung.!7) 


22“ Flügeldecken mit feinen eingeschnittenen Streifen, in den Strei- 
fen undeutlich punktiert, die Zwischenräume mit irregulärer 
Doppelreihe feiner Punkte, Halsschild kräftig, wenig grdiängt 
punktiert. Oberseite erz- oder bronzeglänzend. L. 4—6 mm. 
— Algier, Tunis. (gossypiatus Alld., non. Reiche.) 
capillatus Vaulog. 
Flügeldecken mit Punktreihen, die Punkte der Reihen dicht 
gestellt, aber kaum grösser als jene der Zwischenräume. Kopf 
und Halsschild sehr dicht punktiert. Bronzelarbig. I. 4-10 
mm. — Algier. gossypiatus Reiche 


9 
w 
x 


Gattung Hedyphanes Fischer. 
(Eine Revision der Gattung gab ich in der Berl. Ent. Ztschr. 1913 
p. 184—187.) 
Hed. cribripennis Luc. ist nach Vauloger identisch mit puncti- 
collis Luc. aus Algier; foveolatosiriatus Motsch. ist ein nomen 
nudum und als nicht beschrieben zu betrachten: helopioides Lucas 


16) Oberseite mit wolliger Behaarung hat comatus Vaulog. aus Algier. 
Körper zylindrisch, rostrot, Halsschild nicht länger als breit, ungerandet, Flü- 
geidecken dicht und fein irregulär punktiert. L. 5—7 mm. — (Ex Vauluger.) 

17) Hierher auch der mir unbekannte anthicordes Vaulog. aus Südwest- 
Algier. L. 4,2 mm. — Dann datxensis Fairm. mit seiner var. sorieinus Vaul. 
und diserensis Va... aus Algier. dann hirtus Sdl.—=echinatus Vaul. aus Algier, 
dessen Halsschild mit länglichen Punkten besetzt, fein anliegend behaart und 
ausserdem mit langen, anfstehenden Haaren besetzt ist. L. 5 mm. — Ferner 
hiatus Muls. aus Oran. 


Wiener Entomologisehe Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30. März 1922). 


16 


Edmund Reitter: 


ist wohl ein Helopide, der in eine andere Gattung gehört, endlich 
tagenoides Falderm., nach Seidlitz vielleicht ein Catomus. 
1” Flügeldecken unbehaart. 


2” Flügeldecken mit eingezogenen, aber hucklig nach vorne vo: ge- 


Byd 


3° 


47 


4’ 


Ds 


zogenen Schulterwinkeln. Schwarz. 

Apikalrand des Analsternites scharf gerandet. Kopf stärker als 
der Malsschild punktiert, die Wangen vor den Augen fast ge- 
rade, Vorderrand des Kopfschildes sehr flach im Bogen vorge- 
rundet, Schläfen hinter den Augen etwas backenartig entwickelt; 
Halsschild gewölbt, fast quadratisch, vor der Mitte am breite- 
sten, fein, wenig dicht punktiert, die Seiten und der Vorderrand 
mit sehr feiner Randlinie, Hinterwinkel stumpfeckig, Pleureu 
stark und dicht reibeisenartig punktiert, die Zwischenräume 
feine Körnchen bildend; Flügeldecken elliptisch, mit sehr feinen 
Punktreihen, die flachen Zwischenräume äusserst fein, zerstreut 
punktuliert. Fühler von mittlerer Länge beim d, Glied 4 etwa 
3 mal so lang als breit, Vorder- und Mitteltarsen beim o fast 
einfach, L. 17 mm. — Tekke-Turkmenien. — 1 Ex. 
in Coll. Kraatz. Albertus n. sp. 
Apikalrand des Analsternites ungerandet. Vorder- und Mittel- 
tarsen des stark erweitert. 

Halsschild herzförmig, vor den. last rechtwinkligeu Hinterecken 
ausgeschweift, gewölbt, beim d so lang wie breit, beim Ẹ viel 
breiter als lang, fein, undeutlich, sparsam punktiert, Flügeldecken 
oft gerunzelt, kaum punktiert. L. 10—15 mm. — Kurdistan: 
Diarbekir. cordicollis Seidl. 
Halsschild nicht herzförmig, Flügeldecken mit feinen Punkt- 
reihen und fein punktierten Zwischenräuinen. 


Fühler länger, Halsschild flach gewölbt, besonders beim s, beim 
d beträchtlich länger, beim Ẹ so lang als breit, an den Seiten 
schwach gerundet, vor der Mitte am breitesten, ziemlich fein, 
mässig dicht punktiert, die elliptischen Flügeldecken fein und 
dicht punktiert, die Punktreihen dazwischen oft rudimentär, ihre 
Punkte nicht grösser als jene der Zwischenräume. L. 13—16 
mm. — Amasia, Anatolien. — (laticollis Alld., Seidl., 
non. Falderm.) elongatus Alld. 

Fühler kürzer, Halsschild stark gewölbt, beim g` so lang als 
breit, beim ® etwas breiter als lang, an den Seiten stark ge- 
rundet und in der Mitte am breilesten, oben sehr fein, wenig 
dicht punktiert, neben den Hinterwinkeln in der Regel kurz 


A ' 


Su 


10° 


j IER 


11 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 17 


schräg niedergedrückt, die elliptischen Flügeldecken mit feinen 
Punktreihen, die flachen Zwischenräume wenig dicht und feiner 


als die Reihen punktiert. L. 9—13 mm. — Transkaukasus, 
Talyschgebirge. ce Falderm. 


Flügellecken ohne vorgezogene Schulterwinkel. ' 
Seiten des Halsschildes mit feiner, aber vollständiger Randkante. 


Die umgeschlagenen Seiten des Halsschildes (Pleuren) sehr fein, 
wenig dicht gekörnt, nicht punktiert, dazwischen am Grunde 
glatt. Schmal nnd gestreckt, blauschwarz. I. 7—13 mm. — 
Derbent, Kirghisensteppe, Transkaspien, Turkestan. 
i coerulescens Fisch. 
Pleuren des Halsschildes dicht, meist raspelartig punktiert, die 
schmalen Zwischenräume oft mit feiner Körnchenbildung. 
Halsschild beim ? nur halb so breit wie die Flügeldecken in 
der Mitte, gewölbt, spärlich punktiert, seitlich gerundet, die IHu- 
terwinkel sehr stumpf, fast abgerundet L. 13 mm. — Trans- 
kaspien. — I ¥ in Coll. von Heyden. parvicollis Seidl. 
Halsschild auch heim Ẹ nur etwas schmäler als die Flügeldecken, 
heim g merklich länger als breit, beim @ mehr gerundet und 
kürzer, aber stets fein punktiert. 
Analsternit an der Spitze fein, aber vollständig gerandet. Kär- 
per glänzend, L. 11—19 mm. — Transkaspien, Derbent. 
tentyrioides Falderm. 
Analsternit hinten ungerandet. 
Hinterschienen beim œ aut dor Innenseite mit ziemlich langer 
schräg abstehender Behaarung. Flügeldecken hinter der Mitte 
am breitesten. lL. 16 mm. — Persien: Ala-Dagh, Bud- 
schnuril. Seidlitzi Reitt. 
Hinterschienen auch beim g' auf des Innenseite nur kurz und 
fast anliegend behaart. Flügeldecken ellıptisch, in oder vor 
der Mitte am breitesten. 
Unterseite nahezu kahl, Tröchanteren der 4 hinteren Beine un- 
bewimpert. nur mit dem normalen, einzelnen Tasthaare, das 
oft fehlt. Oberseite oft fast matt. lL. 12-15 mm. — Derbent» 
Araxestal, Transkaspien. Mannerheimi Falderm. 
Hinterbrust und Bauch fein, aber deutlich gelblich behaart, 
ebenso die Trochanteren der 4 hinteren Beine am Spitzenrande 
kurz und dicht gelb bewimpert. Oberseite glänzend. Der vori- 
gen Art ähnlich. L. 10—11 mm. — Transkaukasien, 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30 März 1922), 


18 


Fdmund Reitter: 


Gourern. Nocha, von Koenig gesammelt und als ¿mpresst- 
collis versendet. — dÈ in Coll. v. Heyden. 

pubiventris n. sp. 
Die feine Randlinie an den Seiten des Halsschildes ist in der 
Mitte unterbrochen oder fehlt. 


Halsschild dicht und stark, punktiert, beim œ länglich, zylin- 
drisch, beim 9 fast quadratisch, stets stark gewölbt. 
Hinterwinkel des Halsschildes rechteckig, Flügeldecken mit fei- 
nen Punktreihen, die Punkte derselben kaum grösser als jene der 
Zwischenräume. Die Längsreihen oft verrunzelt oder streifig ver- 
tieft. Schläfen schwach backenartig entwickelt, Plenren des 
Halsschildes rugulos punktiert mit Körnchenbildung. J° Vor- 
dertarsen stark, Mitteltarsen wenig schwächer entwickelt, letz- 
tere mit fast quadratischem 2. und 3. Gliede. Grosse Art von 
13—20 mm. — Nordpersien, Turkestan: Alexanderge- 
birge. Koltzei Heyden 
Hinterwinkel des Halsschildes stumpf, fast abgerundet, Pleuren 
des Halsschildes stark dicht und einfach punktiert, ohne Körn- 
chen, einen glatten Saum neben dem Seitenrande freilassend ; 
die Punkte der Reihen auf den Flügeldecken doppelt so stark 
wie die sehr feinen Punkte der Zwischenräume. d’ Vorder- 
tarsen stark, Mitteltarsen schwach erweitert, mit länglichen 
Gliedern. Oberseite oft mit bläulichem Scheine. Habituell dem 
coerulescens ähnlich, durch die Punktur des Halsschildes dem 
Kolteei näher verwandt. L. 10-14 mm. — West- und Ost- 


-ufer des Kaspischen Meeres; Gross Balchan. 


i 
14“ 


18° 
16° 


Besseri Falderm. 
Halsschild nur fein oder mässig fein punktiert. 


Halsschild parallelseitig, oder an den Seiten gleichmässig gerun- 
det, daher in der Mitte am breitesten. 


Analsternit an der Spitze sehr fein gerandet. 

Die Seiten des Kopfes von den Wingenwinkeln zur Spitze des 
Kopfschildes stark ausgebuchtet. Schwarz mit schwachem, 
blauem Scheine, d glänzend, $ fast matt, Kopf und Halsschild 
fein punktiert, letzterer beim g` quadratisch, beim 2 kaum 
breiter als lang, die umgeschlagenen Seiten innen dicht runze- 
lig oder raspelartig, gegen den Seitenrand spärlicher punktiert. 
L. 11 14 mm. — Zentral-Persien: Ordo. 

N Matthiesseni Reitt. 


4 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 19 


16° Die Seiten des Kopfes von den Wangenwinkeln zur Spitze des 
Kopfschildes undeutlich ausgebuchtet, fast gerade. .Schwarz, 
Hielsschild an den Seiten leicht gerundet, ‚beim 5° wenig länger, 
beim 2 fast so breit wie lang, fein punktiert, mit deutlichen, 
etwas stumpfen Hinterwinkeln, Unterseite raspelartig punktiert 
mit Körnerbildung, Klügeldecken nur mit sehr feinen Punkt- 
reihen, die Zwischenräume noch feiner, wenig dicht punktiert. 
L. 12—17 mm. — Derbent, Araxestal, Transkau- 
kasien. nycteroldes Falderm. 


15% Analsternit an «der Spitze ganz ungerandet. Halsschild beim g 
quadratisch, beim Ẹ fast breiter als lang, fein und dicht punk- 
tiert. Flügeldecken mit feinen, seltener starken Punktreihen. 
Hinterschenkel beim g innen von der Basis bis zur Mitte gelb 
tomentiert.: L. S—13 mm. — Transkaukasus, Trans- 
kaspien. Menetriesi Falderm. 


14° Halschild vor der Mitte am breitesten, zur Basis viel stärker 
verengt, die Seiten fast ungerandet, beim œ länger als breit. 

17” Schläfen hinter den Augen nach hinten gerade \erengt. 

18“ Flügellecken lang oval, in der Mitte am breitesten, mit feinen 
stricheligen Punktreihen, die flachen Zwischenräume mit wenig 
feineren Punkten besetzt. Schwarz, die Basis der Fühler und 
Beine dunkelrotbraun. Schläfen hinter den Augen nach hinten 
gerade verengt, Halsschild fein und wenig dicht punktiert, die 
umgeschlagenen Seiten dicht und stark, raspelartie, bis zur 
Randkante punktiert. L. 9,5 mm. — Persien: Sultanabad. 

Gebieni Reitt. 
18° Flügeldecken lang oval, hinter der Mitte am breitesten. Die 
Augen nach aussen auffallend vorragend. Kopf und 
Halsschild ziemlich dicht und mässig stark punktiert, die um- 
geschlagenen Seiten stark und dicht raspelartig punktiert. Flü- 
geldecken mit sehr feinen Punktreihen, ihre Punkte weitläufig 
' gestellt und die Zwischenräume kaum feiner punktiert. Schwarz 
mit blauem Schein. L. 12 mm. — Sehir-Abad.” 
ocularis Reitt. 
17° Schläfen hinter den Augen backenartig angeschwollen und 
dann erst nach hinten gerundet verengt. Die zwei Wurzel- 
glieder der Fühler braunrot. Kopf viel stärker ais der 
Halsschild punktiert, dieser nach hinten etwas verengt, 
beim F so lang wie breit, beim œ länger, die umgeschlagenen 
Seiten stark raspelartig punktiert. Analsternit hinten ungerandet« 


Wiener Entomologische Zeitung, 39 Bq.. Heft 1—4 (30. März 1922). 


19 


1 


20” 


20 


Edmund Reitter: 


Schwarz, glänzend mit schwachem blauen Scheine. L. 11—19 
mm, — Persien: Luristan, Sultanabad. Bodemeyeri Reitt. 
Flügeldecken ganz oder zum Teile behaart. 

Schwarzblau, glänzend. die 22 matter. Halsschild au den Sei- 
ten meistens unvollständig gerandet, beim <7 so lang wie breit, 
beim 2 quer, vor der Mitte am breitesten, die umgeschlagenen 
Seiten dicht und stark raspelartig punktiert. Augen, von oben 
geselien, stark über die Schläfen nach aussen vorragend. Die 
Seiten der Flügeldecken und die Seitenrandkante des Hals- 
schildes fein, abstehend, geneigt, schwarz behaart. L. 10—15 
mm. — Persien: Luristan. europs Reitt. 
Schwarz oder braunschwarz, ohne blauen Schein, Halsschild an 
den Seiten sehr fein, aber deutlich gerandet. Flügeldecken 
sehr fein nnd kurz hell behaart. 

Hals:child ziemlich parallelseitig mit etwas abgerundeten Vor- 
der- und Hinterwinkeln, ziemlich grob und dicht, aber nicht ge- 
drängt punktiert, die Zwischenräume der Flügeldecken ziemlich 
grob und dicht, aber glatt punktiert, nur mit ganz feinen kur- 
zen Härchen sparsam besetzt; Oberseite nicht ganz matt. L. 
8 mm. — Kaukasus. Dejeani Falderm. 
Halsschild schwach herzförmig mit schwach stumpfeckigen Hin- 
terwinkeln, grob und gedrängt punktiert, die Zwischenräume 
der Flügeldecken raspelartig punktiert, mit deutlichen. etwas 
börstchenförmigen Härchen besetzt: Oberseite ganz matt. L. 
9 il mm. — Kleinasien. — (lutosus Alld., Apolites 


angustus Mars.) upioides Falderm. 


Helopina. 


Gattungen. 


1” Der dorsale Teil der Augen ist stark quer, meistens etwas schräg 


Di 


3% 


nach hinten geneigt, in der Regel doppelt so breit wie lang, der 
senkrecht davor stehende Wangenteil ist länger als die Augen 
und die Stim zwischen den Augen in der Regel schmäler als 
der Vorderrand des Kopfschildes. Pleuren des Halsschildes 
punktiert. gekörnt oder körnig gerunzelt, niemals «der Länge 
nach gestrichelt. 

Vorder- und Mittelschienen beim 9 etwas, beim g stärker ge- 
bogen. 

Schulterwinkel einfach, Stirn jederseits mit einem Augenkiele, 
die schwanzförmige Spitze der Flügeldecken vom furchig ver- 


Al 


ti 


we 


ax 


Bestimmnügstäbelle der palaearktischen Helopinae. 2 


tieften Naht- und Seitenrandstreifen tief ausgehöhlt und die 
Spitze dicht behaart, Bauch fein behaart. Gross. i 
Erionura Reitt. 
Schulterwinkel der Flügeldecken meistens durch cine kurze 
Verlängerung der Epipleuren gewinkelt, Stirn nur bei den 
echten Entomogonus- Arten mit feineren Augenkielchen, die 
Flügeldeeken selten mit schwanzförmiger Verlängerung, diese 
stets ohne Haarsclhopf. 
Flügeldecken in Reihen dicht punktiert, die Spitze olt etwas 
schwanzförmig verlängert, Mentum in der Mitte stumpf gekielt. 
Vorderschienen des d zur Spitze meistens gekielt. Bauch 
kalıl oder fast kahl. 


Epipleuren der Flügeldecken hinten ziemlich breit und voll- 
ständig die Spitze erreichend, letztere am Ende erweitert oder als 
parallelseitige Fläche ausmündend, Naht in der Regel hinten un- 
gerandet, Naht und Seitenstreifen zur Spitze nicht stärker 
furebig vertieft. Seitenrandkante des Halsschildes von oben 
sichtbar. - Entomogonus Fald, 
Flügeldecken ohne Spitzenverlängerung, die Epipleuren vor der 
Spitze verkürzt ‘oder daselbst verschmälert, oder schmal zu- 
zammenlaufend, Naht- und Seitenstreifen an der Spitze kurz 
furchig vertieft, Naht hinten ungerandet, Seitenrandkante des 
Halsschildes von oben nicht sichtbar. Raiboscelis Alld. 
Flügeldecken gestreift, in den Streifen punktiert, die Spitze stets 
einfach, Mentum vorne in einen konischen Höcker ausgezogen. 

Helops Fabr. 
Alle Schienen gerade, die Vorderschienen auch beim d nicht 
gekeult und innen nicht gezälinelt. Bauch fast immer staub- 
artig behaart. Endglied der Fühler beim + in der Regel ver- 
kürzt. > Probaticus dl. 
Der dorsale Teil der Augen ist rundlich oder wenig breiter 
als lang, der senkrechte Teil der Wangen davor ist gewöhnlich 
kürzer als die Augen und die Stirn dazwischen ist wenigstens 
so breit wie der Clypeus am Vorderrande. Unterseite des Hals- 
schildes (Pleuren) in der Regel mit feinen Längsstricheln, selten 
punktiert, oder körnig verrunzelt. (Vorderrand des Ulypeus ge- 
rade abgeschnitten.)'‘) 


11) Ruryhelops Reitt. aus der Mongolei liegt mir nicht vor und Umfang 


und Stellung der Augen sind fraglich Der Körper ist fein behaart, Kopf mit 
strichförmig abgesetztem Clypens, Basis des Halsschildes in der Mitte ungeranilet 


` 


Wiener Entomologische Zeitung, 3). Bd., Heft 1—4 (80. März 1922). 


\ 


e 


6” 


Lya 


9’ 


8 


Edmund Reitter: 


Augen wenig gross, rund oder fast rund, Halsschild quer, die 
Pleuren in der Regel punktiert, die Naht der Flügeldecken hin- 
ten nicht umrandet. Die Mittelglieder der Fühler beim ð oft 
knotig verdickt. Körper klein, Oberseite mit Erzglanz. 
Gunarus Gozis 
Augen stark quer. 
Unterseite des Halsschildes (Pleuren) punktiert oder puuktiert 
gerunzelt, selten der Länge nach gestriche:it, im letzteren Palle 
ist eine Punktur dazwischen erkennbar, Vorderraud des Hals- 
schildes abgestutzt oder vorgerundet, niemals dentlich ausgerandet. 
Flügeldecken mit punktierten Streifen, ihre Epipleuren vor der 
Spitze verkürzt, die Wangen vom Wangenwinkel nach hinten 
sehr schräg gestellt, den lunenrand der Augen berührend, der 
ganze Vorderrand der dorsalen Fläche der Augen frei. Pleuren 
des Halsschildes einfach punktiert. Körper von geriuger Grösse. 
Die Naht der Flügeldecken hinten fein umrandet. Fühler lang, 
fadenförinig, Kopf wenig »chmäler als der Halsschild, dieser 
schmal, Körper langgestreckt, schmal. (Hierher die 3. Seid- 
litzsche Gruppe von Helops.) Stenohelops nov. 
Die Naht der Fliigeldecken hinten nieht umrandet. Fühler 
lang. Halsschild quer, von der Breite der Flügeldecken. Augen 
klein, quer. Körper gestreckt, bronzefarbig. 
a subg. Gunarellus nov. 
Flügeldecken mit feinen Punktreihen, die Naht hinten fast immer 
‚ungerandet. Pleuren des Halsschildes punktiert-verrunzelt, dazwi- 
schen oft zum Teile gestrichelt” Die Wangen var den Augen nor- 
mal, vom Wangenwinkel nach abwärts gerade oder schräg gestellt, 
aber den dorsalen Vorderrand der Augen bis zur Mitte um- 
fassend. Beim 0’ sind die Endglieder der Maxillartaster aut- 
fallend sehr stark dreieckig erweitert!) die Fühler viel länger 
un dicker und die Vordertarsen in der Regel sehr wenig ader 
gar nicht erweitert. Die Arten sind schwarz, ohne Metallschein 
und bewohnen ziemlich zahlreich die zentral-asiatischen Länder. 
Zophohelops Reitt. 


und das Schillchen in normaler Lage nicht sichtbar. Klügeldecken mit. sehr 
breiten Epipleuren, welche die Spitze nicht erreichen. Plenren des Halsschildes 
verrunzelt, nicht gestricbelt. Hierher C. suhaenens Reitt Championi Beitt, 
von Kan-ssu. 


18) Die wegenteilige Angabe meinerseits in der Deutsch, Ent. Zeitschr. 


1901, 214 beziebt sich anf’das 9; zu dieser Zeit waren mir bloss weibliche 
Stücke bekannt, 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 23 
7‘ Unterseite des Halsschildes (Pleuren) fein der Länge nach ge- 
strichelt. dazwischen keine Punktur erkennbar. Klügeldeckeu 
mit Punktstreifen, selten mit Punktreilien. Hierher die meisten 
‚palaearktischen Arten mit mehreren Untergattungen. 
Cylindronotus Falderm. 


Gattung Erionura Reitter. 


Ausgezeichnet von allen anderen Gattungen der Helopini durch 
das Vorhandensein eines Augenkieles") und die schopfartig behaarte 
Spitze der -schwanzförmig verlängerten Flügeldecken. Ferner durch 
die langgestreckte Gestalt, rechteckig zulaufende, aber an der Spitze 
abgerundete Schultern, deren Randbegrenzung von oben nicht sichtbar 
ist. Die Naht der Flügeldecken ist hinten umrandet. 

Sehr gross, schwarz mit schwachem Erzschein, die Beine blau. 
Fühler lang und dünn mit auffallend langem drittem und querem 
2. Gliede. Halsschild sehr wenig schmäler als die Deckenbasis, 
breiter als lang, stark und dicht punktiert, mit der Spur einer ver- 
tieften Mittellinie, die Seiten gerundet, flach gerandet, die Hinter- 
ecken kurz rechtwinkelig. Flügeldecken 2", bis 3 mal so lang wie 
zusammen breit, hinter der Mitte am breitesten, mit Punktreihen 
und flachen, fein punktierten Zwischenräumen, die Spitze ziemlich 
lang ausgezogen, vom Naht- und Seitenstreif tief umrandet, und 
dunkel schopfförmig behaart, die Naht etwas klaffend, fein umrandet. 
Schenkel und Schienen sehr dünn. L. 22-28 mm. — Griechen- 
land. gigantea Kr. 


Gattung Entomogonus Solier. 
Untergattungen. 

1“ Die Naht der Flügeldecken ist hinten in grösserem Umfange 
fein umrandet. 

2“ Körper flach gewölbt, meist parallelseitig, Halsschild von der 
- Breite der llügeldecken, flach, die Seiten dick gerandet, Flügel- 
decken ohne Verlängerung an der Spitze (ohne Mucro) = 
Subgen. Mesokelops der Gattung Helops. 

2‘ Körper gross, gewölbt, langgestreckt, Halsschild schmäler als 

die Mitte der Flügeldecken, Seiten fein, meistens zum Teil un- 

vollständig gerandet, Flügeldecken langgestreckt, gewölbt, hinter 
der Mitte am breitesten, die Spitze kurz mucroförmig ver- 

‘längert, durch klaffenden Spalt gesondert. Die gebogenen Vor- 


19) der noeh schwächer ausgeprägt sich bei den echten Entomogonus wieder 
findet. 


Wiegur Entomologisehe Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (30. März 1984), 


94 Edmund Reitter: 


derschienen beim c im letzten Drittel inuen plötzlich erwel- 
tert und von da zur Spitze fast gleichbreit, der ganze Innen- 
rand von einer fein dunkel behaarten scharfen Kante dnrch- 
zogen, die bei der Ansicht von oben gedeckt erscheint. 
Eutelogonus nor. 

I‘ Die Naht der Flügeldecken ist an der Spitze nicht deutlich 
gerandet. 

3° Halsschild normal gebaut, vor oder in der Mitte am breitesten, 
Basis nicht eingeschnürt, die Stirne ohne Augenfalten. Flügel- 
deckenspitze mit oder ohne Mucro. Delonurops nov. 

3° Halsschild breit, an den Seiten hinter der Mitte wiukelig oder 
lappig erweitert und hier am breitesten, an der Basis einge- 
selnürt, die Basis selbst hoch und dick gerandet, Flügeldecken 
mir selr hurzem Muero. Stirn mit feinen Augen- 
kielehen. É Entomogonus s. str. 


Unterg. Eutelogonus nov. 

llierher eine einzige Art, die nebst .Zrionura gigantea Kr. die 
grösste Art unserer pal. Helopin: repräsentiert. 

Gross, gestreckt, gewölbt, schwarz, der Vorderkörper mit sehr 
schwachen, die Unterseite samt den Beinen mit deutlicherem, grii- 
vem Erzscheine. Kopf nnd Halsschild, ersterer dichter, frei punktiert, 
die Punkte gross, Nach, pupilliert, auf dem Halsschilde etwas ungleich 
gestellt, so dass olt kleine Spiegelflecken frei bleiben; Halsschild kaum 
quer, schwach herzfürmig, die Seitenrandung sehr lein und in der 
Mitte unterbrochen. Flügeldecken ‚breiter, langgestreckt, beim Ẹ brei- 
ter, nnd hinter der Mitte stärker erweitert, mit feinen Punktreihen 
und flachen, fein punktulierten Zwischenräumen, die Spitze jeder Decke 
in einen kurzen konisechen, eckigen Zipfel ausgezogen, die Naht hin- 
ten weit umrandet: Epipleuren au der Spitze plötzlich stärker er- 
weitert. Unterseite kräftig punktiert. b. 23-30 mm. — Syrien, 
Taurus. Davidis Fairm.?) 
2») Diese Art (auch egregius Sdl.) stellte Seidlitz zu Kntomvyonus, weil 
er nur das Y kannte. Nachdem aber das g stark gekenlte Vorderschienen 
besitzt, so hätte er diese Art als Raiboseelis angeführt, wie er es aus diesem 
Grunde mit X. sapdıyrinus ANd. und mit Mel. eyanipes AU. gemacht hatte, ob- 
wohl diese Arten ausser den gekenlten Vorderschienen beim g kein wichtiges 
Merkmal besitzen, das sie mit Ariboscelis verbinden könnte, einer Gattung, deren 
Habitus ein ganz verschiedener ist. Die Begrenzung der Gattungen bei Seid- 
litz ist unvollständig und sie alle als Untergattungen zu betrachten ganz 
verfehlt, 


- Bestiminungstabelle der palaearktischen Helopinae. 25 


Unterg. Delonurops nov. 
1“ Flügeldecken mit Mucro, am Ende wenigstens in einen stump- 
fen Fortsatz verlängert, dazwischen mit klaffendem Spalt. 

2“ Halsschild mit sehr grober und gedrängter, fast zusammen- 
fliessender Punktur, die bis zum Seitenrande reicht, die Rand- 
linie auf der Oberseite der Randkante oft unterbrochen oder 
fehlend. Unterseite blauschwarz. 

Vorderschienen des o einfach. Halschild mit grober, gedräng- 
ter Punktur, die Punkte meistens einander berührend; die 


Si 
x 
` 


` 


2 


Awischenräume der feinen Punktstreifen dicht punktiert und 
sehr fein gerunzelt. Oberseite schwarz, matt. L. 16 —22 mm. 
— Türkei, Kleinasien, Syrien. — (fusiformis Alld.) 
; _ Peyronis Reiche. 
3° Vorderschienen des 5° zur Spitze gekeult und innen hinter der 
Mitte stark ausgelinchtet. Halsschild zwar mit dichter, aber gut 
.separierter, flacher Punktur, Oberseite blauschwarz. L. 20—23 
mm. — Kleinasien: Adalia; Armenien: Erzernm. 
egregius Seidl. 
2° Kopf und Halsschilıl fein. sparsam punktiert. die Punkte nicht 
pupilliert, Flügeldeekenspitze nur mit kurzem und stumpfem 
Fortsatz. 
Seiten des Halsschildes vor der Mitte stumpf gewinkelt, die 
Randlinie in der Mitte kurz unterbrochen. Schwarz, fast matt, 
ohne blauen Schein. L. 10 mm. — Russisch Armenien 
(Araxestal) j amandanus Reitt. 


` 


4’ 


4° Walsschild schmal n. herztörmig, seitlich fein aber vollständig ge- 
randet, jede Flügeldecke am Ende in eine flach gewölbte, etwas 
löffelförmige Spitze ausgezogen. die Punktreihen nicht stärker 
als die Punkte der Zwischenräume und wenig entwickelt. T. 
16 mm — Cypern. obtusus Seidl. 

1° Flügeldecken olıne Muero; die Spitze ist am Ende gemein- 
schaftlich abgerundet, davor kurz verllacht, die Naht nicht 
klaffend; Epipleuren von der Mitte zur Spitze ein wenig ver- 
engt. Seiten des Halsschildes mit vollständiger Randlinie. 


` 


5” Der erste Zwischenraum an der Spitze der Flügeldecken neben 
der Naht der Länge nach bucklig aulgetrieben, Halsschild ge- 
wölbt, nicht quer, nach vorne fast mehr als zur Basis verengt, 
fein, wenig dicht punktiert, vor der Basis mit einer abgekürz- 
ten, aussen nach vorne gebogenen, seichten Querfurche: Pleu- 
ren frei, wenig gedrängt punktiert, nach aussen spärlicher und 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bd., Heft 1—4 (80. Marz 1922). 


26 Edmund Reitter: 


bis an den Seitenrand heranreichend. Flügellecken lang oval. 
Vorderschienen des d im letzten Drittel innen plötzlich erwei- 
tert und bis zur Spitze von gleicher Breite, Blauschwarz, län- 
ger und gewölbter als die nächste Art. L. 15—19 mm. — 
Russisch-Armenien: Kulp. clavimanus Reitt. 


5° Der erste Zwischenraum an der Spitze der Flügeldecken nicht 
gebuckelt, Halsschild schwach gewölbt, oft ziemlich flach, mei- 
stens etwas breiter als lang, vor der Basis ohne deutliche Quer- 
[urche, fein punktiert. Vorderschienen des o zur Spitze all- 
mählieh verbreitert, oder undeutlich gekeult. 


6” Seiten des Halsschildes auf der Unterseite (den Pleuren) ge- 
drängt runzelig punktiert, nicht frei gekörnt und der Rand et- 
was wulstförmig abgesetzt. Halsschild des ? quer, des g 
kaum oder wenig hreiter als lang mit breitem Basalrand und 
nach“ hinten verbreiterter Seitenraudkaute, «die Seiten an 
der Basis im eingeengten Teile parallel. Schwarz mit undeut- 
lichem blauem Scheine, Kopf und Halsschild bläulich schwarz, 
L. .3—24 mm. — Hochsyrien: Akbes, Zeitoon. 

Duchoni Reitt. 

6‘ Seiten des Halsschildes auf der Unterseite innen dicht, frei ge- 
körnt, nach aussen einzeln punktiert, der Aussenrand der Plen- 
ren nieht wulstig abgesetzt und fast glatt längs des Aussen- 
randes. Oberseite schwarz mit blauem Scheine, Unterseite und 


Beine blauschwarz. L. 12—19 mm. — Anatolien und 
Übersyrien. — (Fausti Alld.) saphyrinus Alld. 


Unterg. Entomogonus sen, str. 

Kopf und Halsschild stark und gedrängt punktiert, die Punktur oft 
länglich, manchmal ineinander verflossen, Flügeldecken sehr fein punk- 
tiert, die Punktreiben sehr fein, kaum stärker als die Zwischenräume 
punktiert, die Spitzenränder etwas verflacht, oder kurz und breit 
mucroniert. Körper schwarz, matt. Beim 2 sind die llügeldecken 
breiter, hauchiger.“ Die erweiterten Tarsenglieder beim a mit dich- 
ter, kurzgeschorener, braungelher Borstenbürste. I. 14—21 mm. 

1” Die starke Jappige Erweiterung der llalsschildseiten liegt im 

Niveau des hinteren Viertels der Seitenrandlänge und der Rand 

ist hinter der Erweiterung fast horizontal zu den kurzen, recht- 

eckigen Hinterwinkeln umgebogen; der Halsschild deshalb an 

‚ler Basis stark eingeschnürt und nicht deutlich gerandet. Epi- 

pleuren der Flügeldecken an der Nalıtspitze rundlich erweitert, 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 5 


E 
-~ 


gerandet oder etwas eingedrückt, die Nahtspitze ist gemein- 
schaftlich etwas vorgezogen und die Naht aul der vorgezogenen 
Abflachung sehr tief, nach hinten breiter gefurcht, dadurch 
etwas klaffend. Schulterwinkel nach vorne nicht verlängert. 
Syrien. Barthelemyi Solier 

1° Die lappenartige Erweiterung des Halschildes an den Seiten 
befindet sich im Niveau des hinteren Drittels, der Seitenrand 
fällt dahinter zu den kurzen rechteckigen Ilinterwinkeln stark 
schräg ab, oder der Seitenrand ist ziemlich einfach regelmässig 
gerundet mit kaum lappig vortretenden Seiten und die grösste 
Breite fällt in .oder dicht hinter die Mitte. Epipleuren der 
Flügeldecken hinten fast parallel oder vor der Nahtspitze ganz 
schwach verengt, nicht erweitert und nicht ausgehöhlt; Schul- 
terwinkel nach vorne kurz spitzig verlängert. Spitze der Flü- 
geldecken schmäler verflacht und die Naht daselbst schwach 
gefurcht, nicht klaffend. 

2“ Die lappenartige, kräftige Erweiterung des Seitenrandes des 
Halsschildes liest im Niveau des hinteren Drittels, der Seiten- 
rand fällt dahinter zu den rechteckigen Hinterwinkeln stark 
schräg ab, NSeitenrand oben ganz oder zum "Teil leicht aufge- 
bogen und nicht oder nur unvollständig gerandet. Die Pleuren 
auf der Unterseite mit dickem, glänzendem, scharf abgesetztem 
Seitenrande. — Kleinasien, Taurus, Syrien = 
(Gassneri Reitt,) ”') angulicollis Muls. 

2° Der Seitenrand ist mehr gerundet, im hinteren Drittel schwach 
gerundet erweitert, nur einen sehr stumpfen Lappen bildend, 
oder der Seitenrand -mehr oder weniger gleichmässig gerundet, 
der Halsschild in diesem Falle in oder dicht hinter de) Mitte 
am breitesten ; die Seiten oben ganzıgerandet und nur die ge- 
randeten schmalen Seiten aufgebogen oder flach liegend, die 
Pleuren auf der Unterseite nicht oder nur sehr undentlich wul- 
stig abgesetzt. 


s 


Halsschildseiten im hinteren Drittel am breitesten, schwach 
lappig erweitert und von da zur Basis ausgeschweilt, Oberseite 
stark und sehr gedrängt, länglich. ineinander verllossen punk- 


2) Allard und Seidlitz sprechen vou einem fein punktierten Hals- 
schild, was mich veranlasst hat in Gassner! eine von angulicollis verschiedene 
Art zu sehen. Ich bin aber heute überzeugt, dass Mulsant offenbar die gleiche 

€ Art vor sich hatte, die ich als Gassweri beschrieb; Mulsant sagt bei seinem 
angulicollis nicht, dass der Halsschild fein punktiert sei, sondern er sei „punktiert“, 


Wiener Entomologisehe Zeituug, 39. Bd., Heft 1—4 (30. März 1929). 


25 


1 
sti 


24 
3 


B 


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at 


Edmund Reitter: 


tiert. die Seiten dick und scharf gerandet, v. helopinus nov., 
oder die Scheibe stärker gewölbt. die Seiten nur vorn schmal 
von einer Randlinie begleitet, Bauch dicht und stark. raspel- 
artig punktiert. L. 16—18 mm. — Syrien: Missis, Aleppo. 
angulicollis sabsp. aleppensis nov. 
Halsschildseiten regelmässig stark gerundet, in oder ganz dicht 
hinter der Mitte am breitesten, ohne lappigen stumpfen Winkel, 
dicht, ziemlich stark punktiert, die Punkte kaum länglich und 
auf der Mitte der Scheibe stark gerähert. aber isoliert, die Sei- 
ten schwach verflacht aber nicht anlgehvgen. die Seiten beim 
g fein, beim 2 stark gerandet, selten «lie Seiten dicht hinter 
der Mitte schwach lappig vorgezogen, Flügelleckeu ii ısserst 
fein und weniger dicht als bei den vorigen punktiert: Bauch 
fein. raspelartig punktiert. Epipleuren kurz vor der Spitze etwas 
verschmälert. Kleinere Art I. 12—14 mm — Kleinasien: 
Taurus, Adana (Coll, Gebien, Reitter.) (angulicollis Reitt., non 
Muis., Wien. E. Z. 1908, 30.) angulicollis subsp. Gebleni n. ap. 


Gattung Raiboscelis Allard.”) 


Analsternit vollständig gerandet. 
Basis des Halsschildes im Bogen gerundet. 
Die Punktreihen der Flügeldecken kräftig, die Punkte derselhen 
wenig dicht gestellt, die der Zwischenräume ausserordentlich fein, 
kaum sichtbar. Schwarz, selten mit blauem Scheine 1...12 
bis 13 mm. — Griechenland. corvinus Küst. 
Die Panktreihen der Flügeldecken fein, die Punkte dicht au- 
einander gestellt, die Zwischenräume selır fein, aber sehr deut- 
lich, dicht punktiert. Oberseite blau, selten fast schwarz. I. 
14-15 mm. — Griechenland, Tirol, Türkei. 
azureus Brullé 
Wie der vorige, aber fast immer schwarz, der Halsschild au 
den Seiten mit der Andeutung einer verflachten Absetzung. — 
Griechenland. v. tumidicollis Küst.”®) 
Basis des llalsschildes gerade. 
Kopf und Halsschild stark und dicht punktiert, gewölbt, Flügel- 
decken mit starken Punktreilien, diese fast in vertieften Streifen 
stehend. Zwischenräume fein, selır deutlich, dicht punktiert 


1) R. iconiensis Pic, Bnl}. Autun 1900, aus Kleinasien ist mir unbekannt 


und aach die Beschreibung unzugänglich. 


23) Hierher vielleicht obsoletus Alld., schwarz, matt, die Punkte in den 


Seitenreihen der Flügeldecken fast erloschen. 


4' 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Melopinae. 29 
und etwas verrunzelt. I. 13—14 mm. — Cypern. — 
(quadraticollis Baudi.) eyprius Alld. 


Halsschild Ilach gewölbt. fast quadratisch, neben dem Seiten- 
.rande schwach niedergedrückt, dieser mit sehr breiter, aber 
flacher Randung. die Hinterwinkel etwas spitzig, indem die 
Basis jederseits etwas ausgebuchtet ist. Flügellecken mit feinen 
Punktreihen, die flachen Zwischenräume feiner punktiert. L. 
15 mm. --, (Ex Seidlitz.) Tokat. latimargo Seidl. 
Das Analsternit ist nur an den Seiten fein, an der Spitzen- 
rundung gar nicht gerandet. 


5” Basis des Halsschildes gerade oder fast gerade. 


6 Halsschild an den Seiten stark gerundet, fein verandet und oi 


sehr fein, weitläufig punktiert: auch der Kopf wenig dicht, 
zwischen den Augen sehr spärlich punktiert. Oberseite schwarz, 
oft mit schwachem, grünem oder blauem Scheine. I. 11—15 
mm. — Kleinasien, Syrien. syriacus Rche, 
Halsschild an den Seiten schwach gerundet, manchmal fast ge- 
rade, stärker gerandet, oben stark und dieht punktiert. 


7“ Ober- und Unterseite rein schwarz, ohne Spur eines hlauen 


Scheines, stark gewölbt, glänzend, die Seiten des Halsschildes 
fein gerandet, oben dicht punktiert, die feinen Punktreihen der 
Flügeldecken von fast gleicher Stärke. L. 10 13 a = 
SRzalesı. eleodinus Reiche?!) 

Unterseite samt den Beinen stets, Oberseite meistens schwarz- 
blau, selten schwarz, Seiten des Halsschildes stärker gerandet. 


8° Die Pleuren des Halsschildes zwischen der schwachen Itunze- 
* lung deutlich frei punktiert. 


8 


Oberseite blau, Seiten des Halsschildes leicht gerundet, stärker 
gerandet. L. 13-14 mm. — Türkei, Kleinasien. 
coelestinus Walt! 
Oberseite schwarz mit blauem Scheine, die Seiten des Hals- 
schildes fast gerade, feiner gerandet. L. 13 14 mm. — 
Kleinasien, Insel Rhodus. — (syriacus Alld., Baudi, 
uon Reiche.) v. quadraticollis Küst. 
Die Pleuren des Halsschildes sehr grob und dicht wurmartig 
gerunzelt, ohne freie Punktur. Obersəite schwarz, glänzend, 


2%) Mit dieser Art'verwandt, durch gestreckte zylindrische Gestalt und 


starken Glanz, aber durch feine Skulptur auf Kopf und Halsschild, dünne 


Schienen und sehr schwach verbreiterte Vorder- und einfache Mittelschienen 
verschieden ist R. angustitarsis Reit. Armenien: Van. L. 10 mm, 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Ba.. Heft 1—4 (30, März 1922). 


a 


30 


At 


> 


Fdmund Reitter: 


nur die Unterseite und Beine mit schwachem blauen Scheine. 
Seiten des Halsschildes leicht gerundet, ziemlich dick aber flach 
gerandet, Scheibe dicht und stark, Flügeldeckenreihen kräftig 
punktiert. L 14—18,5 mm. — Rlıodus. v. rugipleuris nov, 

Basis des Halsschildes gerundet, Seiten stark gerundet, oben 
fein punktiert, Flügeldecken mit feinen Punktreihen und viel 
feiner, dicht punktierten Zwischenräumen. Dem azureus selir 
ähnlich, aber das Analsternit ungerandet, L, 14—15 mm, — 
Magnesia (Coll. Kraatz) — Wohl nur eine Form von azureus 
oder syriacus. J immargo nov. 


Gattung Helops Fabricius. 
(Anteros Lap. Seidl.) 
Flügeldecken mit stark eingedrückten Punktstreifen. Mentum 


-vorn mit hohem konischem Höcker: Helops sens. str. 


Die Naht der Flügeldecken ist hinten nicht umrandet. Flügel- 
decken gewölbt, oben gefurcht, mit gewölbten Zwischenräumen. 
Violett, grün oder blau, metallisch. L. 13—20 mm, — Süd- 
europa, nördlich bis Istrien. Rossii Germ. 
Die Naht der Flügeldecken ist gegen die Spitze fein linienför- 
mig umrandet. Endglied der Fühler beim Ẹ deutlich verkürzt. 
Abdomen. wenigstens staubartig‘ behaart, Unterseite des Hals- 
schildes neben den Hüften mit glatterer Stelle. i 
Oberseite metallisch blau, grün oder purpurfarbig. 
Beine schwarz, 
Prosternum zwischen den Hüften konkav. rugos punktiert, ohne 
Längskiele. Halsschild, bei der Ansicht von der Seite, mit in 
der Mitte etwas niedergebogenem Seitenrande und vore den 
Hinterwinkeln im Bogen gerundet. Flügeldecken mit starken 
Punktstreifen und stärker punktierten, neben den Seiten rissig 
runzeligen Zwischenräumen. Vordertarsen beim g` verbreitert, 
so breit als die Schienenspitze, auch die Mitteltarsen etwas er- 
weitert. Oberseite blau oder purpurrot. L. 12—20 mm. — 
Südliches Europa, nördlich bis Krain und Kroatien. 

3 coeruleus Lin. 
Prosternum zwischen den Vorderhüften punktiert und mit 2 
feinen Längskielchen durchzogen. Halsschild seitlich etwas 
schwächer gerundet, bei der Ansicht von der Seite, fast ge- 
rade verlaufend, vor den Hinterwinkeln nur sehr schwach ge- 
bogen. Vordertarsen des g sehr schwach erweitert, viel schmä- 
ler als die Schienenspitze, Mitteltarsen einfach. Oberseite grün 


4' 


2 


1 


gestel 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helopinae. 31 


oder blau. L. 12—20 mm. — Südrussland, Kaukasus- 
länder. Kleinasien, Persien. 

coeruleus subspec. Steveni Kıyn. 
Beine blau, Abdomen mässig fein punktiert. Oberseite dunkel- 
blau. L. 15.5 mm. — Marokko. maroccanus Fairm, 
Oberseite und Beine schwarz. Seitenrand des Halsschildex nur 
mit schmaler Randkante L. 15-17 mm. — Algier. 


insignis Lucas 
Abdomen kahl, grob und dieht punktiert, Unterseite des Hals- 


schildes bis zu den Hüften gleichförmig grob ranzelig punktiert, 
Seitenrand sehr dick wulstförmig gerandet. - Oberseite und 
Beine dunkelblau. L. 18 mm. — Griechenland, Cypern. 
glabriventris Reitt, 
Flügeldecken mit nicht streilig „vertieften, dicht und fein punk- 
tierten Punktreihen und ganz flachen Zwischenräumen, die 
Naht hinten fein gerandet. Mentum vorne mit schwächerem 
Höcker. Oberseite und Beine schwarzblau. 

i . Mesohelops nov. subg. 
Schwarzblau, sehr flach gewölbt, parallel, matt seidenglänzend, 
Kopf stark und (dicht. der fast quadratische Halsschild etwas 
feiner, ungleich hier undda länglich punktiert. Flügeldecken 
mit feinen, sehr regelmässigen Punktreihen und ganz flachen, 
äusserst fein punktulierten Zwischenräumen, Vorderschienen 
zur Spitze beim œ schwach -gekeult, die Vordertarsen schwach, 
die Mitteltärsen gar nicht erweitert, L. 12—168 mm, — Sy- 
rien, Kleinasien. — (carinimentum Reitt.)s) 

4 ceyanipes Alld. 
Schwarz, wenig glänzend, Kopf dicht und grob, Halsschild 
etwas feiner, spärlicher, neben den Seiten wenig dichter und 
stärker punktiert, Halsschild ringsum gerandet, der Vorderrand 
stark, die Basis schwach doppelbuchtig, alle Winkel rechteckig, 
Flügeldecken. hinter der Mitte verbreitert, gewölbt, mit feinen 
Punktreiben, die” hinten in flachen Längsvertiefungen stehen, 
die Punkte dicht gestellt, rundlich, die breiten Zwischenräume 
vorne ganz flach, hinten sehr schwach gewölbt, alle sehr fein. 
wenig dicht punkiuliert. Pleuren des Halsschildes einfach, zer- 
streut, ziemlich stark punktiert. I. 12—22 mm. — Algier. 
— (arabs Seidl. 2) Valdani Guer. 


25) Ich habe diese Art ganz richtig zu den Verwandten des H. coerulens 
lt, während sie später Seidlitz mit grossem Unrecht u den konvexen 


_ Raiboscelis gebracht hatte. 


1 


k 


Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bd,, Heft 1—4 (30. März 1922). 


2 Edmund Reitter: 


Gattung Probaticus Seidlitz. 
Untergattungen: 

I” Kopfschild breit ausgerandet, Kehle, Kinntortsatz und Kinn 
liegen in einer Ebene. Flügeldeckeñ sehr stark gewölbt, ihre 
Seitenrindkante von oben nicht sichtbar, die Naht hinten nicht 
umranılet. Probaticus s. str. 

1° Kopfselildl gerade abgestutzt oder tach vorgerundet. Kinn- 
fortsatz und Kinn stossen erhöht winkelig zusammen, die Kehle 
mit flacher Qnerfneche. Flügeldeecken mit Punktreihen oder 
Punktstreilen, die Randlinie derselben ganz oder zum Teile von 
oben sichtbar. 

2” Oberseite kahl. 

3” Endglied der Fühler beim ð lang, bein 2 verkürzt. kürzer 
als das vorhergehende. Unterseite kahl, oder nnr staubartig 
behaart, die Spitze des Analsternites dichter, schopfartig be- 
haart. Flügeldecken in Reihen punktiert. 

i Pelorinus Vauloger 

3° Endglied beim g und 9 gestreckt, beim ® nicht verkürzt. 
Klügeldecken gefurcht, in den Furchen reihig punktiert, die 
/wwischenräume hinten kielartig erhöht, Seitenrand schmal ver- 
lacht, Schulterwinkel stumpf, etwas verrundet. Körper gross, 
metallisch. Helopidoxus nov. 

2’ Oberseite lein, deutlich behaart. Eudglied der Fühler beim Ẹ 
nicht verkürzt. Die Naht der Flügeldecken nicht gerandet. 

Helopotrichus nor. 


Unterg. Probaticus sens. str. 


Schwarz, Kopf und lalsschild gedrängt, stark punktiert, Flügel- 
decken stark gewölbt, mit oder obne feine Streifen, alle Zwischen- 
räume feiner, aber sehr dicht punktiert. 

1” Oberseite matt, Flügeldecken sehr hoch, gewölbt, oben nur mit 
angedeuteten oft ganz fehlenden, uoch seltener mit fast voll- 
ständigen, haarfeinen Streifen, die 2 inneren und der 2. äussere 
Streifen an der Spitze nicht stärker vertieft, die äusseren fehlen 
fast immer, der vorletzte vor der Spitze verkürzte Zwischen- 
raum hinten nicht deutlich begrenzt und wenn erkennbar, so 
ganz flach: die Nahtspitze ist manchmal etwas verdickt, Vor- 
der- und Mitteltarsen «les schwächer erweitert. L. 7—14 
mm — Griechenland, — (parvicollis Baudi.) 

tentyrioides Küst, 


pe. 


Rerntimmangstabelle der palaearktischeu Helopinar. 38 


1^ Oberseite glänzend, Flügeldecken stark, aber weniger hoch ge- 
wölbt, oben mit feinen vollständigen, auch an der Seite scharf 
ausgeprägten Streifen, die 2 inneren und 2 äusseren an der 
Spitze stärker vertieft, der vorletzte seitliche vor der Spitze 
“ verkürzte Zwischenraum hinten scharf begrenzt und etwas ge- 
wölbt. Vorder- und Mitteltarseun etwas stärker erweitert IL. 
S—-15 mm. — Griechenland. — (Terenni Küst., angu- 
lieollis Fairm.) ` mori Brull. 


Unterg. Pelorinus Vauloger?) 
Helops der Autoren. 

A“ Zwischenräume der Punktstreifen auf den Klügeldecken wenig- 
stens fein punktuliert. nicht glatt.?”) 

B“ Die Naht der Flügeldecken auch an der Spitze ungerandet, 

1” Vordertand des Halsschildes gerade abgestutzt, Seitenrand aut 
der Unterseite nicht wulstig abgesetzt. die Wölhung der Scheibe 
reicht: bis zur stumpfen Seitenrandkante. oben dicht punktiert, 
die Seiten nicht verflachen! abgesetzt, Klügeldecken mit sehr 
feinen Punktreihen und die flachen Zwischenräume dicht punk- 
tiert, die Punkte etwä eben so gross wie jene der Reihen. Spitze 
des Analsternites beim % viel deutlicher behaart. Schwarz, 
oft mit blauem Scheine: a. wöolareus Pic. L. 8—Il mm — 
Kleinasien und angeblich auch in Transkaukasien. 

dorsalis Alld.’*) 


t 


%8) Hierher gehört voch der mir nicht vorliegende: carinatus Pic = Pieianus 
Reitt. aus Kleinasien. A 

7) P. immarginatus Reitt. aus Mardin (Kurdistan), der mir nicht vorliegt, 
ist von allen Arten dieser Gattung durch den seitlich längs der Mitte unge- 
randeten Thorax und blauschwarze Färbung ausgezeichnet, Pleuren des Hals- 
schildes gerunzelt, mit Körnerbildung und emzelnen Punkten, die Seiten nicht 
randförmig abgesetzt, stumpf gekantet, vorne bei den Vorderwinkeln mit einer 
gebogenen Schwingung nach auswärts und nur daselbst schärfer gekautet. 
Flügeldecken fast matt, lederartig chagriniert, die Streifen fein, scharf einge- 
schnitten und länglich punktiert, die Zwischeuräume mit äusserst feinen Raspel- 
punkten wenig dicht besetzt, L. 17.5 mm. 

38) Dorsalis und vicinus Alld. unterscheiden sich nach Seidlitz: 
Halsschild mit rechtwinkeligen Vorder- und Hinterecken, die Pleuren 
vorherrschend gerunzelt, dazwischen sparsame Körner; beim g’ die 
vorletzten Fühlerglieder so lang als das letzte. L. 9—15 mm. — 
Kaukasus: vicinus Alld. 
Halsschild mit gerundeteu Vorderwinkeln, Pleuren dicht gekörut, ohne 
Runzelu, das letzte Glied der Fühler beim œg länger als die vorletzten. 
T. 8-11 mm. Kaukasus nnd Kleinasien. dorsalis Alld. ` 


Wiener Estomolegische Zeitung, 3. Rd, Heft 1-4 (80. Mürz 1929). 


34 


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Edmund Reitter. 


Vorderrand des Halsschildes flach ausgerandet’ oder zweibuchtig, 
mit etwas vortretenden Vorderwinkeln, Seitenrand fast immer 
mehr weniger flacher abgesetzt und die Plenren wenigstens 
randförmig verdickt oder flach abgesetzt. Die Punkte in den 
Reihen oder Streifen sind grösser als die der Zwischenräume, 
Vorderteil des Kopfschildes durch einen breiten (Quereindruck 
im flachen Bogen wulstförmig emporgehoben. Pleuren des 
Halsschildes mit einem glatten Flecken neben den Hüften. 
Analsternit beim dJ’ und Ẹ fast kahl, © ohne längere Be- 
haarung. llalsschild breiter als lang. 
Halsschildseiten uudeutlich abgesetzt und nicht aufgebogen, die 
Randkante äusserst fein, die Zwischenräume der feinen Punkt- 
streifen nur sehr fein punktieri. Schwarz, ziemlich glänzend. 
L. 9—10 mm. — Portugal. — (melas Alld.). 

Oliveirae Seidl. 
Halsschild an den Seiten breit verflacheud abgesetzt, mit dicker, 
aufgebogener Randkante, Flügeldecken mit feinen Punktstreifen 
und flachen, dicht und fein punktierten Zwischenräumen. 
Schwarz, glänzend. L.8 14 mm. — Frankreich, Spa- 
nien. ; laticollis Küst. 
Vorderteil des Kopfschildes unormal, ziemlich flach und nicht 
wulstig emporgehoben, Vorderrand gerade abgestutzt. 
Hal-schild quadratisch, gedrängt längsrunzelig punktiert, vor 
dem Schildchen an der Basis mit kurzem Längs- 
kielcheu, auch dasSchildchen oft gekielt; Pleuren des Hals- 
schildes ohne glatten Fleck neben den Hüften. Schwarz, matt. 
L. 33 mm. — Kleinasien. corrugosus Seidl. 
Nalsschild an der Basis ohne Längskielchen. 
Scheibe des Halsschildes sehr stark, fast buckelig gewölbt, die 
Seiten breit verflacht und abgesetzt, die Absetzung zur Basis 
schräg die rechteckigen Hinterwinkel einschliessend, so dass vor 
der sehr feinen Basalrandung eine in der Mitte verflachte Quer- 
furche gebildet wird. Halsschild stark und dicht punktiert, 
Vorderrand sehr schwach ausgebuchtet, die Punkte der Reihen 
auf den Flügeldecken nicht streifig verbunden. L. 11—14 mm. 
— Thessalien, Parnass. Fülei Küst.®) 
Scheine des Halsschildes mit normaler Wölbung, vor der Basis 


2) Aehnlich dieser Art ist /acertosws Küster: dieser hat aber eine nm- 


rendete Naht der Flügeldecken. 


Bestimmungstabelle der palaearktischen Helvpinae. 35 


ohne Querfurche. Vorder- und Mitteltarsen heim o sehr stark 
verbreitert. 

6” Halsschild an den Seiten mehr weniger flach abgesetzt,’ 
Scheibenmitte dicht. punktiert, aber die Punkte stehen frei 
einander nicht berührend. Oberseile mehr weniger glänzund.®) 

7“ Halsschild kaum quer, Vorderrand leicht. «doppeibuchtig, Pleu- 
ren wurmartig länglich vervunzelt, neben den Hüften kein glat- 
ter Fleck; erstes Glied der Hintertarsen so lang wie das Klauen- 
glied. Bauch kaum behaart. Schwarz, oft mit schwachem 
grünem Scheine I. 10—12 mm. — Persien: Ala-Dagh 
(Budschnurd, 1033 m., im Mai); Askabad. Zoroaster Seil. 


7° Halsschild quer, vorne in schr flachem Bogen ausgerandet, fast 
gerade, die Seiten schmal abgesetzt, Plenren dicht punktiert. 
schwach länglich verrunzelt, gegen den ahgesetzten ateral- 
rand spärlicher punktiert, neben den Hüften mit einem glatten 
Fleck; -Flügeldecken mit. Punktreihen, die nicht deutlich strei- 
fig mit einander verbunden sind und die flachen Zwischen- 
räume ziemlich stark, wie die Scheibe des Halsschildes, punk- 
tiert. Erstes Glied der Hintertarsen kürzer als das Klauen- 
glied. . Bauch sehr fein behaart. Schwarz, glänzend. L. 8—9 
mm. — Babadagh, I 0° in Coll. Prof. Schuster. Aus Un- 
garn beschrieben. Ich sah ein angeblich typisches Ex. in 
Coll. Gebien, obne Patribezeichnung, das zur Beschreibung 
exakt stimmt. tarsatus Küst,’?) 


6° Seiten des Halschildes ohne deutlich vertlachte Absetzung, oben 
äusserst gedrängt punktiert, die Punkte einander berührend und 


a 


gegen die Seiten meistens in einander länglich verflossen. 


3) Hierher wobl auch der mir unbekannte melas Küst. au» Südspanien. 
L. 11 mm. 

81) Hieher Priapus Sdl. aus Kleinasien, der aber mit maurus und sub- 
rugosus nahe verwandt ist und dessen Zwischenränme Auf den Flügeldecken 
ebenfalls durch flache Eindrücke uneben erscheinen, der sich jedoch durch flacher 
abgesetzte Seiten des Halsschildes vun ihnen entfernt. L. 12 mm. — (Ex Seidl.) 

32) Diese Art soll nach unserem Kataloge v. J. 1906 mit dem echten 
erboreus Gym. identisch sein. Neben diese Art kommt vielleicht P. nitidipeumis 
Küst. aus Sicilien anzuführen. Halsschild quer, neben den Seiten schmal ab- 
gesetat, «crundet, vor den rechteckigen Hinterwinkeln sehr schwach ausge- 
schweift, oben fein, wenig dicht, ringsberum dichter und stärker punktiert, die 
Punkte an den Seiten der Länge nach runzelartig zu ammenfliessendl. mit au- 
gedeuteter glatterer Mittellängslinie. Schwarz, Flügeldecken stärker zlänzend, 
L. 13 mm. 

Wisner Eriomalogieche Zuiteng, 39, Ba. Haft 1-4 (80, März 1929). 


36 Fdmund Beitter: 


8“ Ganz matt, Halsschild wenig gewölbt mit gerader Basis und 
gleichzeitig von oben sichtbaren Seitenrandlinien. 


4“ Der 3. Zwischenraum der Flügeldecken hinten etwas wulstig 
gehoben, der vorletzte hinten verkürzt und daselbst ver- 
tieft, alle anderen auch an der Spitze flach, selten der 4. und 
6. beim Ẹ hinten etwas erhabener. Vorder- und Mitteltarsen 
des g viel breiter als die Schienenspitzen. f, 8—13 mm. — 
Türkei, Macedonien. — (gibbus Küst.) maurus Waltl.®) 


% Der 8. Zwischenraum der Flügeldecken auch hinten flach, da- 
gegen der 3., 5. und 7. längs der Scheibe etwas erhabener 
und von querwelligen Erhabenheiten, manchmal auch die da- 
zwischenliegenden Zwischenräume, unterbrochen. Die dichte 
Punktur der Scheibe des Halsschildes fliesst bei v. strigicollis 
Sdi. = strigithorax Reitt. der Länge nach zusammen; bei der 
Stammform nicht zusammenfliessend. Vorder- und Mitteltarsen 
des d kaum breiter als die Schienenspitzen. L. 7—14 mm. 
— Ungarn, Macedonien. — (rugosus Küst., damascenus 
Küst., Schmidt Ahr.) subrugosus Diftsch. 

8‘ Oberseite glänzend. 


Ba” Halsschild stark yewölbt, schwach quer, von der Breite der 
Flügeldecken, mit doppelbuchtiger, in der Mitte vorgerundeter 
Basis und fast gerade abgestutztem Vorderrand, die gerunleten 
Seiten mit kaum sichtbarer (beide gleichzeitig von oben nicht 
deutlicher) Randlinie, Flügeldeckeu lang elliptisch, gewölbt, mit 
von obeu nicht sichtbarer Randkante, die Punktreihen mit läng- 
lichen, dicht gestellten Punkten, die eingerissene Streifen imi- 
tieren, ‘der Randstreif ganz am Seitenrande gelegen und hinten 
nicht. wie sonst, weiter vom Rande entfernt; die flachen 

` Zwischeoräume sehr fein punkiuliert. 1. 6-10 mm. — 
Tunis Kobelti Seidl.) 


33) Achnlich ist H. peropaeus Reitt, von Erzerum. Bei diesem sind die 
Zwischenräume der Punktstreifen flach, die Punkte derselben etwas kleiner 
als jene der Streifen, die Pleuren des Halsschildes sind dicht punktiert-ge- 
ranzelt, neben den Hüften ohne glatte Fläche, Durch die Skulptur der Pleuren 
von maurus, suhrugosus und Priapus verschieden. L. 12mm. — P, Theanus Reitt. 
von Amasia dürfte hier ebenfalls seinen Platz finden; bei diesem ist der 
HMalsschjld vor den Hinterwinkeln ausgeschweift, aber einfach, dicht und ziem- 
lich stark panktiert. L. 8—10 mm. 

») Ist systematisch vor H. linearis Vaul. and longulus ROA an das Ende 
der-Gattung su stellen. Wahrscheinlich gehört auch H. tripolitanus Seidl. in 
diese Gruppe. 


1 


Bertimnuuugstabelle der palsearktischen Helopinae. 3 


Ba‘ Braun, bronzeglänzend, die Flügeldecken glänzender, Halsschild 


B 


1 


3” 


wenig breiter als lang, viereckig, etwas trapezoidal. vor der 
Mitte am breitesten, vor den rechteckigen Hinterwinkeln schwach 
ausgeschweift, oben gewölbt und mit länglichen, ineinander ver- 
flossenen Punkten besetzt, Flügeldeeken mit tiefen Punktstreifen 
und fast glatten, fachen Zwischeuräumen. L. 8.5 mm. — 
Portugal. -— Mir unbekannt. micantipennis Allà. 
Die Naht der Flügeldecken ist wonigstena an der Spitze fein 
Iinienförmig umrandet. 
Zwischenräume der Punktstreifen auf den Flügeldecken dicht 
und sehr fein gekörnt. Schwarz, kaum glänzend, Halsschild 
kaum, beim g schwach qner. gedrängt punktiert. die Seiten un- 
deutlich abgesetzt, mit kräftiger Randkante, Pleuren neben den 
Hüften ohne glatten Fleck; die Streifen der Flügeldecken fein 
eingerissen. L. 85 —11.5 mm. Türkei, Kreta 
granipennis Allà. 
Zwischenräume der Punktreihen. oder Punktstreifen auf den 
Flügeldecken punktiert, nicht granuliert. 
Abdomen fast kahl, das Analsternit beim d und. $ an der 
Spitze ohne längere Behaarung, kahl erscheinend. 
Seiten des Ialsschildes vor den Hinterwinkeln mehr weniger 
ausgebuchtet. 
Der 8. Zwischenraum der Flügeldecken ist hinten etwas kielig 
erhöht und vor der Nahtspitze mit dem Seitenrande verbunden. 
Schwarz, fast matt, Kopf und Halsschild sehr dicht punktiert, 
letzterer schwach quer, die Seiten mässig abgesetzt, Flügel- 
decken mit Punktstreifen, die Punkte die Streifenränder über- 
greifend und die seitlichen mit feinen, aus den Punkten der 
Streifen ausgehenden flachen Querkritzeln versehen ; die Zwi- 
schenräume äusserst fein, wenig dicht punktiert, gegen die 
Spitze zu leicht gewölbt; der abgesetzte Seitenrand bis zum 
Lateralstreif ist fast so breit wie der nächste’ innere Zwischen- 
raum. Analsternit an der Spitze ungerandet.’) Vordertarsen 
kaum oder schwach erweitert. Seitenränder des Körpers oft 


35) Ein.ungerandetes Analsternit hat auch der mir unbekannte pullus Sàl. 


aus dem ‚Kaukasus. Er ist nur 6 mm. lang, der Halsschild nach vorne 
schwach gerundet verengt, bis zur Seitenrandkante gewölbt, g'änzend, spars» 
mer als die Flügeldecken punktiert, Pleuren seitlich fein gerunzelt, ein glatter 
- Fleck neben den Hüften, am Seitenrande verflacht. Streifen der Fligelderken 
_ sehr fein, die Zwischeuräume sehr fein punktuliert. 


bes Entomologische Zeitung, 39 Bd. Heft 1—4 (30, März 192%). 


wur 
J 


o” 


Edmund Reitter: 


mit schwachem blauem Scheine. L. 105—-13 mm. — 
Anatolien. adimonlus Allà. 
Der 8. Zwischenraum der Punktstreifen auf den Flügeldecken 
ist flach wie die anderen und nicht vor der Spitze mit dem 
Seitenrande verbunden. 

Halsschild mit horizontal verflachten und ahgesetzten Seiten- 
rändern, vor den rechteckigen Hlinterwinkeln stark ausgeschweift, 
die Randkante aufgebogen, Vorderwinkel deutlich vorragend. 
Pleuren des Halsschildes mit breitem, scharf abgesetztem, glat- 
tem Seitenrande. 

Kopischild, von oben gesehen, vorne flach gerundet und der 
Vorderrand im flachen Bogen wulstig emporgehoben. Flügel- 
decken auf den Zwischenräumen ohne flache, körnerartige Rr- 
habenheiten. 

Die Naht der Flügeldecken ist au der Spitze nicht oder nur 
sehr kurz umrandet,’) Zwischenräume der Punktstreifen dicht 
und ziemlich kräftig punktiert. Schwarz, Penisspitze beim d’ 


_ ausgerandet. I, 10—14 mm. --- Südfrankreich, Spanien. 


` 


5 


etwas 


— (Cerberus Muls.) laticollis Küst. 


Die Naht der Flügeldecken ist hinten normal, fast bis zur 
Mitte umrandet. Zwischenräume der Punktstreifen auf den 
Flügeldecken nur sehr fein und wenig dicht punktiert. Beim 
J ist das 2. und 3. Glied der erweiterten Vordertarsen dop- 
pelt so breit wie lang, diese an den Mitteltarsen deut- 
lich breiter als lang. Schwarz. ohne Metallschein, wenig 
glänzend. Länger gebaut als Zaticollis. Penisspitze beim 
3 stumpl zugespitzt. T. 11—15 mm. — Spanien: Ponfer- 
rada, Astarga. von Paganetti gesammelt. (Coll. Prof. Schuster.) 
Ponterradanus n. sp. 
Kopfschild vorne, von oben gesehen, normal, gerade abgeschnit- 
ten, die Seiten dazu gerade abgeschrägt. der dadurch gebildete 
Winkel auch von oben deutlich, der den Ülypeus von der 
Stirne trennende Quereindruck zwischen der Fühlerbasis gerade, 
der Vorderrand nicht rundlich gewulstet. Flügeldecken hinten 
auf den ungeraden Zwischenräumen mit wenigstens angedeute- 
ten flachen, reihenweise gestellten Körnern besetzt; die Naht 
ist nur an der Spitze fein umrandet. Schwarz, oft mit Erz- 
schein. Beim ist das 2. und 3. Glied der erweiterten Vor- 


36) Es ist die einzige Art dieser Gattung, bei der die Randung der Naht 
variiert, me ball sie in 2 Gruppen angeführt: wird, < 


q4’ 


Bestimmüngstabeile der palavarktischeu Helopinar. 39 


dertarsen nicht doppelt so breit wie lang und diese Glieder an 
den Mitteltarsen so lang wie breit. L. 11—12 mm. — Spa- 
nien: Palencia; Portugal. granulifer Seidl. 
Halsschildseiten nicht deutlich verflacht, geneigt. nicht abge- 
setzt und aufgebogen;. Nlügeldecken mit punktierten Streifen, 
und meistens flach sewölbten Zwischenräumen, Plenren des 
Halsschildes höchstens mit schmalem, glattem Rand. 


7“ Zwischenräume der Flügeldecken hinten mit deutlieuer Köruchen- 


T 


+ 


si 


reihe. Halsschild stark herzförmig, dicht punktiert, Oberseite 
glänzend. L. 8.5—14 mm. — Spanien und Portugal. — 
(Ehlersi, granulatus Alld.. rordicollis Baudi?) ™ 

rufipes Alld. 
Zwischenräume der Flügeldecken ohne Körnch“nreihe, oft aber 
durch rissige Querrunzeln uneben. Vordertarsen des schwach 
erweitert, Mitteltarsen fast einfach. Kopf- und Halsschild dieht 
punktiert. 
Halsschildseiten vor den rechteckigen Hinterwinkeln schwach 
ausgeschweift, Pleuren des Halsschildes mit schmalem, aber 
deutlich abgesetztem Seitenrande: oben oft mit der Spur einer 
Depression längs der Mitte; Flügeldecken mit tief eingerissenen 
Punktstreifen, die Punkte länglich und die etwas gewölbten 
Zwischenräume dicht und kräftig punktiert und durch rissige. 
von den Punkten ausgehende Kritzeln uneben. Schwarz, last 
matt. L. 11—17 mm. — Frankreich, Spanien, Por- 
tugal. — (coriaceus Küst.) anthracinus Germ. 
Dieser Art ist sehr ähnlich, dabei glänzend. die Punkte in dor 
Reihen der Flügeldecken viel grösser, weniger ged:ängt, nicht 
durch eine Längsrinne, wie dort, verbunden, die gewölbten 
Zwischenräume nur sehr fein punktiert, ohne kritzelige Run- 
zen. L. 12 mm. — Südspanien. — (interstitialis Alld., 
nec. Küster). ! foveolatus Seidl.33) 


37) v. cordicollis Baudi, B. 1876. 245 aus Andalusien ist vielleicht mit 
rufipes Alld. identisch; die Beschreibung passt auf diese Art besser als zu 
anthraeinus. Bei v. Mr dus Vauloger, A. 1899. 682 aus Algier, (obesus Luc.), 
gind die Plenren des Halsschildes” deutlicher randförmig und glatter abgesetzt 


“and glänzend. Mir unbekannt. 


33) Der mir unbekannte. interstitialis Küst. aus Südspanien hat einen 


queren Halsschild mit stumpfen Hinterecken, gewölbter, dicht punktierter Ober- 
seite, die Seiten vor den Hinterwinkeln nicht ausgeschweift, Flügeldecken mit 
Fe nölbten Zwischenräumen der ziemlich tiefen Punktstreifen, fein punktierr 
ohne Hückerchen. Oberseite ganz matt. I, 12 mm. 


Wiener Eatomologische Zeitung, 39 Bd. Haft 1—4 (30. März 14421 


4 48 -Edmund Reifter: 


7a’ Halsschildseiten vor den rechteckigen Hinterwinkeln etwas aus 
geschweift, Halsschild beim 2 viel kürzer, die Pleuren des 
Halsschildes ohne abgesetzten Seitenrand, Flügeldecken beim 2 
mit feinen, beim d mit stärkeren Punktstreifen, die Punkte 
dicht aneinandergefügt, die Zwischenräume sehr fein punktuliert. 

7b“ Oberseite matt, Halsschild breiter als lang, kaum herzförmig-: 
oben mit der Spur einer Längsdepression in der Mitte, Flügel- 
decken parallel, dadurch und wegen der matten Oberseite 
Tenebrio-ähnlich, mit mässig starken Punktstreifen, die Punkte 
etwas länglich, dicht gestellt, in den seitlichen Streifen gröber 
als in den inneren, die Zwischenräume leicht gewölbt, äusserst 
fein, wenig dicht punktuliert. hinten und an den Seiten mil 
feinen Querkritzeln.. Vorder- und Mitteltarsen schwach erwei- 
tert. Dem anthraeinus sehr ähnlich, aber der Halsschild feiner 
punktiert, die Pleuren ohne abgesetzten Rand und die Zwischen- 
räume auf den Flügeldecken sel.r fein punktiert, L. 14 mm. 
Arragonien. — Nach dem typischen Stücke aus Kraatzens 
Sammlung beschrieben. (d) | Diecki Kr.) 


Tb Oberseite glänzend, Halsschild beim J’ wenig, beim 2 beträcht- 
lich breiter als lang, herzförmig, dicht punktiert, Flügeldecken 
oval und besonders beim Ẹ hinter der Mitte am breitesten, 
beim 2 mit feinen, beim g stärkeren Punktstreifen, die Punkte 
dicht aneinandergefügt, kurz, fast rund, die Zwischenräume 
nur sehr fein punktiert, beim 2 Ilach, beim o etwas gewölbt 
und meistens auch schwach kritzelig verrunzelt. L. 9—18 mm. 
— Castilien: Cuenca. von Korb gesammelt. 

castilianus D. èp. 


2' Analsternit an der Spitze im weiteren Umfange beim g' kürzer, 
beim @ länger, nicht ganz anliegend, beim 2 oft büschelför- 
mig behaart. 


8“ Scheibe des Halsschildes stark buckelig gewölbt, mit ziemlich 
breit verflacht abgesetzten Seiten, die Umgebung der rechtecki- 
gen Hinterwinkel verflacht oder vertieft; Pleuren grob verwor- 
ren gerunzelt, neben den Hüften ein glatter Fleck. Flügeldek- 
ken mit nicht linienförmig zusammenhängenden Punktreihen, 
ihre Punkte länglich. 


I = 


+] s) Die Beschreibung von Seidiitz passt auf diese und die folgende Art 
und hat vielleicht auch beide umfasst. Die Type von Kraatz gestattet. nicht 
beide hier angeführten Arten zu vereinigen : 


Bestimmungestahelle der palaearktischen Helopinn«. 


9% Schwarz, matt, ohne Metallscheiu. Dis Seiten des Kopfschildes 
mit einer kräftigen Ausbuchtung, daber mit kurzer, parallaler 
Spitze. Halsschild stark gedrängt punktiert, die Punkte rund; 
die Vorderrandlinie ist nur an den Seiten vorhanden, die Pleu- 
ren ohne verflacht abgesetzten Seitenrand, Flügeldecken an der 
Spitze der Naht nur kurz umrandei. 1. 12—19 mm. — 
Syrien, Kleinasien. corrugatus Sal.*0) 

9 Schwarz mit Erzschein, die Seiten des Kopfschildes gerade ab- 
geschrägt. einfach. normal: Halsschild stark, gedrängt punktiert, 
die Punkte segen die Seiten länglich ineinander verflossen, 
Spitze fein gerandet, die Pleuren mit verflacht abgesetztem, 
glatiem Seitenrande, Flügeldeckennaht last bis gegen die Mitte 
normal umrandet. b. 11-15 mm. - Griechenland, Cy- 
claden- lacertosus Küst. 


8° Scheibe des Halsschildes normal, nicht buckelig gewölbt. 

10° Halsschild beim © und X quer. wenig dicht punktiert, die 

abgesetzten Seiten mit weitläufigen, freistehenden Punkten. Die 

Zwischenräume «derselben reichlich so breit wie die Punkte 

selbst, die Seiten dick gerandet und die Vorderwinkel stark 

vorragend, Flügeldecken an der Basis ganz oder zum Teile 

mit aufgebogener Randkante, die Naht hinten zum Teile ein- 

gesenkt, oben mit linienförmigen Punktreiken, nur die Spitze 

der Naht fein umrandet, der l,ateralstreif befindet sich nicht 
hart an der Randkante. 

11” Glänzend, Halsschild fein, feiner als der Kopf punktiert, Seiten- 

rand breiter abgesetzt, Punktreihen der Flügeldecken etwas 

| kräftiger. L. 11—13 mm. — Italien, Frankreich. — 

(Germari Küst., robustus Muls.. puncticollis Rey.) 

. ebeninus Villa 
11° Schwarz, matt, Halsschild stärker, so stark wie der Kopf punk- 
tiert, Seitenrand schmäler abgesetzt und die Randkante weniger 
hoch aufgehogen. Punktreihen der Flügeldecken bis zur Spitze 
fein und schmal, L. 14-17 mm. — Sicilien. — (anthra- 
einus Küst., non Germar.) anthrax Seidl. 


+0) Damit scheint der mir unbekannte quadricollis Baudi, aus Transkau- 
kasien verwandt zu sein. Fühler beim ©, kaum die Basis erreichend, Hals- 
schild nach vorne bedeutend verengt, die Seiten vor der Mitte ziemiich stark 
‚gerundet, die Seiten vor den rechteckigen Hinterwinkeln etwas ausgeschweift, 
oben.fein und sparsam punktiert. Die Wangen vor den Augen parallel, L. 
15 mm. (Ex Sdl.) : 


Wiener Entomolugische Zeitnug, 39. Bd.. Hort 1—4 (80. Nare 102%.. 


eae 


42 


10 


12 


Ja“ 


14° 


ganz 


Ydnund Reittar. 


Halsschild sehr dicht punktiert, die abgeseı.zten Seiten gedrängt, 
oft runzelig punktiert, die Punkte einander berührend oder in- 
einander verflossen, Flügeldecken ohne gehobene Basalkante, 
Naht hinten normal umrandet; Scheibe mit linienförmigen Punkt- 
reihen, der Lateralstreifen befindet sich dicht an der Lateral- 
kante. 

Schwarz, mehr weniger matt, ohne Metallschein, der 3. Zwi- 
schenraum vor der Spitze der Flügeldecken nicht wulstförmig 
verdickt. : 

Halsschild in beiden Geschlechtern stark quer, nach verne et- 
was mehr verengt, die Seiten stark gerundet, der Pleurenrand 
„uf der Unterseite hreit verflacht. L 12- 18 mm. — Un- 
garn, Balkan. obesus Friv. 
Halsschild beim o° 
weniger herzförmis. 

Seiten des Halsschildes mit feiner, gleichmässiger Randkanie: 
die nmgeschlagenen Seiten (Pleuren) feinkörnig verrunzelt. 


quadratisch, heim = schwach quer. mehr 


Vorder- nnd Mitteltarsen des 7 sehr stark erweitert, viel brei- 
ter als die Schienenspitze. Klauenglied der Hintertarsen so 
lang wie die 2 vorhergehenden Glieder zusammen. Grösser, 
schwarz. matt. L. 30.5—18.5 mm. — Türkei, Griechen- 
land, Rumänien, Kleinasien. — (obesus Waltl). 

j f _ tenebricosus Brulls#!) 
Vordertarsen mässig stark, die Mitteltarsen des g viel schwä- 


cher erweitert. beide so breit wie deren Schieneuspitze. Tarsen 
länger, das Endglied dev Hintertarsen etwas länger als die 2 
vorhergehenden zusammen. Kleiner, o etwas glänzender. I. 
10—14 mm. — Kleinasien: Bulehar-Maden. 

Bodemeyeri Reitt. 
Halsschild mit dicker, zur Basis meist noch stärkerer Rand- 


kante, die umgeschlagenen Seiten auf Iederartigem Grunde frei. 


") Seidlitz unterscheidet 2 nahestehende Arten: 


Halsschild oben und unten ueben dem Seitenrende flach abgesetzt; 
tenebricosus Brulle 

Halsschild oben bis an den Seitenrand gewölbt, unten nur ganz schmal 

gerandet. L. 12—15 mm. — Türkei, Rumelien, — Nach Seidlitz 
vielleicht Var. vom vorigen. granicotlis Sdl. 

P. myops Alld. (2) aus Kurdistan ist dem tenebricosus sehr ähnlich, 

matt, sein Halsschild ist länger, gewülhter, die Basalpartie parallel, vor 


der Basis leicht niedergedrückt, oben mit grober, dichter, neben den Seiten 
dichterer, zusammengeflossener, in der Mitte der Scheibe weitläufiger stehender 
Punktur; die Angen sind um die Hälfte kleiner. L. 16 mm. 


Bestimmiengstähelie der palgrarktmechen Helopinse 43 


+ nach aussen teiner punktiert,; innerhalb der Hinterwinkeitlächs 
mit Längsrillen. Sonst dem ienebricdses ähnlich. f. 15-- 19 
mm. — Talyschegebirge. Persien (Astrabad.) 


Prometheus Reitt. 
12° Schwarz, Oberseite wenigstens mit Erzschein, der 3. mit dem 
T. Zwischenraum der Flügeldecken an ihrer Verbindungsstelle 
wenigstens beim = wulstig verdickt, in der Regel auch der 
l1. Zwischenraum an der Spitze gewölbt; die länglichen Punkte 
der Dorsalreihen nicht Streifig verbnnden. Pleuren des Hala- 
schildes dicht punktiert. 
16° Vorderwinkeldes Halsschildes spitz vorcagend, Vorderrandlinie 
in der Mitte nicht deutlich unterbrochen. Vorder- und Mittel- 
tarsen des d mässig verbreitert, nicht breiter als deren Schienea- 
spitze. Schwarz, Oberseite mit schwachem Erzschein, 1.12 bis 
20 mm. — Griochenland. graius Alld. 


el’ Vorderwinkel des Halsschildes sehr schwach vorragend, ihre 
Spitze stark abgestumpft, Vorderrandlinie in der Mitte nnter- 
brochen. Vorder- und Mitteltarsen des 9’ sehr stark erweitert, 
breiter sis deren Schienenspitze. Schwarz, Oberseite kupferig 
» mit Bronzeglanz, selten wie bei grajus fast schwarz: a. Emgei 
Seidl. T. 13—18 mm. — Euboea, Kreta. 
euboeicus Reitt. 


A‘ Zwischenräume der Punktstreifen auf den Flügeldecken ` glatt, 
unpunktiert. Körper schmal und langgestreckt, stark gewölbt. 
Kopf und Halsschild dicht punktiort, letzterer meist von, der 
Breite der Wlügeldecken, an den Seiten stark’ gerundet, breiter 
als lang, stark gewölbt, etwas glänzend, Finterwinkel stumpf- 
eckig, Flügeldecken matt oder fast mati. 


i” Halsschild in der Mitte am breitesten, Vorderrand sehr schwach 
ausgebuchtet, mit etwas, aber schwach vortretenden Vorder- 
winkeln und schmal gerandeter Basis, Flügeldecken mit feinen 
streifigen. Punktreiben, die Naht hinten kurz umrandet. L. % 
bis 10 mm. — Algier, Oran.. longulus Rche. 

l“ Halsschild vor der Mitte am breitesten, Vorderrand gerade ab- 
gestutzt, mit verrundeten Vorderwinkeln und in der Mitte viel 
breiter :gerandeter Basis, Flügeldecken mit feinen, streifigen + 
Punktreihen, die Naht hinten nicht gerandet. I. 6—9 mm. 
Algier. — (cribripennis Alld., non Lucas.) 

iinearis Vanloger 
i Wiener Entomologische Zeitung, 39. Bù., Heft 1-4 (30 März 19), i 


44 Kdmund Reitter; Bestimmungstabelle der pal. Helopinae. 


Unterg. Helopotrichus non. = S 
(Oberseite behaart; Flügeldecken oval oder elliptisch, Halsschild 

dicht und stark punktiert, mit extrem fein gerandeter Seitenkante, 

etwas breiter als lang, vor der Mitte am breitesten.) 
1” Halsschild mit sehr stumpfen. aber scharf gewinkelten Hinter- 
ecken. 

2“ Flügeldecken hinter dem Schildchen mit schwacher Depression, 
die Punkte der Reihen tief, längtich, dicht aneinander gedrängt, 
so dass sie sich fast berühren und die Reihen als eingerissene 
Streifen erscheinen, die Zwischenräume Nach, ziemlich breit 
und dicht punktiert. Schwarz, oft mit schwachem Erzschein. 
Die + vorderen Füsse des sehr schwach erweitert. L. 5.5—10 
mn. — A Igier. villosipennis Lucas 

2 Flügeldecken hinter dem Schildehen ohne Eindruck, die Punkte 
der Reihen gross and länglich, die Zwischenräume schmal, die 
Vordertarsen des d’ kaum erweitert. L. 9—12 mm. — Sar- 
dinien. — (gibbicollis Küst. nec Faldermann.) s 

gibbithorax Gemm. 

1% Halsschild vor den kurz rechtwinkeligen. scharfen Ilinterecken 
ausgeschweilt, Basis doppelbuchtig. 

3° Flügeldecken lang elliptisch, mit feinen streifigen Punktreilien, 
die Punkte derselben dicht aneinandergestellt, ründlich, Basis 
hinter dem Schildeheu mit kleiner Depression. Oberseite fein, 
wenig dicht behaart. L. 10 — 14 mm. — Sardinien, Sici- 
lien, Calabrien. sphaericollis Küst. 

3° Flügeldecken zylindrisch, mit furchenartigen Punktstreifen, diese 
mit starken Punkten besetzt, vor dem Schildehen ohne De- 
pression. Oberseite braunschwarz. «lanzlos, dicht grau behaart. 
L. 10 -12 mm. — Sicilien. tomentosus Reitt. 


Untergattung Helopidoxus nov. 

Kupterighraun, messingglänzend. Fühler lang und dünn. Kopi- 

und Halsschild dicht und stark punktieit, Seitenrand des Kopfes vor 

der Clypeusspitze mit tiefer Einbschtung. Nalsschild quer, ‚herzlörmig, 

mit verflachten, abgesetzten Seiten und aufgebogener.- Randkante, Flü- 

geldecken hinter der Mitte am breitesten, die Zwischenräume der 

Punktlurchen gewölbt und fein punktuliert, Nahtspitze umrandet. L. 
13—20 mm. — Corsica. . superbus Muls.